Chili

So, meine letzten beiden “richtigen” Chilis sind geerntet und verarbeitet – leider keine Samen mehr drin. Die Töpfe ausgeleert und gereinigt. Kommendes Jahr kann’s weitergehen. Zeit für einen kleinen Rückblick: Meine Chilis 2016!

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Erntezeit – Trinidad Moruga Scorpion: Mann, war das SCHAAAAARRRFF!!! Ein Mittagessen, das ich wirklich mit einem Glas Milch beenden musste. Das mir den Schweiß auf die Stirn trieb und die Knie echt weich werden ließ. Das Überwindung kostete, um es aufzuessen. Dessen Dämpfe mir die Tränen in die Augen trieben. Bei dem sich die Lippen hinterher irgendwie taub anfühlten. Aber der Geschmack war absolut phantastisch und in die Notaufnahme brauchte ich auch nicht! Na ja: Normalerweise nimmt man das Zeug ja auch zur Elefantenabwehr!

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So, und jetzt mal ein Zwischenstand in Sachen Chilis: Eingesäht am 12.03.16, alles gekeimt am 26.03.16, umgepflanzt am 13.04.16. Heute – wir sollen ja subtropische 20°C bekommen – erstmals raus auf den Balkon gebracht. Das müssen die Pflanzen jetzt erstmal verkraften. Zum Abend kommen sie wieder rein und endgültig raus geht’s erst nach den Eisheiligen u. d. h. so etwa ab dem 16. Mai. Man erkennt aber sehr genau die Unterschiede (von links nach rechts): Erster Topf mit nicht umgepflanzten Pflanzen. Die sind am größten. Zweiter Topf umgepflanzt, aber lange an der Sonne gewesen. Mittlere Größe. Dritter Topf umgepflanzt und das Fenster, an dem die Sonne am kürzesten reinkommt. Zwar auch noch ganz schön, aber am kleinsten.

Heute beim Essen – das war eine komplette Frucht vom Carolina Reaper, verteilt auf zwei Mahlzeiten – ging mir etwas durch den Kopf. Nämlich 10 Gebote für Chili-Heads. Die will ich euch nicht vorenthalten.

1. Du sollst dich nicht überschätzen.

2. Du sollst das Tränen der Augen nicht überbewerten.

3. Du sollst den Hustenanfall niederkämpfen.

4. Du sollst kein Nasensekret ins Essen tropfen lassen.

5. Du darfst das Essen nicht mit den Fingern berühren.

6. Du musst den inneren Schweinehund überwinden und einfach weitermachen.

7. Du musst dir in Erinnerung rufen, dass es urgesund ist, auch wenn’s wehtun sollte.

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Mein diesjähriger Zuchtversuch im Alter von gut zwei Wochen: Ein Mix aus Ghost Pepper, 7pot, Trinidad Moruga Scorpion und Carolina Reaper.

Nudeleintopf gekocht. Auf meinem Teller noch Frischgemüse zugegeben. Umgerührt und den Löffel abgeleckt. Ergebnis war ein Niesanfall, bei dem die Nase explodierte. Anschließend der erste Löffel voll und der bewirkte einen Hustenanfall. Der zweite Löffel verstärkte den Hustenanfall und damit war die kritische Phase auch schon überwunden. Schmeckte hervorragend fruchtig-aromatisch und vermittelte ein Feeling wie nach ein oder zwei Zügen vom roten Libanesen.
(Kleiner Erfahrungsbericht)

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Mein Gewürzfach im Küchenschrank: Ziemlich mickrig! Reicht gerade mal, um unseren Straßenzug in die Bewusstlosigkeit zu schicken. Meiner Frau ein Dorn im Auge und von allen gemieden wie die Pest! Außer von mir … Und wenn es nach mir ginge …

Hier ist noch eine kleine Ergänzung zu meinem gestrigen Beitrag. Chilis, das ist doch das rote scharfe Zeug, das kein Mensch essen kann, nicht wahr? Nein, ist es nicht! Chili ist absolut nicht gleich Chili und Chili ist nicht nur ein Gewürz. Außerdem sind Chilis urgesund! Ich habe daher mal ein paar Kurzinfos zusammengestellt: Wissenswertes über Chilis!

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“Chilis sind wie die Kirchenglocken. Vor der Messe läuten sie einmal, beim Rausgehen zweimal.”
(Mexikanisches Sprichwort)

Heute mal wieder Curry angemischt. Normalerweise zögere ich das immer solange raus, bis wirklich gar nichts mehr da ist. War nach dem Mittagessen (Currywurst) der Fall. Das Rauszögern kommt daher, dass das Anmischen nicht besonders angenehm ist. Andererseits aber bildet exakt dieser Arbeitsgang auch das beste Mittel gegen eine verstopfte Nase, denn die explodiert gleich mehrfach, wenn man das ohne Atemschutz tut. Auf Handschuhe habe ich aus Bequemlichkeit auch verzichtet. Wer mir heute also noch die Hand gibt, der ist selbst Schuld. Das Anmischen ist einfach und wenn man dabei sehr, sehr vorsichtig vorgeht, dann kann man sogar auf die Schutzbrille verzichten. Eigentlich muss man sich nur vorstellen, dass man Nitroglyzerin auf dem Teelöffel hat. Dann lässt man die richtige Portion an Vorsicht walten. Das Rohmaterial als Flocken oder Pulver gibt’s bspw. HIER oder HIER und das Rezept ist äußerst simpel, aber ungemein schmackhaft. Geht so: