(Teil 2 dieses Reiseberichts ist HIER zu finden – Vorsicht, nachfolgend kommt schräger Humor durch!)

burgf1
Die Gassen von Burg: Ein Opel Meriva setzt hier auf. Und nicht nur der.

Auch wenn bestimmte Kommentatoren oder, besser gesagt, Trolle wie ein gewisser “Muller” mir nach dreizehn Monaten der permanenten Arbeit und zusätzlich dem ständigen Versorgen von drei Pflegefällen im Haus offensichtlich nicht mal eine einzige Woche Urlaub jährlich gönnen (meine Meinung dazu behalte ich mal lieber für mich, denn die ist absolut nicht öffentlichkeitstauglich und ich will hier wirklich nicht ausfallend werden) und meine Beiträge zudem noch (um den harmlosesten Ausdruck zu verwenden) als “moralisieren” bezeichnen, mache ich trotzdem mal mit dem Fehmarn-Reisebericht weiter. Kommen wir also jetzt zu dem “Menschengemachten”, nämlich zur Inselmetropole Burg auf Fehmarn. Burg lässt sich m. E. nur mit einem einzigen Ausdruck beschreiben und der lautet “urig”.

(Teil 1 des Reiseberichts ist HIER zu finden.)

fti1

fti2

Werfen wir jetzt mal, bevor es an das “Menschengemachte” geht, einen Blick auf Fehmarns Tierwelt. Auf Fehmarn ist das gefährlichste Tier der Welt ganz zweifellos zahlenmäßig am stärksten vertreten. Nein, ich meine selbstverständlich nicht Löwe oder Hai oder sowas. Und auch nicht den Menschen selbst, was schon was heißen will! Es geht nämlich um die Mücke. Die Drecks-Blutsauger sind voll ätzend und die Stiche von den Gnitzen brauchen Wochen zum Abheilen!

fti3

fti4

pafe1
Die wildromantische Steilküste bei Katharinenhof. So richtig gut bekommt man die wahrscheinlich nur von See her auf’s Bild.

Ich habe heute morgen meinen Blutdruck kontrolliert: 126 zu 77. Das ist der letzte und endgültige Beweis – eine einzige Woche an richtigem Urlaub bringt mehr als das ganze Medizeugs vom Arzt. Wäre man höheren Ortes folglich wirklich an der Volksgesundheit interessiert, dann würden die Krankenkassen nicht ständig hohe Kosten für Blutdruckmedikamente übernehmen, sondern einem stattdessen jährlich öfter mal ‘ne Woche Urlaub finanzieren, was im Endeffekt wohl auch billiger wäre – QED! ;) Spaß beiseite, Ernst ausse Ecke: Meine Gattin und ich waren, wie es im letzten Beitrag schon angeklungen ist, eine Woche lang auf Fehmarn. Als typischer Nordsee-Fischkopp kannte ich Fehmarn noch nicht und will daher mal ein paar Worte zu der Insel loswerden. Mal sehen, vielleicht wird’s ja auch ein kleiner Reisebericht.

sharky

Dreizehn Monate sind es gewesen, bis wir – meine bessere Hälfte und ich – uns eine Woche Urlaub gönnen konnten. Mal ‘ne Woche raus: Manchmal muss das einfach sein, damit man nicht abdreht. Vor allem dann, wenn es da auch noch gleich drei Pflegefälle im Haus gibt. Ergo eine Woche Fehmarn. Warum gerade Fehmarn? Zuerst mussten wir den OP-Termin meiner Frau abwarten. Als der feststand, da rechnete ich noch zwei Wochen drauf und machte mich anschließend per Internet auf die Suche nach einem Urlaubsort. Das war Anfang Juni der Fall, als der Sommer ’16 mehr Ähnlichkeit mit dem Dezember oder Januar hatte. Simple Frage: Wo in Deutschland gibt’s die meisten Sonnenstunden? Das war die Weinstraße. Aber als alter Fischkopp brauche ich im Sommer Salzwasser. Gleichauf auf Platz Zwei folgten dann aber schon Fehmarn und Hiddensee. Fehmarn ist für mich – theoretisch jedenfalls! – verkehrsgünstiger gelegen (falls man schnell nach Hause zu den Pflegefällen muss).

Null Bock zum Tippen. Ich muss an’s Wasser, unbedingt – und packe gerade. Die Mirabellen sind – wie die Äpfel – abgeerntet. Garten ist soweit OK. Draußen ist es schwül-drückend und wir haben eine Gewitterwarnung. Den Rasen lasse ich jetzt Rasen sein und erstmal wieder zur Wiese werden. Scheiß drauf, ich will nicht mehr! Schwiegereltern und Tochter sind ja auch noch da, um sich um’s Haus zu kümmern. Vor mir liegen rund 320km Autobahn: Kein Thema! Aber auch zehn Baustellen. Das ist durchaus ein Thema, denn die kann ich wirklich nicht einschätzen, weswegen ich mich auch auf ‘ne lange Fahrt und auf den A7 Blues vorbereite. Heute gibt’s daher nur mal wieder Musik, und zwar ein Instrumental. Sowas hatte ich ja auch schon lange nicht mehr. Von der geilsten belgischen Band, die es gibt. Die schottischer als jeder Schotte ist: The Black Tartan Clan mit “The Water Is Wide”.

primatenplanet

Die nachfolgende Story ist rein fiktiv und vollkommen hirnrissig. Sie entbehrt zum Glück jeglicher Grundlage. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Geschehnissen sind daher absolut unbeabsichtigt und wirklich rein zufällig. Aber vielleicht dennoch nicht ganz unvermeidlich.

Der Primatenplanet

Ein Protoplanet ist ein in der Entstehung begriffener Planet. Er verfügt über hinreichend viel Masse, um bereits eine Kugelform erlangen zu können, ist aber noch glutflüssig und rotiert sehr schnell. Man nimmt an, dass vor etwa 4,5 Milliarden Jahren eine kosmische Großkollision stattgefunden haben muss, bei der ein etwa marsgroßer Protoplanet namens Theia mit der noch sehr jungen Protoerde zusammenstieß. Dabei wurden gigantische Magmamengen aus der Protoerde heraus und in eine sehr tiefe Umlaufahn geschleudert. Dort vereinigten sich die schweren Elemente (z. B. Eisen) aufgrund ihrer Anziehungskraft binnen kürzester Zeit – d. h. binnen nur rund hundert Jahren, was in kosmischen Maßstäben betrachtet geradezu blitzartig ist – zu einem neuen Kern, der die weiteren Trümmerteile mit seiner Schwerkraft wie ein Staubsauger aufsog: Der Mond war entstanden.

Newsletter

Hier kannst Du Dich bei neuen Einträgen per E-Mail benachrichtigen lassen.

QR-Code

Ein Buch hilft Kindern

 

 

Diese beiden Bücher enthalten Geschichten von Kindern für Kinder und der Erlös aus dem Verkauf kommt sozial benachteiligten Kindern zu Gute. Kinder und angehende Jugendliche haben über Antenne Thüringen ihre Geschichten eingesandt und die besten wurden ausgewählt, in Druckform gebracht und vom Verein "We4Kids e.V." in Eigenregie verlegt. Sie kosten jeweils 9,80 Euro. Davon werden Schulranzen, Förderunterricht und viele kreative Projekte, die Kindern helfen, finanziert.

Wetterwarnungen