Chili

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Es ist Wochenende und da erledigt man das, was schon lange hätte erledigt werden sollen, bspw. die Chiliernte. Die schreitet nämlich munter weiter voran: Bislang haben meine beiden 40cm-Balkonkästen 94 Früchte vom Loreley-Mix abgeworfen. So grob geschätzt 40 Früchte hängen noch dran und müssen noch reifen, allerdings wage ich angesichts des fortgeschrittenen Jahres zu bezweifeln, dass das noch in allen Fällen was wird. Ist aber eigentlich auch egal, denn es war ja jetzt schon mehr als genug – d. h. entkernt und aufgearbeitet knapp ein halbes Kilogramm. So eine Ernte hatte ich zuletzt 2003! War ja seinerzeit auch ein recht warmes Jahr. Das kriege ich allein in absehbarer Zeit jedenfalls nicht alle, weswegen ich inzwischen dazu übergegangen bin, das (zunächst mal in kleinen Dosierungen aus Rücksicht auf die Mitmenschen) an so ziemlich jedes Essen für alle zu schütten. Und in allen Fällen zeigt sich der Erfolg der hemmungslosen Genpanscherei: Plazentagewebe ohne Ende! Das bedeutet GGG, nämlich “Ganz Gewaltig Giftig”. Hier sind mal fünf Aufnahmen davon. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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Es ist wohl mal wieder an der Zeit für einen kleinen Zwischenstandsbericht hinsichtlich meiner Chilizucht. Bisher konnte ich von den beiden 40cm-Balkonkästen genau 42 Früchte abernten. So rund 30 hängen noch dran und müssen noch reifen und zwei sind – wahrscheinlich hitzebedingt – vorzeitig unreif abgefallen. D. h. die Chili-Versorgung 2019 aus eigenem Anbau ist dicke gesichert, denn maximal benötige ich eine Frucht pro Monat. Erst vor ein paar Tagen habe ich wieder ein Dutzend – genauer: das giftige Dutzend – abgenommen. Wie es sich gehört mit dem gehörigem Respekt des erfolgreichen Genpanschers vor den Pflanzen u. d. h. PE-Handschuhe, Atemschutz (Gasmaske) und Schutzbrille. Die Verarbeitung erfolgte, wie gewohnt, durch Entkernen (als Saatgut für die nächste Saison), Kleinschnippeln (damit sich das Höllenzeug gut portionieren lässt) und Einfrieren (hält sich dann über mehrere Jahre, wird allerdings auch merklich schärfer). Während der Verarbeitung machte ich ein paar Fotos und man mag es mir vielleicht nachsehen, wenn die angesichts der ganzen Schutzausrüstung nicht wirklich gut geworden sind. Aber was drauf zu sehen sein soll, das kann man immerhin erkennen.

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Hier ist mal eine Variante von gefüllten Paprika, nämlich die durch Versuch und Irrtum optimierten Spitzpaprika. Spitzpaprika sind mir irgendwie lieber als normale, gefüllte Paprika, denn sie lassen m. E. mehr Spielraum für Experimente. Im voliegenden Fall ist das Gericht überaus lecker, hält lange vor und die Kosten pro Portion belaufen sich auf ungefähr 3,50€.

Menge: 3 Portionen
Zeitbedarf: 45 Minuten

Zutaten:
5-6 Spitzpaprika (1 Packung)
200g Zwiebel-Mettwurst (1 Packung)
500g Cevapcicci, ggf. gefroren (1Packung)
130g kräftiger Scheibenkäse (1 Packung)
5-6 TL kleingeschnittene, frische oder gefrorene Chilis (Schärfe je nach individuellem Geschmack)
5-6 TL Chili-Knoblauch-Öl (aus eingelegtem Knoblauch)
Öl zum Braten (z. B. Sonnenblumenöl)

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Heute war die erste Ernte und daher ist es wohl mal an der Zeit, einen kleinen Zwischenstand hinsichtlich meiner diesjährigen Chilizucht zu präsentieren. Nicht alle Zuchtversuche haben hingehauen, aber drei davon sehen doch recht vielversprechend aus. Ich züchte dabei keine Reinsorten, sondern vielmehr nur das Zeug, was man immer mal so nebenbei wegmampfen oder an’s Essen kippen kann. Bei der Erde handelt es sich (wie schon im letzten Jahr, weil ich damit die besten Erfolge erzielen konnte) um eine 1:1-Mischung von Blumen- und Kompostererde. Während des Winterhalbjahres erfolgt die Aufbewahrung drinnen auf Fensterbänken. Nach draußen kommen die Chilis erst nach den Eisheiligen u. d. h. nach dem 16. Mai. Vorher wäre es Mord an den Pflanzen.

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Chili-Saison 2018: Ein Teil vom Anfang, Aussaat 12.11.17 (kleine Töpfe) und 26.11.17 (großer Topf).

Die Chilisaison 2018 ist im Werden und ich für meinen Teil habe bereits die ersten gekeimten Pflanzen mit angepeilter Ernte so ungefähr ab Ostern kommenden Jahres – zumindest drinnen und im Blumenpott. Wer jetzt noch bei der ’18er Saison mithalten will, der muss sich so langsam sputen und braucht Saatgut. Das sollte auf jeden Fall vor Ende Januar ’18 in der Erde sein (beste Erfahrungen habe ich diesbezüglich mit einer 1:1-Mischung von Blumen- und Kompostererde gemacht). Nur: Gutes Saatgut ist verdammt teuer und auch nicht ständig lieferbar! Die Preise rangieren da so und je nach Sorte zwischen 17 und 50 Cent pro Korn! D. h. zehn Körner von einer selteneren oder Hochzuchtsorte und schon ist man mit 5€ dabei, zzgl. Porto, versteht sich. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass wahrscheinlich längst nicht alle Körner auch keimen werden … Geht’s nicht vielleicht auch etwas billiger?

Hier mal ein kleines Chili-Rezept, von dem ich zwar gehört, das ich aber mangels Dörrgerät noch nicht vollständig ausprobiert habe. Doch ich gehe davon aus, das es funktionieren müsste. Ihr braucht dazu, wie schon gesagt, erstmal ein Dörrgerät. Die gibt’s im einschlägigen Fachhandel so ab 30 Teuronen aufwärts; es sind aber Stromfresser (bis 1PS Leistungsaufnahme!). Mit Blick auf die Stromkosten lohnt sich das Dörren folglich erst dann, wenn die Geräte mindestens 3 Böden aufweisen bzw. wenn größere Mengen zu verarbeiten sind. Die Dörrzeit liegt bei minimal 8 Stunden (besser 10 Stunden). Geräte mit Zeitschaltuhr sind deswegen zu bevorzugen – oder aber man hängt ein Gerät ohne Schaltuhr eben über eine separate Schaltuhr vom Grabbeltisch an die Steckdose.

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Die beiden aller-aller-allerletzten “Mohikaner” aus der Saison 2017.

Ergänzend zu meiner kleinen Anleitung für Blumenpottchilis kommt hier jetzt noch eine kleine Anleitung für Balkonkastenchilis. Da die Vorgehensweise in weiten Bereichen ähnlich ist, treten selbstverständlich Überschneidungen auf. Doch es existieren auch Unterschiede – und zwar insbesondere hinsichtlich des Zeitplans. Lässt man diese Unterschiede außer acht, dann geht man mit den Balkonkastenchilis baden! Auch diese Anleitung ist wieder chronologisch aufgeschlüssellt. Dann mal los!

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