Monats-Archive: Januar 2017

herrschulz

Die eine Gallionsfigur tritt ab – bringt sein Schäfchen ins Trockene und will zum Polittouristen werden – und die neue Gallionsfigur kommt: Nämlich der Herr Schulz! Jetzt bekommt die CDU es aber gewaltig mit der Angst zu tun, jubilieren die Medien unisono und prompt ist der Herr Schulz auch sofort auf allen Kanälen omnipräsent. Bei Berlin Direkt im ZDF, bei Anne Will in der ARD, in jedem Boulevardblatt usw. Das Land frohlockt: Der Hoffnungsträger-Heiland-Messias, also der Herr Schulz wird’s schon richten! Der gute Freund von einem, der abtritt, weil er Sympathien verspielt und Versprechen gebrochen hat. Spricht so eine Freundschaft wirklich für Herrn Schulz? Sorry, aber – ich vermag mich diesem Hype beim besten Willen nicht anzuschließen.

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Das hier ist ein sehr persönlicher Beitrag und mir ist durchaus bewusst, dass ich damit den einen oder anderen Widerspruch provoziere. Doch wie hat Salvador Dali es einmal so treffend ausgedrückt: “Wer Aufmerksamkeit erregen will, der muss provozieren!” Außerdem: Was mal gesagt werden muss, dass muss auch gesagt werden. Es geht um’s Fahren – um das berufliche Fahren. Es war 2001, als ich so richtig mit dem beruflichen Fahren angefangen habe. Ich hatte mir so einen Job weder ausgesucht noch in meinen Träumen angestrebt. Forschungsarbeit – chemisch-technische Forschungsarbeit – liegt mir sehr viel mehr. Aber man tut, was man tun muss. Um Geld zu verdienen tat ich das, was nötig war: Nämlich fahren! Hannover-Berlin, frühmorgens los, dort was arbeiten und am Nachmittag wieder zurück. Tagestour 900km. Frühmorgens ab Hannover nach Stuttgart, dort was arbeiten, anschließend bis spät nachts wieder zurück. Tagestour 1500km. Außendienst quer durch Deutschland.

Man kann über den letzten Streik bei der Lufthansa ja denken wie man will, aber der Betrieb des BER ist davon völlig unbeeinflust und ganz normal weiter gelaufen. :) Der BER: Ein deutsches Großprojekt. Zugleich aber auch ein ausgesprochen abschreckendes Beispiel dafür, wie Inkompetenz in Kombination mit Einsparungen, Selbstüberschätzung, Realitätsferne und Seilschaften zum Fiasko werden können bzw. sogar müssen. Lt. Merkel sollte der frühere Bahnchef Mehdorn zum Retter des Projekts werden. Mehdorns erste Amtshandlung bestand anschließend darin, den letzten Mitarbeiter, der vom Flughafenbau Ahnung hatte, umgehend vor die Tür zu setzen, weil der ihm nicht nach dem Munde redete. Es kommt mir vor, als sei ein derartiges Verhalten ab einer gewissen, abgehoben-elitären Schicht, symptomatisch. Denn die Sache wiederholt sich gerade auf einer anderen Ebene. Damit meine ich die SPD. Ein SPD-Guru, der TTIP befürwortet und gerne im Hinterzimmer gemauschelt hat, geht vorerst. Ein anderer, der TTIP nicht abgelehnt hat und der auch gerne im Hinterzimmer mauschelt, kommt dafür. Worin besteht die Veränderung? Das ist doch genau so, als würde die Feuerwehr bei einem Brand die Löschdüse auswechseln, obwohl gar kein Wasser zum Löschen da ist. Und warum machen eigentlich unsere Medien keine solchen kritischen Anmerkungen; warum fällt denen das nicht auf? Oder fällt es vielleicht doch auf und darf nur nicht berichtet werden, weil das politisch unerwünscht ist? Teil 314 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

neuerdrucker

Gestern drei und heute fünf Stunden an Arbeit: Immerhin ist der neue Win10-PC von meiner Großen jetzt soweit betriebsfähig, dass sie Uni-mäßig damit arbeiten kann. Das war, wenn man bedenkt, dass ich bislang mit Windows 10 noch nichts zu tun und Microsoft alle Stellschrauben sorgfältig vor dem Anwender versteckt hatte, ein ziemliches Stück an Arbeit. Jedenfalls fährt die Kiste jetzt binnen 70 Sekunden hoch und ist auch sonst ganz fix. Eine grundlegende Softwareausstattung bzg. Office, Media, Internet, Wartung etc. ist auch drauf und funktioniert – alles ausprobiert. Das Ding muss ja funktionieren, wenn sie sich morgen zurück in Richtung Uni auf den Weg macht, was ja auch ein paar hundert Kilometer sind. Da kann ich nicht mal eben schnell um die Ecke gucken kommen. Aber da war nochwas, nämlich mein neuer Drucker. Der hat mich auch drei Stunden gekostet. Die ersten Erfahrungen damit will ich hier mal kurz beschreiben. Das Teil kam am gestrigen Nachmittag, und zwar per Post, und zwar sozusagen tiefgefroren. Bis zum heutigen Nachmittag habe ich das Ding daher vorsichtshalber erstmal auftauen lassen.

Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem andauernd irgendwas quer läuft und für Vollbeschäftigung sorgt, so dass mir für’s Blog praktisch keine Zeit bleibt. Meine “Oldies” (sprich Schwiegereltern) sind daran nicht ganz unschuldig, aber auch der Hermes-Paketbote mit seiner unsachgemäßen Bedienung der Haustürklingel (was eine Reparatur nach sich zog) und etliche andere Sachen halten mich auf Trab. Daher gibt’s an dieser Stelle auch nur ein kleines Lebenszeichen, eine Fundsache aus dem Internet. Man darf das nämlich alles nicht so ernst nehmen und verbissen sehen, sonst dreht man irgendwann ab! ;)
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Die Zeugin

Die Vignettierung ist ein wirklich äußerst lästiger Fehler, der manchmal bei Fotos auftritt (gehäuft bei Handys und Cams). Man versteht darunter eine Abschattung des Bildrandes. Das hat physikalisch-optische Gründe. Bloß: Es sieht einfach nur hässlich aus! Eine Vignettierungskorrektur ist aber möglich, und zwar mit mehreren verschiedenen Verfahren. Am einfachsten funktioniert es m. E. noch mit der portablen Freeware JPG Illuminator, welche als Windows-Programm über WinE auch unter Linux läuft. Wie das mit der Vignettierungskorrektur geht will ich einmal anhand eines Beispiels zeigen.

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Eine Aufnahme im Yosemite: Vignettierungskorrektur vorher und nachher.

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Vor ein paar Tagen kam ich mit einem selbständigen Handwerksmeister ins Gespräch. Er beschäftigt häufiger Minijobber. Was sich für ihn durchaus rechnet, denn dadurch kann er einen Facharbeiterlohn in Rechnung stellen und selbst einen Hilfsarbeiterlohn zahlen. Irgendwie kam das Gespräch dann auf die Rente. Ich bemängelte dabei, dass etliche Jahre meiner Tätigkeiten als Minijobber nicht angerechnet werden würden, weil meine damaligen Arbeitgeber es “zufällig vergessen” hatten, mich bei der Rentenversicherung zu melden. Die Antwort meines Gesprächspartners, des Herrn Unternehmers, ließ daraufhin an Deutlichkeit nichts mehr zu wünschen übrig: “Das machen doch alle. Weil’s nicht kontrolliert wird. Wer seine Hilfsarbeiter heute noch bei der Rentenversicherung anmeldet, der muss doch blöde sein, weil der sich ins eigene Fleisch schneidet. Genug Rente gibt’s sowieso nicht mehr und da muss jeder selbst sehen, wo er bleibt. Wenn ich meine Minijobber nicht anmelde, dann ist das für mich reine Eigenvorsorge.” Ich schließe aus diesen Worten, dass die fehlende Anmeldung der arbeitenden Menschen im Niedriglohnsektor üblich ist. Ich schließe aus diesen Worten auch, dass sich hier Unternehmer auf Kosten von Arbeitnehmern bereichern und dass das niemand kontrolliert. Merke(l): “Die Wirtschaft dient uns allen!

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