Unterhaltung

urlaubsreif1

Kürzlich las ich über eine interessante und weitreichende Erkenntnis aus dem Bereich der Neurowissenschaften. Nun befasse ich mich ja selbst schon seit Jahren hochwissenschaftlich mit einem verwandten Gebiet, nämlich mit der Sozialpsychologie. Im Zuge meiner langjährigen Forschungsarbeiten habe ich hunderte von Probanden interviewt, ohne dass den betreffenden Personen die Interviewsituation zu Bewusstsein gekommen ist. Ich darf daher wohl mit Fug und Recht behaupten, dass die Resultate meiner jeder Überprüfung standhaltenden Untersuchungen nicht nur absolut repräsentativ, sondern darüber hinaus auch noch garantiert vollkommen unverfälscht sind! Als Endergebnis meiner uneigennützigen Arbeiten im Interesse der Allgemeinheit ist ein einfacher, von jedem anwendbarer und garantiert korrekte Resultate liefernder Psychotest entstanden.

Manchmal schreibe ich ja die eine oder andere Geschichte, einfach nur so zur Unterhaltung – und i. d. R. auch, um meine Leser dahingehend zu animieren, mal etwas nachzudenken und über den Tellerrand hinaus zu sehen. Das sind dann Was-wäre-wenn-Geschichten, die sich im weitesten Sinne zur SF rechnen lassen. So auch bei der alten Geschichte, die ich hier einmal präsentieren will. Sie erschien vor rund sechs Jahren in meinem alten Blog und fand vor vier Jahren Eingang in mein eBook “Gestern. Heute. Morgen.“. Ich dachte, ich hätte die Story hier schonmal gebracht, aber das erwies sich als typischer Fall von Denkste! Deswegen mal nachdenkliche Unterhaltung: Was wäre bei einer Weiterentwicklung des Neoliberalismus in vielleicht gar nicht mal allzu ferner Zukunft zu erwarten? Doch seid bitte auch vorgewarnt: Genau so wie in der neoliberalen Realität gibt es in der Geschichte kein Happy End. Ich wünsche dennoch gute Unterhaltung und viel Spaß beim Lesen!
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Gestern kein Eintrag, weil ich den ganzen Tag über außer Haus gewesen bin (war mit meiner Frau zur Beerdigung ihrer Tante in Darlingerode – endlose Fahrt). Meine Tochter hat hat sich in der Zeit um Schwiegervater und Schwägerin gekümmert, was auch ganz gut geklappt hat, obwohl es weitaus kooperativere Menschen als diese beiden Pflegefälle gibt. Daher hier mal eine Reminiszenz an meine Jüngste, ihres Zeichens Rettungssanitäter im Rettungsdienst: Ich habe mal etwas im Web gesucht und zwei Gedichte über Sanitäter gefunden. Teils makaber, teils schwarz. Aber so richtig voll aus dem prallen Leben gegriffen … ;)
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Die Sanitäter

bpz

Nun hat meine Gattin Medikamente verschrieben bekommen. Morgens schnappte sie sich so eine Packung und fingerte den Beipackzettel da raus. “Lass’ es lieber sein“, riet ich ihr, “denn den kriegst du da nie wieder rein!” Stimmt doch irgendwo auch. Ich bewundere ja die ausgefeilte Falttechnik, die es ermöglicht, ein Poster vom Format DIN A1 oder gar DIN A0 so klein zu machen, dass es immer noch in eine geradezu winzige Tablettenschachtel hinein passt. Einmalig jedenfalls, also bis zum ersten Auseinanderfalten. Begeht man dann den Fehler, so einen Beipackzettel wieder auf Postergröße zu bringen, dann hat man schon verloren – zumal besagtes Poster dicht an dicht in 4 DPI bedruckt ist; die Optiker wollen ja schließlich auch leben! Da steht mehr Text drauf als in den gesammelten Werken von Karl Marx zu finden ist! Im Grunde genommen ist es sogar hochgradig ungerecht, dass die literarischen Ergüsse der Autoren von Packungsbeilagen bei den Vergaben von Literaturpreisen unberücksichtigt bleiben, denn wer sonst produziert schon annähernd so viel Text?

makaber

Meinen ersten Erste-Hilfe-Kursus habe ich 1972 gemacht, als ich den Führerschein für’s Treckerfahren brauchte. Dann 1976 noch einer, als das mit dem Chemiestudium anfing. Drei Jahre später wieder, und zwar für den PKW-Führerschein. Irgendwann zu Anfang der 1980er Jahre ließ ich mich dann zum Betriebssanitäter (gerufen wurde aber immer der “Sanitöter!“) breitschlagen. Irgendwie bin ich dabei geblieben, immer wieder mit den Auffrischungskursen und so. Ich habe derartige Kenntnisse zum Glück noch nicht wirklich oft gebraucht, doch in einigen Fällen war ich echt froh, auf das Erlernte zurückgreifen zu können. Kürzlich hatte ich wieder so einen Ersthelfer-Auffrischungskurs und da ist mir wirklich was aufgefallen. Nein, nicht die Änderungen in der Vorgehensweise, die es immer wieder alle paar Jahre gibt. Die zähle ich zum Standard. Aufgefallen ist mir, dass alle diejenigen, die mit Erster Hilfe (wozu ich mich zähle) oder Rettungsdienst häufiger zu tun haben, doch einen gewissen, rabenschwarzen Humor an den Tag legen. Derart, dass das von Außenstehenden als echt böse betrachtet werden könnte und der o. e. Ruf nach dem “Sanitöter!” zählt da noch mit zu den harmlosesten Äußerungen. Also: Alles, was jetzt kommt, ist nicht ernstgemeint. Aber solche makabren Sprüche fallen tatsächlich. Überall. Täglich!

flug39

Heute habe ich mal wieder einen Lesetipp für euch! Es handelt sich um “Flug 39” von Phillip P. Peterson, derzeit wahrscheinlich nur noch als eBook erhältlich (ich hatte noch das Glück, eine der vermutlich letzten Printausgaben erwischen zu können – im Bedarfsfall eben einfach mal danach suchen). Das ist so eine Zeitreise-Zeitparadoxon-SF-Geschichte aus allernächster Zukunft. Ich habe schon verdammt viele SF-Zeitreise-Geschichten gelesen, aber “Flug 39″ ist die erste Story dieser Art, die wirklich in sich absolut logisch-schlüssig ist und bei der das Paradoxon gewissermaßen ausbleibt – gewissermaßen, denn Peterson zieht zum Auflösen des Paradoxons die Everett-Hypothese heran. Zunächst mal kurz zum Inhalt des äußerst lesenswerten Buches.

(Zugegeben – das, was jetzt kommt, ist nicht ganz ernst gemeint. Die Geschichte ist auch etwas schwarz und böse. Aber ich habe jeden einzelnen dieser Vorfälle bereits live erlebt. Bloß eben noch nicht alle zusammen. Insofern ist die folgende Story nicht wirklich repräsentativ. Aber sie zeigt durchaus die Richtung, in die es geht. Und die stimmt irgendwie schon. ;) )
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