Monats-Archive: September 2015

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Das “Bedingungslose Grund-Einkommen”, kurz BGE, ist m. E. eine Illusion. Was aber nicht auf seine Finanzierbarkeit zurückzuführen ist, bestätigt doch die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung die Machbarkeit und schlug doch Prof. Götz W. Werner in seinem Buch “Einkommen für alle” ein solides, auf einer Steuerreform basierendes Finanzierungsmodell vor. Das lässt nur einen Schluss zu: Würde die CDU heute noch christlich-soziale Werte vertreten wie zu Ludwig “Wohlstand-für-Alle” Erhards Zeiten, dann müsste sie sich uneingeschränkt für ein BGE aussprechen. Doch das tut sie nicht. Warum nicht? Weil sie – wie im Übrigen alle anderen Einheitsparteien auch – auf Klientel-Politik ausgerichtet ist. Sie vertritt als Teil der Neoliberalen Einheitspartei nur noch die Interessen von Plutokraten.

Griechenland-Krise, Flüchtlings-Krise, VW-Krise – die Hauptsache ist doch, dass man uns fast schon täglich eine neue Krise präsentiert. Damit niemand mehr zum Nachdenken kommt. Denn egal, ob Griechenland, Flüchtlinge oder VW – alle diese Krisen lassen sich auf die unersättliche Gier Einzelner zurückführen. Es existiert aber noch eine weitere Krise, die gleichfalls auf besagte Gier zurückgeführt werden kann. Das ist die soziale Krise. Hervorgerufen durch Arbeitslosigkeit und Armut in diesem, unserem Lande. Sie bewirkt, dass Heerscharen von Menschen von einem Unternehmen, welches sich Jobcenter nennt, in Zwangsarbeit oder als Lohnsklaven in andere, liierte Unternehmen abkommandiert werden. Doch über diese schon seit langer Zeit persistierende Krise berichten die Medien nicht – weil sie sich im Besitz der Unternehmen befinden, die ihre Vorteile aus der Situation ziehen. Wusstet ihr eigentlich, dass Merkels Ehemann im Springer-Stiftungsrat sitzt? So hält man alles unter Kontrolle! Um dazu Meldungen zu finden, muss man schon suchen. Ich habe mal wieder gesucht. Teil 228 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Letzte Nacht nun hatten wir den ziemlich seltenen Super-Blutmond. Ich bin extra wegen des Schauspiels aufgestanden. Und habe selbstverständlich auch versucht, das fotografisch festzuhalten. Leider war meine Kamera anderer Ansicht – einer der seltenen Momente, in denen ich mir eine echte DSLR und keine Bridge wünschte. Das Licht reichte nämlich für den Autofokus nicht aus und mit manueller Fokussierung ließ sich das Ding hinsichtlich Blende und Belichtung nicht so einstellen, wie ich es wollte. Viel Rumprobieren auf blauen Dunst hin. Von 117 Aufnahmen wurden 78 gleich weggeworfen, da unscharf. Von den verbleibenden 39 Fotos kamen 20 in die engere Wahl zur Bildbearbeitung. Dabei sind dann nochmal 9 rausgeflogen. Und von den verbleibenden 11 Fotos blieben noch 3 “Na-Ja”-Bilder übrig. “Na-Ja” deswegen, weil ich die Oberflächenstruktur auf dem sonnenbeschienenen Teil des Mondes nicht abbilden konnte. Aber mit manueller Fokussierung und 1/2,5 Sek. bei 1000mm, Blende 5,9 sowie ISO 800 war die Bridge (Nikon P510) ausgereizt. Kürzere Belichtung und andere Einstellungen ließ sie nicht mehr zu. Doch wie sagt man so schön: “Dabeisein ist alles!” BTW: War übrigens im dünnen Nachtzeug bei 3°C auf dem Balkon schweinekalt! Hier sind mal die m. E. drei gelungensten Fotos. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Irgendwann lichtet sich der Nebel und die Sonne kommt durch: Zeit zum Rausgehen. Nässe, wohin man sieht. Morgentau. Die Luft riecht nach Feuchtigkeit, frisch, klar und sauber. Es ist Herbst geworden und im Gegenlicht funkeln Myriaden kleiner und kleinster Tropfen wie Edelsteine. Besonders auffällig sind die Spinnennetze, von denen es in diesem Jahr gar nicht mal soviele gibt – filigrane, blitzende Kunstwerke in Form von nassen Netzen. Ein paar Aufnahmen von meinen sieben Kilometern am Vormittag.

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Morgen Nacht soll es dann soweit sein: Super-Blutmond, ein ziemlich seltenes Ereignis, das in unseren Breiten nur so ungefähr alle 30-50 Jahre mal zu sehen ist. Dann befindet sich der Mond um 8% näher an der Erde als sonst, was ihn sehr groß erscheinen lässt (Supermond) und zusätzlich kommt es zu einer Mondfinsternis (Blutmond). Bei der Mondfinsternis tritt er in den Kernschatten der Erde ein. Er wird dann nur noch von dem langwelligen (roten) Streulicht bestrahlt, welches die Erdatmosphäre passiert. Das führt zu der blutroten Farbe. Mittlerweile habe ich auch den genauen Zeitplan für das Schaumburger Land.

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Natur ist …
… süß, voller Bambis, die, wenn sie größer werden, vom Reh zum Hirsch mutieren. Voller niedlicher, plüschiger Tierchen wie bspw. den Häschen mit den großen Kulleraugen oder Bruno, dem Teddybären. Auf den Weiden stehen lila Kühe und auf den Teichen schwimmen gelbe Enten.

Natur ist …
… böse und gefährlich! Nass, kalt, matschig, dreckig. Überall lauern stechende, beißende und blutsaugende, von lebensbedrohlichen Viren, Bakterien und Pilzen verseuchte Mistviecher, die nur darauf aus sind, jedem Menschen den Todesstoß zu versetzen, von den allgegenwärtigen, dornenbewehrten Giftpflanzen mal ganz zu schweigen!

Zuerst beherrschte die Ukraine die Medien. Danach waren es TTIP und CETA. Dann kamen die Flüchtlinge und jetzt ist es der VW-Skandal. Wen interessieren schon die Meldungen von gestern? Es lebe die Sensationsgeilheit! Das Gemeine dabei ist nur: Die Probleme von gestern werden nicht dadurch gelöst, dass man sie ignoriert. Tatsächlich verhält es sich doch so, als entstünden neue Probleme wie am Fließband. Darüber wird dann berichtet: Information Overkill! Unsere tägliche Sensation gib’ uns heute und alles andere wird ausgessen. Ich bezweifle aber ernsthaft, ob Aussitzen in jedem Falle angebracht sein mag. Denn die Dummen beim Aussitzen sind letztendlich immer … wir! Teil 227 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

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