Politik

Ich habe mal wieder ein paar Nachrichten gesammelt, die zwar wichtig sind, die aber (vermutlich aus gutem Grund) nicht den Weg in die “großen” Schlagzeilen finden. Bemerkenswert dabei ist: In über der Hälfte der Fälle befassen sich diese Nachrichten mit der hemmungslosen Ausbeutung und Knechtung der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland, wobei die vermeintlichen “Volksparteien” entweder schulterzuckend daneben stehen (SPD) und jede Schuld von sich weisen oder sogar noch Öl ins Feuer gießen (FDP). Zeitgleich wird versucht, die Bespitzelung durch das Ernstnehmen von Denunzianten auf die Spitze zu treiben (Heiko Maas) und zusätzlich huldigt man dem Krieg. Hatten wir das hierzulande nicht schon einmal? Da frage ich mich doch unwillkürlich: Worauf soll das hinauslaufen und ist das wirklich im Interesse der Bevölkerung? In meinem jedenfalls nicht! Teil 333 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

huebildung1

- Menschen, die eine Blindschleiche für eine Schlange halten.
- Tierparkbesucher, die versuchen, Eulen, bei denen es sich bekanntlich um Raubvögel handelt, mit Körnern zu füttern.
- Leute, denen der simple Dreisatz ein Buch mit sieben Siegeln ist.
- Personen, die ein Spurenelement wie bspw. Iod für gefährlich halten, wenn es nicht aus ökologisch-biologischer Quelle stammt.
- Mitbürger, die der Prozentrechnung nicht mächtig sind.
- Soziopathen, die glauben, aufgrund eines dicken Finanzpolsters ärmere Menschen wie Dreck behandeln zu können.
- Experten, denen simple Bruchrechnung fremd ist.
- Politiker, die meinen, man müsse die Menschen zu schlecht bezahlter Arbeit zwingen.

Man kann Meinungen recht leicht beeinflussen und muss dazu gar nicht mal Tatsachen verdrehen. Es genügt nämlich vollkommen, bestimmte Ereignisse bei der Berichterstattung einfach zu verschweigen. Damit wird die Berichterstattung einseitig verzerrt: Der Konsument erfährt nur noch das, was er auch erfahren soll. Diese Methode ist bereits uralt und wurde in den Wochenschauen des Dritten Reiches angewandt. Heute bezeichnet man das als Propaganda. Heute verwehren sich die Medien gegen den Begriff “Propaganda”. Allerdings ist das, was heute berichtet wird, auch einseitig auf Neoliberalismus und Wirtschaft bzw. deren Wachstum ausgerichtet. Damit einher gehende soziale Ungerechtigtigkeiten sowie Berichte über Alternativen zum Neoliberalismus (bspw. Island oder Portugal) u. ä. werden ausgeblendet und bleiben auf der Strecke. Somit ist die offizielle Berichterstattung im Endeffekt auch wieder einseitig verzerrt. Mehr noch: Wenn irgendwo dennoch einmal alternativ (objektiv?) berichtet werden sollte, dann brandmarken die offiziellen Stellen solche abweichenden Meinungen nur allzu bereitwillig als “Fake News”. Was also unterscheidet unsere heutige Berichterstattung von der des Dritten Reiches und ist in diesem Kontext nicht vielleicht doch der Begriff “Lügenpresse” ein ganz klein Wenig gerechtfertigt? Das sollte man sich vielleicht mal durch den Kopf gehen lassen und aktiv nach alternativer Berichterstattung Ausschau halten. So wie in diesem Beitrag. Teil 332 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

fehlend

Ich muss da mal einen Kommentar zur Lage in NRW im allgemeinen und der von der SPD im besonderen loswerden. Unsere westlichen Nachbarn haben gewählt – am 14.05.2017 waren Landtagswahlen in Nordrheinkatastrophalen, einer ehemaligen SPD-Hochburg. Das vorläufige amtliche Endergebnis sieht so aus:

CDU 33,0%
SPD 31,2%
FDP 12,6%
AfD 7,4%
Grüne 6,4%
Linke 4,9%
Piraten 1,0%
Sonstige 3,5%

Ein armes und ein reiches Land, beide in der EU. Die Aufteilung der Wirtschaft in Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungssektor ist in etwa vergleichbar. Die Arbeitslosigkeit in dem armen Land liegt um den Faktor 2,6 höher als in dem reichen Land, allerdings agiert man in dem armen Land mit echten Zahlen, während in dem reichen Land die betreffenden Angaben nach Kräften geschönt (um nicht zu sagen manipuliert) werden. D. h. im reichen Land rechnet man Menschen, die gerade erkrankt sind, eine Umschulung machen oder über 58 Jahre alt sind usw. einfach nicht mit. Außerdem interessiert es die Politik in dem reichen Land nicht die Bohne, ob jemand von seinen Einkünften auch leben kann, so dass auch prekär Beschäftigte als nicht-arbeitslos erfasst werden. Das schlägt sich im Armutsvergleich nieder, denn im reichen Land ist die Armut größer als in dem armen Land. Den Hauptunterschied zwischen beiden Ländern aber macht das Sozialsystem aus. Im reichen Land, geprägt durch eine rechte Politik, hängt man der Pseudoreligion des Neoliberalismus an. Im armen Land hingegen, geprägt durch eine linke Politik, achtet man eher auf das Wohl der Bevölkerung. Dort gibt es ein weitgehend kostenloses Gesundheitssystem, staatlich geförderte Bildung, einen Sozialtarif für Strom, die 35-Stunden-Woche, gebildete und politisch interessierte Bevölkerung und ein Renteneintrittsalter von 63 bis 65 Jahren (während das im reichen Land bei 67 Jahren liegt und 70 Jahre diskutiert werden). Verglichen werden hier Portugal als armes und Deutschland als reiches Land. Die betreffenden Zahlen lassen sich unschwer im Web recherchieren. Der Vergleich belegt, dass man nicht dem Neoliberalismus anhängen muss, sondern dass es (ungeachtet der Tatsache, dass in Portugal noch deutlicher Verbesserungsbedarf besteht) auch ganz anders funktionieren kann. Leider sucht man derartige Vergleiche in den gleichgeschalteten Mainstream-Medien des Neoliberalismus vergebens, was wieder einmal belegt, dass von der Seite keine objektive Berichterstattung zu erwarten ist. Wenn man nämlich etwas findet, dann findet man es ausschließlich in alternativen Veröffentlichungen. Teil 331 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

nahlesbge

“Klasse, Geschlecht und Ethnie fusionieren am unteren Ende der Abstiegsgesellschaft zu einem Konglomerat von Unterdrückungs- und Ausbeutungsmechanismen.”
(Der Wissenschaftler Oliver Nachtwey in seinem Buch “Die Abstiegsgesellschaft“.)

Deutschland stand 2014 auf Platz 3 im weltweiten Ranking der Reichen. Das sind Millionäre, Multimillionäre und Milliardäre. Viele von denen schotten sich in Gated Communities gegen die Außenwelt ab: Eine Klasse für sich. Eine Klasse, in der Geld keine Rolle spielt. Eine Klasse, die alle anderen mit weniger Besitz nur als Rohstoffe – pardon: human ressources – betrachten. Könnt ihr euch vorstellen, dass jemand aus dieser Oberklasse eure ureigenen Interessen vertritt? Dazu müsste der Betreffende dazu in der Lage sein, nachvollziehen zu können, wie es ist, in Armut zu leben. Also anstatt vierhundert Teuronen für ‘ne Designer-Sonnenbrille hinzuklotzen mit lumpigen vierhundert Euro monatlich rumkommen zu müssen. Könnt ihr nicht? Ich auch nicht! Und dennoch sind es Mitglieder dieser Oberklasse, die von uns als “Volksvertreter” gewählt werden wollen. Wessen Interessen werden die wohl nach der Wahl tatsächlich vertreten? Selten genug berichten manche Medien darüber. Noch sehr viel seltener machen sich die Wähler derartiger “Gurus” noch Gedanken darüber, welchem Betrüger sie ihre Stimme geben und damit ihr Vertrauen schenken. Kennt ihr den Film “Kingsman: The Secret Service“? In dem geht es dieser Kaste von Zecken und Volksverrätern an den Kragen, weil sie den Hals nicht voll genug bekommen können: Leider nur eine Fiktion. Teil 330 dieser Meldungen ist HIER zu finden.