(real)Asmodis

Ich bin ja nun wirklich nicht so der Dropbox-Junkie, aber hin und wieder ist Dropbox doch ganz nützlich. Nun pfeift mein Rechner aus dem letzten Loch und deswegen habe ich den alten (und abgelegten) PC von meiner Tochter reanimiert, reaktiviert und repariert. Läuft auch weitestgehend störungsfrei. Ein paar Kleinigkeiten bleiben natürlich immer noch zu machen und die bemerkt man erst später. Dropbox gehört dazu. Sie hatte da ihre Dropbox-Installation drauf. Ich wollte aber meine Dropbox haben, keine Neuinstallation vornehmen und das folglich umschalten. “Irrtum sprach der Igel und stieg von der Bürste” – oder so ähnlich. Das Umschalten der Dropbox auf einen anderen Benutzer ist so wohl nicht vorgesehen. Meine diesbezügliche Recherche im Web verlief ergebnislos. Tja, geht wohl nicht – bis mein Blick auf das Dropbox-Symbol im Systray fiel. Vielleicht doch noch einen Versuch? Und der hat hingehauen! Man kann eine vorhandene Dropbox-Installation auf einen anderen Benutzer umschalten. Ein Dutzend Schritte – geht so:

ricin

“Wenn du wissen willst, worüber wir reden, dann mach’ den Fernseher aus!”
(Verfasser unbekannt)

Stell’ dir vor, du möchtest die Bude für dich und deine Familie mit Grünzeug verschönern. Oder deinen Balkon bzw. deinen Garten. Du suchst dir etwas aus, was schön bunt ist, anspruchslos obendrein und was schnell wächst. Solches Saatgut bestellst du per Internet. Du entscheidest dich dabei für den biblischen “Wunderbaum“. Zuhause hast du dann noch Unkrautex und Zucker. Oder eine Tüte mit Mehl und einen irgendwo rumliegenden Föhn. Alles ganz unverfänglich und so etwas soll es ja geben. Nun stell’ dir vor, du bist muslimischen Glaubens, stammst aus Tunesien und all das, was bisher bereits gesagt wurde, träfe auf dich zu.

warenfrust

Heute bei Aldi ‘ne Kiste Milch gekauft und gestaunt: Ein Milchkarton war (mal wieder) mittels Tacker mit dem Palettenboden vernagelt worden, und zwar durch ein TetraPack hindurch. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie das Resultat ausgesehen hat. Da frage ich mich: Ist das Frust? Liegt das am Desinteresse, an unmenschlichen Arbeitsbedingungen (was noch durchaus nachvollziehbar wäre), an Unachtsamkeit oder … schlicht an der menschlichen Dummheit?

telegram

keiner

Jetzt mal was ganz und gar durch und durch persönliches. Keiner mag mich! Alle sind gegen mich! Das fängt schon morgens beim Frühstück an. Klar, die Tasse Kaffee macht wach. Besonders dann, wenn es sich um Hufeisenkaffee handelt (Hufeisenkaffee ist, wenn ein reingeworfenes Hufeisen oben schwimmt – erst dann ist der Kaffee stark genug). Sie macht noch wacher, wenn man sie über die Tastatur kippt anstatt das Zeug zu trinken. Die Krönung ist aber die Messerspitze voll eingerührtem Chilipulver. Seit ich das mache, brauche ich nach dem Aufstehen keine halbe Stunde mehr, um rauszufinden, wer ich eigentlich bin.

abgetippt

Ich zitiere mal: “Das Imperium war auf Expansion angelegt, die ehrgeizigen Heerführern Triumphe und Händlern Profite beschert und als schier unerschöpfliche Quelle für Sklaven gedient hatte. Als die Expansion jedoch an ihre Grenzen gestoßen war, vermochte man das System nicht länger aufrechtzuerhalten. Und dann kam der Punkt des abnehmenden Grenzertrags, wo jeder denarius, der an Steuern eingenommen wurde, in die Verwaltung und in das Militär gesteckt werden musste. Das Imperium wurde immer komplexer und bürokratischer – und damit immer teurer zu unterhalten -, und die Ungleichverteilung des Volksvermögens steigerte sich ins Groteske. Zur Zeit Neros im ersten Jahrhundert befand das ganze Land vom Rhein bis zum Euphrat sich im Besitz von gerade einmal zweitausend obszön reichen Einzelpersonen. Steuervermeidung wurde zum beliebten Sport der Reichen, und die steigenden Kosten für die Stützung des Imperiums wurden zunehmend den Armen aufgebürdet. Die alte Mittelklasse, einst das Rückgrat des Römischen Reiches, zerbrach, ausgeblutet durch Steuern von oben und unten ausgepresst. Das Imperium hatte sich von innen aufgezehrt.”

mom0

Wenn man der Nachwelt etwas mitzuteilen hat, dann verwendet man dazu eine so genannte Zeitkapsel. Die Zeitkapsel vermag Jahrzehnte oder Jahrhunderte, vielleicht sogar Jahrtausende zu überdauern. Sie ist auch nicht das Problem. Das Problem ist ihr Inhalt, der im weitesten Sinne als Speichermedium verstanden werden kann. Bei magnetisierten Datenträgern wie bspw. Magnetband ist spätestens nach zwei bis vier Jahrzehnten Feierabend; außerdem erfordern die zur “Entschlüsselung” auch immer ein ganz bestimmtes Equipment. Normales Papier hält ein paar Jahrzehnte lang, bevor es dem Säurefraß zum Opfer fällt. Mit Hanfpapier lassen sich, da säurefrei, mehrere Jahrhunderte überbrücken. Und dann? Glas wäre ein extrem haltbares Material, geeignet für Jahrtausende und von extrem hoher Speicherdichte. Aber auch das setzt wieder eine geeignete Lesetechnik voraus und wird die später überhaupt noch verfügbar sein? Eher doch wohl nicht – man versuche, um sich das zu verdeutlichen, heute doch einfach nur mal, eine 5,25-Zoll-Diskette in einen Computer zu packen oder eine uralte 78UpM-Schallplatte irgendwo abzuspielen.

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