Literatur

sfmga

Für die Liebhaber von wirklich guter Science Fiction, kurz SF genannt, hätte ich hier mal einen brandheißen Lesetipp. Bloß: Wie und wo anfangen? OK, gehen wir mal gaaanz weit zurück. Da gab es 1938 ein Aufsehen (und Massenpanik) erregendes Hörspiel mit dem Titel “The War Of The Worlds” nach dem gleichnamigen Roman von H. G. Wells aus dem Jahr 1898. Sowohl im Roman wie auch im Hörspiel ging es um Aliens, welche die Erde zwecks Invasion angreifen. Diese Thematik beherrschte die SF noch bis zum Ende der 1960er Jahre. Heute wissen wir, dass auch Aliens an Einsteins Relativitätstheorie scheitern würden und aufgrund der Naturgesetze in unserem Universum die Lichtgeschwindigkeit nicht überschreiten können. Die einzig mögliche Variante davon stellt der lt. NASA denkbare Warp-Antrieb dar, doch wäre dessen Energieverbrauch zum Erzeugen einer eigenen Raum-Zeit-Blase so exorbitant hoch, dass jede Invasionsabsicht hinsichtlich eines fremden Planeten von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Wir dürfen uns daher mit Blick auf böswillige Aliens in Sicherheit wiegen: Sie werden uns in Ruhe lassen, weil man, um Materie auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen zu können, unendliche Energie benötigt.

Am 16.11.2017 lief auf 3sat eine hochinteressante Doku mit dem Titel “Das Erdzeitalter des Menschen“. Im Verlauf dieser Sendung wurde sinngemäß gesagt, dass unseren Städten in der Zukunft nur noch zwei Alternativen bleiben. Entweder sie werden grün und nachhaltig mit draußen gehaltenem Individualverkehr oder aber sie werden zu Luxustürmen, umgeben von Slums. Es ist wirklich nicht schwer, zu so einem Schluss zu gelangen und folglich hatte ich eine ähnliche Überlegung auch schon, doch das liegt lange zurück. Das war am 02.11.2009, denn seinerzeit erschien die SF-Geschichte “Der Bruder” in meinem alten Blog. Viel später, nämlich im Mai 2013, fand die Story Eingang in mein eBook “Gestern. Heute. Morgen.“, das ich ja HIER kürzlich erst erwähnt habe (eine weitere Leseprobe aus dem Buch ist HIER zu finden). Jedenfalls: Als ich mir die 3sat-Sendung anschaute, da fiel mir ein, dass die Story irgendwie immer noch aktuell ist und ich sie hier noch nicht gebracht habe. Deswegen erscheint sie heute quasi als Wiederveröffentlichung: Viel Spaß beim Lesen!
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pprod

Manchmal schreibe ich ja die eine oder andere Geschichte, einfach nur so zur Unterhaltung – und i. d. R. auch, um meine Leser dahingehend zu animieren, mal etwas nachzudenken und über den Tellerrand hinaus zu sehen. Das sind dann Was-wäre-wenn-Geschichten, die sich im weitesten Sinne zur SF rechnen lassen. So auch bei der alten Geschichte, die ich hier einmal präsentieren will. Sie erschien vor rund sechs Jahren in meinem alten Blog und fand vor vier Jahren Eingang in mein eBook “Gestern. Heute. Morgen.“. Ich dachte, ich hätte die Story hier schonmal gebracht, aber das erwies sich als typischer Fall von Denkste! Deswegen mal nachdenkliche Unterhaltung: Was wäre bei einer Weiterentwicklung des Neoliberalismus in vielleicht gar nicht mal allzu ferner Zukunft zu erwarten? Doch seid bitte auch vorgewarnt: Genau so wie in der neoliberalen Realität gibt es in der Geschichte kein Happy End. Ich wünsche dennoch gute Unterhaltung und viel Spaß beim Lesen!
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flug39

Heute habe ich mal wieder einen Lesetipp für euch! Es handelt sich um “Flug 39” von Phillip P. Peterson, derzeit wahrscheinlich nur noch als eBook erhältlich (ich hatte noch das Glück, eine der vermutlich letzten Printausgaben erwischen zu können – im Bedarfsfall eben einfach mal danach suchen). Das ist so eine Zeitreise-Zeitparadoxon-SF-Geschichte aus allernächster Zukunft. Ich habe schon verdammt viele SF-Zeitreise-Geschichten gelesen, aber “Flug 39″ ist die erste Story dieser Art, die wirklich in sich absolut logisch-schlüssig ist und bei der das Paradoxon gewissermaßen ausbleibt – gewissermaßen, denn Peterson zieht zum Auflösen des Paradoxons die Everett-Hypothese heran. Zunächst mal kurz zum Inhalt des äußerst lesenswerten Buches.

sf

“Traue niemandem, dessen TV-Bildschirm größer ist als sein Bücherschrank!”
(Spruch bei Facebook)

mayday1

Heute mal wieder ein Lesetipp: Es geht dabei um Nord- und Ostsee. Die Nordsee: Im Mittel gut 90m tief. Wenn Stürme die Wellen aufwühlen und sie auf flachere Bereiche – d. h. bspw. den Wattsockel – treffen, dann bäumen die sich mitunter zu gewaltigen Brechern auf. Aber Sturm ist nicht die einzige Gefahr in der Nordsee. Da gibt’s noch die zahllosen Untiefen und Sandbänke sowie die tückischen Strömungen dazwischen und dann ist da noch das Watt mit seinen ganz eigenen Gesetzen. Wer die nicht kennt und nicht beachtet kann ganz schnell sein Leben verlieren. Die Ostsee ist flacher, im Mittel nur etwa 50m tief. Das bedingt andere Wellen. Auch die sind nicht ohne und das wird jeder bestätigen, der schonmal draußen auf der Ostsee einen Sturm abreiten musste. Daneben zeigt die Ostsee noch andere Gefahren wie bspw. Munitionsreste. Ich kenne beide Meere. Bei gutem Wetter und bei Sturm. Im letztgenannten Fall auch vom Schiff aus: Nordsee ist Mordsee und die Ostsee ist KEIN Ententeich!

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