Freeware

Es war einmal, vor langer, langer Zeit. Da flimmerten noch weiße oder grüne Schriftzeichen über einen ansonsten dunklen Bildschirm. Grafische Benutzeroberflächen gab es noch nicht und die Maus war noch nicht erfunden worden. Um ein Programm zu starten musste der Programmname auf der Kommandozeile eingetippt werden und dessen Bedienung erfolgte mit den Pfeiltasten, der Eingabe- und der Escape-Taste. Die Oldtimer unter meinen Lesern werden sich vielleicht noch daran erinnern; den Jüngeren unter meinen Lesern sei versichert, dass es das wirklich einmal gegeben hat. Das geschah zu einer Zeit, als man unter einem Betriebssystem noch DOS verstand. So vor gut einem Vierteljahrhundert allerdings erschien Windows auf der (Bildschirm-) Oberfläche und das langsame Sterben vom DOS begann. Ließen sich DOS-Programme noch unter Windows-XP-32bit-Maschinen starten, so hatte sich das spätestens mit Windows 7 und 64bit-Maschinen endgültig erledigt: DOS war tot!

portabel

Vorab: Alle folgenden Ausführungen beziehen sich, sofern nicht anders beschrieben, auf Windows! Ich betone ja immer wieder – so bspw. auch im vorausgegangen Beitrag – dass ich portable Software bevorzuge. Deswegen will ich darüber jetzt mal ein paar Worte verlieren. Doch blicken wir zwecks besseren Verständnisses zuerst einmal ganz weit zurück, nämlich auf die längst vergangenen DOS-Zeiten. Unter DOS gab es externe Programmbefehle. Der Programmbefehl war im Grunde genommen ein portables Programm. Das griff zwar auf das Betriebssystem DOS zu, doch machte es damit das, was seine Aufgabe war. Kombinierte man nun mehrere solcher Programme bzw. Programmbefehle zu einer leistungsfähigeren Software – bspw. durch Batchprogrammierung – dann wurden die in einem gemeinsamen Ordner untergebracht. Die Portablilität blieb bestehen. D. h. man konnte das 1:1 auf ein anderes DOS-System kopieren und dort lief es dann auch.

Virenscanner sind recht nützlich, mitunter aber auch voll ätzend. Es ist mir nämlich schon mehr als nur zwei- oder dreimal passiert, dass ein Virenscanner ein Programm ohne nähere Angabe von Gründen (die “heuristische Prüfung” akzeptiere ich nämlich nicht als Grund) aus dem Verkehr zieht. Und zwar so gründlich, dass weder die Wiederherstellung noch das Ausschließen von künftigen Scans möglich ist. Frei nach Johny Goethe: “Bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt – und mach’ dich kalt!” Zumeist handelt es sich dabei um Programme, welche einen klitzekleinen, vermeintlichen “Fehler” aufweisen, indem die einen mühsam aufgebrachten Kopierschutz – i. d. R. nicht mehr als eine Art von Kindersicherung – schlicht überlesen. Man kann solche Programme jahrelang problemlos verwenden – bis irgendwann der Scanner heimtückisch zuschlägt: Honi soit qui mal y pense (ein Schuft, wer Böses dabei denkt).

Es soll ja Fernseher geben, die 2D-Filme in Echtzeit in 3D-Filme umwandeln können: Gibt’s sowas auch für den Computer? Beim Stöbern im Netz bin ich auf die chinesische Windows-Freeware “QQPlayer” gestoßen, die auch für Android verfügbar ist. Wie der Player sich unter Android macht habe ich nicht ausprobiert. Die Windows-Version jedenfalls rechnet ein 2D-Video in Echtzeit in ein 3D-Anaglyphen-Video um. Die Software kommt als 31,4-MB-Installer und sitzt nach der Installation unter “Programme(x86)/Tencent”. Sie beansprucht knapp 110 MB an Plattenspeicher.

Manchmal ist es notwendig, eine PDF-Datei vor unbefugten Blicken zu schützen, bspw. dann, wenn man sie als rein privates eBook auf Handy oder Tablet vorhält. Ein probates Mittel dazu ist das Festlegen eines simplen Leseschutz-Kennwortes. Das lässt sich auch noch nachträglich (d. h. bei fertigen PDF-Dateien) mittels Windows-Freeware erledigen. Es gibt einige Programme, die sich dazu eignen. Ich persönlich bevorzuge dabei den “PDF-XChange Viewer“, der wahlweise als Installer oder als portable Version kommt. Um das System sauber zu halten, ist m. E. die portable Version zu empfehlen. Für den Kennwortschutz ist es aber egal, welche Version man nimmt und auch bereits die allerersten, uralten Versionen mindestens seit 2.5 unterstützen die Kennwortvergabe. Wie funktioniert das jetzt? Zuerst muss natürlich der PDF-XChange Viewer mal da – d. h. installiert – sein.

Der Download von WebM-Videos ist mit dem Video DownloadHelper ja zugegebenermaßen katastrophal. Soeckechen hatte kürzlich in einem Kommentar als Alternative den Video Downloader Professional vorgeschlagen. Den habe ich in der kostenlosen Version ausprobiert und leider funktioniert der trotz ausgiebiger Rumprobiererei bei mir nicht. Folglich ging die Suche weiter und nach ein paar Versuchen mit unterschiedlichen Downloadern bin ich schließlich bei “Youtube Download Plus” hängen geblieben: Dann eben anders! Und anders funktioniert dieses Addon für Firefox wirklich! Geht so: Zuerst in Firefox unter “Extras/ Add-ons” die Addon-Seite aufrufen. Dann im Suchfeld rechts oben “Youtube Download Plus” eingeben und auf der Trefferliste “Installieren” anklicken. Binnen Sekunden ist in der URL-Zeile ein Pfeil-nach-unten-Symbol vorhanden. So lange noch kein Video abgespielt wird, ist es grau hinterlegt. Man ruft nun Youtube mit dem gewünschten Video auf und das Symbol verfärbt sich rot.

Retuschierarbeiten bei Fotos sind nicht ohne, vor allem dann, wenn man Feinheiten berücksichtigen will. Bei kleinen Artefakten im Bild – d. h. kleinen Bildteilen, die man nicht haben will, funktioniert das mit dem Bildstempel noch einigermaßen. Bei größeren Objekten ist das aber eine langwierige Arbeit für einen, der Mutter und Vater erschlagen hat. Für spezielle Artefakte – Drähte, Leitungen, Unreinheiten auf der Haut usw. – existieren etliche 8bf-Photoshop-Plugins (die sich ja bekanntlich zum überwiegenden Teil auch in andere Grafikprogramme einbinden lassen), mit denen sich so etwas beseitigen lässt. Nur eben hatte ich bis jetzt vergeblich nach einem allgemein einsetzbaren Tool gesucht. Bis heute. Da fand ich die Freeware “WireWorm” bei Chip. Nicht gerade neu, weiß ich. Das Tool kommt, wenn man “Manuelle Installation” wählt, als ZIP-Archiv. Einfach entpacken. Benötigt werden nun lediglich die beiden Dateien “wireworm.8bf” (das eigentliche Programm) sowie “wireworm.chm” (die Bedienungsanleitung). Die schiebt man in den Ordner, in dem man seine 8bf-Filtersammlung vorhält. Was kann das Tool? Das lässt sich anhand der drei folgenden Aufnahmen beurteilen.