Pflanzen

dawww

Werfen wir heute mal einen Blick auf das WWW. Nein, nicht auf das mit dem Internet, sondern auf das andere. Wie ist das zu verstehen? Angenommen, du trittst aus dem Wald heraus und siehst vielleicht vor dir einen Berg. Du bestaunst dessen Größe. Was du nicht siehst (und was viel größer ist), ist der Boden unter deinen Füßen. Der ist ein weißer Fleck auf der Landkarte. Der beinhaltet nämlich das andere WWW, das “Wood Wide Web“, bei dessen Erforschung wir noch ganz am Anfang stehen. Dabei ist es wahrscheinlich noch sehr viel umfangreicher als das Internet. Was ist mit diesem anderen WWW gemeint? Es handelt sich dabei gewissermaßen um das Internet der Natur respektive das Internet der Wildnis. Es ist gar nicht so schwer, dieses Netzwerk zu entdecken: Man schiebt etwas Laub beiseite, gräbt ein paar Finger tief die Erde weg und findet Wurzeln, die von einem weißen, wattigen Flaum umgeben sind, die wie verschimmelt aussehen.

In der Dokumentation “Wader Wecker Vater Land” gibt es da diese eine Szene, in der Hannes Wader bezweifelt, mit seinen Liedern irgend etwas verändert zu haben und woraufhin Konstantin Wecker sinngemäß antwortet, dass Hannes von der falschen Fragestellung ausgeht – die richtige Frage müsste nämlich lauten: “Wie wäre die Welt ohne unsere Lieder?” Ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass Konstantin mit seiner Sichtweise Recht hat. Mehr noch: Ich bin auch sicher, diese Frage verallgemeinern zu können. Wie würde unsere Welt aussehen, wenn es diejenigen, die auf Mängel und Schönes hinweisen, nicht geben würde? Wenn es die Menschen, die sich – egal in welcher Form – engagieren nicht geben würde? Für mich eine absolute Horrorvorstellung: Alles nur noch uniform, integriert, angepasst, mitlaufend, gleichgeschaltet. Menschliche Roboter. Unsere Gesellschaft befindet sich schon auf dem besten Weg dorthin, zu dem für jeden autoritären Herrscher erstrebenswerten Zustand. Dem will ich an dieser Stelle mal etwas Schönes entgegen setzen. Nichts Weltbewegendes, nein, bloß ein paar Impressionen vom Wegesrand, aufgenommen beim Nachmittagsrundgang durch die Felder, weil ich ja ab morgen wieder fahren muss. Es handelt sich um Heckenrosen, wie sie jetzt überall blühend zu finden sind, wobei mir die Differenzierung zwischen Heckenrose und Hundsrose einerseits nicht ganz klar und andererseits auch ziemlich egal ist: Sieben Fotos und einfach nur was für’s Auge. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Es ist schon bemerkenswert: Im April und anfang Mai die ganze Arbeit im Garten und es sah nicht gerade danach aus, als wenn das von Erfolg gekrönt wäre. Hier was gepflanzt – kam nicht – und da was gepflanzt. Kam dann auch nicht. Doch fast schon urplötzlich, nämlich seit es in der letzten Maiwoche warm geworden ist, entsteht überall ein prächtiger Blütenzauber. Zugegeben, nicht unbedingt da, wo wir was gepflanzt hatten. Aber immerhin! Jetzt ist der Garten ziemlich bunt – Mut zur Farbe! Nicht, dass ich die große Ahnung davon hätte, was das alles für Gewächse sind. Dafür ist schließlich meine bessere Hälfte zuständig. Für mich sind das alles einfach Blumen – aber echt was für’s Auge! Die Nutzpflanzen – also Gurken, Kartoffeln, Salat usw. – kommen so langsam auch. Doch der Blütenzauber ist jetzt schon ganz ordentlich. Fünfzehn Fotos (und das ist nur eine stark eingeschränkte Auswahl): Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Avocados sind ursprünglich bis zu fünfzehn Meter hohe, zentralamerikanische Bäume, die durchaus ein Alter von hundert Jahren erreichen können. Ihre sehr nahrhaften Früchte, die im Einzelfall bis zu 2,5kg schwer werden können, kann man hierzulande in etlichen Supermärkten kaufen. Ich persönlich kann diesem doch eher zweifelhaften “Superfood” geschmacklich allerdings herzlich wenig abgewinnen. Dennoch hatte unsere Große um Weihnachten herum ein Gericht mit Avocados zubereitet. Die Kerne der Früchte blieben übrig. “Nicht wegwerfen“, meinte ich seinerzeit, denn vor etlichen Jahren hatte ich schonmal Avocados gezogen. Denn man kann aus den Avocado-Kernen hierzulande zwar keine richtigen Bäume ziehen, aber doch ganz ansehnliche Topfpflanzen von gut einem Meter bis etwa drei Metern Höhe.

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