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hemima

Das Viech da auf dem Bild ist mir gestern im Moor über den Weg gelaufen. Das Tier war so grob geschätzt ungefähr zehn Zentimter lang, also verdammt groß für ‘ne Raupe. Jetzt helft mir mal: Was ist das? Ich habe nämlich keine Ahnung …

Gestern, nachmittags: Hitze! Trotzdem machte ich mich mal wieder auf den Weg ins Winzlarer Moor respektive zu den Meerbruchwiesen. Einfach mal raus! Hoffnungen hinsichtlich brauchbarer Fotos hegte ich keine, denn es war Wochenende, was viele Besucher bedeutete. Es waren nicht nur viele Besucher zugegen, sondern stattdessen Unmengen! Die Tageszeit passte auch nicht. Dennoch war ‘ne Menge an Federvieh da, vorzugsweise reichlich Graureiher. Was auch eigentlich nur logisch ist: Bei der Hitze speichert das Wasser wenig Sauerstoff und die Fische schnappen an der Oberfläche nach Luft. Für den Graureiher kommt das einem gedeckten Tisch gleich. Daneben gab’s aber auch noch andere Tiere. Adler und Gabelweihe habe ich zwar gesehen, aber nicht vernünftig auf’s Bild bekommen (verwackelt, bäääh…, aber was soll’s). Eine unerwartete Zufallsbegegnung war der Kiebitz – genau, der von der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. War schön da – bis die Mücken dann irgendwann doch zu aufdringlich geworden sind. Nach zwei Stunden und vier Stichen habe ich mich wieder vom Acker gemacht. Hier sind mal zehn Bilder vom Federvieh. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Hier jetzt mal einige Ergebnisse von einer Woche Fotofalle: Unser privater Tierpark! Ich muss schon sagen, dass ich absolut nicht mit soviel Viehzeug gerechnet habe. Was nicht dabei ist – weil die Bilder doch ziemlich verwackelt waren – sind Iltis und Wildkatze. Die waren zwar (gerade so eben noch) erkennbar, doch die Aufnahmen kann man keinem zeigen. Weiß nicht – ob es sich lohnt, den Garten nachts für Publikum zu öffnen und Eintritt zu nehmen? Oder ob ich doch besser nur Hunde- und Katzenfutter auf den Komposter des Nachbarn werfen sollte, um das Viehzeug von unserem Garten abzulenken? ;) Eine Woche lasse ich die Fotofalle noch sitzen und dann gebe ich sie zurück. Ich habe übrigens die Position der Wildkamera nochmal geändert, damit sie nun auch den Boden mit erfasst. D. h. das Teil sitzt jetzt in einer Höhe von ungefähr dreißig Zentimetern über dem Boden.

Draußen dichte, graue, geschlossene Wolkendecke. Eben der typisch norddeutsche, strahlend graue Himmel. “Leichte Bewölkung” nennt das der Wetterbericht. Kein gutes Fotowetter, denn das Licht in dieser grauen Düsternis ist katastrophal. Doch mir fehlten noch ein paar Aufnahmen. Vor ein paar Wochen bastelte ich mir nämlich ‘ne Diashow vom Wisentgehege. Ich wollte so ziemlich alle dortigen Tierarten mal versammelt haben. Dabei fiel mir auf, dass ich von den Timber- bzw. Polarwölfen und vom Sikawild so gut wie keine wirklich ordentlichen Fotos habe. Von den Schlangen die Bilder hätten auch besser sein können und vom Fischotter waren es mir mit nur drei guten Bildern viel zuwenig Aufnahmen. Folglich fuhr ich zum Wisentgehege, um diese Lücken mal ganz gezielt aufzufüllen. Wobei: Fahren? Na ja … Auf dem Hinweg stop’n go. Auf dem Rückweg reichte der Stau (zum Glück in Gegenrichtung) bereits von Springe bis Nettelrede, war also rund zwanzig Kilometer lang. Was ich nämlich nicht bedacht hatte: Morgen ist Himmelfahrt bzw. Vatertag. Da ist im Vorfeld halb Deutschland unterwegs!

Die Hausarbeit ist erledigt und der Rasen ist gemäht. Letzteres hat mir den ersten Zeckenbiss in diesem Jahr eingebracht und das juckt wie Hölle! Ist schon ziemlich verrückt: Ich kann im Wald stundenlang durch’s dickste Unterholz kriechen und da passiert sowas niemals. Nie! Aber mit schöner Regelmäßigkeit bei dem Sch…-Rasenmähen! Dann wurde noch die Rohfassung meines kleinen TYPO3-Tutorials fertiggestellt, so quasi als “Plan B” für den Fall, das jemand anders mal die SG-Lauenau-Seite pflegen muss. Muss ich aber noch querlesen, korrigieren und PDFen. Irgendwann im Verlauf des Nachmittags dachte ich mir dann nur noch: Schluss – Auszeit. Ab in den Wald! Draußen am Himmel braut sich was zusammen. Eine Gewitterwarnung haben wir zwar nicht – noch nicht – aber das kann noch kommen. Sowas ist typisches Eidechsen- und Blindschleichen-Wetter. Bei solchen Wetterlagen zeigen sich diese Tierarten nämlich. Was auch prompt der Fall war: Ich konnte meine zweite Blindschleiche in diesem Jahr erlegen (mit der Kamera, versteht sich). OK, so schön wie in der letzten Woche sind die Aufnahmen dieses Mal nicht geworden. Das mag vielleicht daran liegen, dass mein Motiv (ein noch recht junges Tier) es eilig hatte. Musste wohl noch was erledigen; man kennt das ja. Eigentlich hätte es auch eine etwas ausgedehntere Wanderung werden sollen, aber die fliegenden, facettenäugigen Blutsauger haben mich dann doch schnell vom Gegenteil überzeugt. Mit ausgedehnten Wanderungen ist das bei mir ja sowieso so eine Sache: Meistens bleibe ich mit der Kamera irgendwo hängen und dann interessiert mich alles andere nicht mehr. Sieben Fotos von “meiner” Blindschleiche: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Gestern, nachmittags: Kleine Auszeit. Einfach mal raus, was anderes sehen, hören, erleben. Ich begab mich zum Krater in Bad Nenndorf. Den kleinen Tierpark dort gibt’s schon seit Jahren nicht mehr. Das war mal Privatbesitz und ein Event für alle. Kinder und Kindergeburtstage, Schulklassen und Kindergärten, Kurgäste, Besucher von außerhalb, familiäres Grillen bei gutem Wetter, Brautpaare, die im dortigen Brunnen traditionell die Brautsträuße versenkten, weil das schwefelhaltige Wasser die Blumen für Wochen konserviert. Und alles kostenlos. Aus, vorbei. Nachdem der Besitzer verstarb übernahm ein Verein den kleinen Zoo, doch reichten die Geldmittel irgendwann nicht mehr aus. Die Stadt hatte am Fortführen dieser Traditionseinrichtung kein Interesse, denn mit kostenlos lässt sich ja nunmal nicht wirklich viel verdienen. Nachdem der kleine Zoo seine Pforten für immer geschlossen hatte, sollte das Gelände renaturiert werden. Ich muss schon sagen: Wenn zwei Meter hohes Unkraut und verfallende Gebäude, umgeben von einem Zaun, Renaturierung sein sollen, dann war das ein voller Erfolg! Dann haben wir hier in der Gegend soviele “renaturierte” Industriebrachen … Mir dreht sich jedesmal der Magen um, wenn ich das sehe. Ich weiß schon sehr genau, warum ich Politikern – angefangen beim einfachen Ratsherren – von Grund auf misstraue!

Unser Komposter im Garten sah in den vergangenen Wochen ja häufiger wie ein Handgranaten-Wurfstand aus: Zerwühlt, der Inhalt im Garten verteilt und sogar richtige Gänge darin. Nun wollte ich wissen, wer dafür verantwortlich ist. Wie macht man das? Mit einer Wildkamera. Die habe ich mir von einem Bekannten für rund zwei Wochen geliehen (Danke, Andreas!). Letzte Nacht kam sie erstmals zum Einsatz. Auf den Bildern fand ich dann aber nur die üblichen Verdächtigen, die auch tagsüber zugange sind, nämlich Spatzen, Elstern und Krähen. Aber die Kamera bleibt weiterhin im Einsatz und eigentlich ist das ja auch eine gute Gelegenheit für einen kleinen Testbericht von so ‘nem Teil.