Meldungen S. 17ff

Ich habe mal wieder ein paar Nachrichten gesammelt, die zwar wichtig sind, die aber (vermutlich aus gutem Grund) nicht den Weg in die “großen” Schlagzeilen finden. Bemerkenswert dabei ist: In über der Hälfte der Fälle befassen sich diese Nachrichten mit der hemmungslosen Ausbeutung und Knechtung der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland, wobei die vermeintlichen “Volksparteien” entweder schulterzuckend daneben stehen (SPD) und jede Schuld von sich weisen oder sogar noch Öl ins Feuer gießen (FDP). Zeitgleich wird versucht, die Bespitzelung durch das Ernstnehmen von Denunzianten auf die Spitze zu treiben (Heiko Maas) und zusätzlich huldigt man dem Krieg. Hatten wir das hierzulande nicht schon einmal? Da frage ich mich doch unwillkürlich: Worauf soll das hinauslaufen und ist das wirklich im Interesse der Bevölkerung? In meinem jedenfalls nicht! Teil 333 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Man kann Meinungen recht leicht beeinflussen und muss dazu gar nicht mal Tatsachen verdrehen. Es genügt nämlich vollkommen, bestimmte Ereignisse bei der Berichterstattung einfach zu verschweigen. Damit wird die Berichterstattung einseitig verzerrt: Der Konsument erfährt nur noch das, was er auch erfahren soll. Diese Methode ist bereits uralt und wurde in den Wochenschauen des Dritten Reiches angewandt. Heute bezeichnet man das als Propaganda. Heute verwehren sich die Medien gegen den Begriff “Propaganda”. Allerdings ist das, was heute berichtet wird, auch einseitig auf Neoliberalismus und Wirtschaft bzw. deren Wachstum ausgerichtet. Damit einher gehende soziale Ungerechtigtigkeiten sowie Berichte über Alternativen zum Neoliberalismus (bspw. Island oder Portugal) u. ä. werden ausgeblendet und bleiben auf der Strecke. Somit ist die offizielle Berichterstattung im Endeffekt auch wieder einseitig verzerrt. Mehr noch: Wenn irgendwo dennoch einmal alternativ (objektiv?) berichtet werden sollte, dann brandmarken die offiziellen Stellen solche abweichenden Meinungen nur allzu bereitwillig als “Fake News”. Was also unterscheidet unsere heutige Berichterstattung von der des Dritten Reiches und ist in diesem Kontext nicht vielleicht doch der Begriff “Lügenpresse” ein ganz klein Wenig gerechtfertigt? Das sollte man sich vielleicht mal durch den Kopf gehen lassen und aktiv nach alternativer Berichterstattung Ausschau halten. So wie in diesem Beitrag. Teil 332 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Ein armes und ein reiches Land, beide in der EU. Die Aufteilung der Wirtschaft in Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungssektor ist in etwa vergleichbar. Die Arbeitslosigkeit in dem armen Land liegt um den Faktor 2,6 höher als in dem reichen Land, allerdings agiert man in dem armen Land mit echten Zahlen, während in dem reichen Land die betreffenden Angaben nach Kräften geschönt (um nicht zu sagen manipuliert) werden. D. h. im reichen Land rechnet man Menschen, die gerade erkrankt sind, eine Umschulung machen oder über 58 Jahre alt sind usw. einfach nicht mit. Außerdem interessiert es die Politik in dem reichen Land nicht die Bohne, ob jemand von seinen Einkünften auch leben kann, so dass auch prekär Beschäftigte als nicht-arbeitslos erfasst werden. Das schlägt sich im Armutsvergleich nieder, denn im reichen Land ist die Armut größer als in dem armen Land. Den Hauptunterschied zwischen beiden Ländern aber macht das Sozialsystem aus. Im reichen Land, geprägt durch eine rechte Politik, hängt man der Pseudoreligion des Neoliberalismus an. Im armen Land hingegen, geprägt durch eine linke Politik, achtet man eher auf das Wohl der Bevölkerung. Dort gibt es ein weitgehend kostenloses Gesundheitssystem, staatlich geförderte Bildung, einen Sozialtarif für Strom, die 35-Stunden-Woche, gebildete und politisch interessierte Bevölkerung und ein Renteneintrittsalter von 63 bis 65 Jahren (während das im reichen Land bei 67 Jahren liegt und 70 Jahre diskutiert werden). Verglichen werden hier Portugal als armes und Deutschland als reiches Land. Die betreffenden Zahlen lassen sich unschwer im Web recherchieren. Der Vergleich belegt, dass man nicht dem Neoliberalismus anhängen muss, sondern dass es (ungeachtet der Tatsache, dass in Portugal noch deutlicher Verbesserungsbedarf besteht) auch ganz anders funktionieren kann. Leider sucht man derartige Vergleiche in den gleichgeschalteten Mainstream-Medien des Neoliberalismus vergebens, was wieder einmal belegt, dass von der Seite keine objektive Berichterstattung zu erwarten ist. Wenn man nämlich etwas findet, dann findet man es ausschließlich in alternativen Veröffentlichungen. Teil 331 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Deutschland stand 2014 auf Platz 3 im weltweiten Ranking der Reichen. Das sind Millionäre, Multimillionäre und Milliardäre. Viele von denen schotten sich in Gated Communities gegen die Außenwelt ab: Eine Klasse für sich. Eine Klasse, in der Geld keine Rolle spielt. Eine Klasse, die alle anderen mit weniger Besitz nur als Rohstoffe – pardon: human ressources – betrachten. Könnt ihr euch vorstellen, dass jemand aus dieser Oberklasse eure ureigenen Interessen vertritt? Dazu müsste der Betreffende dazu in der Lage sein, nachvollziehen zu können, wie es ist, in Armut zu leben. Also anstatt vierhundert Teuronen für ‘ne Designer-Sonnenbrille hinzuklotzen mit lumpigen vierhundert Euro monatlich rumkommen zu müssen. Könnt ihr nicht? Ich auch nicht! Und dennoch sind es Mitglieder dieser Oberklasse, die von uns als “Volksvertreter” gewählt werden wollen. Wessen Interessen werden die wohl nach der Wahl tatsächlich vertreten? Selten genug berichten manche Medien darüber. Noch sehr viel seltener machen sich die Wähler derartiger “Gurus” noch Gedanken darüber, welchem Betrüger sie ihre Stimme geben und damit ihr Vertrauen schenken. Kennt ihr den Film “Kingsman: The Secret Service“? In dem geht es dieser Kaste von Zecken und Volksverrätern an den Kragen, weil sie den Hals nicht voll genug bekommen können: Leider nur eine Fiktion. Teil 330 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Erinnert ihr euch noch an das Märchen von dem Hasen und dem Igel? Falls nicht, dann lest es bitte einmal nach. Denn dieses Märchen – obgleich schon Jahrhunderte alt – spiegelt in gewisser Weise unsere heutige Gesellschaft wieder. Nur eben mit ein paar marginalen Unterschieden. Den Aufhänger des Wettlaufs bildet dabei nicht die Überheblichkeit des Hasen, sondern vielmehr die Arroganz des Igels. Der Igel und seine Frau, das sind heute Wirtschaft und Politik. Und der Hase? Das sind wir selbst. Jeder einzelne von uns. Wir hetzen wie blind und irre zwischen zwei unerreichbaren Zielen hin und her. Unerreichbar sind diese Ziele deshalb, weil massiver Betrug mit im Spiel ist. Doch um die Sinnlosigkeit eines solchen Wettlaufs zu erkennen, muss man sich offensichtlich zuerst selbst aus dem Wettlauf ausklinken. Manchmal – selten genug! – helfen Medienberichte dabei, einem die Augen zu öffnen. Solche, wie ich sie hier mal wieder gesammelt habe: Nachrichten aus Absurdistan! Teil 329 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Die ganze Erdogan-Berichterstattung geht mit tierisch auf den Senkel. Denn der Tenor in unseren Medien ist immer gleich: Ein Präsidialsystem ist mit einer Diktatur gleichzusetzen. Nein, ist es nicht. Es kann aber leicht zur Diktatur werden. Präsidialsysteme gibt es nämlich auch in anderen Ländern, bspw. in den USA, in Russland, in Brasilien, in Chile und-und-und. Sie können durchaus funktionieren. Aber so etwas mal neutral zu beleuchten ist Medien, die auf Gehirnwäsche aus sind, ja keinesfalls zuzumuten. Stattdessen wird lieber polemisch getrommelt (BTW: Ich halte aus demokratischer Sicht nichts von Herrn Erdogan!). Aber dieses Trommeln lenkt so herrlich ab. Nämlich von dem, was für uns “hier unten” von unmittelbarer Wichtigkeit ist. Daher kommen hier mal wieder ein paar der Nachrichten, die lieber verdrängt werden. Weil sie über unhaltbare Zustände in Deutschland berichten – also über das, was “uns hier unten” unmittelbar betrifft. Teil 328 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Ist es nicht wirklich bemerkenswert? Unser Binnenmarkt ist quasi im Arsch. Weil die Leute kein Geld zum Kaufen haben. Gekauft wird überwiegend auf Pump; Kreditkarten machen’s ja so einfach. Warum haben die Leute kein Geld? Weil Reiche das horten, Zitat Merkel: “Die Wirtschaft dient uns allen.” Tatsächlich sieht es aber so aus, dass die arbeitenden Menschen verarmen. Das ist der EU aufgefallen. Das ist dem IWF aufgefallen. Bloß unseren Politikern ist das noch nicht aufgefallen. Die veröffentlichen alle paar Jahre Armutsberichte, in denen dann um jedes einzelne Wort gefeilscht wird – mit dem Ziel, die Armut schönzureden und zu zerreden. Denn zuzugeben, dass durch und durch verfehlte Sozialpolitik die Ursache des Übels ist, hieße ja auch zuzugeben, dass die überbezahlten Politclowns durch ihre Inkompetenz und Realitätsferne für eben diese Verhältnisse gesorgt haben. Ja, verdammt nochmal, dann gebt das doch endlich mal zu und werdet im Sinne eurer Wähler tätig! Doch ehe das passiert haben die Menschen wahrscheinlich schon den Mars dauerhaft besiedelt. Jetzt gibt’s wieder einen Armutsbericht. Das die Menschen verarmt sind, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Und was machen unsere vermeintlichen “Volksvertreter”? Sie reden sich das schön, zensieren es und lassen sich dafür obendrein von den vorsätzlch Verarmten auch noch fürstlich bezahlen. Das kotzt mich an, aber sowas von …! Teil 327 dieser Meldungen ist HIER zu finden.