Umwelt

synergetik

Scheuklappen engen das Gesichtsfeld von Pferden ein, so dass diese nicht durch seitlich wahrgenommene Reize erschreckt und abgelenkt werden können. Die Synergetik ist (Zitat) “die Lehre vom Zusammenwirken von Elementen gleich welcher Art innerhalb eines komplexen dynamischen Systems“. Was hat beides miteinander zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts. Auf den zweiten Blick und hinsichtlich Medizin, Technik und Umwelt allerdings sehr, sehr viel. Wir tendieren dazu, Zusammenhänge als linear zu betrachten. Doch gerade bei natürlichen Zusammenhängen, wenn also das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist, fallen wir mit dieser linearen Betrachtungsweise mit Anlauf auf die Schnau… – äh – Klappe, aber sowas von …

Das ist jetzt hier mal so ein Beitrag zur Klarstellung (weil mich ein paar entsprechende Zuschriften erreicht haben). Es gibt ja offensichtlich eine Menge von Leuten, die den Klimawandel für Unfug halten. Mein Standpunkt ist ein gänzlich anderer: Ich teile die Auffassung der Leugner des Klimawandels NICHT und halte den Klimawandel für sehr real! Warum? Weil ich mich einerseits an Messwerte halte. Die besagen nämlich, dass die Durchschnittstemperatur auf unserem Globus gestiegen ist und auch weiterhin steigt.

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Riesenkristalle in der Höhle von Naica – auch eine Form von Gips.

Gips kennt jeder. Chemisch gesehen ist das Kalziumsulfat mit zwei eingeschlossenen Kristallwassermolekülen, also als Formel CaSO4*2H2O. Gips tritt aber noch in weiteren Erscheinungsformen auf. Eine davon ist das Gips-Anhydrit oder kurz Anhydrit genannt. Das ist die wasserfreie Form, als Formel CaSO4. Bei Anhydrit im Untergrund spricht der Geologe von Gipskeuper. Welchen Unterschied macht der Wasseranteil aus? Hinsichtlich des Volumens einen immensen Unterschied. Tritt nämlich zum Anhydrit Wasser hinzu, dann bläht der sich um 50-60% unter Gipsbildung auf. Unter Tage spricht man dann vom Gesteinsdruck und der vermag sogar massivste Betonröhren problemlos zu sprengen. Es gibt aber noch einen weiteren Unterschied. Sowohl Anhydrit wie auch Gips sind nur schwer wasserlöslich. Beim Anhydrit liegt die Wasserlöslichkeit bei rund 0,6g/l und beim Gips bei rund 2g/l. D. h. Gips ist um gut Faktor drei besser wasserlöslich als Anhydrit.

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Ein niedliches Mistvieh.

Was empfinden wir als niedlich? Niedlich ist, wenn etwas in das so genannte “Kindchenschema” fällt. Das Kindchenscham ist bei Wikipedia wie folgt definiert: “Das Kindchenschema bezeichnet die bei Menschenkindern und bei Jungtieren vorkommenden kindlichen Proportionen, vor allem auch bestimmte Gesichtszüge, die als Schlüsselreiz wirken und so das Brutpflegeverhalten auslösen.” Kindliche Proportionen bedeutet in erster Linie einen im Vergleich zum Körper relativ großen Kopf, am besten noch gepaart mit großen, runden und unschuldig blickenden Kulleraugen.

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Ungefähres Verbreitungsgebiet der Waschbären hierzulande, basierend auf den Abschüssen. Je roter, desto mehr Tiere pro Quadratkilometer.

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Ich will mit diesem Beitrag einmal mehr ein Thema aufgreifen, das mir doch – spätestens seit dem letzten Urlaub – ziemlich am Herzen liegt. Es handelt sich um ein Tabuthema, also um etwas, worüber man nicht nicht spricht. Und wenn doch, dann bestenfalls hinter vorgehaltener Hand. Immer schön getreu dem Motto: “Was ist nicht berichtet wird ist auch nicht passiert.” Es geht um die Hinterlassenschaften unserer Väter, die sich nach und nach zum Bombenproblem entwickeln – und zwar im wahrsten Sinnes des Wortes. Wovon ich spreche? Von der Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer. Warum wird das unter den Tisch gekehrt? Nun, dafür existieren drei Gründe, nämlich:
- offizielle Geheimhaltung,
- Auswirkungen auf den Tourismus und
- Auswirkungen auf die Fischerei.

altesorten

Nach dem Ende der letzten Eiszeit ähnelte Europa der sibirischen Steppe: Gräser, Pilze, Flechten, Moose, Birken. All das, was wir heute als europäische Vegetation kennen, basiert im Grunde genommen auf Bioinvasionen. Auf fremden Arten, die hier neuen Lebensraum gefunden und die sich angepasst haben, so dass überhaupt erst ein neues Ökosystem entstehen konnte. Die letzte Eiszeit endete vor etwa 12.500 bis 10.000 Jahren. Unser heutiges Ökosystem existiert in der uns bekannten Form seit vielleicht 2.000 Jahren. Es hat mithin also zehn Jahrtausende gedauert, bis die Natur hier bei uns eine hinreichende Artenvielfalt hervorbringen konnte. Obst und Gemüse sind Teile dieser Artenvielfalt.

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“Tornado fegte über Hamburg”, “Hamburg im Ausnahmezustand”, “Wird Deutschland Tornado-Land?” usw. – reißerische Katastrophenmeldungen aus den letzten Tagen. Dazu noch die Unwetter im Süden und Südwesten: “Rock am Ring abgebrochen“, “Fassungslosigkeit über Hochwasser in Polling“, “Die Flut von Braunsbach” etc. Das Wetter spielt verrückt. Die Stürme – und hier insbesondere die Gewitterstürme – erreichen mittlerweile eine bislang hierzulande noch nicht bekannte Zerstörungskraft. Zugegeben, “Tornado-Land” waren wir schon immer. Man sprach das nur nicht laut aus, um die Bevölkerung nicht zu verunsichern. Doch mittlerweile nehmen wohl auch Anzahl und Stärke der Tornados zu. Hinzu kommen die Überschwemmungen. Die Münchner Rück verzeichnet seit 2004 knapp eine Verdoppelung der Naturkatastrophen: Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen. Er war absehbar.

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