Lesen

Letzten Sonntag wollte meine bessere Hälfte partout zum so genannten Bauernmarkt nach Bückeburg fahren. Hatte mit Bauernmarkt und dem Verkauf herbstlicher Staubfänger zum Hinhängen allerdings nicht das Geringste zu tun, denn es handelte sich um reinen Rummel, verbunden mit verkaufsoffenem Sonntag. Ergo Kaufrausch und Konsumterror in Reinkultur und absolut nicht meine Welt. Um dem Terror zu entkommen verkrümelte ich mich in eine Buchhandlung, wo ich erfreut feststellte, dass die eben nicht nur die angesagtesten Mega-Blockbuster aus irgendwelchen Schmierblatt-Charts führten: Sehr positiv! Außerdem lese ich schon seit jeher intelligent gemachte Science Fiction und hielt danach Ausschau.

primatenplanet

Die nachfolgende Story ist rein fiktiv und vollkommen hirnrissig. Sie entbehrt zum Glück jeglicher Grundlage. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Geschehnissen sind daher absolut unbeabsichtigt und wirklich rein zufällig. Aber vielleicht dennoch nicht ganz unvermeidlich.

Der Primatenplanet

malmueck

Im vergangenen Jahr berichteten die Medien, wovor der Milliardär Bill Gates am meisten Angst hat – nämlich vor einer Pandemie. Mir erscheint das gar nicht mal soweit hergeholt und überhaupt nicht abwegig. Pandemien sind durchaus eine unterschätzte Gefahr. Es sind m. E. weniger die vor Ort aktiv Tätigen, also Ärzte und Pflegepersonal, die die Ausbreitung einer Pandemie begünstigen könnten. Und auch nicht unser Gesundheitssystem an sich. Beides würde einer Pandemie sogar aktiv entgegen steuern. Ob erfolgreich oder nicht sei einmal dahingestellt. Aber wir haben hier erfahrungsgemäß einen extrem Pandemie-fördernden Faktor. Das sind die Krankenhausverwaltungen, angetrieben vom Einsparpotenzial. Ein weiterer, Pandemie-fördernder Faktor ist in etwaigen Fehldiagnosen zu sehen.

paradiso

(Mir ist da mal wieder eine kleine  Geschichte eingefallen. Sie ist frei erfunden und wirklich nur ausgedacht. Und dennoch: Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen sind keineswegs rein zufällig. Allerdings auch nicht beabsichtigt, sondern stattdessen unvermeidlich. Denkt mal drüber nach!)
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Paradiso

Was für ein nasskalter, widerlicher Sommer! Du sitzt zuhause, denn für einen Urlaub reicht dein H4 sowieso nicht. Es reicht ja nicht mal für ein menschenwürdiges Leben. Außerdem unterliegst du lt. EGV einer Neuauflage der Residenzpflicht von 1933. Dein Magen knurrt und dir ist kalt. Wenigstens die Stromabschaltung hast du bisher noch rauszögern können. Lustlos und gelangweilt zappst du durch die verschiedenen TV-Kanäle. Und stellst fest: Die bringen eh’ alle nur den ewig gleichen Mist von einer schönen, heilen Welt, die tatsächlich gar nicht existiert. Sie propagieren ein reines Zerrbild! Irgendwann bleibst du bei einem ausländischen Sender hängen, bei einer TV-Station aus dem Land Paradiso.

littlesk

Angeregt durch Soeckchens Kommentar will ich hier mal eine kleine und rein fiktive Geschichte, die aktuell in meinen eBook “Gestern. Heute. Morgen.” zu finden ist und die schon einmal in meinen alten Blog “Quergedacht! v2.0″ zu finden war, wiederveröffentlichen. So quasi als Leseprobe. Alles, was beschrieben wird, ist problemlos machbar. Mit Allerweltschemikalien. Ich gehe nur deswegen nicht ins Detail, um keine rechtlichen Probleme zu bekommen. So ist es “nur” eine eher gruselige Form von Unterhaltung. Und eine Liste der “heißen” Biolaboratorien (d. h. Bio Safety Level 3 & 4) fand sich im “BW Biowaffenbericht 2001″, der mal kurzzeitig im Web kursierte. Diese Laboratorien existieren noch heute. Mir selbst sind knapp zwanzig Standorte in Deutschland bekannt und soweit ich weiß, weist keines dieser Labors besondere Sicherungen gegen einen Angriff von Außen auf. Auch haben sowohl Che Guevaras Ausführungen zum Guerillakampf sowie Sun Zi’s “Die Kunst des Krieges” wichtige Impulse geliefert. Die Geschichte ist folglich vielleicht gar nicht mal soweit hergeholt. Bloß eben noch nicht passiert … Zugegeben: So ein ganz klein Wenig ist die Story von Stephen King’s (alias Richard Bachmann’s) “Menschenjagd” und “Das letzte Gefecht” inspiriert worden.
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Hier mal wieder eine kleine, fiktive Geschichte zum Nachdenken. Es handelt sich um eine Wiederveröffentlichung, denn erstmals erschien diese Story am 06.01.2013 in meinem alten, mittlerweile gelöschten Blog “Quergedacht! v2.0″. Später habe ich sie in mein eBook “Gestern. Heute. Morgen.” aufgenommen.
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Zerfall

Wer ist Algernon? Algernon ist ein Versuchstier in einem neurobiologischen Labor. Ein Mäuserich. An ihm wird ein experimenteller Eingriff im Gehirn vorgenommen. Ziel des Eingriffs ist die Steigerung der Intelligenz. Bei Algernon funktioniert das erstmals, nachdem es zuvor etliche Fehlschläge mit anderen Mäusen gegeben hatte. Algernons Intelligenz wird schließlich auf einen IQ von 70 geschätzt und er erkennt sich selbst als Individuum im Spiegel. Anlässlich eines medizinischen Kongresses, wo er als Forschungsergebnis der wissenschaftlichen Welt vorgestellt werden soll, befreit ihn Charlie Gordon. Charlie betrachtet Algernon fortan als Freund. Bis zu Algernons vorzeitigem Tod.