Wissenschaft

Ich habe mal wieder die Wissenschaftsmeldungen durchforstet und da waren einige hochinteressante Sachen mit dabei. Eine (wie immer rein subjektive) Auswahl davon, nämlich zehn Meldungen, stelle ich euch hier mal vor. Teil 48 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Medizin: Universale Waffe gegen Ebola-, MERS- und Sars-Erreger?
Es wäre schön, wenn daraus wirklich etwas Verwertbares entstehen könnte, nämlich eine Behandlungsmöglichkeit. Doch so etwas erfordert normalerweise Jahrzehnte an Entwicklungsarbeit und das Sagen haben heute die Wirtschaftler, die schnelles Geld sehen wollen.

Psychologie: Studie: Sex trainiert Gehirn wie Sudoku
Also, vor die Wahl gestellt würde ich dann ganz sicher kein Sudoku und keine Kreuzworträtsel wählen! ;)

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Unter Apoptose versteht man einen so genannten “Zellselbstmord”. Das ist eine sehr sinnvolle Einrichtung der Natur, denn dadurch wird einerseits die Vermehrung von Gewebszellen gestoppt und andererseits werden nicht mehr benötigte Zellen aus dem Organismus entfernt. Letzteres spielt insbesondere bei der Regeneration (Verjüngung) des Gewebes eine wichtige Rolle. Für die Entdeckung der Apoptose wurde 2002 der Medzin-Nobelpreis an Forscher aus Großbritannien und den USA verliehen. Alle unsere Körperzellen verfügen über so ein Apoptose-Programm. Fast alle … außer: Krebszellen! Die sind entartet. Die vermehren sich ungehemmt weiter, wodurch es zum Wuchern des Krebses kommt.

Unsere Welt ist heute ein global vernetztes System. Ganz wichtig ist es daher, bei allem, was man tut, über den eigenen und nur allzu nahe liegenden Tellerrand hinaus zu schauen und sich die Konsequenzen der eigenen Handlungen klar zu machen. Leider scheint es, als verblöde die Menschheit zusehends und als rücke besagter Tellerrand, über den man aufgrund der Verblödung nicht (mehr) hinaus zu sehen vermag, immer näher an den Verursacher heran. So lange das keine Entscheidungsträger betrifft, mag das noch akzeptabel sein. Wenn aber so eine Dumpfbacke zum Präsidenten einer Großmacht aufsteigt (ich möchte hier keine Namen nennen) und mit seinen Fehlentscheidungen nicht nur seinem Volk schadet, sondern auch anderen Völkern und den noch kommenden Generationen, dann gräbt sich der Homo sapiens sein eigenes Grab. Die Wissenschaft kann in solchen Fällen noch so kreativ sein und noch so unheimlich viele Neuerungen erfinden: Sie bleibt immer dazu verurteilt, an den Symptomen herumzudoktern und vermag die Ursache nicht zu fassen. Teil 47 der Science News ist HIER zu finden.

Im vergangenen Monat hatte ich hier im Blog keine Science News. Nicht etwa, weil es diesbezüglich nichts zu berichten gegeben hätte. Ganz im Gegenteil sogar. Ich hatte bloß zuviel um die Ohren, um den einzelnen Meldungen nachgehen zu können. Oder kurz: Ich hatte schlicht keine Zeit. Der Grund ist simpel: Seit fünf Wochen im Fahrdienst, allerdings mit Unterbrechungen. Während der Unterbrechungen riefen der Garten und die drei Pflegefälle. Aber jetzt geht es mit den Wissenschaftsmeldungen weiter. Teil 46 der Science News ist HIER zu finden.

Medizin: Weichmacher können Asthma fördern
Das würde einiges erklären, zumal Phthalate in so ziemlich jedem verformbaren Plastik zu finden sind, vom Wasserrohr bis hin zur Tupperdose.

chemrad

Im Beitrag über die Kompetenzen scheine ich mich missverständlich ausgedrückt zu haben, als ich das Fachwissen über die Kompetenz, besagtes Fachwissen erwerben zu können, stellte. Das Wichtigste an der ganzen Sache ist nämlich das Denken in Zusammenhängen. Das aber ist m. E. ohne vorhandenes Fachwissen nicht machbar. Ich will einmal versuchen, das am Beispiel der Chemie darzustellen, und zwar gleich aus zwei Gründen: Weil ich selbst eine chemische Ausbildung genossen sowie über ein Vierteljahrhundert lang in dem Beruf gearbeitet habe und weil in meinem entfernteren Bekanntenkreis zwei angehende Chemieingenieure ihr Studium abbrachen, weil es ihnen zu schwierig wurde. Sie hatten die Komplexität der Materie schlichtweg unterschätzt. Von der Schule her weiß man: “Chemie ist, wenn es knallt und stinkt!” Leider verhält es nicht annähernd so einfach.

Vorsicht, denn heute kommt wieder einmal ein Fachbeitrag! Aber einer, den vielleicht jeder irgendwie und irgendwann mal gebrauchen kann und der mir persönlich am Herzen liegt, weil ich diese Methodik für schlichtweg genial halte. Im Beitrag über die “Statistik einmal anders” hatte ich ja als Stichwort bereits die “Faktorenversuchsplanung” genannt. Was ist damit gemeint? Um es mal in aller Kürze und in aller Deutlichkeit auszudrücken: Arbeits- und Kostenerleichterung. Jedem dürfte klar sein, dass man herkömmliche Versuche – ganz gleich in welcher Wissenschaft oder Branche – so aufbauen kann, dass man von Versuch zu Versuch immer nur einen der beteiligten Parameter verändert. Aus der Differenz beider Versuchsergebnisse ergibt sich dann der Einfluss des betreffenden Parameters. Anders ausgedrückt: Kocht die Hühner-Nudelsuppe einmal mit und einmal ohne Carolina Reaper. Der RTW-Einsatz bei Nicht-Chiliheads macht dann den Unterschied und damit den Einfluss des Parameters “Carolina Reaper” aus. Diese Art von Versuch kennt jeder, denn das ist die Standardvorgehensweise: Der so genannte “Einfaktorenversuch”.

Mal so ein Beitrag zur Verbesserung des Allgemeinwissens, in dem es um ein paar eher weniger bekannte Grundlagen geht: Statistik ist ja als die Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationen definiert. Ich habe früher im Rahmen der chemischen Forschung sowie der Qualitätskontrolle sehr viel mit Statistik gearbeitet. Wenn man heute – wie es von offizieller Seite gerne gemacht wird – der Bevölkerung Statistiken präsentiert, dann wird dabei allerdings liebend gerne auf eine unbedingt erforderliche Differenzierung verzichtet und man beschränkt sich gar nicht mal selten auf im Grunde genommen ungeeignete Verfahren. Simples Beispiel für den letztgenannten Fall: “Deutschland geht es gut!” Denn im Mittel (wissenschaftlich Median genannt) besitzt jeder Deutsche ein paar Tausend Euro. Also, entweder bin ich dann kein Deutscher oder aber es ist etwas an den offiziellen Beteuerungen oberfaul. Es ist tatsächlich was oberfaul. Man hat dabei nämlich die Reichtumsverteilung außer Acht gelassen. Entspricht diese Verteilung einer Glockenkurve (auch Normalverteilung oder Gauss-Kurve genannt), dann können die mathematischen Methoden der so genannten deskriptiven sowie der induktiven Statistik angewandt werden. D. h. man bestimmt Mittelwert, Standardabweichung, Varianz etc. und rechnet die an einer Stichprobe ermittelten Daten auf das Ganze hoch.

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