Am Nachmittag eine kleine Rundfahrt mit Rad und Kamera. Einfach nur so, mal nach irgendwelchen Motiven gucken. Es gab welche. Nämlich Damwild. Aus der Nähe. Ich habe nicht gezoomt, sondern bin so dicht rangegangen, wie ich’s für vertretbar hielt. Außerdem hatte ich ja ein Tuch zum Reinigen der Linse mit dabei. OK, die Viecher sind an den Menschen gewöhnt. Und, ja, ich habe sie (mit Kastanien) angefüttert. Aber trotzdem waren die Aufnahmen – Kamera auf Makroeinstellung für fünf Zentimeter Abstand – doch irgendwie auch Glückssache und sind daher leider nicht perfekt geworden. Fünf Nasen …

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Herbert Wehner, Willy Brandt, Egon Bahr, irgendwo auch Helmut Schmidt und selbst Oscar Lafontaine – verdiente Namen einer früheren, echten deutschen Sozialdemokratie. Namen aus einer Zeit, als Sozialpolitik noch für Menschen und eben nicht für Unternehmen gemacht wurde. Willy Brandt bemerkte einmal (Zitat): “Politiker, die Dogmen huldigen oder ihren Platz auf einem Podest staatsmännischer Unfehlbarkeit beanspruchen, verdienen kein Vertrauen.” Der Neoliberalismus nebst der damit verbundenen Globalisierung (Was ist Ursache und was ist Wirkung?) wurde zum Dogma und die SPD wandte sich von der früheren Sozialpolitik ab. Mit Ausnahme von Oscar Lafontaine, der konsequent handelte und eine neue Partei gründete, in welcher die Sozialpolitik nach wie vor das Kernelement ist. Doch das scheint heute keinen mehr zu interessieren. Nach dem Abwenden der SPD von der Sozialpolitik folgten Scharping, Schröder, Müntefering, Gabriel, Nahles usw. Mir persönlich erscheinen diese Herrschaften wie Verräter an den früheren Parteiidealen und der Ausspruch von Willy Brandt scheint in Vergessenheit geraten zu sein, denn alle diese so genannten “Sozialdemokraten” folgen dem neoliberalen Dogma. Mehr noch: Sie sind maßgeblich an der heutigen, sozialen Ungleichheit beteiligt gewesen und sind es noch. Heute verfügt die SPD über Zeitungen, Schulungszentren u. ä., welche für die Arbeitsagentur tätig sind. Sie verdient Geld mit Meinungsmache, mit Propaganda – und mischt auf eben diese Weise kräftig bei der dogmatischen, neoliberalen Gehirnwäsche mit. Die untenstehenden Nachrichten zeigen ein paar Folgen dieser m. E. wirklich asozialen Politik auf. Teil 293 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

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Heute mal wieder ein Beitrag zur Förderung des Allgemeinwissens und der Versuch, einen doch recht komplexen Sachverhalt möglichst allgemeinverständlich darzustellen. Weil diese Technologie mit absoluter Sicherheit in gar nicht mal allzu ferner Zukunft unser Leben nachhaltig verändern wird – und dann sollte man wissen, wie das funktioniert. Weil es sich m. E. um das gentechnische Gegenstück zur Erfindung des Mikroprozessors handelt. Es geht um das seit rund einem Jahr hochbejubelte “Schweizer Taschenmesser der Gentechnik” bzw. “Genetic Swiss Knife”, nämlich um CRISPR. Was verbirgt sich hinter diesem Kürzel? CRISPR steht für “Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats”. Bereits 1987 entdeckte man, dass sich bestimmte Abschnitte in der DNA von Lebewesen – d. h. im Erbgut – wiederholen. Getrennt sind diese Abschnitte durch so genannte “Spacer”, bei denen es sich um eingelagerte Viren-DNA handelt. Beides zusammen – die sich wiederholenden DNA-Sequenzen und die Abschnitte mit Viren-DNA – sind Bestandteile des Immunsystems von Bakterien.

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Manche Parteien sind so unglaubwürdig, dass sie es geradezu herausfordern, auf die Schippe genommen zu werden. Ich habe heute zuviel um die Ohren, um tiefschürfende Beiträge zu verfassen, doch für etwas Politsatire nur mal so zwischendurch reicht es durchaus.
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Neulich in der Drehbuchkonferenz

“Stellt euch vor, ein AfD-Mitglied leitet ein Flüchtlingsheim. Sein Bruder verdient sein Geld mit Containerbau. Eines Nachts organisiert er einen Mob von besoffenen Sachsen, die brüllend den Flüchtlingsbus stoppen. Jetzt der Clou: Die Polizei ermittelt gegen die Flüchtlinge wegen Provozierens. Ach so, und der Heimleiter heißt Hetze.”
“Was? Wer glaubt denn so einen weltfremden Scheiß? Hat noch einer ‘ne bessere Idee?”
“Ja, ich! Die Enkelin eines Hitler-Finanzministers will an der Grenze auf Kinder schießen lassen, behauptet aber, dass das ein Missverständnis ist, weil sie auf der Maus ausgeru…”
“SAGT MAL, HABT IHR GESOFFEN??? Das Briefing hieß: Authentischer Politthriller! RAUUS!!!!”

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“Politik ist die Unterhaltungsabteilung der Rüstungsindustrie.”
(Frank Zappa)

“Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.”
(Carl von Clausewitz)

Momentan lese ich einen interessanten SF-Roman, nämlich “Entwicklungskrieg” von David Brin. Es geht dabei um einen bestimmten Regeln folgenden Krieg, den Aliens gegen Terraner führen. Was der Autor aber immer wieder durchblicken lässt, ist der Grundsatz, dass Krieg auf den wirtschaftlichen Interessen einiger Weniger beruht und für die ein bloßer Kostenfaktor ist. Er wird geführt, wenn man sich Gewinn davon verspricht und eben nicht aus irgendwelchen höheren Motiven heraus, die für das gemeine Volk vorgeschoben werden. Was David Brin schreibt, lässt sich m. E. sehr gut auf das Hier und Jetzt übertragen. Denn wahrscheinlich sind auch heutige Kriege reine, profitorientierte Unternehmungen. Ein paar Beispiele gefällig?

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Da war sie wieder, diese fruchtlose Diskussion, die ich aus tiefstem Herzen verabscheue. Aufgezwungen von einem bestens informierten Besserwisser, der all seine Sachkompetenz aus den Medien (ihr wisst schon, welche ich meine) schöpft. Die Sorte von “Fachkraft”, die ganz genau weiß, dass Minijobber, H4-Empfänger, Rentner, Behinderte u. a. finzanziell Benachteiligte es überall von ganz alleine vorne und hinten reingeschoben bekommen. Die Sorte von Mitmensch, die selbst noch nie in so einer Situation war. Die aber auch irgendwann mal älter und folglich dazugehören wird, das aber nicht wahrhaben will. Weil: Sowas passiert immer anderen ganz woanders und weit weg.

Arbeitstag abgehakt und es darf getrost Feierabend werden. Ich habe keine Lust zum Tippen, obwohl es einiges zu sagen gäbe. Später mal. Heute nur Musik. Es gibt Stücke oder besser gesagt Kompositionen, die einfach nur zeitlos gut sind. Sowie wie “Tubular Bells” von Mike Oldfield. Oder Rick Wakemans “Journey to the Centre of the Earth” aus dem Jahre 1974. Ich hatte das ja schonmal hier im Blog, doch das Video ist zwischenzeitlich offensichtlich leider gelöscht worden. Macht aber nichts – es gibt unzählige Versionen von dieser sagenhaften Komposition und jede klingt anders. Hier ist eine aktuellere Fassung, nämlich von 2014 aus Argentinien. Und mit rund anderthalb Stunden auch ziemlich lang. Aber hörenswert! Wenn man sich einmal überlegt, dass die Bosse der Labels so etwas Phantastisches ablehnten, dann erfreut es einen doch immer wieder, dass es Menschen gibt, die nicht auf andere hören und ihre eigenen Weg gehen. Hätte Rick Wakeman das seinerzeit nicht gemacht, dann wären wir heute um ein echtes Stück Kultur ärmer!

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Ein Buch hilft Kindern

 

 

Diese beiden Bücher enthalten Geschichten von Kindern für Kinder und der Erlös aus dem Verkauf kommt sozial benachteiligten Kindern zu Gute. Kinder und angehende Jugendliche haben über Antenne Thüringen ihre Geschichten eingesandt und die besten wurden ausgewählt, in Druckform gebracht und vom Verein "We4Kids e.V." in Eigenregie verlegt. Sie kosten jeweils 9,80 Euro. Davon werden Schulranzen, Förderunterricht und viele kreative Projekte, die Kindern helfen, finanziert.

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