Tiere

Einmal ein Iltis, häufiger der Marder, einmal eine Wildkatze, mindestens fünf verschiedene Hauskatzen und ein übermäßig fetter Igel. Beinahe täglich die gleich rudelweise auftretenden Sch…-Waschbären, die seit rund einer Woche obendrein auch noch versuchen, die Wildkamera abzureißen. Habe deswegen zu einer Gegenmaßnahme gegriffen und Süßes an deren Lieblingsplatz ausgelegt. Weil wir da ja auch diese Millionenmetropole von Wespen haben. Wenn also die Wespen auf das Süße fliegen und von den Waschbären genervt werden, dann … Hat leider nicht funktioniert. Weil: Momentan, bedingt durch die Hitze, gären schon viele Beeren. Dann entsteht in denen Alkohol. Den kübeln die dussligen Wespen weg, diese Schluckspechte! Wenn dann viel später die Waschbären aufschlagen sind die Wespen schon hackevoll – breit wie ‘ne Natter und rund wie’n Lenkrad – und pennen ihren Rausch bis in den Vormittag aus. Deswegen klappt das mit dem Waschbärenverscheuchen durch die Wespen nicht. Ökologische Zusammenhänge verdeutlicht am Beispiel des Zusammenwirkens von Waschbären, Wespen und Alkohol: Natur funktioniert eben nicht immer so wirklich einfach. Zusätzlich ist jetzt noch Meister Reinecke – sprich ein Fuchs – im Garten hinzu gekommen. Der taucht aber immer erst dann auf, wenn die Waschbären schon wieder abgezogen sind. Fehlen eigentlich nur noch Wolf und Luchs und dann ist das Raubtiersammelsurium im Garten komplett. Fünf automatische Nachtaufnahmen mit der Wildkamera: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

roke01

Da absehbar ist, dass ich mir mindestens in den kommenden zwei Wochen wohl kaum mal eine kleine Auszeit werde gönnen können, habe ich mir die heute schonmal genehmigt, nämlich gleich nach dem Frühstück in Form meines standardmßigen 7km-Spaziergangs rund um’s Dorf. Die Kamera hatte ich nur so auf blauen Dunst hin mitgenommen, denn man weiß ja nie, was einem vielleicht doch so vor die Linse kommen könnte. Unterwegs dann die Warnschilder, die ich geflissentlich ignoriert habe: “Achtung Jogger und Radfahrer!!!! Angriff von Greifvögeln!!! Bitte Schritttempo laufen/fahren!!!!” Greifvögel sind mir keine untergekommen. Aber an der Aue ein Rotkehlchen und das blieb sogar lange genug für ein paar Aufnahmen sitzen: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Es wird immer wärmer. Man merkt das auch an den Tierarten. Hier im Schaumburger Land sind einige Tiere hinzu gekommen, die es hier bis vor ein paar Jahren nicht gab bzw. sie treten jetzt sehr viel häufiger auf: Tannenhäher, Wacholderdrossel, Maikäfer, Wolf, Luchs, Mufflon, Waschbär … – und auch das Taubenschwänzchen, mitunter aufgrund der Verwechslungsgefahr als Kolibrischwärmer bezeichnet. Kleiner Einschub: Als konvergente Evolution bezeichnet man es, wenn unterschiedliche Arten unabhängig voneinander gleiche Merkmale herausbilden, also bspw. die ledrigen Gleitflugschwingen beim Pterosaurus (Reptil) und bei der Fledermaus (Säugetier). Oder die Flossen beim Hai (Fisch), Pinguin (Vogel) und Wal (Säugetier). Nehmen wir mal den Kolibri: Das ist ein geradezu winziger (Zug-) Vogel mit irrsinning schnellem Flügelschlag, höchstem Energieumsatz und einem langen Schnabel, der ihn dazu befähigt, Nektar aus kelchförmigen Blüten zu saugen. Der bereits erwähnte Kolibrischwärmer bzw. das Taubenschwänzchen sieht auf den ersten Blick ziemlich ähnlich aus und verhält sich auch beinahe gleichartig, ist aber kein Vogel, sondern ein Insekt – nämlich ein eigentlich nachtaktiver Schmetterling. An die Stelle des Schnabels tritt bei ihm ein Saugrüssel.

insekten00

Normalerweise versuche ich, mich mindestens einmal wöchentlich in den Wald abzuseilen. In den vergangenen sechs Wochen hat das – bedingt durch den runden Geburtstag, den Urlaub, die Geburtstagsnachfeier, unsere drei Pflegefälle und den Fahrdienst – nicht hingehauen. Deswegen war es heute mal wieder allerhöchste Eisenbahn dafür, und zwar gleich nach dem Frühstück, als es noch nicht wieder so brüllend heiß war. Juli und August: Das sind die Insektenmonate. Die Motive sind da (ziemlich zahlreich sogar). Man muss sie bloß sehen. Eine wichtige Erkenntnis habe ich von dem kurzen Ausflug auch noch mitgebracht: Bis 20°C kann man Insekten ganz gut mit der Kamera jagen. Doch spätestens ab 25°C kehrt sich das um. Dann wird man von denen gejagt. Aber ohne Kamera. Dafür mit Giftstacheln und Saugrüsseln! ;) Hier ist mal ein Dutzend Bilder von dem Viehzeug: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

So, was liegt heute alles an? Zum Bäcker latschen: Aus und vorbei. Zum Baumarkt fahren: Abgehakt. Aquarienbeleuchtung reparieren: Erledigt. Kamera reparieren: Hoffen wir mal, dass es hält! Rasen mähen: Kein’ Bock – später, nachmittags sofern es trocken bleibt. Tiefsinnige Blogbeiträge verfassen: Heute nicht, vielleicht ein andernmal. Meine Frau vor dem lebensbedrohlichen Angriff durch eine “entsetzlich riesige Spinne” (höchstens zwanzig Millimeter!) bewahren: “Stell’ dich nicht so an!” Einfach mal gar nichts tun: Ist nicht so wirklich mein Ding. Deswegen schnappte ich mir auch die (frisch reparierte) Kamera und testete das Ding. Scheint hinzuhauen.

Kennt ihr den Sketch “Urlaub in Ägypten” von Atze Schröder? Ich zitiere mal: “Kennt ihr noch die Serie ‘Auf Achse’? Franz Meersdonk und Günter Willers – sie liefern Frachtgut in aller Herren Länder. Ich war Frachtgut – und zwar das Gegenteil von tiefgekühlt!” Zugegeben, ich war der Fahrer. Aber ein sonderlich großer Unterschied ist das nicht. Meine Klimaanlage im Bus besteht aus zwei Seitenfenstern. Die kann ich rauf und runter fahren. Das war’s dann aber auch schon. Außerdem lief heute nichts – aber auch wirklich absolut gar nichts! – rund. Weswegen ich sechs Stunden in dem (nochmal Zitat Atze Schröder) “glühenden Stück Alteisen” hinter’m Steuer verbracht habe. Und das so genannte “Frachtgut” war heute ganz besonders gut drauf. Eine Dame musste partout woanders als wie vorgesehen sitzen, was die gesamte Tour gehörig durcheinander brachte. Eine schnallte sich ab und randalierte. Eine pinkelte ein und versuchte mir das Auto vollzukotzen. Ach ja, die Klimaanlage: “Machen Sie mal das Fenster weiter auf!” Das war die eine Stimme. “Mir ist kalt! Machen Sie mal das Fenster zu und die Heizung an!” Das war die andere Stimme. Und dazwischen fährt man bei abartiger Hitze, muss sich auf’s Höchste konzentrieren und denkt sich nur noch “Ommm…

Was für ein richtig schöner Frühlingstag! Gestern haben meine bessere Hälfte und ich stundenlang die Gartensaison eingeläutet – der Sch…-Rasenmäher will mal wieder nicht – wobei ich mir den Komposter vorgenommen habe, um die verdammten Waschbären zu vergraulen (ist aber noch längst nicht fertig). Heute tut mir davon jeder Knochen weh. Trotzdem … – gleich nach dem Frühstück ging’s raus in den Wald, denn es ist ja schließlich Krötensaison. Auf zur Krötenjagd! Letzte Woche waren noch keine da. Und diesesmal? Fehlanzeige – zunächst jedenfalls. Aber halt, war da nicht gerade so ein leises Zwitschern und Zirpen zu hören? Da hinten, vom anderen Ufer des Waldteiches her? Mal sehen … Ja, da tut sich was! Ist bloß verdammt schwer hinzukommen. Steiles Ufer, alles zugewuchert und so … Aber: “Versuch macht kluch!” Zugegeben, ein paarmal stand ich wirklich nur um Haaresbreite unmittelbar vor’m Anbaden. Aber ich glaube, dass sich die Aktion gelohnt hat. Nach Fadenmolchen und Bergmolchen jetzt also die Kröten: Der Frühling ist definitiv da! Fehlen an Amphibien und Reptilien im Deister eigentlich nur noch die Frösche, danach die Blindschleichen bzw. Eidechsen und zuletzt die Feuersalamender sowie die Kreuzottern. Die Letztgenannten werde ich aber vermutlich mal wieder vergeblich suchen. Hier sind erstmal die Kröten. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab! (Hinweis: Dieser Beitrag ist auch unter “Quergedacht! v4.0” erschienen)

Wetterwarnungen

News per RSS

Counterize

Seitenaufrufe: 1563873
Seitenaufrufe heute: 2193
Letzte 7 Tage: 19544
Besucher online: 4

Oktober 2018
M D M D F S S
« Sep    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Social Media

free twitter buttons



Meine HP & Bücher