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Da absehbar ist, dass ich mir mindestens in den kommenden zwei Wochen wohl kaum mal eine kleine Auszeit werde gönnen können, habe ich mir die heute schonmal genehmigt, nämlich gleich nach dem Frühstück in Form meines standardmßigen 7km-Spaziergangs rund um’s Dorf. Die Kamera hatte ich nur so auf blauen Dunst hin mitgenommen, denn man weiß ja nie, was einem vielleicht doch so vor die Linse kommen könnte. Unterwegs dann die Warnschilder, die ich geflissentlich ignoriert habe: “Achtung Jogger und Radfahrer!!!! Angriff von Greifvögeln!!! Bitte Schritttempo laufen/fahren!!!!” Greifvögel sind mir keine untergekommen. Aber an der Aue ein Rotkehlchen und das blieb sogar lange genug für ein paar Aufnahmen sitzen: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Bilder lassen sich nicht nur mit Farben derart verfremden, dass der Betrachter beinahe schon dazu gezwungen wird, zweimal hinzugucken. Eigentlich ist jedes Mittel recht, wenn es dazu führt, dass Erwartung und Wahrgenommenes einander widersprechen. Hier soll einmal ein Verfahren beschrieben werden, dass sich ganz besonders gut im Rahmen der Architekturfotografie eignet – weil man auf den ersten Blick dem Eindruck erliegt, dass der Architekt betrunken gewesen sein muss.

Benötigte Windows-Freeware:
- ShiftN: Installer, der nach erfolgter Installation auch als 1:1-Kopie portabel läuft.
- IrfanView: Portabel (läuft via WinE auch unter Linux).
- SAR Image Processor: Portabel (läuft via WinE auch unter Linux).
- AnmanieSMP: Portabel.
- Beliebiges Grafikprogramm.

Es wird immer wärmer. Man merkt das auch an den Tierarten. Hier im Schaumburger Land sind einige Tiere hinzu gekommen, die es hier bis vor ein paar Jahren nicht gab bzw. sie treten jetzt sehr viel häufiger auf: Tannenhäher, Wacholderdrossel, Maikäfer, Wolf, Luchs, Mufflon, Waschbär … – und auch das Taubenschwänzchen, mitunter aufgrund der Verwechslungsgefahr als Kolibrischwärmer bezeichnet. Kleiner Einschub: Als konvergente Evolution bezeichnet man es, wenn unterschiedliche Arten unabhängig voneinander gleiche Merkmale herausbilden, also bspw. die ledrigen Gleitflugschwingen beim Pterosaurus (Reptil) und bei der Fledermaus (Säugetier). Oder die Flossen beim Hai (Fisch), Pinguin (Vogel) und Wal (Säugetier). Nehmen wir mal den Kolibri: Das ist ein geradezu winziger (Zug-) Vogel mit irrsinning schnellem Flügelschlag, höchstem Energieumsatz und einem langen Schnabel, der ihn dazu befähigt, Nektar aus kelchförmigen Blüten zu saugen. Der bereits erwähnte Kolibrischwärmer bzw. das Taubenschwänzchen sieht auf den ersten Blick ziemlich ähnlich aus und verhält sich auch beinahe gleichartig, ist aber kein Vogel, sondern ein Insekt – nämlich ein eigentlich nachtaktiver Schmetterling. An die Stelle des Schnabels tritt bei ihm ein Saugrüssel.

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Hingucker-Bilder erzeugen Aufmerksamkeit. Warum? Weil ein erwartetes Motiv in unerwarteter Form abgebildet wird. So veranlasst man den Betrachter dazu, zweimal hinzusehen. Denn bei ersten Mal traut er seinen Augen nicht. Das erreicht man bspw. durch eine geeignete Perspektive. Eine andere Möglichkeit ist die Bildverfremdung. Dabei gibt’s verschiedene Verfahren. Eine sehr simple Methode, nämlich eine Variante der Color-Key-Technik, lässt sich in Windeseile mit der portablen Windows-Freeware IrfanView – die auch via WinE unter Linux läuft – realisieren. Zuerst benötigt man dazu das u. U. bereits fertig bearbeitete Originalbild.

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Das Originalbild: Seesand (Makroaufnahme).

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Normalerweise versuche ich, mich mindestens einmal wöchentlich in den Wald abzuseilen. In den vergangenen sechs Wochen hat das – bedingt durch den runden Geburtstag, den Urlaub, die Geburtstagsnachfeier, unsere drei Pflegefälle und den Fahrdienst – nicht hingehauen. Deswegen war es heute mal wieder allerhöchste Eisenbahn dafür, und zwar gleich nach dem Frühstück, als es noch nicht wieder so brüllend heiß war. Juli und August: Das sind die Insektenmonate. Die Motive sind da (ziemlich zahlreich sogar). Man muss sie bloß sehen. Eine wichtige Erkenntnis habe ich von dem kurzen Ausflug auch noch mitgebracht: Bis 20°C kann man Insekten ganz gut mit der Kamera jagen. Doch spätestens ab 25°C kehrt sich das um. Dann wird man von denen gejagt. Aber ohne Kamera. Dafür mit Giftstacheln und Saugrüsseln! ;) Hier ist mal ein Dutzend Bilder von dem Viehzeug: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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Na ja … – gestern war da also diese Jahrhundert-Mondfinsternis. Die habe ich versucht abzulichten. Wobei das mit dem Ablichten ja immer so eine Sache ist, wenn man Finsternis vor Dunkelheit fotografieren will. Das funktionierte erst beim x-ten Versuch und auch dann nicht wirklich gut. D. h. 1/60 Sek. Belichtung bei Blende 5,2 und einer Empfindlichkeit von ISO 6400. Auf dem Bildschirm der Kamera war nahezu nichts zu sehen. Es grenzt schon beinahe an ein kleines Wunder, dass sich aus der Fotoserie dennoch in Grenzen und mit bösem Tricksen etwas rausholen ließ. Ich meine, es ist nicht unmöglich, eine Mondfinsternis auf’s Bild zu bannen. Aber verdammt schwierig. Wenn der Mond im Perigäum steht, dann reicht das Licht normalerweise gerade so eben dafür aus. Gestern stand er aber im Apogäum und da machte es sich schon überdeutlich bemerkbar, dass das Licht quadratisch zur Entfernung abnimmt. Trotzdem: Drei Aufnahmen. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab! Schön geht aber anders; das weiß ich selber …

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“Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, sondern wie wir sind.”
(Anais Nin)

Habt ihr Lust auf einen Ausflug in den Mikrokosmos? Vergangene Woche beim Fahren ist mir aufgefallen, dass in diesem Jahr zumindest in unserer Gegend überdurchschnittlich viele Bienenweiden angepflanzt worden sind. Nicht, dass sich dadurch die extrem zurück gegangene Anzahl der Bienen erhöht hätte. Aber immerhin: Die paar Tierchen, die noch da sind, finden hervorragende Nahrung. Wie sieht eine Bienenweide aus? Das ist zumeist in erster Linie ein Sonnenblumenfeld. Dazwischen wachsen alle möglichen anderen Wildblumen – leider aber auch mitunter hüfthohe Brennnesseln und brusthohe Disteln. Zudem gibt es Legionen von angriffslustigen Bremsen, die nur darauf warten, den Besucher als unfreiwilligen Blutspender zu missbrauchen. Das Betreten einer Bienenweide erfordert daher auch gewisse Schutzvorkehrungen. Dessen ungeachtet liefern gerade die Sonnenblumen phantastische Beispiele für natürliche Strukturen und so war ich gestern mal nachmittags auf Fototour – bis ich dann doch gezwungenermaßen vor den widerlichen, aggressiven, facettenäugigen, geflügelten Blutsaugern flüchten musste. Hier ist mal ein Dutzend Aufnahmen solcher Strukturen. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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