Mit der Bildschärfe ist das ja immer so eine Sache. Gerade bei der Tierfotografie muss es i. d. R. sehr schnell gehen. Da bleibt nicht viel Zeit, um die Kamera großartig einzustellen. Ich meine, welcher vorbeifliegende Vogel bleibt schon so lange in der Luft stehen, bis man die Knipskiste scharfgestellt hat? Oder welcher Waschbär unterbricht seine Flucht vor der Waschbärenscheuche so lange, bis der Fotograf endlich soweit ist? Das Ergebnis sind verwackelte oder unscharfe Bilder. Man kann dieses Problem halbwegs minimieren, wenn man sich mit justierter Kamera in den Schärfenbereich hinein bewegt. Aber auch das erfordert viel Übung und gerät schnell zum Glücksspiel. Hinterher hat man dann vielleicht fünf Fotos, von denen wenigstens eins scharf ist. Aber auf den anderen vier Bildern ist das Motiv besser drauf oder mehr Action zu sehen oder so: Bähhh!

Wer täglich arbeitet wie ein Pferd,
fleißig ist wie eine Biene,
abends müde wie ein Hund,
der sollte zum Tierarzt gehen,
denn es könnte sein,
dass er ein Kamel ist!
(Verfasser unbekannt)

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Einzuhaltende Termine. Hausarbeit, die unbedingt erledigt werden muss. Berufliche Pünktlichkeit und das Fahren auf Zeit. Leben “Just In Time”. Formulare hier, E-Mails da, und alles möglichst vorgestern. Eine Aufgabe sofort, ein Projekt in Kürze und der vergebliche Versuch des Multitaskings, der im brillianten Dilettieren auf allen Ebenen mündet. Wir alle leben in einem Hamsterrad und immer mehr, immer schneller wird uns als unbedingt erstrebenswerte Tugend verkauft. Das ist wie die Sache mit dem Esel, den der Kutscher durch eine an langer Stange vor’s Maul gehaltene und doch unerreichbare Mohrrübe zu Höchstleistungen anspornt. Oder, anders gesagt: Wir leben wie ein immer mit höchster Drehzahl betriebener Motor. Dreht ein Motor aber immer im roten Bereich, dann fliegt er über kurz oder lang unweigerlich auseinander. Und wir?

Die Wocheneinkäufe für zwei Haushalte sind gemacht. Das Haus steht nach dem gestrigen Unwetter noch und der Kontrollrundgang hat auch keine nennenswerten Schäden gezeigt. Wenigstens sind die Regentonnen schon mal wieder voll. Das letzte Bild des vorausgegangenen Beitrages habe ich spaßeshalber mal zum NDR hochgeladen. Mit dem Haushalt bin ich soweit auf Reihe. Fehlt noch das Mähen des Rasens, aber das muss nicht unbedingt heute sein. Denn heute hat jemand Geburtstag. Jemand, der mir aus der Seele spricht. Oder besser singt. Jemand, der auf den Tag genau 16 Jahre älter ist als ich und der sich von diesem durch und durch kranken System auch nicht hat brechen lassen. Nämlich Hannes Wader. Ich habe mal ein Ständchen von ihm rausgesucht, und zwar “Trotz alledem 2014″ – immer noch topaktuell. Wahrscheinlich sogar aktueller denn je!

Das gestrige Unwetter soll eines der stärksten je in Niedersachsen verzeichneten Unwetter gewesen sein. Kann ich nicht beurteilen und dafür, dass wir es hier im Deister-Süntel-Tal offensichtlich nur mit den Ausläufern zu tun bekamen war es ganz schön üppig. Jedenfalls keins der billigen Kaufhaus-Gewitter, die hier sonst manchmal so vorbeikommen. Unter Blitzortung hatte ich zunächst in Echtzeit beobachtet, wie die Gewitterfront sich von Nienburg her näherte – und das dauerte kaum eine Viertelstunde. Anschließend ging’s los, aber richtig! Dazwischen ‘ne PN von meiner Tochter: Sie saß vor dem Haus in ihrem Auto und kam nicht raus, weil auf der Straße das Wasser stand. Nachdem die erste Rutsche etwa um 19:00 Uhr vorbei war – sie bildete so quasi den Vorgeschmack – ging’s dann ab 20:30 Uhr nochmal so richtig zur Sache. Das war in etwa die Zeit des Sonnenuntergangs. Und so ein Unwetter-Sonnenuntergang sieht ziemlich dramatisch aus: Fünf Fotos. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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Unter Apoptose versteht man einen so genannten “Zellselbstmord”. Das ist eine sehr sinnvolle Einrichtung der Natur, denn dadurch wird einerseits die Vermehrung von Gewebszellen gestoppt und andererseits werden nicht mehr benötigte Zellen aus dem Organismus entfernt. Letzteres spielt insbesondere bei der Regeneration (Verjüngung) des Gewebes eine wichtige Rolle. Für die Entdeckung der Apoptose wurde 2002 der Medzin-Nobelpreis an Forscher aus Großbritannien und den USA verliehen. Alle unsere Körperzellen verfügen über so ein Apoptose-Programm. Fast alle … außer: Krebszellen! Die sind entartet. Die vermehren sich ungehemmt weiter, wodurch es zum Wuchern des Krebses kommt.

Ich frage mich so langsam, wie lange ich so “blogmäßig” noch meine Meinung sagen kann. Zugegeben, lt. Art. 5 GG steht mir das Recht auf freie Meinungsäußerung zu, aber unsere ReGIERung scheint es ja offensichtlich nicht so wirklich mit dem GG zu haben, wie sich am Wirken von Heiko Erdogan Maas unschwer erkennen lässt. Gestern meldete der NDR, dass bundesweit Ermittlungen gegen das, was unsere ReGIERung unter “Hate Speech” versteht, aufgenommen worden sind. Im ZDF Heute Journal wurde eine kritische Plattform kurzerhand als “linksradikal” tituliert. Wenn das keine Propaganda ist! Das zeigt, in welche Richtung die seitens des “Maasmännchens” initiierte Reise geht. Einen Bekannten von mir, der ein kritisches Blog betreibt und die Allwissenheit unserer ReGIERung hinterfragt, sich dabei aber durchweg immer einer zivilisierten Ausdrucksweise befleißigt, hat es mittlerweile bereits vorher erwischt: Er bekam Post von der Polizei. Ohne konkrete Anschuldigung, also quasi so zum “Mundtot-Machen”. Für ein Land, in dem offiziell keine Zensur stattfindet, ist das schon durchaus bemerkenswert. An mir selbst ist dieser Kelch allerdings auch nicht spurlos vorüber gegangen, denn ich verlinke meine Blogbeiträge ja auf Twitter und Facebook, um ein möglichst großes Publikum zu erreichen. Bei Twitter sind die Meisten meiner mit #Politik getagten Beiträge inzwischen verschwunden und bei Facebook findet gerade das große Löschen statt. So wird eben mit der Meinungsfreiheit in einer “Demokratie” umgegangen. Unterschiede zur Türkei oder zu Russland? Nur noch marginal! Noch hat mich aber keiner so richtig angepisst. Jedenfalls nicht bei diesem Blog (bei meinem alten Blog war das anders). Deswegen mache ich vorerst wie gehabt weiter. Doch wen interessiert schon die Meinungsfreiheit? Edward Snowden hat einmal gesagt (Zitat): “Zu sagen ‘mich interessiert die Überwachung nicht, denn ich habe nichts zu verbergen’ ist, als würde man sagen ‘mich interessiert die Meinungsfreiheit nicht, denn ich habe keine Meinung’“. Ich habe sehr wohl eine Meinung. Und so lange es geht sage ich die auch! Teil 337 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Momentan muss ich nicht fahren. Jedenfalls nicht beruflich. Privat sieht’s etwas anders aus; heute bspw. kutschierte ich Schwiegermutter zur Akupunktur-Behandlung. Wobei ich mich ernsthaft frage, ob man das nicht vielleicht auch aus der Ferne machen kann, mittels Voodoo-Puppe oder so … ;) Jedenfalls stand die Fahrerei für den Nachmittag an. Daher nutzte ich die frühen Vormittagsstunden für eine Auszeit im Wald. Das hatte ich eigentlich gestern schon in Angriff genommen, aber nachmittags und mit dem Fahrrad bei 37°C in der Sonne. Nicht gerade ‘ne grandiose Idee und so beschränkte ich die gestrige Tour auf nur schlappe 10km durch’s Flachland, bevor ich zerflossen bin. Heute am Vormittag war’s kühler und so bis 10:30 Uhr auch noch recht erträglich. Nun ist der Juni ja nicht gerade für supertolle Naturmotive berühmt, vgl. die Natur im Fotojahr. So geriet die Waldwanderung irgendwie auch zu einer Expedition in den Mikrokosmos, sprich: Da standen die Makroaufnahmen im Vordergrund. Hier seht ihr davon mal zehn Bilder. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!