Freeware

Vorab muss ich klarstellen, dass ich selbst kein WhatsApp benutze. Denn es war das Vorrecht der alten griechischen Götter, nicht jederzeit für jedermann erreichbar zu sein und dieses Vorrecht beanspruche ich auch für mich selbst. Aber meine Frau und meine Töchter verwenden WhatsApp. Wenn ich so mitkriege, wie die ständig irgendwelche Nachrichten darüber abfragen oder beantworten, dann bin ich froh, mich nicht von so einer Nerv-App abhängig gemacht zu haben. Aber wenn meine bessere Hälfte nicht mehr weiter weiß, dann muss ich ran. Deswegen musste ich mich auch notgedrungen so halbwegs in WhatsApp einarbeiten. Sympathischer hat mir das die App allerdings auch nicht gemacht.

ntm

Android ist ja das wohl am meisten benutzte Betriebssystem auf Handys. Dieses Betriebssystem entwickelt sich beständig weiter – teils mit beängstigender Geschwindigkeit. Aber nicht jede Neuentwicklung dabei ist m. E. auch unbedingt ein Fortschritt: Das waren noch Zeiten, als der Taskmanager noch prominent sichtbar gleich ganz vorne auf dem Display prangte! Nach und nach geriet er dann immer weiter auf die Abschiebebank und inzwischen habe ich schon einige Smartphones erlebt, auf denen er trotz intensiver Suche unauffindbar geworden – und vielleicht gar nicht mehr da? – ist.

Wenn es draußen regnet, dann ist es genau die richtige Zeit, um drinnen mal was auszuprobieren. Ausprobiert habe ich Pseudo-HDR-Bilder (immer mal so zwischendurch in einer ruhigen Minute). D. h. es wurde das Originalbild genommen, mit Photoscape dessen Farbkurve leicht verzerrt oder aber alternativ das Bild mit JPG Illuminator bearbeitet und das dann als Kopie abgespeichert. Mittels easyHDR erfolgte anschließend das Zusammensetzen beider Bilder zum Pseudo-HDR-Bild nebst HDR-Bearbeitung. Die Ergebnisse sind – na ja – auf jeden Fall schonmal schön bunt. Das die unecht aussehen braucht mir auch niemand zu sagen. Aber irgendwie reizvoll sind solche Aufnahmen aufgrund ihrer Plastizität allemal, zumal man damit dem Strand auf Fehmarn sogar einen gewissen Südsee-Look verleihen kann (fehlen nur noch die Palmen). Dabei musste ich feststellen, dass sich längst nicht jedes Bild auch für diese Verfremdung eignet. Zunächst einmal ist eine Auswahl dahingehend zu treffen, als dass Wolken- und Wasserstrukturen die Motive bilden. Damit kann man es versuchen. Dennoch ist erfahrungsgemäß etwa jedes vierte so bearbeitete Bild ein Fall für die Tonne. Wer’s nachmachen will: S. o., geht ganz einfach! Hier sind mal zehn Aufnahmen aus der Kategorie “Farbtupfer an einem grauen Tag”. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Der Kontrastumfang – u. d. h. der Helligkeitsbereich von sehr dunklen bis hin zu sehr hellen Flächen – von Bildern einer Digitalkamera kann mit dem Kontrastumfang der Netzhautabbildung im menschlichen Auge nicht konkurrieren. Knallige Farben und ein dramatischer Bildeindruck bleiben daher beim normalen Foto (auch LDR-Foto genannt) leider nur allzu oft auf der Strecke. HDR (das steht für High Dynamic Range) wirkt dem entgegen, indem ein Fotos aus mehreren, i. d. R. unterschiedlich belichteten, Aufnahmen zusammengesetzt wird, um ein hohes Kontrastverhältnis künstlich herzustellen. So ein Bild erhält einen beeindruckenden, allerdings auch unnatürlich plastisch erscheinenden Look. Die Grenze zwischen bunt und interessant zu treffen ist dabei eine Gratwanderung. HDR-Fotos sind aber, sparsam eingesetzt, wie das Salz in der Suppe.

Wenn man zwei (oder mehr) deckungsgleiche Bilder hat, dann lassen sich aus denen mit Hilfe von Überlagerungstechniken wie z. B. HDR mitunter unglaubliche Effekte herauskitzeln. Zwei deckungsgleiche Bilder erhält man, wenn man ein statisches Motiv unter Verwendung eines feststehenden Stativs abfotografiert und die Aufnahmen dabei unmittelbar hintereinander macht. Ich habe schon Fotografen erlebt, die u. a. deswegen grundsätzlich ein Stativ mitschleppen. Mir ist das viel zuviel Aufwand (ein gutes Stativ ist irgendwo immer auch etwas sperrig und schwer), weswegen ich Freihandfotos bevorzuge. Nur manchmal brauche ich eben auch zwei dekungsgleiche Bilder. Mit der Freihand-Technik ist das nicht möglich. Doch man kann zwei unmittelbar hintereinander weg geschossene Aufnahmen des gleichen Motivs durchaus manuell deckungsgleich ausrichten. Wie das funktioniert will ich mal kurz anhand von der Freeware THE GIMP beschreiben. Es mag gut sein, dass es dazu noch andere (und einfachere) Verfahren gibt, doch die hier beschriebene Methode funktioniert immer und äußerst zuverlässig, sowohl unter Windows wie auch unter Linux.

Manchmal kommt man ja in die Verlegenheit, dass man ein Video haben möchte, es aber nur aus einzelnen Puzzleteilen besteht – bspw. so, wie längere Filme hin und wieder bei Youtube in Teil 1 bis Teil XY zerstückelt sind. Sofern bei den einzelnen Teilen das gleiche Videoformat vorliegt – also bspw. 720*544px mit gleicher Framerate – kann man unter Windows die portable Freeware Avidemux zum Verketten der Filmschnipsel verwenden. Besagte Schnipsel liegen vorzugsweise im AVI-Container vor (allerdings unterstützt Avidemux auch ein paar andere Container wie bspw. MP4, so dass es damit eigentlich auch funktionieren müsste – aber das habe ich nicht ausprobiert).

Bilder zerschneiden, auf elektronischem Wege – warum sollte man das tun? Es gibt zwei Gründe dafür, warum man manchmal nicht drumherum kommt. Einerseits, wenn es gilt, böse zu tricksen, um ein System zu überlisten, welches Bilder nur wirklich mickrig skaliert darstellt und wo man als Anwender keine Möglichkeit hat, irgend etwas vom Backend aus zu verändern. Das TYPO3, auf dem ich die Seite der Siedlergemeinschaft Lauenau pflege, ist so ein Fall. Andererseits kann das Zerschneiden notwendig werden, wenn man aus einer Panoramaaufnahme zusammen zu setzende, einzelne Standardbilder als Abzüge benötigt. In beiden Fällen muss allerdings absolut pixelgenau geschnitten werden und damit sind die meisten Bildbearbeitungsprogramme bereits überfordert. In diesem Sinne fällt all das, was nun folgt, gewissermaßen in die Rubrik “Basteln mit Bildern”.

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