Monats-Archive: September 2014

kultur1

Vor drei Jahren nahmen Mathematiker der ETH Zürich sich einmal die 43.000 multinationalen Konzerne vor und analysierten die Verbindungen zwischen ihnen. Das Ergebnis dieser Analyse trägt den Titel “The network of global corporate control” und eine Kurzform davon schaffte es sogar in den renommierten “New Scientist” – was eigentlich nur belegt, wie sauber die Schweizer gearbeitet haben. Von den o. a. 43.000 Konzernen bilden, so man die ganzen Querverbindungen, Vernetzungen, Beteiligungen etc. rausrechnet, noch 1.318 Großkonzerne das Rückgrat der Weltwirtschaft. Rechnet man auch da die Seilschaften und Verquickungen raus, dann sind es am Ende nur noch 147 Superkonzerne, an deren Spitze 50 Banken und Hedgefonds stehen. Das sind die “Macher”. Sie bestimmen die Wirtschaft – und regieren dadurch de facto die Welt.

Säbelrasseln. Franz-Waltraut Geröllheimer oder wie auch immer der Typ heißen mag beschwört einen neuen, kalten Krieg herauf. Ein eitler Präsident, der sich seinem Volk soweit entfremdet hat, wie noch kein Präsident vor ihm, geht sogar noch weiter und verlangt nach einem heißen Krieg. Als es 1975 zur “Fusion der Exekutiven” in der europäischen Gemeinschaft kam, da habe ich das durchaus noch befürwortet – nicht einmal entfernt ahnend, zu was für einem volksfeindlichen Monster sich die EU einmal entwickeln würde. Heute bestimmen die EU und die führenden Spitzenpolitiker als bereitwillige Handlager multinational tätiger Konzerne unser Leben. Konzerne, denen nur eins wichtig ist – nämlich Gewinne um jeden (aber auch wirklich jeden!) Preis. Ungebremster, hemmungsloser Raubtierkapitalismus, gerade auch auf Kosten der einfachen Leute. Die Zeche dafür bezahlen wir hier unten. Verarmung und Zwang bewirken, dass Otto Normalverbraucher orientierungslos ominösen Heilsbringern hinterher rennt – nur leider eben genau jenen “Heilsbringern”, die ihn erst in diese Situation gebracht haben. Damit das nicht ruchbar wird, bedarf es der Ablenkung, bedarf es eines neuen Feindbildes. Ganz egal, ob das IS oder Russland heißt. Je mehr, desto besser. Lt. unseren Medien sind das ja anscheinend alles Terroristen. Nur wenige Medienberichte befassen sich in Folge mit den Dingen, die für uns hier unten wirklich wichtig sind. Teil 138 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Heute war ja anscheinend überall so veranstaltungsmäßig etwas los. Töchterchen war zum Einsatz (DRK) in Bad Nenndorf – Tag des Sports – und ich machte das Taxi. Besser für sie, als mit irgendwelchen Spacken, die sich die Kante geben, abzuhängen. Finde ich aber gut, dass sie die Seiten gewechselt hat. Jetzt wird sie nicht mehr abtransportiert, sondern transportiert selbst ab. Sport ist eben doch Mord! Habe in Bad Nenndorf die Qualität der Schinkengriller kontrolliert: War OK. Die Radtour – na ja … Habe ich vorzeitig nach nur schlappen zehn Kilometern abgebrochen. Ein Wespenstich am Halsansatz tut scheußlich weh (das Mistvieh ist mir in den Halsausschnitt geflogen und hat umgehend zugestochen). Ab nach Hause und das Gift neutralisieren. Es lebe die Zwiebel! Weh tut’s jetzt kaum noch und auch die Schwellung hält sich durchaus in Grenzen.

ignob1

Wissenschaft kann ja wirklich hochtinteressant sein. In der vorletzten Woche sind die diesjährigen Ig-Nobelpreise vergeben worden. Das Kürzel “Ig” steht für “ignoble” und kennzeichnet die auf den ersten Blick blödsinnigsten Forschungsarbeiten. Neben der Untersuchung darüber, dass Hunde, die ihr Geschäft verrichten, sich bei der Ausrichtung ihrer Position am Magnetfeld der Erde orientieren (Ig-Nobelpreis in Biologie) fand ich die Untersuchung über die Gleitfähigkeit von Bananenschalen (Ig-Nobelpreis in Physik) besonders interessant. Obwohl … – im letztgenannten Fall könnte der Ig-Nobelpreis durchaus unberechtigt vergeben worden sein. Warum?

ignob2

muges

Mein Kampf: Nee, nicht der von dem österreichischen Postkartenmaler. Sondern mein ganz Persönlicher von heute Morgen, bei dem ein gewisser Herr Murphy mal wieder wahre Triumphe gefeiert hat und aus dem Lachen nicht mehr heraus kam. Das lief nämlich mehr so nach dem Schema “Guten Morgen, liebe Sorgen“. Sonntags morgens stehe ich immer als Erster auf und zum Decken des Frühstückstisches gehören auch die Frühstückseier. Um die Kochen zu können, brauche ich den Herd, und zwar einen E-Herd – Boschgerät mit Ceran-Kochfeld. So weit, so gut. Kennt ihr die Story “Trucks” von Stephen King? Da beginnen Trucks, ein mörderisches Eigenleben zu entwickeln. Nicht gerade eine der besten King-Geschichten, aber unser E-Herd (der hat garantiert heimlich Lesen gelernt!) findet sie offensichtlich ganz toll. Nun ist der Herd zwar nicht mobil, aber er verfügt über ‘ne Kindersicherung. Und die spielt er gnadenlos aus! :(

wigef1

Mir ist da neulich was durch den Kopf gegangen. Dabei handelt es sich um das Wir-Gefühl, auch Zusammengehörigkeitsgefühl oder Teamgeist genannt. Dieses Gefühl, das man im allgemeinen als positiv betrachtet, ist immer an die Mitglieder einer wie auch immer gearteten Gruppe gebunden. Die Gruppe: Das kann ein Fanclub sein. Oder eine Zweckgemeinschaft. Eine Abteilung in einem Unternehmen (legal wie illegal), eine religiöse Gruppe (anerkannt ebenso wie Sekte) oder eine Partei (Regierung bzw. Opposition). Wobei in den drei letztgenannten Fällen die Differenzierung z. T. wirklich schon schwierig wird. Wozu dient das Wir-Gefühl? Es soll Gruppenmitgliedern zu Erfolgserlebnissen verhelfen, weil das Zusammenarbeiten von allen in einer Gruppe zu besseren Ergebnissen führt, als wenn nur einer alleine quasi als “Einzelkämpfer” tätig wäre. Nette Theorie. Nur ist die i. d. R. meilenweit von der Realität entfernt.

Früh aufgestanden – sehr früh. Frühstück und anschließend mit dem Schreibkram weitergemacht, durch den ich mich jetzt am fünften Tag in jeder freien Minute quäle. Terminsache. Kurz vor 09:00 Uhr war ich damit dann – endlich! – fertig. Abgeschickt und jetzt wusste ich nur noch eins: Höchste Zeit, mal wieder raus zu kommen! Richtig raus, in die Natur pur. Dorthin, wo nicht mal ein entferntes Motorengeräusch zu vernehmen ist. Nämlich zum Moor. Kamera geschnappt, losgefahren und ab nach Winzlar. Ein grauer, nebelverhangener Morgen. Allerdings lassen die hellen Flecke in den Nebelschwaden schon erahnen, dass es sonnig werden wird. Nebel im Moor – das hat etwas Unwirkliches. Nicht von dieser Welt. Mystisch. Alle Geräusche sind gedämpft.

Counterize

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