Chili

kasten
Die beiden aller-aller-allerletzten “Mohikaner” aus der Saison 2017.

Ergänzend zu meiner kleinen Anleitung für Blumenpottchilis kommt hier jetzt noch eine kleine Anleitung für Balkonkastenchilis. Da die Vorgehensweise in weiten Bereichen ähnlich ist, treten selbstverständlich Überschneidungen auf. Doch es existieren auch Unterschiede – und zwar insbesondere hinsichtlich des Zeitplans. Lässt man diese Unterschiede außer acht, dann geht man mit den Balkonkastenchilis baden! Auch diese Anleitung ist wieder chronologisch aufgeschlüssellt. Dann mal los!

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So, das war’s: Chilisaison 2017 beendet! Aufgrund meiner doch sehr durchwachsenen Erfahrungen mit Chilis in Norddeutschland setze ich grundsätzlich immer auf mehrere Versuche. Über meine Chilis 2016 hatte ich ja bereits im vergangenen Jahr berichtet. In diesem Jahr waren es vier Ansätze. Die Erfahrungen damit will ich hier mal schildern, denn vielleicht zieht der eine oder andere Leser daraus einen Gewinn für den eigenen Anbau.

Meine Chilisaison neigt sich jetzt stark dem Ende entgegen. Die Sache mit den Blumenpottchilis ist für dieses Jahr bereits endgültig abgehakt. Aber für alle diejenigen, die es selbst mal mit Chilis im Blumentopf versuchen wollen, will ich hier mal eine kleine Anleitung geben. Diese Vorgehensweise habe ich inzwischen mehrfach sehr erfolgreich praktiziert und bin daher der Meinung, dass sie auch zuverlässig funktioniert. Ich gliedere das nach Monaten auf, wobei es jedem selbst überlassen bleibt, sich daran zu halten oder auch nicht. Zu beachten ist lediglich, dass Chilis (die ja einjährig sind)

So, und nun sind meine Chilis endgültig alle befallen – nämlich von Blattläusen und Weißer Fliege. Wo sind eigentlich die Marienkäfer in ihrer Funktion als Biokiller, wenn man sie mal wirklich braucht? Die letzten Blumenpott-Chilis drinnen in der Wohnung habe ich gestern entsorgt, nach der Noternte. Vor vier Tagen noch gar nichts und gestern klebte alles von dem Viehzeug. Ich möchte wirklich mal wissen, wo das herkommt! Vermutlich entsteht es durch permante Neuschöpfung quasi aus dem Nichts! Die beiden Kästen auf dem Balkon weisen auch Befall auf, aber bei den größeren Pflanzen hält sich der noch in Grenzen. Die kleinen Pflanzen dagegen sind zum Mikrobiotop mutiert. Egal, denn da sind zusammen ohnehin nur noch fünf Früchte dran, die sich angesichts der nasskalten Witterung schon seit über zwei Wochen beharrlich weigern, endlich abzureifen!

cerveza

Was macht man mit einer guten Tomaten- und Chiliernte? Chili con Carne, klar! Aber so ganz standardmäßig wollte ich das auch nicht haben, weil mich das an Dosenfutter erinnert. Außerdem waren da neben meinen “richtigen” Chilis noch relativ viele und relativ milde Blumenpott-Chilis, die auch mal verwertet werden sollten. Die Recherche im Internet erbrachte zahllose, hochinteressante Rezepte und der “Coffee Chili” sagte mir dabei ganz besonders zu. Aber der Aufwand … Und die Zeitdauer … Geht’s nicht auch etwas einfacher und schneller?

Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu und so einiges an Erntegut muss haltbar gemacht werden. Ergänzend zum Einlegen in Öl will ich daher hier mal das altbekannte Säuern, auch als “sauer Einlegen” bezeichnet, in Form einer kleinen Anleitung beschreiben. Falls das irgendjemandem bekannt vorkommen sollte: Ja, stimmt! Die Urfassung davon wurde nämlich vor Jahrzehnten mal in der Hobbythek präsentiert (genauer: WDR-Hobbythek Nr. 88 vom 08.10.1982). Ich hab’s dann ein paarmal nachgemacht und siehe da: Es funktioniert sehr gut! Wie also geht das jetzt im Detail?

Das Standardkonservierungsverfahren für Pflanzenmaterial ist eigentlich die Trocknung. Jedoch lassen sich nicht alle Pflanzen auch problemlos trocknen. Hier kann das Einlegen u. U. eine Alternative sein. Dabei ist zwischen dem Einlegen in Öl und dem Säuern zu differenzieren. Nachfolgend soll das Einlegen in Öl beschrieben werden.

Das Einlegen in Öl empfiehlt sich für fleischiges Material, welches zwar saftig ist, aber beim Zerkleinern gerade noch nicht oder nur sehr wenig tropft, also bspw. Peperoni, Paprika, Chili u. ä. Zunächst muss ein Großteil des Fruchtwassers entfernt werden, da dieses andernfalls im Laufe der Zeit austreten und zur Schimmelbildung führen würde. Dabei entsteht unter dem Öl eine etwa fingerdicke Wasserschicht und von da aus breitet sich dann der Schimmel aus. Das gilt es also unbedingt zu vermeiden.

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