Satire

(Zugegeben – das, was jetzt kommt, ist nicht ganz ernst gemeint. Die Geschichte ist auch etwas schwarz und böse. Aber ich habe jeden einzelnen dieser Vorfälle bereits live erlebt. Bloß eben noch nicht alle zusammen. Insofern ist die folgende Story nicht wirklich repräsentativ. Aber sie zeigt durchaus die Richtung, in die es geht. Und die stimmt irgendwie schon. ;) )
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Morgens auf dem Land

hoelle

Es ist Sommer in Norddeutschland. Der Blick nach draußen: Hat aufgehört! Die Sonne scheint sogar schon seit ein paar Stunden – welch’ seltener Anblick! – und der Rasen ist zwar nicht wirklich, aber doch so halbwegs trocken. Binnen der vergangenen Tage hat man dem Gras ja nur beim Wachsen zusehen können und das erfolgte erheblich schneller, als Politiker auf dringende Probleme reagieren. Jetzt ist der Rasen verdammt hoch. Hmm… – mähen oder doch lieber gleich Schafe kaufen? Letztere machen allerdings auch vor den Blumenbeeten, den Erdbeeren, den Bohnen und den Gurken nicht halt. Folglich bleibt nichts anderes als das Mähen übrig. Dazu wird der Rasenmäher benötigt. Diese Ausgeburt der Hölle hat aber schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und damit die vorprogrammierte Produktlebensdauer von zwei Jahren – die Wirtschaft nützt uns eben allen! – längst überschritten.

fifasch

Mir ist da ein Zeitvertreib für verregnete Urlaubstage eingefallen, und zwar ein Gesellschaftsspiel für 2-5 Mitspieler von 6 bis 96 Jahren – also ganz egal ob jung oder alt. Das Spiel kostet gar nichts und kann daher von jedermann gespielt werden. Das Schöne dabei: Es funktioniert gänzlich ohne Strom und kann auch bei Stromausfall und somit jederzeit und überall durchgeführt werden. Außerdem lernt ihr dabei auch noch etwas Wichtiges über das Thema “Wirtschaft”, denn das Spiel orientiert sich an dem alten Sprichwort “der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen” und folgt dem Grundsatz “Geld kommt zu Geld“: Es ist somit total realistisch und gründet sich wirklich auf allereinfachste Spielregeln! Zunächst zum

Halo! Isch kome auß där Tsukunvd unnt wollde misch miet äusch mahl üba Bildunck underhaldn. Di Rächdschraypunck is ya nuhn woll tottal imm Aasch! Nichd mahl di NSA kan di doidsche Schbrache mär endsivvern. Di Tseidungn sient fol fonn aldernadievn Facktn un där Duhdn had lenksd kappitullirt. Dih imm Duhdn angävürtn aldernadievn Schraypwaisn habn dass Wärk auv dän Ummvanck där Ännzeglobedia Brüdanigga annwachsn lasen. Di Zaichnsädsunck follkt ainer ausgeglügelden mattemadischn Monde-Karlo-Simmulation, Gramadick iest ain Vrämdwot gewoden unnt rächnän kan sofieso kaumm ainer. Aussa denn Kopfrächnen-Olümpiateilnemern. Musde daß würklich ales sain?

vatertag1

Vatertag. Das Tatü-Tata der RTWs und KTWs ist schon am Vormittag zu hören. Gröhlende Horden ziehen durch Ortschaft, Feldmark und Wald. War es früher nur der Bollerwagen mit obligatem Bierfässchen, der gezogen wurde, so muss es heute der kleine Gummiwagen mit aufgesetzter Brauerei und einer Musikanlage sein, die als bodengestützte Schallwaffe eigentlich schon unter die Kriegswaffengesetzgebung fällt. Zu allem Überfluss dröhnt aus den Lautsprechern dann auch noch Helene Fischer. Das ist so eine Art von fortgeschrittener Survival-Übung, denn wem davon nicht schlecht wird, der kann wirklich was vertragen! Die Meisten können es nicht und so benötigt man auch keine speziellen Kenntnisse des Spurenlesens, um anhand der Kotzspuren den Weg der Väter in spe nachvollziehen zu können.

automarder

Der Automarder (lat. Martes carpentum), von Biologen fälschlicherweise auch manchmal als “Steinmarder” bezeichnet, ist eine relativ junge Tierart, entstanden erst nach der Erfindung des ersten und von Carl Benz erbauten Automobils mit Verbrennungsmotor im Jahr 1886. Allerdings stammt der Automarder ursprünglich vom Steinmarder ab und kann daher sehr leicht mit dem Letztgenannten verwechselt werden. Wie schon der Steinmarder so erreicht auch der Automarder eine Kopfrumpflänge von 40 bis 54 Zentimetern zzgl. einer Schwanzlänge von 22 bis 30 Zentimetern und ein Gewicht von 1,1 bis 2,3 Kilogramm. Der Automarder ist im Gegensatz zum Steinmarder allerdings hyperaktiv, so dass man ihn auch tagsüber häufiger zu Gesicht bekommt. Anlässlich solcher Gelegenheiten bemerkt der aufmerksame Beobachter dann auch die Unterschiede gegenüber dem Steinmarder, nämlich partiell eine dunkle und an Öl oder Schmierstoffe erinnernde Fellzeichnung. Diese Flecken sind ganz im Gegensatz zum Steinmarder ausschließlich beim Automarder zu finden.

selbstfahrer1

Heute mal wieder eine kleine, rein fiktive Geschichte aus einer vielleicht gar nicht mal allzu fernen Zukunft. Selbstfahrende Autos sind ja schwer im Kommen. Was sind selbstfahrende Autos? Im Grunde genommen handelt es sich dabei um motorisierte und mit zig Sensoren ausgestattete Computer, die dem Dumpfdödel beim Fahren das Gehirn ersetzen sollen. Nur ist das mit Computern eben manchmal so eine Sache. Meiner bspw. geht jetzt ins siebente Jahr und hat mir mit seinem Rummucken in den vergangenen Wochen ein paar graue Haare mehr beschert. Übertragen wir das jetzt mal auf das selbstfahrende Auto … (ja, meine eigenen, schlechten Erfahrungen mit Navis sind dabei auch mit eingeflossen!). Die Geschichte – zugegeben, ich habe da bei “Der kleine Dachschaden” etwas abgeguckt – ist selbstverständlich nicht ganz ernst zu nehmen und ich wünsche gute Unterhaltung!
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