Tiere

Gestern, ‘ne … – und natürlich wieder zum Wochenende! Oder, anders ausgedrückt: Unser Aquarium ist nach 16,5 Jahren Standzeit definitiv undicht geworden. Irgendwo muss sich so im Mittel alle drei Minuten ein Wassertropfen rausgequält haben. Das ist eine Menge, die man so nicht unbedingt bemerkt. Was man allerdings bemerkt, ist das Fehlen von rund drei Litern Wasser nach einer Woche. Gut, da das Becken ja z. T. offen stand, hätten die durchaus verdunstet sein können. Aber nicht, wenn’s kalt ist und wenn die Heizung nicht funktioniert, weil sie seitens einer Naturkatastrophe namens “Klempner” komplett erneuert wird. Dann kann nicht soviel verdunsten! Also wo ist das fehlende Wasser geblieben? Böser Verdacht: Der Unterschrank! Stimmte dann ja auch. Komplett durchfeuchtet. Da versuche ich, weil es sich um eine vierzig Jahre alte und sehr stabile Tischlerarbeit meines hochbetagten Onkels handelt, jetzt mit einem Ventilator zu retten, was zu retten ist. Und wenn das Ding vier Wochen laufen muss ist’s auch egal! Eines stand jedenfalls fest: Das Aquarium musste schnellstmöglich ausgetauscht werden.

Einmal ein Iltis, häufiger der Marder, einmal eine Wildkatze, mindestens fünf verschiedene Hauskatzen und ein übermäßig fetter Igel. Beinahe täglich die gleich rudelweise auftretenden Sch…-Waschbären, die seit rund einer Woche obendrein auch noch versuchen, die Wildkamera abzureißen. Habe deswegen zu einer Gegenmaßnahme gegriffen und Süßes an deren Lieblingsplatz ausgelegt. Weil wir da ja auch diese Millionenmetropole von Wespen haben. Wenn also die Wespen auf das Süße fliegen und von den Waschbären genervt werden, dann … Hat leider nicht funktioniert. Weil: Momentan, bedingt durch die Hitze, gären schon viele Beeren. Dann entsteht in denen Alkohol. Den kübeln die dussligen Wespen weg, diese Schluckspechte! Wenn dann viel später die Waschbären aufschlagen sind die Wespen schon hackevoll – breit wie ‘ne Natter und rund wie’n Lenkrad – und pennen ihren Rausch bis in den Vormittag aus. Deswegen klappt das mit dem Waschbärenverscheuchen durch die Wespen nicht. Ökologische Zusammenhänge verdeutlicht am Beispiel des Zusammenwirkens von Waschbären, Wespen und Alkohol: Natur funktioniert eben nicht immer so wirklich einfach. Zusätzlich ist jetzt noch Meister Reinecke – sprich ein Fuchs – im Garten hinzu gekommen. Der taucht aber immer erst dann auf, wenn die Waschbären schon wieder abgezogen sind. Fehlen eigentlich nur noch Wolf und Luchs und dann ist das Raubtiersammelsurium im Garten komplett. Fünf automatische Nachtaufnahmen mit der Wildkamera: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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Da absehbar ist, dass ich mir mindestens in den kommenden zwei Wochen wohl kaum mal eine kleine Auszeit werde gönnen können, habe ich mir die heute schonmal genehmigt, nämlich gleich nach dem Frühstück in Form meines standardmßigen 7km-Spaziergangs rund um’s Dorf. Die Kamera hatte ich nur so auf blauen Dunst hin mitgenommen, denn man weiß ja nie, was einem vielleicht doch so vor die Linse kommen könnte. Unterwegs dann die Warnschilder, die ich geflissentlich ignoriert habe: “Achtung Jogger und Radfahrer!!!! Angriff von Greifvögeln!!! Bitte Schritttempo laufen/fahren!!!!” Greifvögel sind mir keine untergekommen. Aber an der Aue ein Rotkehlchen und das blieb sogar lange genug für ein paar Aufnahmen sitzen: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Es wird immer wärmer. Man merkt das auch an den Tierarten. Hier im Schaumburger Land sind einige Tiere hinzu gekommen, die es hier bis vor ein paar Jahren nicht gab bzw. sie treten jetzt sehr viel häufiger auf: Tannenhäher, Wacholderdrossel, Maikäfer, Wolf, Luchs, Mufflon, Waschbär … – und auch das Taubenschwänzchen, mitunter aufgrund der Verwechslungsgefahr als Kolibrischwärmer bezeichnet. Kleiner Einschub: Als konvergente Evolution bezeichnet man es, wenn unterschiedliche Arten unabhängig voneinander gleiche Merkmale herausbilden, also bspw. die ledrigen Gleitflugschwingen beim Pterosaurus (Reptil) und bei der Fledermaus (Säugetier). Oder die Flossen beim Hai (Fisch), Pinguin (Vogel) und Wal (Säugetier). Nehmen wir mal den Kolibri: Das ist ein geradezu winziger (Zug-) Vogel mit irrsinning schnellem Flügelschlag, höchstem Energieumsatz und einem langen Schnabel, der ihn dazu befähigt, Nektar aus kelchförmigen Blüten zu saugen. Der bereits erwähnte Kolibrischwärmer bzw. das Taubenschwänzchen sieht auf den ersten Blick ziemlich ähnlich aus und verhält sich auch beinahe gleichartig, ist aber kein Vogel, sondern ein Insekt – nämlich ein eigentlich nachtaktiver Schmetterling. An die Stelle des Schnabels tritt bei ihm ein Saugrüssel.

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Normalerweise versuche ich, mich mindestens einmal wöchentlich in den Wald abzuseilen. In den vergangenen sechs Wochen hat das – bedingt durch den runden Geburtstag, den Urlaub, die Geburtstagsnachfeier, unsere drei Pflegefälle und den Fahrdienst – nicht hingehauen. Deswegen war es heute mal wieder allerhöchste Eisenbahn dafür, und zwar gleich nach dem Frühstück, als es noch nicht wieder so brüllend heiß war. Juli und August: Das sind die Insektenmonate. Die Motive sind da (ziemlich zahlreich sogar). Man muss sie bloß sehen. Eine wichtige Erkenntnis habe ich von dem kurzen Ausflug auch noch mitgebracht: Bis 20°C kann man Insekten ganz gut mit der Kamera jagen. Doch spätestens ab 25°C kehrt sich das um. Dann wird man von denen gejagt. Aber ohne Kamera. Dafür mit Giftstacheln und Saugrüsseln! ;) Hier ist mal ein Dutzend Bilder von dem Viehzeug: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

So, was liegt heute alles an? Zum Bäcker latschen: Aus und vorbei. Zum Baumarkt fahren: Abgehakt. Aquarienbeleuchtung reparieren: Erledigt. Kamera reparieren: Hoffen wir mal, dass es hält! Rasen mähen: Kein’ Bock – später, nachmittags sofern es trocken bleibt. Tiefsinnige Blogbeiträge verfassen: Heute nicht, vielleicht ein andernmal. Meine Frau vor dem lebensbedrohlichen Angriff durch eine “entsetzlich riesige Spinne” (höchstens zwanzig Millimeter!) bewahren: “Stell’ dich nicht so an!” Einfach mal gar nichts tun: Ist nicht so wirklich mein Ding. Deswegen schnappte ich mir auch die (frisch reparierte) Kamera und testete das Ding. Scheint hinzuhauen.

Kennt ihr den Sketch “Urlaub in Ägypten” von Atze Schröder? Ich zitiere mal: “Kennt ihr noch die Serie ‘Auf Achse’? Franz Meersdonk und Günter Willers – sie liefern Frachtgut in aller Herren Länder. Ich war Frachtgut – und zwar das Gegenteil von tiefgekühlt!” Zugegeben, ich war der Fahrer. Aber ein sonderlich großer Unterschied ist das nicht. Meine Klimaanlage im Bus besteht aus zwei Seitenfenstern. Die kann ich rauf und runter fahren. Das war’s dann aber auch schon. Außerdem lief heute nichts – aber auch wirklich absolut gar nichts! – rund. Weswegen ich sechs Stunden in dem (nochmal Zitat Atze Schröder) “glühenden Stück Alteisen” hinter’m Steuer verbracht habe. Und das so genannte “Frachtgut” war heute ganz besonders gut drauf. Eine Dame musste partout woanders als wie vorgesehen sitzen, was die gesamte Tour gehörig durcheinander brachte. Eine schnallte sich ab und randalierte. Eine pinkelte ein und versuchte mir das Auto vollzukotzen. Ach ja, die Klimaanlage: “Machen Sie mal das Fenster weiter auf!” Das war die eine Stimme. “Mir ist kalt! Machen Sie mal das Fenster zu und die Heizung an!” Das war die andere Stimme. Und dazwischen fährt man bei abartiger Hitze, muss sich auf’s Höchste konzentrieren und denkt sich nur noch “Ommm…

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