Monats-Archive: August 2013

Manchmal juckt es mich ja doch in den Fingern. Nämlich an einem Fotowettbewerb teilzunehmen. Aber das ist immer so eine Sache. Sicher, ich habe da hin und wieder schon mal was gewonnen bzw. auch mal Platz 1 belegt. War auch öfters mal unter den Top 3 oder den Top 10. Aber meistens handelte es sich um vergebliche Liebesmüh. OK, die Konkurrenz ist hart. Das ist mir durchaus bewusst. Und irgendwann habe ich’s dann auch sein gelassen. Warum? Nehmen wir mal zwei Fotos im Vergleich. Eins ist in einem Wettbewerb – “Color Foto 1988 Naturfotografie” – nicht mal unter “ferner liefen” gelandet (links). Es ist meine eigene Aufnahme, entstanden 1987. Das andere Foto (rechts) habe ich aus “c’t Digitale Fotografie 04/13″ eingescannt. Es stammt von Dirk Hendel und hat im “heise Fotowettbewerb Baumportraits 2013″ Platz 5 belegt. Die Beurteilung, welche der Aufnahmen besser oder schlechter ist, überlasse ich meinen Lesern.

Ich hasse die Mirabellenernte! Nicht wegen der Mirabellen. Sondern wegen der Ratgeber. Das war so: Für morgen ist Regen angesagt. Schwiegervater entschied, dass die Mirabellen heute unbedingt noch runter müssen, denn andernfalls platzen die nach dem Regen. Schwiegermutter meinte, das ginge einfacher, wenn ich gleich die ganzen Wassertriebe abschneide, die seltsamerweise voll von Früchten sind. Gesagt, getan. Bzw. nicht getan. Meine Frau polterte nämlich plötzlich los, ich würde ja viel zuviel absäbeln. Also, ich habe das so gelernt: Wenn man einen Hut durch die Baumkrone werfen kann, ohne dass der irgendwo hängen bleibt, dann ist der Baumschnitt korrekt. Wie gesagt, meine Frau sah das anders: Alles, was über Stricknadelstärke raus ging war zuviel. Und die hört auf den Namen Gudrun.

Für die deutschen Massenmedien steht es vollkommen außer Frage, dass die USA einen Krieg gegen Syrien beginnen müssen. Es wird Meinung gemacht. Warum nur? Nicht mal der britische Premier Cameron war überzeugend genug, um die Zustimmung dazu zu erhalten, dass Obama sich das Öl unter den Nagel reißen kann. Da ist es nur logisch, dass das Thema Syrien auch in den meinerseits rausgesuchten Meldungen mit vorkommt. Aber daneben gibt’s noch etwas anderes, nämlich eine Menschenrechtsverletzung. Die trägt den Namen “Hartz-IV” und soll in drei Wochen eine Neuauflage erfahren. Muss sie aber keineswegs! Ich habe meine ABwahlkarte längst erhalten und werde die auch zu nutzen wissen! Die vorausgegangenen Meldungen sind übrigens HIER zu finden.

“Fährste einfach mal ins Auetal“, sagte ich mir und sattelte den Drahtesel. Das Wetter spielt noch mit und so fahrradmäßig ist das Auetal für mich immer noch Neuland. Auetal, was ist das? Das ist die Gegend südlich von Stadthagen und westlich von Bad Eilsen, etwa 5km breit und 15km lang. Am besten durch “1000 Vororte suchen verzweifelt nach Kernstadt” zu charakterisieren. Selbst Ortskundige haben da regelmäßig Schwierigkeiten mit “Wo liegt welche Straße?” und Ortsfremde sind ohne Navi völlig aufgeschmissen. Der Weg, den ich mir für’s Rad ausgeguckt hatte, ist wohl auch die einzige und kürzeste Möglichkeit von meinem Wohnort aus, um über die überall in der Landschaft rumliegenden Berge rüber zu kommen ohne sich gleich zum Anfang schon tot zu machen. Google Earth und die App BikeComputer haben sich dabei im Vorfeld als sehr nützlich erwiesen. Trotzdem wurden’s aufgrund der Steigungen doch recht anstrengende 20km. Sehenswürdigkeiten hat das Auetal m. E. nicht zu bieten. Aber es gibt Farbtupfer: Viele Sonnenblumenfelder. Davon hier mal ein paar Bilder – nur mal zeigen, nur mal was für’s Auge.

Ich gehöre zu den Menschen, die sehr viel Lesen. Auch wenn das heutzutage vielleicht eher ungewöhnlich sein mag. An einer Buchhandlung kann ich nicht vorbei gehen. Allerdings ist mir da inzwischen aufgefallen, dass die alle so ziemlich die gleichen Bücher führen. Nämlich das, was die Spiegel-Bestsellerliste oder irgendein Großhändler vorgeben: Gleichschaltung des Angebotes. Gute Sachen fallen dabei unter den Tisch. Ich will daher mal in lockerer Folge ein paar meiner LieblingsautorInnen vorstellen. Den Anfang macht der russische Kultautor Sergej Lukianenko, seines Zeichens eigentlich ein Psychiater. Was macht aus Lukianenko etwas Besonderes?

Geschwindigkeitsbeschränkungen dienen drei Zwecken: Einerseits zum reinen Abkassieren und andererseits als Feigenblatt, um weitergehende (mitunter dringend nötige) Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung einsparen zu können – nicht selten deswegen, weil hier ein Bauamt in Unkenntnis der Situation vor Ort am Schreibtisch kräftig Mist gebaut hat. Und dann ist da noch die dritte Variante, nämlich wirklich die Abwehr von Gefahren des Straßenverkehrs. Lassen wir die Abzocker und die Feigenblattfunktion mal beiseite und befassen uns nur mit dem letzten Punkt. Normalerweise steht da irgendwo am Straßenrand ein – mitunter bis zur Unkenntlichkeit zugewuchertes – Schild im Schilderwald, dass einen auf die Beschränkung aufmerksam machen soll. Beim Vorbeifahren ist das schnell übersehen. Wenn’s dann kracht – weil bspw. in einer unübersichtlichen Kurve ein Radweg kreuzt oder so etwas – dann trägt der “Raser” die Schuld.

Stell’ dir vor, du kaufst einen Computer von der Stange. Da ist ein Windows-System drauf. Das BIOS dieses Computers ist so gestrickt, dass du Linux auf der Kiste nicht mehr zum Laufen bekommst. Nur noch das Ab-Werk-Windows. Und nun stell’ dir noch vor, dass in besagtem Computer ein Aufpasserchip namens “Trusted Computing Module (TPM)” integriert ist. Der erlaubt nicht nur Microsoft, ohne dein Wissen beliebig in deinem Rechner rumzufummeln, ohne dass du irgendwas davon bemerkst, sondern er gestattet das auch der NSA, weil die von Microsoft den Schlüssel dafür bekommen hat. Pikanterweise wird der Chip jetzt aber in China gefertigt und der Schlüssel zur Fernsteuerung auch dort erst nach der Fertigung auf den Chip übertragen. Selbstverständlich machen sich die Chinesen keine Kopie dieses Schlüssels, nein, denn die sind ja sowas von Grund auf ehrlich und altruistisch eingestellt … Es soll hier ja auch niemandem etwas unterstellt werden!