Arbeitswelt

urstaat

Weil es in der “metallzeitung Juni 2017″ auf S. 22 thematisiert wurde und ich denke, dass es von allgemeinem Interesse sein könnte: Darf hier in der BRD (Bananen Republik Deutschland) ein Arbeitgeber einen Bewerbercheck im Internet (im neudeutschen Managerjargon als “Pre-Employment Screening” oder als “Background Check” bezeichnet) durchführen? Jein. Was in den USA und in GB gang und gäbe ist, fällt hier in eine juristische Grauzone, für die §3 und §32 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) zuständig ist. Was er darf: Er darf reguläre Suchmaschinen sowie berufsorientierte Netzwerke wie “Xing” oder “LinkedIn” für derartige Recherchen heranziehen. Für Bewerber kann es daher von Vorteil sein, rechtzeitig entsprechend präparierte Internetseiten quasi zur Eigenwerbung zu schalten. Allerdings bedingt das selbstverständlich auch, dass der Betreffende tunlichst mit seiner Meinung hinter dem Berg zu halten hat. Was der potenzielle Arbeitgeber hingegen nicht darf: Er darf sich nicht in sozialen Medien wie bspw. bei Facebook als Freund ausgeben, um Kenntnisse über private Details zu erlangen, denn das verletzt die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen. Das hindert den Spitzel selbstverständlich aber nicht daran, ausländische Firmen zu beauftragen, die exakt eben derartige Recherchen als Dienstleistung anbieten.

nahlesbge

“Klasse, Geschlecht und Ethnie fusionieren am unteren Ende der Abstiegsgesellschaft zu einem Konglomerat von Unterdrückungs- und Ausbeutungsmechanismen.”
(Der Wissenschaftler Oliver Nachtwey in seinem Buch “Die Abstiegsgesellschaft“.)

Aktenordner mit der Beschriftung Seminare und Weiterbildung

Heute mal wieder so ein kleiner Erfahrungsbericht nebst einiger kritischer Anmerkungen, wobei es um die vielbeschworene Qualifizierung von Arbeitnehmern geht. Die Notwendigkeit einer solchen Qualifizierung wird ja seitens unserer Politik und Wirtschaft immer wieder betont, so bspw. nachzulesen unter “SPD setzt auf Qualifizierung“. Doch verhält es sich wirklich so? Ist Qualifizierung tatsächlich erwünscht und erforderlich oder die Forderung danach nicht vielleicht doch nur weltfremd und somit heiße Luft? So aus eigener Erfahrung heraus kann ich sagen, dass Qualifizierung bis zum Anfang der 1990er Jahre tatsächlich sinnvoll war. Danach allerdings und heute …

h4verzicht1

Der NDR brachte kürzlich den Beitrag “Zu stolz für die Stütze – Warum Menschen auf Hartz IV verzichten“. Der Tenor dieses Beitrages, so scheint es mir, ist darin zu sehen, dass diejenigen, die auf H4 verzichten, als Menschen mit falschem Stolz dargestellt werden. Das nun aber ist etwas, was ich absolut NICHT nachzuvollziehen vermag. Vielmehr drängt sich mir – wobei meine ureigenen und ganz persönichen Erfahrungen mit der H4-Mafia (denn um etwas anderes handelt es sich m. E. nicht) den Ausschlag geben – der Eindruck auf, dass hier Reporter zugange gewesen sind, die alles nur vom Hörensagen kennen und glauben, es aus diesem Blickwinkel heraus auch bestens beurteilen zu können. So gesehen ist der betreffende Beitrag eigentlich nichts weiter als eines der zahllosen Puzzlesteine im Rahmen der allgegenwärtigen Gehirnwäsche seitens kontrollierter und gesteuerter Massenmedien.

ordnung

Wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen!” lautet eine alte Volksweisheit. Das Suchen vermeidet man, wenn man sich an ein ebenso altes Sprichwort hält: “Ordnung ist das halbe Leben!” Und um Ordnung soll es in diesem Beitrag, der sich ursächlich an diejenigen richtet, die gerade ihre ersten Schritte in Richtung Berufsleben machen, auch gehen. Denn da kommen Sachen, auf die einen in der Schule niemand vorbereitet hat: Versicherungen, Gehaltsabrechnungen, Steuererklärungen, Meldungen zur Sozialversicherung, Arbeitsverträge usw. Wohin mit dem ganzen Kram? Wie sortiert man das? Was braucht man wie lange?

Demokratie ist nicht, wenn Politiker Entscheidungen treffen.
Demokratie ist, wenn Politiker die Entscheidungen des Volkes umsetzen!

frkap1

Vorsicht, sehr langer Beitrag! Es gibt immer wieder Diskussionen um Minijobs. Ich persönlich vertrete den Standpunkt, dass wir Minijobs nicht brauchen und stattdessen mit SV-pflichtigen Festanstellungen sehr viel besser bedient wären, zumal dann wenigstens etwas in die Renten- und Sozialkassen rein käme. Wer heute einen Minijob macht und nicht Familien-KV-versichert ist, der reicht das erarbeitete Geld praktisch an seine Krankenversicherung durch, weil er sich selbst versichern muss. Das aber wissen offensichtlich die meisten Leute nicht. Sicher, der Betreffende kann ja mit H4 aufstocken. Doch nur, um sich dann fertig machen zu lassen. Untertanenknechtung und -disziplinierung wird dabei ja ganz groß geschrieben; wer braucht schon mündige Bürger? Das Aufstocken aber ist nichts anderes als ein verstecktes Subventionieren von Arbeitgebern mit ansonsten nicht tragfähigen Geschäftskonzepten: Die “Eliten” sorgen schon dafür, dass sie ganz oben bleiben!

diskrepanz1

Freut euch – wir nähern uns mit Riesenschritten der Vollbeschäftigung! Denn die Bundesagentur für Arbeit meldet nur noch rund 2,5 Millionen Arbeitslose (wobei sie ca. 1 Million dezent unter den Tisch fallen lässt). Bemerkenswert dabei ist allerdings, dass das Statistische Bundesamt von 8 Millionen H4-Empfängern – das wäre etwa jeder Zehnte – spricht. Was für eine Diskrepanz! D. h. die Anzahl der H4-Empfänger verhält sich proportional zur Anzahl der arbeitenden Menschen. Na, merkt ihr was? Das bedeutet nämlich zugleich auch nicht mehr und nicht weniger, als dass immer mehr Menschen arm durch Arbeit werden (also Dumpinglöhne erhalten) und daher zum Aufstocken gezwungen sind. Und was ist Aufstocken in Verbindung mit Dumpinglöhnen? Das ist nichts anderes als das versteckte Subventionieren von Arbeitgebern mit nicht tragfähigem Geschäftskonzept durch die Hintertür. Also das ungerechtfertigte und unbegründete Begünstigen von Ausbeutern zulasten der arbeitenden Bevölkerung.

Counterize

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