Rezepte

Meine bessere Hälfte meinte, dass sie mal wieder irgendeine Eierspeise zum Mittagesssen haben wollte. Aber nicht wirklich Rühr- oder Spiegelei, sondern mehr so in Richtung auf Eierkuchen. Eierkuchen war mir zuviel Geschmiere. Stattdessen versuchte ich es mit freier Improvisation. Und das Ergebnis erwies sich nicht nur als essbar, sondern schmeckte sogar verdammt gut und hielt lange vor! Hier ist das Rezept.

Portionen: 3
Zeitbedarf: gut 1 Stunde (knapp die Hälfte Vor- und gut die Hälfte Zubereitung)

Zutaten:
knapp 200g Wurst- oder Bratenreste (oder Schinken, Bacon usw.)
2 Äpfel
1 Zwiebel
frischer Schnittlauch
8 Eier
ca. 40g eingelegten Schafskäse
Öl
Gewürzpulver nach Geschmack

restebacon

Am Vormittag musste es mal wieder schnell gehen. Durfte auch nichts weiter kosten und dann waren da noch die Essenreste von gestern: Zum Sterben zuviel und zum Leben zuwenig. Zeit, sich mal wieder kreativ zu betätigen. Ergo betätigte ich mich auch kreativ. Dabei herausgekommen ist ein ziemlich gut schmeckendes Gericht, das ich mal als “Restebacon” bezeichnen will. Mit Materialkosten von rund zwei Euro pro Portion (die gestrigen Reste nicht mitgerechnet) ist das sogar halbwegs preiswert. Geht so:

Portionen: 3
Zeitbedarf: 30 Minuten

Zutaten:
400-500g Reste eines x-beliebigen Nudelgerichts vom Vortag
600g Bacon in dünnen Scheiben
Öl

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Vollständig müsste es eigentlich “Gefüllte Schnitzeltasche im Eiermantel” heißen. Kam so: Mir war da schon vor längerer Zeit beim Fahren die Idee gekommen, dass man Schnitzel vielleicht auch mal etwas anders zubereiten könnte. So gefüllt oder so: “Man müsste doch eigentlich mal ausprobieren …” Lange drüber nachgedacht. Heute dann, in der Frühschicht, wäre eigentlich Großkampftag gewesen. Aber bedingt durch hohen Krankenstand reduzierten sich die drei Fahrten am Donnerstag plötzlich auf nur noch eine (wenngleich auch etwas umfangreichere) Fahrt. Plötzlich hatte ich früher Feierabend und auch Zeit. Zeit zum Ausprobieren. Was ich anschließend auch tat. Das Gericht schmeckt wirklich vorzüglich – nach mehr, bis zum Platzen! Es dauert zwar einige Zeit, hat aber zwei große Vorteile: Man kann alles immer mal zwischendurch, also quasi auf Etappen, vorbereiten. Und mit Kosten von knapp fünf Euro pro Mahlzeit ist es auch noch halbwegs akzeptabel.

Mir schwirrte da schon seit geraumer Zeit so eine unausgegorene Idee durch den Kopf, nämlich ein Rezept für Bacon-Cheese- oder kurz BC-Muffins. Irgendwann habe ich mich dann mal drangesetzt und so im Vergleich anhand anderer Rezepte durchgerechnet, was ich dazu brauche und wie es eigentlich funktionieren müsste. Man benötigt dazu ein 12er- bzw. zwei 6er-Muffinblech(e) und das Ganze ist als Hauptgericht konzipiert. Die Kosten belaufen sich auf knapp einen Euro pro Muffin und ich muss sagen: Es schmeckt sogar!

Menge: 3 Portionen (4 Muffins pro Person)
Zeitbedarf: gut 1 Stunde

Das folgende Gericht lohnt sich immer dann, wenn man mal so zwischendurch etwas für den kleinen Hunger haben möchte oder aber alternativ als Hauptgericht, wenn bspw. vom Vortag noch Kartoffeln und Bohnen o. ä. übrig geblieben sind. Man erhält nämlich einerseits Buletten bzw. Frikadellen und kann die andererseits mit den erwähnten Beilagen ganz schnell zum Hauptgericht aufpeppen.

Menge: 2 Portionen

Zeitbedarf: knapp 1 Stunde

Zutaten:
400g Hackfleisch (Bratenmett halb und halb)
150g Schafskäse (darf auch eingelegter sein)
1 Gemüsezwiebel
3 Knoblauchzehen
1 altes Brötchen
Milch
2 Eier
Pfeffer
Salz
Gewürze oder alternativ Maggi
Öl

Mittagessen kochen wenn alle zu unterschiedlichen Zeiten nachhause kommen und vielleicht unterwegs doch schon was gegessen haben ist immer so eine Sache. Exakt deswegen waren zwei halbe Hähnchen übrig geblieben. Was fängt man damit an? Nach mäßig intensivem Studium diverser Kochbücher – es wäre ohnehin einfacher, besagte Bücher gleich als Fertiggericht in den Kochpott zu schmeißen – und beständigem “Ham’ wa nich’” entschied ich mich für einen Querschnitt aus mehreren Rezepten, wobei die Zutaten aus der Kategorie “Ham’ wa nich’” einfach durch andere Zutaten ersetzt worden sind. Also mehr so eine Art von freier Improvisation. Aber die schmeckt wirklich gut und die Zubereitung ist längst nicht so kompliziert oder aufwändig, wie sie sich vielleicht anören mag.

Das war jetzt ein echtes Kürbis-Wochenende. Meine bessere Hälfte und ich machten uns zusammen an die Kürbissuppe. Sie backte noch ein Kürbisbrot und ich befasste mich anschließend mit einem Kürbisaufstrich. BTW: Kürbisverarbeitung ist ein echter Full-Time-Job! Das hält einen den ganzen Tag über auf Trab. Und dabei handelte es sich bis jetzt bloß um den kleinsten Kürbis von schlappen vier Kilogramm. Ich mag gar nicht an die richtig schweren Kürbisse denken … Was jetzt folgt, ist so ein typisches Resteverwertungs-Gericht. Aber eins, von dem man lange was hat, weil das angebrochen im Kühlschrank einige Wochen und unangebrochen im Keller monatelang haltbar ist. D. h. der Kürbis ist schon geschlachtet, geputzt, gereinigt oder wie immer man das nennen will und nun ist ein zu verarbeitender Rest davon übrig geblieben. Daraus lässt sich ein Chili-Kürbis-Aufstrich machen, der sehr gut zu Käse oder Fleisch passt oder aber einfach nur als Brotaufstrich verwendet wird. Schmeckt weder süß noch sauer, sondern ganz angenehm würzig (zugegeben, meiner Frau war’s viel zu scharf).