Arbeit

lehrling1

Der DGB hat jüngst eine Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass sich jeder zweite Azubi in Deutschland stark belastet fühlt und zudem werden miese Bedingungen beklagt. Überstunden für Azubis – ohnehin nur recht eingeschränkt möglich – sind offensichtlich an der Tagesordnung und wenigstens der Hälfte der Arbeitgeber gehen die gesetzlichen Regelungen ganz offensichtlich am Ar… vorbei.

rbosch

Ewig … – ewig ist das Meer. Und die Sonne. Es gibt aber auch Menschengemachtes, das scheinbar ewig ist. Kürzlich, im Verlauf eines Gesprächs: “Mein Sohn ist in der Verwaltung. Das ist zwar nicht das, was er machen wollte, aber das ist sicher. Da kann er ewig bleiben.” Verwaltung scheint also auch ewig zu sein – also das Verwalten der produktiven Arbeit anderer, welche ihrerseits die Verwaltung quasi miternähren müssen. Die anderen haben früher – und dazu muss man lediglich ein paar Jahrzehnte zurück gehen – in ihren erlernten Berufen gearbeitet. In den Begriffen Beruf und Berufung steckt nicht von ungefähr der gleiche Wortstamm. Der Beruf richtete sich früher nach den persönlichen Stärken, Neigungen und Fähigkeiten. Die Arbeiten wurden mit einem gewissen Engagement ausgeführt. Halbleiter, LEDs, Flachbildschirme, Computer, Lasertechnologien, MP3, Digitalfotografie etc. – all das, was heute als selbstverständlich gilt, sind Innovationen aus der Ära, als Beruf und Berufung noch zusammenhingen. Ich bin geneigt, das als Innvoationen aus der Prä-BWL-Ära zu bezeichnen. Heute hingegen kann man froh sein, überhaupt noch irgendeinen Job machen zu dürfen – auch wenn der einem nicht liegt.

miniarb

Weil das Thema kürzlich im privaten Mailverkehr aufkam, aber von allgemeinem Interesse sein könnte, will ich heute mal etwas zu Arbeitsverträgen in Minijobs sagen. Es handelt sich dabei nicht um rechtliche Hinweise (diesbezüglich findet man HIER erste Infos), sondern ganz einfach um Erfahrungswerte. Da man mir mit 46 Jahren sagte, ich sei “zu alt zum Arbeiten” und ich keinen H4-Anspruch habe, weil meine bessere Hälfte monatlich sechs Cent zuviel verdient (was ich binnen fünf Jahren an H4 erhielt, das habe ich zurückzahlen müssen – soviel zum Thema “Arbeitslosenversicherung”, das in meinen Augen nur ein staatlich angestrengter, vorsätzlicher Betrug an den Werktätigen ist), schlage ich mich seit rund einem Jahrzehnt mit Minijobs durch. Mittlerweile sind das so gut 40 an der Zahl und ich kann auf eine ausreichende “Datenbasis” zurück greifen.

Die geballte Ladung: Bürger, die bespitzelt und von staatlichen Organen schikaniert werden. Ein Inlandsgeheimdienst, der sich einen Dreck um Gesetze schert. Jubelnde Zocker-Broker und zeitgleich Enteignung der kleinen Leute. Tagelöhner statt Arbeitsverträgen. Und wenn doch mal was ruchbar wird, dann wird das unter den Tisch gekehrt. Dazu eine umfassende Militarisierung. Man könnte sich glatt in die Zeit vor dem ersten Weltkrieg zurück versetzt fühlen. Aber Moment mal – liegt das nicht schon fast hundert Jahre zurück? Wie aktuell und modern sind unsere Politiker eigentlich? Und warum bringen weder Tagesschau noch Tagesthemen solche Meldungen? Aber auf derartige Fragen darf man hierzulande ja nicht mehr laut hinweisen, denn dann wird man gleich als nicht ernstzunehmender “Verschwörungstheoretiker” abgestempelt. Teil 110 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Neben Jurisdiktion, Legislative und Executive gilt der Journalismus – d. h. gelten die Medien – als vierte Macht im Staate. Das setzt allerdings unabhängige und investigative Berichterstattung voraus. So etwas ist gegeben, wenn die Medienlandschaft bunt gemischt und vielfältig daher kommt. Gehören die Medien aber zu einem Konzern und werden zugleich die Löhne gedrückt, dann setzt das auch den besten Journalisten existenziellen Zwängen aus. Mit anderen Worten: Er schreibt bzw. berichtet das, was ihm von oben her befohlen wird. Das ist hier und heute der Fall. Derartige Medien sind weder investigativ noch unabhängig oder gar objektiv. Sie sind auch keine vierte Macht im Staate mehr, denn was sie produzieren, ist reine Meinungsmache, ist Propaganda. Und dennoch gibt es immer mal wieder Berichte, die nicht in diesen Gleichklang einstimmen. Teil 109 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

“Die totale Seelenblindheit für alles Schöne, die heute allenthalben so rapide um sich greift, ist eine Geisteskrankheit, die schon deshalb ernst genommen werden muss, weil sie mit einer Unempfindlichkeit gegen das ethisch Verwerfliche einher geht.”
(Konrad Lorenz, Nobelpreisträger)

bigbublatt

Vor ein paar Tagen stand in unserem regionalen Käseblatt mal wieder so ein Artikel vom Schema “Fachkräfte kehren Deutschland den Rücken”. Der Beitrag war so geschrieben worden, dass man annehmen konnte, es handele sich um ein bislang völlig unbekanntes und total neues Phänomen. Ist es aber keineswegs. Seit der Einführung der H4-Menschenrechtsverletzung durch SPD und Grüne nebst der Zementierung dieses Unrechts durch CDU/CSU/FDP wandern wirklich vermehrt gut ausgebildete Leute aus Deutschland ab. Bereits im Jahr 2006 hat das “Handelsblatt” auf dieses Problem hingewiesen und auch in den Folgejahren sind immer wieder Berichte zur Thematik erschienen, bspw. in der “Zeit” oder bei Heise. Das Gegenmittel der Politik sind floppende Blue Cards oder künftig die Jobcenter-Ableger “Jugendberufsagenturen“: Augenwischerei anstelle von Ursachenbeseitigung. Denn wo liegen die Ursachen?