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Passend zum ersten Advent begann der Tag mit Frühsport, nämlich mit verschärftem Schneeschaufelschwingen: Über Nacht waren so rund zehn Zentimeter  Neuschnee runter gekommen. Nicht, dass das liegenbleiben würde, denn es taut bereits wieder und es sind plus sechs Grad angesagt worden. Aber dennoch erschien es morgens bereits halbwegs winterlich: Gleich nach dem Frühstück höchste Zeit für einen kleinen Rundgang durch die Felder! Nur ein paar Kilometer … Zugegeben, im Haushalt ist noch genug zu erledigen. Aber keine Arbeit ist so eilig, als dass sie nicht durch langes Liegenlassen noch eiliger werden würde. Ein paar Impressionen vom Schnee mussten einfach sein. Hier ist mal ein Dutzend Aufnahmen davon. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Bei jedem einzelnen Schritt ertönt ein unangenehmes, schmatzendes Gurgeln. Der zähe, klebrige Matsch versucht mir das Schuhwerk auszuziehen und durch die hohen Gummistiefel ist die inzwischen bereits ziemlich unangenehme Kälte des allgegenwärtigen Wassers deutlich zu spüren. Die Luft ist klar und kalt, riecht aber nach Fäulnis, Erde, Moder und Verwesung: Ich musste unbedingt mal wieder raus! Das Ziel meines kleines Rundgangs in der Regenpause war das uralte Weidengehölz am Mühlgraben neben dem fast vergessenen Judenfriedhof. Ruhe pur, denn ein Weg existiert hier nicht und folglich verirrt sich auch kaum ein Mensch dorthin. Den Weg muss man sich durch das Unterholz selbst suchen, immer am Bach entlang. Einem Bach, der gestern sein Bett verlassen und das nahe gelegene Feld geflutet hat. Entsprechend hoch ist auch der Wasserstand. Was früher mal ein Rinnsaal war, das ist heute schnell fließend, teils reißend und ein bis zwei Meter tief. Schlamm auf der einen und Wasser auf der anderen Seite. Dazwischen – mehr zu erahnen denn zu sehen – ein schmaler Streifen, auf dem Gräser und Brennnesseln den Untergrund noch halbwegs fest halten. Nur dort kann man ungefährdet auftreten, muss aber auch bei jedem Schritt zunächst die Tragfähigkeit des Bodens prüfen. Wasser und Pfad – so man das denn so nennen will – liegen auf gleicher Ebene.

bsb

Vorab: Dieser Beitrag richtet sich an alle diejenigen, denen es zu mühsam ist, sich die Bedienungsanleitung ihrer Knipse mal detailliert anzusehen. Mir läuft jedesmal eine Gänsehaut über den Rücken, wenn ich die Leute sehe, die mit ihrer High-Tech-Super-Duper-Megateuer-Kamera unterwegs sind und die gerade mal beim Fotografieren den vollautomatischen Modus beherrschen. D. h. die blind auf die Kamera vertrauen und vermurkste Bilder dann grundsätzlich dem Motiv und nicht ihrer eigenen Unfähigkeit zuschreiben.

Napoleon soll mal gesagt haben: “Deutschland hat sechs Monate Winter und sechs Monate keinen Sommer.” Hmm, na ja – mag sein, dass er im November hier gewesen ist. Heute jedenfalls ließ die partielle Schlechtwetterfinsternis mal nach. Besonders viel habe ich davon zwar nicht mitgekriegt – da waren nämlich das verstopfte Klo, der abgebrochene Haustürschlüssel, das nicht mehr funktionierende Küchenradio, der Wecker dessen Weckton sich nicht abschalten ließ usw. (funktioniert jetzt aber alles wieder) – weil Murphy’s Law mit voller Kraft zugeschlagen hat und der ganze Tag folglich so eine Art von Murphy-Festival gewesen ist (und Murphy war bekanntlich ein Optimist!). Nehmen wir nur mal die eine Außenbeleuchtung, die nicht mehr funktioniert hat. Abmontiert, zerlegt und … – mit den Beleuchtunginnereien hätte ich sämtliche Zimmerpflanzen bei uns gießen können! Merke: Schutzart IP44 (Schutz gegen allseitiges Spritzwasser) kann man bei norddeutschem Regenwetter gleich liegenlassen! Hinterher ist man eben immer schlauer. Dann mussten noch die letzten Blumenzwiebeln in die Erde – Frage an meine Frau: “Wie geht das? Spitze nach unten und dann mit dem Hammer in die Erde reinschlagen?” Wenn Blicke töten könnten … Aber zum Spätnachmittag hin gab es einen richtig schönen Sonnenuntergang. Den habe ich mal abgelichtet. Drei Stimmungsbilder – draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Nach der Frühschicht dies und das erledigt, als der Blick nach draußen fällt: Da steht ein Silberreiher hinter dem Garten auf dem Feld! Schnell die Kamera geschnappt und raus gegangen. Angepirscht, denn Silberreiher sind sehr, sehr viel scheuer als Graureiher. Schnell mal ein paar Bilder … Ich wäre gerne noch dichter ran gegangen, aber diese Viecher sind dermaßen aufmerksam, dass das fast unmöglich ist. Daher musste das Zoom herhalten und demzufolge lassen die Aufnahmen qualitativ auch wünschen übrig. Und obwohl ich verdammt weit weg war, keinen Mucks von mir gab und mich versteckte, hat der schräge Vogel mich doch noch bemerkt! Das ist das vorletzte Bild der Serie. Da wurde er aufmerksam. Anschließend entschied er sich für nichts wie weg! Aber heidewitzka … Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Wieder einmal nur so eine leicht schräge Idee: Was wäre wenn man ein Foto nimmt, davon die Farbkurven ordentlich verzerrt und anschließend Original und Fälschung zu einem Pseudo-HDR zusammenfügt? Ich hab’s einfach mal ausprobiert; nur eine Sache von Minuten. Das Ergebnis ist eine unwirklich-mystische Landschaft. Derartige Bilder eignen sich möglicherweise für die Cover von CDs oder Büchern. Aber da ein Bild mehr als tausend Worte sagt, hier mal das Bildbeispiel.

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Die unbearbeitete Originalaufnahme.

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Die Fälschung: Gleiche Aufnahme mit mittels Photoscape ordentlich verzerrten Farbkurven. Zum Verzerren der Farbkurven kann man prinzipiell so ziemlich jede Bildbearbeitung nehmen.

Gestern Gartenterror, heute Gartenterror – der Winter naht ja. Heute nochmal den Rasen gemäht – ist vermutlich der letzte Schnitt in diesem Jahr – wenngleich das auch nur mit Verzögerung begonnen werden konnte. Weil das zwischen dem Rasenmäher und mir bekanntlich was Persönliches ist. Das Ding hatte sich nämlich schon in den Winterschlaf begeben und war nur sehr schwer wieder aufzuwecken. D. h. zweimal Kerze raus, saubermachen, Kerze rein … Zuletzt half – wie immer – gutes Zureden: “Du verfluchtes Scheißding, ich kann auch ‘nen Vorschlaghammer als Anlasshilfe nehmen!” Das begriff er dann. Es kommt eben nur auf die richtige Tonlage und auf die korrekte Wortwahl an! Manche Maschinen brauchen das einfach! Danach dann angefangen und aufgrund des durchgeweichten Bodens versank der Rasenmäher förmlich im Modder. Zwei Tage trocken hatte eben nicht ausgereicht, um das Wasser abfließen zu lassen. Ja, so ist der Norden eben: Da geht wässriger Modder nahtlos in modderiges Wasser über! Anders ausgedrückt: Die ganze Aktion wurde zum schweißtreibenden Kraftakt. Musste aber erledigt werden, denn für nachts ist ja schon wieder Regen angesagt – damit man sich bloß nicht an regenfreie Perioden gewöhnt. Das Mähen erfolgte daher auch immer schon mit einem in Richtung Himmel schielenden Auge. Der Wetterumschwung kündigte sich nämlich bereits an. Die Ankündigung geschah allerdings schön bunt: Drei Fotos – draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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