Monats-Archive: April 2015

Heute den ganzen Tag über unterwegs gewesen und keine Zeit zum Bloggen: Die meiste Zeit ging bei Dreharbeiten für ‘ne 3sat-Doku über Synästhesie drauf. Das soll ‘ne 45-Minuten-Wissenschafts-Sendung werden. Am Samstag geht’s weiter. Ich dachte schon, ich schaffe das nicht mehr rechtzeitig nach Hannover zum Dreh, als ich auf dem Hinweg im Stau steckengeblieben bin. Grund: Ein Polizeiwagen war an der ungünstigsten Stelle und wirklich in Straßenmitte liegen geblieben. Jeder, der drumrum kurvte, grinste bis über beide Ohren. Allerdings: Ein Warndreieck habe ich auch nirgendwo entdecken können. Wäre ja mal was für die Schlagzeile: “Polizei verursacht Verkehrschaos!” Na ja, Shit happens … – ich kenne das zur Genüge.

Die Bachstelze ist zwar nur ein Allerweltsvogel, aber wer schon einmal versucht hat, einen Allerweltsvogel möglichst formatfüllend abzulichten, der weiß auch, wie schwierig das mitunter ist. Weil man dicht ran muss und die Tiere sehr scheu sind. Doch manchmal staunt man nur noch darüber, wie zutraulich wilde Tiere werden können. Nämlich so wie besagte Bachstelze. Die ließ mich ganz nah rankommen und fühlte sich überhaupt nicht gestört. OK, wenn das so ist … vielleicht liegt es ja auch daran, dass die Tiere ziemlich genau bemerken, wann und von wem ihnen Gefahr droht. Ich bin ungefährlich. Meistens. Mit einem gewissen “Grizzly-Adams-Feeling” entfernte ich mich langsam wieder, ging rein und holte die Kamera. Dann nahm ich den zweiten Anlauf. Und wieder kam ich sehr nah an das Tier ran. Es wurden etliche Fotos. Hier mal die fünf Besten davon – draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Seit drei Tagen Festnetzstörung: Kein Amt mehr. Aber das I-Net funktioniert. Am Vormittag war der Techniker von der Telekom da. Im Gegensatz zu seinen Kollegen bei der Störungsannahme konnte er keinen Fehler feststellen: Merkwürdig! Sein Prüfgerät detektierte das Amt an der Telefondose und sein Fazit lautete: “Der Fehler muss an Ihrer Heimanlage liegen!” Verdammte Sch… Ich meine, die Fritz-Box ist gerade mal sechs Wochen alt; der Splitter ebenso. Die Sachen wollte ich ausschließen. Blieb noch unser Siemens Gigaset C300. Ich hatte das drei oder vier Jahre alte Telefon zwar schon mal gegen das Gerät von meinen Schwiegereltern getauscht und auch damit kein Amt gehabt, doch möglich ist ja alles. Man hat schon Pferde kotzen sehen.

Ich weiß jetzt, wieviel mir der Mindestlohn von 8,50 Euro gebracht hat. Nämlich unter dem Strich 1,50 Euro pro Stunde weniger. Klar, auf dem Papier steht mehr. Aber leider eben nur auf dem Papier. Weil ich im Minijob meine Krankenkasse selbst berappen muss und aufgrund der “Nahles-Lohnerhöhung” statt 160 Euro monatlich jetzt den höheren Satz von 210 Euro pro Monat zu zahlen habe. Das sind fünfzig Euro mehr an Ausgaben als bisher: Wie gewonnen, so zerronnen. Unter dem Strich gehe ich also für 4,50 Euro pro Stunde los. Aber rechnen wir mal. Etwa jeder Dritte in dieser Bananenrepublik muss mittlerweile in so einem Job um sein Überleben kämpfen. Wir haben lt. “CIA World Factbook” 44,76 Millionen arbeitsfähige Menschen. Ein Drittel davon, das sind knapp 15 Millionen. Pro Monat 50 Euro, nur mal mit 10 Monaten gerechnet, macht 500 Euro jährlich pro Person. Mal 15 Millionen Menschen sind das gut 7 Milliarden Euro, die Frau Nahles mit ihrem vermeintlichen “Mindestlohn” den Krankenkassen schenkt. Die ihrerseits einen Großteil davon im Rahmen von Kostenübernahmen an die Pharmaindustrie weiterreichen. Womit der “Mindestlohn” zum Milliardengeschenk an Pharmaindustrie und Krankenkassen wird. Was bitte soll daran noch in irgendeiner Form sozial sein?!? Das ist nicht mal mehr Scheinpolitik; das ist reine Verarschung, gepaart mit Abzocke. Aber hinterfragen unsere Medien derartige Verarschung? Kaum – denn man will es sich ja nicht mit den Machthabern verderben. Investigativer Journalismus? Fehlanzeige! Was bleibt, sind punktuelle Berichte über Ungereimtheiten. Teil 196 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Normalerweise bearbeite ich Fotos ja immer unmittelbar nach der Aufnahme, weil dann die Erinnerung an die tatsächlichen Lichtverhältnisse noch besonders frisch ist. Diesesmal klappte das nicht. Gestern abend war es mir einfach schon zu spät und der Rechner schon runtergefahren. Und heute … Tausend andere, wichtigere Kleinigkeiten, dazwischen nochmal der Klempner und auch das Arbeiten. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Wir hatten hier gestern so gegen 21:00 Uhr u. d. h. gleich nach Sonnenuntergang ein grandioses Farbspektakel. Das will ich euch nicht vorenthalten. Auf die Fotos draufklicken, um sie in groß in einem separaten Tab darzustellen – der April hat auch durchaus seine schönen Seiten!

So, der Klempner ist wieder weg. Erstmal. Demnächst kommt er noch noch mindestens einmal wieder. Möglicherweise aber auch öfter. Das juckt mich nicht mehr. Ich meine, seit gut vier Wochen geht hier tagtäglich alles Mögliche kaputt (fing mit meinem früheren Auto an, es folgte das Hoftor, dann kamen das Regal im Keller, die Aquarienpumpe, die Aktivboxen vom Küchenradio, verstopfte Abflüsse, eine undichte Toilette, seit heute wieder einmal das Festnetztelefon mit Leitungskurzschluss irgendwo draußen usw.) und ich habe inzwischen längst schon die Phase erreicht, in der ich das nur noch achselzuckend zur Kenntnis nehme und mir denke “LmaA!“. Ich meine, entweder rennt man dann irgendwann schreiend raus und kommt in Behandlung oder aber man sagt sich “Scheiß auf den Scheiß!“. Jedenfalls brauchte ich davon mal etwas Ablenkung und habe mich mal wieder an die Kochrezepte gesetzt, die sich so im Laufe der Zeit angesammelt haben. Wohlgemerkt: Ich kann nicht kochen. Aber wenn das Zeug, das ich da als Nichtkoch irgendwie zusammenbastele den anderen auch schmeckt, dann müssten das Rezepte sein, die jeder nachmachen kann. Ich glaube, die gefüllten Champignons hatte ich hier noch nicht vorgestellt. Sie können wahlweise als Beilage zu einem Fleischgericht oder aber auch als vegetarisches Hauptgericht dienen.

“Ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter!”
(Geflügeltes Wort)

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Der Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz bemerkte einmal (Zitat): “Die blödsinnige Arbeitshast des modernen Zivilisationsmenschen, dem sogar die Zeit fehlt, eine wirkliche Kultur zu haben, ist dem Tiere völlig fremd. Selbst Biene und Ameise, diese Sinnbilder des Fleißes, verbringen den weitaus größten Teil des Tages im dolce far niente, nur sieht man sie dann nicht, diese Heuchler, weil sie in ihrem Bau sitzen, sobald sie nicht an der Arbeit sind. Und Tiere lassen sich nicht drängen.” Um festzustellen, wie richtig Konrad Lorenz mit seiner Feststellung liegt, genügt mir ein Blick zur Seite. Dort ruht nämlich unser Kater auf seiner Decke und verschläft den größten Teil des Tages. Wozu auch Mäuse fangen, wenn’s nichts bringt?

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