EBV

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Hin und wieder mache ich aus meinen Fotos ja Diashows. Hin und wieder präsentiere ich die auch vor Publikum, mitunter öffentlich. Bislang ist so etwas immer recht gut angekommen – nicht zuletzt deswegen, weil in eine ordentliche Diashow auch ordentlich Arbeit investiert werden muss. Dazu gab’s HIER und HIER ja schonmal ein paar Anmerkungen. Kürzlich habe ich mir dann eine so genannte “Diashow” mit Urlaubsbildern von Bekannten antun müssen: WÜRG! Die Bilder schief, Suchbilder, keine Ausschnitte, vermasselte Aufnahmen, lieblos-langweilige Aneinanderreihung von Geknipse, flaue Farben, Belichtung war Glückssache, der “Goldene Schnitt” war unbekannt, keinerlei Beschriftungen, dafür aber umso mehr sinnfreies Gelabere … Nee, echt jetzt: Diashow geht wirklich anders! Wie anders, das will ich hier noch einmal ergänzend zu den beiden oben verlinkten Beiträgen Schritt für Schritt darlegen, damit es auch verständlich wird.

Mit der Bildschärfe ist das ja immer so eine Sache. Gerade bei der Tierfotografie muss es i. d. R. sehr schnell gehen. Da bleibt nicht viel Zeit, um die Kamera großartig einzustellen. Ich meine, welcher vorbeifliegende Vogel bleibt schon so lange in der Luft stehen, bis man die Knipskiste scharfgestellt hat? Oder welcher Waschbär unterbricht seine Flucht vor der Waschbärenscheuche so lange, bis der Fotograf endlich soweit ist? Das Ergebnis sind verwackelte oder unscharfe Bilder. Man kann dieses Problem halbwegs minimieren, wenn man sich mit justierter Kamera in den Schärfenbereich hinein bewegt. Aber auch das erfordert viel Übung und gerät schnell zum Glücksspiel. Hinterher hat man dann vielleicht fünf Fotos, von denen wenigstens eins scharf ist. Aber auf den anderen vier Bildern ist das Motiv besser drauf oder mehr Action zu sehen oder so: Bähhh!

Die Fotos aus dem vorausgegangenen Beitrag verführen zum “Spielen”. Und zwar zum Spielen in Form von Überlagerungen, um mehrere Blitze auf ein und das gleiche Bild zu bekommen. Ich habe das mit GIMP mal ausprobiert. Möglich ist die Überlagerung ohnehin nur deswegen, weil alle Fotos mit Stativ aufgenommen exakt den gleichen Ausschnitt zeigen und sich der Wind dabei doch (noch) sehr in Grenzen hielt, so dass Unschärfen aufgrund von Windbewegungen auch weitestgehend ausgeschlossen sind. Für die Überlagerung wurden drei Fotos mit besonders gelungen Blitzen ausgewählt. Diese Bilder mussten zunächst im Originalformat (denn nur dann funktioniert die spätere Überlagerung wirklich perfekt) hinsichtlich Ausleuchtung, Sättigung, Kontrast usw. optimiert werden. Das geschah mittels JPG Illuminator. Erst dadurch stand das Rohmaterial zur Überlagerung zur Verfügung.

Ich habe da so fotomäßig mal wieder was ausprobiert, was zwar noch nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist, aber leicht unscharfe Fotos vielleicht doch noch zu retten vermag. Unschärfen passieren bei Makroaufnahmen ja unheimlich schnell. Da stellte sich die Frage: Kann man das vielleicht auch ohne Dekonvolution (wie sie bspw. mit “Image Analyzer” oder “SmartDeblur” machbar ist) noch halbwegs durch nachträgliche Schärfespielereien korrigieren? Versuch macht bekanntlich kluch … – und in Grenzen scheint mir das durchaus machbar zu sein. Es hängt aber mit Sicherheit auch vom jeweiligen Bild ab. Wobei: Das Bild wird nicht besser. Aber das Auge wird getäuscht.

Mal wieder – in einer schwer erkämpften stillen Stunde – was ausprobiert. Was geschieht eigentlich, wenn man in einem x-beliebigen Grafikprogramm ein vorhandenes Bild nimmt und sich dann hemmungslos mit den Farbeinstellungen (keine Filter!) austobt? Geht so: Zuerst natürlich das Foto aufnehmen. Anschließend ganz normal hinsichtlich Helligkeit, Kontrast, Schärfe, Sättigung, Bildauschnitt usw. bearbeiten. Normalerweise wäre die Aufnahme jetzt fertig. Es folgt das Austoben: Invertierung, Gammakorrektur, Kurvenverzerrung usw., je nach Bild unterschiedlich. Dabei rausgekommen sind im Falle des vorliegenden Versuchs ein paar – wie ich finde – ganz interessant aussehende Farbkleckse.

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Retuschierarbeiten bei Fotos sind nicht ohne, vor allem dann, wenn man Feinheiten berücksichtigen will. Bei kleinen Artefakten im Bild – d. h. kleinen Bildteilen, die man nicht haben will, funktioniert das mit dem Bildstempel noch einigermaßen. Bei größeren Objekten ist das aber eine langwierige Arbeit für einen, der Mutter und Vater erschlagen hat. Für spezielle Artefakte – Drähte, Leitungen, Unreinheiten auf der Haut usw. – existieren etliche 8bf-Photoshop-Plugins (die sich ja bekanntlich zum überwiegenden Teil auch in andere Grafikprogramme einbinden lassen), mit denen sich so etwas beseitigen lässt. Nur eben hatte ich bis jetzt vergeblich nach einem allgemein einsetzbaren Tool gesucht. Bis heute. Da fand ich die Freeware “WireWorm” bei Chip. Nicht gerade neu, weiß ich. Das Tool kommt, wenn man “Manuelle Installation” wählt, als ZIP-Archiv. Einfach entpacken. Benötigt werden nun lediglich die beiden Dateien “wireworm.8bf” (das eigentliche Programm) sowie “wireworm.chm” (die Bedienungsanleitung). Die schiebt man in den Ordner, in dem man seine 8bf-Filtersammlung vorhält. Was kann das Tool? Das lässt sich anhand der drei folgenden Aufnahmen beurteilen.

Manchmal macht es einfach Spaß, so genannte Blickfänge zu konstruieren. Hin undwieder mache ich das ja auch – bloß beschrieben habe ich offensichtlich noch nicht, wie das geht. Das wird jetzt nachgeholt. Blickfänge zu konstruieren lässt sich mit Hilfe einer simplen Bildmontage recht leicht bewerkstelligen. Ihr braucht dazu
- ein Hintergrundbild, welches größer als das Vordergrundbild ist,
- ein Vordergrundbild, dessen Bildaussage möglichst im kompletten Gegensatz zum Hintergrundbild steht,
- ein Grafikprogramm (hier im Beispiel: GIMP, aber andere funktionieren fast genauso),
- etwas Geduld.
Das Vordergrundbild sollte dabei so beschaffen sein, dass sich ein Stück herausschneiden und durch das Hintergrundbild ersetzen lässt – also bspw. eine Öffnung, eine Höhle, Baumschlaufen, ein Durchgang oder irgend so etwas. Wie fängt man an? Zunächst sucht man die beiden Bilder aus. Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen Südseestrand (Google-Download) und um den zugefrorenen Langenfelder Wasserfall (eigene Aufnahme vom 12.02.2012).

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