Verkehr

ddeb

Die Dieseldebatte läuft auf Hochtouren. Wohin man auch hört: Dieselmotoren sind schmutzig, sind bääh und diejenigen, die Diesel fahren, wollen uns an’s Leder! Also bspw. Rettungswagen, Feuerwehren, Kranken- und Seniorentransporte, die Zulieferer unserer Discounter usw. – äh, wie jetzt? Deswegen sind ja auch die Prämien für die Rückgabe alter Dieselfahrzeuge im Gespräch, selbstverständlich ausschließlich unserer Gesundheit und der Umwelt zuliebe. So oder ähnlich kann man es jedenfalls tagtäglich unisono allen möglichen Mainstreammedien entnehmen. Aber stimmt das eigentlich: Ist der Diesel wirklich so verdammt schädlich und geht es beim Ausmerzen der Dieselfahrzeuge nebst Diesel-Fahrverboten wirklich nur um die Umwelt und um unsere Gesundheit? Wenn man – wie in Hamburg geschehen – 800 Meter Straße für Dieselfahrzeuge sperrt und dafür 2,7 Kilometer Umweg mit zig Ampeln in Kauf nimmt, zeitgleich aber die größten Luftverschmutzer (u. d. h. die Kreuzfahrtschiffe im Hafen) überhaupt nicht berücksichtigt, ist das dann wirklich praktizierter Umweltschutz? Oder Verarschung? Betrachten wir das mal etwas detallierter.

fsum

Mit dem Straßenverkehr ist das immer so eine Sache. Ich fahre viel, teils privat und teils beruflich. Jährlich kommen da locker 25.000km zusammen (eher wesentlich mehr). Ich bin jetzt 60 Jahre alt und fahre seit 40 Jahren eigentlich so ziemlich alles, was drei oder vier Räder hat (mit mehr weniger Rädern eher selten). Rein kilometermäßig habe ich die Entfernung Erde-Mond mit dem Auto schon ein paarmal zurückgelegt (mit dem Fahrrad allerdings nicht; da werden’s wohl bloß so um die 100.000 Kilometer sein). Ich fahre bei jedem Wetter und am liebsten über Land, denn die Autobahn betrachte ich zumindest in Deutschland als einen Sammelpunkt für Geisteskranke: Die Ballerburg hat Ausgang! Ich bedaure dabei aufrichtig und zutiefst die armen Schweine, die mit ihren Trucks gezwungen sind, zwischen all den Bekloppten die Nerven zu behalten und ihre Fracht auf Zeit abzuliefern. Ich fahre auch am liebsten unter der Woche, denn dann sind zumeist die Leute unterwegs, die das beruflich machen und bei denen ich voraussetzen kann, dass die auch fahren können. Zum Wochenende hin – und das fängt am Freitag leider schon an – sieht die Sache dann doch gänzlich anders aus.

Vorab möchte ich mich für den doch etwas derben Ton dieses Beitrags entschuldigen, aber mich hat gerade jemand auf 180 gebracht. Ich meine, es gibt zwei menschliche Rassen. Menschen und Arschlöcher. Letztere mögen vielleicht in der Minderheit sein, sind aber strategisch so platziert, dass einem jeden Tag mindestens eins davon über den Weg läuft. Ich hatte gerade (mal wieder!) eine Begegnung mit jemandem aus dieser Kategorie.

bdb
Bad Driburg

Schwiegervater in seiner Reha in Bad Driburg besucht: Bis Blomberg kenne ich mich ja noch so einigermaßen aus. Danach nicht mehr. Gar nicht mehr, und zwar sowas von … Wozu haben wir ein Navi? Wozu habe ich ein leicht gestörtes Verhältnis zu Navis? Ergo nahm ich vorsichtshalber ‘nen Autoatlas mit. Losgefahren, nach Navi. Dessen Kartensatz hatte ich vor rund acht Wochen ein Update gegönnt. Über Rinteln sollte die beste Strecke sein. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich diesbezüglich Google Maps geglaubt habe: “Irrtum“, spach der Igel und stieg von der Bürste! Erstes Hindernis: Die Baustelle zwischen Steinbergen und Rinteln. War dem Navi unbekannt. Und dann folgten noch sechs Umleitungen, die in die Umleitungen von Umleitungen der Umleitungen mündeten, wobei das Navi irgendwie die Orientierung verloren hat.

SatzMitX

Satz mit X – war wohl nix! Ich glaube, dass es nach intensivem Nachdenken und Recherchieren mal an der Zeit ist, ein paar Worte zum Themenkomplex “Dieselgate, Dieselgipfel und Elektromobilität” zu verlieren. Fangen wir mal mit Dieselgate an: Da wurden vermeintlich schadstoffarme Dieselmotoren vorgetäuscht, indem eine Betrugssoftware dafür sorgte, dass die Messwerte auf dem Prüfstand im grünen Bereich blieben. Zuerst flog das bei VW auf. So nach und nach gesellten sich dann die anderen Autohersteller hinzu. Vor allem aber: Anscheinend hatte niemand irgend etwas davon gewusst! In den USA ist deswegen jetzt ein VW-Ingenieur, der ausgepackt hatte, verknackt worden. Auf mich wirkt das wie das alte Sprichwort: “Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen!

physchem1
Riesenkristalle in der Höhle von Naica – auch eine Form von Gips.

Gips kennt jeder. Chemisch gesehen ist das Kalziumsulfat mit zwei eingeschlossenen Kristallwassermolekülen, also als Formel CaSO4*2H2O. Gips tritt aber noch in weiteren Erscheinungsformen auf. Eine davon ist das Gips-Anhydrit oder kurz Anhydrit genannt. Das ist die wasserfreie Form, als Formel CaSO4. Bei Anhydrit im Untergrund spricht der Geologe von Gipskeuper. Welchen Unterschied macht der Wasseranteil aus? Hinsichtlich des Volumens einen immensen Unterschied. Tritt nämlich zum Anhydrit Wasser hinzu, dann bläht der sich um 50-60% unter Gipsbildung auf. Unter Tage spricht man dann vom Gesteinsdruck und der vermag sogar massivste Betonröhren problemlos zu sprengen. Es gibt aber noch einen weiteren Unterschied. Sowohl Anhydrit wie auch Gips sind nur schwer wasserlöslich. Beim Anhydrit liegt die Wasserlöslichkeit bei rund 0,6g/l und beim Gips bei rund 2g/l. D. h. Gips ist um gut Faktor drei besser wasserlöslich als Anhydrit.

Das Datum: 27.06.2017
Die Uhrzeit: 16:40 Uhr
Der Ort: A2 Fahrtrichtung Hannover, ca. 200m vor Ausfahrt Wunstorf-Kohlenfeld
Kennzeichen des Irren: H- ** 1**5 (Details bekannt, will ich aber hier nicht nennen)

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