Video

Virenscanner sind recht nützlich, mitunter aber auch voll ätzend. Es ist mir nämlich schon mehr als nur zwei- oder dreimal passiert, dass ein Virenscanner ein Programm ohne nähere Angabe von Gründen (die “heuristische Prüfung” akzeptiere ich nämlich nicht als Grund) aus dem Verkehr zieht. Und zwar so gründlich, dass weder die Wiederherstellung noch das Ausschließen von künftigen Scans möglich ist. Frei nach Johny Goethe: “Bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt – und mach’ dich kalt!” Zumeist handelt es sich dabei um Programme, welche einen klitzekleinen, vermeintlichen “Fehler” aufweisen, indem die einen mühsam aufgebrachten Kopierschutz – i. d. R. nicht mehr als eine Art von Kindersicherung – schlicht überlesen. Man kann solche Programme jahrelang problemlos verwenden – bis irgendwann der Scanner heimtückisch zuschlägt: Honi soit qui mal y pense (ein Schuft, wer Böses dabei denkt).

Es soll ja Fernseher geben, die 2D-Filme in Echtzeit in 3D-Filme umwandeln können: Gibt’s sowas auch für den Computer? Beim Stöbern im Netz bin ich auf die chinesische Windows-Freeware “QQPlayer” gestoßen, die auch für Android verfügbar ist. Wie der Player sich unter Android macht habe ich nicht ausprobiert. Die Windows-Version jedenfalls rechnet ein 2D-Video in Echtzeit in ein 3D-Anaglyphen-Video um. Die Software kommt als 31,4-MB-Installer und sitzt nach der Installation unter “Programme(x86)/Tencent”. Sie beansprucht knapp 110 MB an Plattenspeicher.

Der Download von WebM-Videos ist mit dem Video DownloadHelper ja zugegebenermaßen katastrophal. Soeckechen hatte kürzlich in einem Kommentar als Alternative den Video Downloader Professional vorgeschlagen. Den habe ich in der kostenlosen Version ausprobiert und leider funktioniert der trotz ausgiebiger Rumprobiererei bei mir nicht. Folglich ging die Suche weiter und nach ein paar Versuchen mit unterschiedlichen Downloadern bin ich schließlich bei “Youtube Download Plus” hängen geblieben: Dann eben anders! Und anders funktioniert dieses Addon für Firefox wirklich! Geht so: Zuerst in Firefox unter “Extras/ Add-ons” die Addon-Seite aufrufen. Dann im Suchfeld rechts oben “Youtube Download Plus” eingeben und auf der Trefferliste “Installieren” anklicken. Binnen Sekunden ist in der URL-Zeile ein Pfeil-nach-unten-Symbol vorhanden. So lange noch kein Video abgespielt wird, ist es grau hinterlegt. Man ruft nun Youtube mit dem gewünschten Video auf und das Symbol verfärbt sich rot.

Google hat bereits vor Jahren damit begonnen, alle Youtube-Videos in das m. E. voll ätzende WebM-Format umzufummeln. Dieses Format wird zwar unter Firefox vom Video DownloadHelper unterstützt, aber das ist eine genauso ätzende Geschichte, weil es ewig dauert. Richtwert (zumindest bei meinem Rechner) 1 Stunde pro 5 Minuten Video. Am Ende hat man dann aber ein *.webm-Video auf der Platte liegen. Dieses mongolische Format harrt nun noch der Konvertierung in ein zivilisiertes (d. h. hochkompatibles) Videoformat, also MP4 oder AVI oder sowas.

Bei Cams und Handys kommt es mitunter vor, dass ein damit aufgenommenes Video um 90° gedreht ist. Um sich das ansehen zu können, muss das Video folglich umgedreht werden. Wie geht das? Ganz einfach mit der Windows-Freeware “Freemake Video Converter“, über die ich HIER ja schon einmal etwas geschrieben hatte. Ihr müsst bei dieser Freeware eben bloß bei der Installation etwas aufpassen, um nicht mit unerwünschten Softwarezugaben “beglückt” zu werden. Nun zum Umdrehen des Videos.

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Ihr startet den Freemake Video Converter und klickt oben links auf “Video”, um das umzudrehende Video zu laden.

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vspdatei

Ich bin in Form von nicht zur Veröffentlichung bestimmten Kommentaren gefragt worden, ob ich nicht mal etwas, was auch allgemein verständlich ist, über den Aufbau von Videodateien sagen kann. Weil bspw. so manches Gerät AVIs zwar abspielen soll, das dann aber mit “unbekanntes Format” oder “unbekanntes Medium” verweigert. Na gut, ich kann’s ja mal versuchen, obgleich das Thema doch ziemlich kompliziert ist. Also, zunächst mal muss man sich bei Videodateien von der Vorstellung lösen, dass man eine Datei hat, denn AVI, MP4 etc. sind so genannte Containerformate. Da stecken sowohl die Videospur wie auch die Audiospur(en) drin. Das ist wie mit einer Schublade, in der sich sowohl Gabeln wie auch Messer und Löffel befinden. Gabeln, Messer und Löffel können auch noch von verschiedenen Herstellern sein – das entspräche bei der Videodatei dann den unterschiedlichen Codecs. Doch davon weiter unten mehr.

Foren sind mitunter echt klasse! Wenn man nicht weiter weiß, dann stellt man da eine Frage ein und mit etwas Glück erhält man binnen Rekordzeit die Lösung für ein Problem. So auch im vorliegenden Fall, wobei ich Gordon vom EFB echt dankbar bin! Worum geht’s? Manchmal hat man Filme, bei denen Bild und Ton nicht synchron laufen. Ich finde sowas voll ätzend! Man müsste in solchen Fällen die Tonspur einfach nach vorne oder hinten verschieben können, was aber angesichts des Aufbaus von Videodateien eben nicht so wirklich einfach möglich ist. Die Lösung des Problems liefern diese Anleitung sowie die Installer-Freeware Avidemux, die für Windows, Linux, Mac OS X und BSD verfügbar ist. Ich habe nachfolgend die 64bit-Windows-Version verwendet. Zunächst mal muss man natürlich Avidemux installieren. Die Software kommt als 20-MB-EXE-Paket und liegt nach erfolgter (simpler) Installation unter “Programme/ Avidemux 2.6 – 64 bits”, wo sie rund 80 MB beansprucht. Es kann sein, dass sich ein Virenscanner wie bspw. NortonAV an der Software stößt. In dem Falle aber darf die Ausnahme ruhig zugelassen werden: Das Programm ist sauber!

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