Monats-Archive: April 2014

mistvieh
Das Mistvieh und das von ihm übertragene Virus.

Da ich heute nicht arbeiten musste, habe ich meine Tochter im Krankenhaus besucht, mehrere Stunden lang. Ihr Anblick hat mich schockiert, aber ihr Verhalten gibt Anlass zur Hoffnung. Ich sprach mit dem zuständigen Arzt und bat um ungeschönte Auskunft. Es wurde ein sehr fachliches Gespräch. Man ist sich zu über 90% sicher, dass sie Dengue-Fieber hat. Zum Ausschluss von zehn weiteren und u. U. noch infrage kommenden Krankheiten mit atypischem Verlauf hat das BNITM heute ihre Proben erhalten. Das BNITM braucht dafür 8 Stunden. Was mich aber schockierte: Das alles wird aus Kostengründen per normaler Post abgewickelt. Daher rechnet man mit den Ergebnissen nicht vor Freitag. Sollte es in Deutschland mal zu einer wirklich gefährlichen Pandemie kommen, dann dürfte die deutsche Verwaltung daran einen bemerkenswert großen Anteil haben!

“Wissenschaft ist der jeweils gültige Irrtum!”
(Unbekannter Verfasser)

Die Wissenschaft dient der Erweiterung von Wissen. Diese Erweiterung erfolgt im Rahmen der Forschung. Die Weitergabe des Wissens geschieht durch die Lehre und dazu ist die systematische Dokumentation in Form von wissenschaftlichen Arbeiten – sg. “Papers” – vonnöten. Die Papers werden i. d. R. in renommierten Fachzeitschriften und mittlerweile auch im Web publiziert. Leider sind aber Qualität und Quantität zwei grundverschiedene Paar Schuhe. Wir tendieren zur Quantifizierung. Ist dann jemand, der sehr viele Papers publiziert und der immer wieder zitiert wird, automatisch auch der beste Wissenschaftler? Ich glaube nicht, denn bei einem derartigen System bleibt jedwede Qualität auf der Strecke. Und dennoch hat sich eben diese an sich ja eigentlich blödsinnige Quantifzierung im Wissenschaftsbetrieb eingeschliffen: “Publish or perish! – Veröffentliche oder verrecke!” Das bewirkt m. E., dass – primär aus wirtschaftlichen Gründen, Stichwort Patente und so – viel zu früh geschrieben und zuwenig Wissen erweitert wird. Der wissenschaftliche Vielschreiber wird mit dem “Besten” gleichgesetzt und als Star behandelt. Ihm fließen Forschungsgelder zu und er kann sich Allüren erlauben.

Da komme ich heute Nachmittag von der Arbeit nach Hause und das ganze Haus riecht verbrannt. Was war geschehen? Schwiegermutter wird übermorgen 76 Jahre alt. Sie wollte dafür Kuchen backen. Ist OK. Bloß wenn ältere Leute vergesslich werden … Sie schob den zweiten Kuchen in den Backofen, vergaß aber den Ersten rauszunehmen. Na ja, kann man beim nächsten Grillevent wahrscheinlich recyceln. Als Heizmaterial. Jedenfalls fetzten sie und ihr Mann sich deswegen ziemlich an und ich dachte mir: “Nichts wie weg! Nur mal raus …

Der Nobelpreisträger Konrad Lorenz sagte einmal: “Überhaupt ist es für den Forscher ein guter Morgensport, täglich vor dem Frühstück eine Lieblingshypothese einzustampfen – das erhält jung.” In Anlehnung an dieses Zitat wage ich eine Verallgemeinerung: “Überhaupt ist es für jeden Menschen eine wichtige Erfahrung, einmal täglich über ein Zitat nachzudenken. Das trainiert die kleinen, grauen Zellen.” Das funktioniert nämlich. Sogar sehr gut. Ich habe mir das vor vielen Jahren mal angewöhnt. Allerdings: Einen Weg zurück in die Zeit des dogmatischen Glaubens und des Hinterherlaufens von irgendwelchen Leithammeln gibt es danach nicht mehr. Man beachte also die Risiken und Nebenwirkungen! Für alle, die das auch einmal ausprobieren wollen, habe ich hier für den Einstieg ein Dutzend Zitate, bei denen sich das Nachdenken darüber wirklich lohnt.

Heute war mal wieder Foto AG – fast vier Wochen sind inzwischen seit dem letzten Mal vergangen. Der PC-Raum: Zwei Geräte mutwillig zerstört, auf den anderen Rechnern endlose Installationen von irgendwelcher Lehrsoftware, die ich zwar nicht brauche, welche die Rechner allerdings langfristig blockiert haben. Eigentlich wollte ich in einfache Collagen einsteigen. Eigentlich … Aber angesichts des Zustandes der veralteten und nicht upgedateten XP-Gurken Baujahr ’02 und meiner miesen Stimmung (hervorgerufen durch die erzwungene Untätigkeit und das nervenzermürbende Warten, den Zustand meiner Tochter betreffend, denn ein hämorraghisches Fieber ist nunmal ein hämorraghisches Fieber) entschied ich mich für Plan B – wir gehen raus. Als Fotothema gab ich “Solitärmotive” vor. Alles außer der Totale. Ich für meinen Teil nahm die Blümchen am Wegesrand als Motive. Zugegeben, mit der Größe der Blümchen habe ich etwas gemogelt …

Ein kleines Jubiläum: Meldungen S. 17ff Teil 100 – das sind, da jeder Teil zehn Meldungen umfasst, tausend Meldungen. T-A-U-S-E-N-D! 1000 Meldungen in Form von Negativ-Schlagzeilen nicht etwa irgendwo aus dem Ausland, aus einem Schurkenstaat oder so etwas. Nein, sondern von hier! Von uns. Von unmittelbar vor der Haustür. Berichte über H4-Ungerechtigkeiten, über eine kaputte Gesellschaft, über ein krankes Schulsystem, über selbstsüchtige Politiker, über Propaganda, über Menschenrechtsverletzungen, über eine Zeckenkaste, über Verarmung, über Demokratieverlust. Wer vermag allein angesichts dieser unglaublichen Anzahl noch an “Einzelfälle” und nicht vielleicht doch an ein System dahinter zu glauben? Aber wer sich kritisch äußert, der ist selbstverständlich ein “Verschwörungstheoretiker”. Denn Kritik – nee, echt jetzt, geht wirklich gar nicht! Was allein zählt ist Kadavergehorsam, denn das macht eine richtige deutsche Demokratie erst aus! Als ich mit dieser kleinen Serie eines ganz speziellen Nachrichtenüberblicks am 22. August 2013 begann, da geschah das primär aus der Notwendigkeit heraus, nicht zu jeder m. E. interessanten Meldung einen eigenen Beitrag schreiben zu können. Ehrlich gesagt habe ich auch angenommen, dass so nach rund fünfzig bis hundert Nachrichtenmeldungen damit Schluss sein dürfte. Doch ich habe mich wirklich getäuscht. Als ich mit den “Meldungen S. 17ff” anfing, da war das, was ich sah, noch nicht einmal annähernd die Spitze eines mächtig gewaltigen Eisberges. Und jetzt, nach nunmehr tausend Meldungen, gelange ich immer mehr zu dem Schluss: Es ist was oberfaul im Staate. Und zwar dermaßen oberfaul, dass es zum Himmel stinkt! Ich werde diese Serie fortsetzen, solange es (noch?) möglich ist. Aber es macht nicht gerade Spaß, denn man muss wirklich nicht nach solchen Meldungen suchen – sondern stattdessen nur noch punktuell aus einer schier unüberschaubaren Menge auswählen. So betrachtet sind auch tausend “Meldungen S. 17ff” nicht mal die Spitze des o. e. Eisbergs. Teil 99 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Am Vormittag der Anruf von unserer Großen, dass es ihr schlecht ginge. Hohes Fieber. Aha, dachte ich, die häufigste Erkrankung von Tropenreisenden, nämlich ‘ne dicke, fette Erkältung nach der Rückkehr. Ihr Praktikum in Indonesien ist ja beendet. Nur: Sie war nicht erkältet. Da waren “bloß” ein stetig in astronomische Höhen steigendes Fieber (knapp 40°C) und Kopfschmerzen ohne Ende. Meine Frau und ich fuhren nach Hannover, um mal nach dem Rechten zu sehen. Meine Tochter sah aus wie ein Zombie auf Urlaub. Und ehrlich, ‘ne Erkältung – selbst ‘ne saftige Grippe – sieht ziemlich anders aus.

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