EBV

Meine Große hatte Bilder von ihrer China-Reise rübergeschickt – Danke Anke! – und ich wollte mir die auf die Platte ziehen. Bloß eben … – 6000*4000px unkomprimiert als JPG und davon ganz, ganz viele Bilder: Mein Speicherplatz! Ein gutes, halbes Gigabyte … Aber aufheben wollte ich mir die Fotos doch. Was also tun? Rumprobieren! Wenn man JPGs auf 80% komprimiert, dann macht sich das hinsichtlich des Speicherplatzbedarfs schon überdeutlich bemerkbar. Die Verluste sieht man noch nicht und nachbearbeiten lassen sich derartige Aufnahmen auch noch; insofern sind die 80% ein ganz guter Kompromiss. Nur schrie die schiere Menge der Fotos förmlich nach einer Batchverarbeitung. Womit? Mal sehen … IrfanView (läuft per WinE auch unter Linux und ist portable Freeware für Windows) sollte eigentlich sowas können. Bloß wie? Geht ganz einfach! Hier ist also mal der kleine Trick für alle die, die es interessiert.

Wieder einmal nur so eine leicht schräge Idee: Was wäre wenn man ein Foto nimmt, davon die Farbkurven ordentlich verzerrt und anschließend Original und Fälschung zu einem Pseudo-HDR zusammenfügt? Ich hab’s einfach mal ausprobiert; nur eine Sache von Minuten. Das Ergebnis ist eine unwirklich-mystische Landschaft. Derartige Bilder eignen sich möglicherweise für die Cover von CDs oder Büchern. Aber da ein Bild mehr als tausend Worte sagt, hier mal das Bildbeispiel.

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Die unbearbeitete Originalaufnahme.

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Die Fälschung: Gleiche Aufnahme mit mittels Photoscape ordentlich verzerrten Farbkurven. Zum Verzerren der Farbkurven kann man prinzipiell so ziemlich jede Bildbearbeitung nehmen.

Vorhin, so kurz nach Sonnenuntergang, gab es mal wieder ein schönes Farbenspiel am Himmel. Bin ich also trotz der Dämmerung rauf auf’s Dach und habe mal eben schnell ein paar Fotos geschossen. Dabei kam mir eine Idee: Kann man eigentlich auch HDR-Panoramen machen? Zumindest mit dem Pseudo-HDR-Verfahren müsste das doch eigentlich hinhauen. Und genau das probierte ich dann mal aus. Kurzum: Es funktioniert! Die ersten beiden Aufnahmen in diesem Beitrag sind derartige Panos. Zusammengesetzt aus jeweils drei Einzelbildern mit MS-ICE, anschließend mit Photoscape und JPG Illuminator bearbeitet und zuletzt mittels easyHDR (alles Freeware für Windows) zum Pseudo-HDR zusammengefügt: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab! Ach ja, das dritte Bild: Das ist ein normales Pseudo-HDR und entstand ungefähr ‘ne Stunde später vom Balkon aus.

Ich muss zugeben, dass mich die Faszination HDR ergriffen hat: HDR-Fotos sind ein herrliches Spielzeug! In den vergangenen Wochen habe ich immer mal wieder das eine oder andere, ältere Bild zum Pseudo-HDR umgearbeitet. Die Vorgehensweise dabei war immer gleich: Einmal das Originalbild und einmal dessen Bearbeitung mittels JPG Illuminator, zum HDR zusammen gefügt mit easyHDR: Farbakzente gegen das Einheitsgrau trüber (und viel zu früher) Herbsttage, immer mal so zwischendurch quasi zwischen Tür und Angel entstanden. Na ja, der so genannte “goldene Oktober” soll ja noch kommen. Warten wir’s mal ab. Immerhin ist der Nieselregen schonmal wärmer geworden. Jedenfalls: Ein paar der Ergebnisse meiner Bildbasteleien will ich euch nicht vorenthalten, einfach nur mal so zum Zeigen und Schauen. Es handelt sich um zehn Bilder. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Manchmal – insbesondere bei raschen Abläufen – kommt man mit Fotos nicht weiter. Einfach deswegen, weil’s zu schnell geht. Dann kann man filmen. Anschließend hat man ein Video. Aus dem lassen sich per Schnappschuss Einzelbilder entnehmen, aber das kann zum ziemlich zeitaufwändigen Glücksspiel ausarten. Ich habe diese Erfahrung ja nun schon häufiger bei der Fotografie von Blitzen gemacht. Wäre es nicht einfacher, wenn man mit irgendeinem Software-Tool automatisch alle Bilder aus einem Video extrahiert und sich hinterher nur die paar Aufnahmen raussucht, die man wirklich haben will und anschließend den Rest gleich wieder löscht? Eigentlich müsste das doch gehen … – und so machte ich mich auf die Suche nach entsprechenden Tools. Ich fand einige, allerdings basierten die wieder überwiegend auf der mühsamen Schnappschuss-Technik.

Wenn es draußen regnet, dann ist es genau die richtige Zeit, um drinnen mal was auszuprobieren. Ausprobiert habe ich Pseudo-HDR-Bilder (immer mal so zwischendurch in einer ruhigen Minute). D. h. es wurde das Originalbild genommen, mit Photoscape dessen Farbkurve leicht verzerrt oder aber alternativ das Bild mit JPG Illuminator bearbeitet und das dann als Kopie abgespeichert. Mittels easyHDR erfolgte anschließend das Zusammensetzen beider Bilder zum Pseudo-HDR-Bild nebst HDR-Bearbeitung. Die Ergebnisse sind – na ja – auf jeden Fall schonmal schön bunt. Das die unecht aussehen braucht mir auch niemand zu sagen. Aber irgendwie reizvoll sind solche Aufnahmen aufgrund ihrer Plastizität allemal, zumal man damit dem Strand auf Fehmarn sogar einen gewissen Südsee-Look verleihen kann (fehlen nur noch die Palmen). Dabei musste ich feststellen, dass sich längst nicht jedes Bild auch für diese Verfremdung eignet. Zunächst einmal ist eine Auswahl dahingehend zu treffen, als dass Wolken- und Wasserstrukturen die Motive bilden. Damit kann man es versuchen. Dennoch ist erfahrungsgemäß etwa jedes vierte so bearbeitete Bild ein Fall für die Tonne. Wer’s nachmachen will: S. o., geht ganz einfach! Hier sind mal zehn Aufnahmen aus der Kategorie “Farbtupfer an einem grauen Tag”. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Der Kontrastumfang – u. d. h. der Helligkeitsbereich von sehr dunklen bis hin zu sehr hellen Flächen – von Bildern einer Digitalkamera kann mit dem Kontrastumfang der Netzhautabbildung im menschlichen Auge nicht konkurrieren. Knallige Farben und ein dramatischer Bildeindruck bleiben daher beim normalen Foto (auch LDR-Foto genannt) leider nur allzu oft auf der Strecke. HDR (das steht für High Dynamic Range) wirkt dem entgegen, indem ein Fotos aus mehreren, i. d. R. unterschiedlich belichteten, Aufnahmen zusammengesetzt wird, um ein hohes Kontrastverhältnis künstlich herzustellen. So ein Bild erhält einen beeindruckenden, allerdings auch unnatürlich plastisch erscheinenden Look. Die Grenze zwischen bunt und interessant zu treffen ist dabei eine Gratwanderung. HDR-Fotos sind aber, sparsam eingesetzt, wie das Salz in der Suppe.

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