Monats-Archive: November 2016

Das ist heute wieder mal so ein durchgängig-tausend-Kleinigkeiten-Schlag-auf-Schlag-erledigen-Tag, der um 05:45 Uhr schon angefangen hat. Was blogmäßig bedeutet, dass nicht großartig Beiträge getippt werden können, sondern es stattdessen mal wieder “nur” Musik gibt, so quasi zwischen Tür und Angel. Allerdings – mal was anderes. Nämlich Musik aus Finnland. Die Gruppe nennt sich Korpiklaani und es gibt sie seit 2003. Kennt hierzulande wahrscheinlich kein Mensch. Die Musik ist so eine Art von Folk-Rock-Metal-Mix und geht unheimlich ab. Im musikalischen Schaffen von Korpiklaani ist Finnisch die vorherrschende Sprache. Doch es existieren auch ein paar englischsprachige Aufnahmen, wie der hier vorgestellte Song “Vodka”, der 2009 als Single erschienen und auf keinem Album zu finden ist. Was nun aber wirklich keine Aufforderung zum Saufen sein soll! Linus Torvalds – der ja gleichfalls aus Finnland stammt – schreibt in seiner Biographie “Just For Fun” sinngemäß, dass man in Finnland im Winterhalbjahr nur saufen oder programmieren kann. Zitat: “Bei uns gibt es wahrscheinlich mehr Rentiere als irgendwo sonst auf der Welt. Und auch Alkoholiker … Verbringen Sie einen Winter in Finnland, und Sie wissen, warum es so viele Trinker gibt.” Ich vermute, dass “Vodka” von Korpiklaani in dieser “Tradition” zu verstehen ist. Doch ich würde sagen: Das hat durchaus Wacken-Qualität! Aber hört’s euch selbst mal an!

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Die Vergangenheit: Man schrieb das Jahr 1835. In Deutschland fuhr die erste Dampflokomotive, nämlich der “Adler” die sagenhafte Strecke von Nürnberg nach Fürth – also 6,05km. Wahnsinn! Die Lok hatte man aus England bestellt und sie wurde in Kisten verpackt per Schiff nach Köln in Einzelteilen geliefert. Der Zusammenbau erfolgte am Einsatzort und weil sich die Bevölkerung vor der “Höllenmaschine” fürchtete, hatte man mit William Wilson den Lokführer gleich mitbestellt. Die Bahnlinie wurde als “Ludwigseisenbahn” bezeichnet.

Für Ende November ist es mittlerweile ganz schön knackig kalt geworden. Vergangene Nacht zeigte das Thermometer -8°C an und für kommende Nacht sind -6°C angesagt worden. Aber ich weiß aus Erfahrung: Wenn der Himmel im Winterhalbjahr so klar ist, dass wir eine ausgeprägte blaurote Stunde haben, dann geht’s wärmemäßig in den Keller. Richtig tief sogar. Jedenfalls animierte mich besagte blaurote Stunde zu ein paar Schnappschüssen. Was für’s Auge und nur so … Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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So im Verlauf der letzten drei Tage war ganz schön was los im Netz. Befinden wir uns vielleicht bereits in der dritten Eskalationsstufe? Einige Medienberichte legen diese Vermutung zumindest nahe. Damit meine ich aber nicht die Panikmache durch die Bundeszentrale für politische Bildung, welche de facto Nutzer des Messengerdienstes Telegram mit islamistischen Terroristen gleichsetzt. Ich meine, ich benutze auch Telegram anstelle vom NSA-abgehörten WhatsApp mit Zuckerberg-Werbepauschale für Big Data und habe mit Dschihadisten nun wirklich absolut gar nichts am Hut. Aber: Ich benutze Telegram, weil das Stand heute nicht abgehört werden kann. Exakt da jedoch dürfte wahrscheinlich der Hase im Pfeffer liegen. So etwas passt gewissen Stellen nicht. Vor allem dann, wenn die sich dazu berufen fühlen, uns vor uns selbst schützen zu müssen. Wo bleibt da der mündige Bürger?

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Ich will mit diesem Beitrag einmal mehr ein Thema aufgreifen, das mir doch – spätestens seit dem letzten Urlaub – ziemlich am Herzen liegt. Es handelt sich um ein Tabuthema, also um etwas, worüber man nicht nicht spricht. Und wenn doch, dann bestenfalls hinter vorgehaltener Hand. Immer schön getreu dem Motto: “Was ist nicht berichtet wird ist auch nicht passiert.” Es geht um die Hinterlassenschaften unserer Väter, die sich nach und nach zum Bombenproblem entwickeln – und zwar im wahrsten Sinnes des Wortes. Wovon ich spreche? Von der Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer. Warum wird das unter den Tisch gekehrt? Nun, dafür existieren drei Gründe, nämlich:
- offizielle Geheimhaltung,
- Auswirkungen auf den Tourismus und
- Auswirkungen auf die Fischerei.

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Die beiden Wahrzeichen von Lutter am Barenberge, nämlich die beiden Türme von Kirche und Domäne.

“If you know your history then you know where you’re coming from.”
(Aus Buffalo Soldier von Bob Marley)

Ich habe etliche Jahre meines Lebens in Lutter am Barenberge – das liegt etwa in der Mitte zwischen Seesen und Goslar (das ist der geographische Mittelpunkt Deutschlands) – verbracht. Ist schon sehr lange her. Im Dreißigjährigen Krieg fand dort eine der größten Schlachten dieser gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Tilly und König Christian von Dänemark statt, aus der die Katholische Liga unter Tilly als Sieger hervor ging. In Folge siedelten sich einige Dänen, welche das blutige Gemetzel überlebt hatten, in der Gegend an, wovon auch heute noch etliche Familiennamen künden. Auch die verwandtschaftlichen Beziehungen nach Dänemark blieben für lange Zeit bestehen, wofür nicht zuletzt ich selbst aufgrund von z. T. dänischen Vorfahren das beste Beispiel bin.

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Obst ist bekanntlich urgesund und heute ist der erste Advent, den man ja auch einmal etwas kreativer begehen kann: Ergo auch allerhöchste Zeit für einen Blitz-Bratapfel, den schnellsten Bratapfel der Welt. :razz: Dauert nur wenige Sekunden. Dessen Rezept hatte ich ja HIER schonmal veröffentlicht. Nur anzünden; reicht schon! Passend dazu gibt’s auch ein kleines Adventsgedicht von mir:

Advent

Advent, Advent,
ein Apfelring brennt.
Erst einer,
dann zwei,
dann drei,
dann vier …
… und schließlich
liegt man selber vor der Tür!

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