Tages-Archive: 14. Mai 2017

altersvorsorge

Die Dauer der Erwerbsarbeit hierzulande wird gemeinhin mit 45 Jahren beziffert und wir schreiben das Jahr 2017. Gehen wir 45 Jahre zurück, dann war das 1972. Wer also seine 45 Jahre gebuckelt hat, der geht in Rente und stellt fest, dass er aufgrund der fortgesetzten Misswirtschaft unserer vermeintlichen “Volksvertreter” künftig vom Flaschensammeln wird leben müssen, weil die Rente zum Leben nicht ausreicht. Unsere Politclowns empfehlen daher private Vorsorge und dazu existieren etliche Modelle, angefangen beim Riester-Beschiss über betriebliche Altersversorgung bis hin zur besteuerten Lebensversicherung. Allen diesen Modellen ist eins gemeinsam, nämlich die Tatsache, dass sich Banken und Versicherungskonzerne daran eine goldene Nase verdienen. Die Arschkarte hat anschließend der Rentenempfänger, der sich bei den Tafeln anstellen darf. Geht’s nicht aber vielleicht auch ganz anders? So ganz ohne Banken und Versicherungen und nur rein privat? Ich denke schon. Das aber setzt eiserne Disziplin und Sparsamkeit voraus, und zwar während der gesamten o. e. 45 Jahre der Berufstätigkeit.

Ein armes und ein reiches Land, beide in der EU. Die Aufteilung der Wirtschaft in Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungssektor ist in etwa vergleichbar. Die Arbeitslosigkeit in dem armen Land liegt um den Faktor 2,6 höher als in dem reichen Land, allerdings agiert man in dem armen Land mit echten Zahlen, während in dem reichen Land die betreffenden Angaben nach Kräften geschönt (um nicht zu sagen manipuliert) werden. D. h. im reichen Land rechnet man Menschen, die gerade erkrankt sind, eine Umschulung machen oder über 58 Jahre alt sind usw. einfach nicht mit. Außerdem interessiert es die Politik in dem reichen Land nicht die Bohne, ob jemand von seinen Einkünften auch leben kann, so dass auch prekär Beschäftigte als nicht-arbeitslos erfasst werden. Das schlägt sich im Armutsvergleich nieder, denn im reichen Land ist die Armut größer als in dem armen Land. Den Hauptunterschied zwischen beiden Ländern aber macht das Sozialsystem aus. Im reichen Land, geprägt durch eine rechte Politik, hängt man der Pseudoreligion des Neoliberalismus an. Im armen Land hingegen, geprägt durch eine linke Politik, achtet man eher auf das Wohl der Bevölkerung. Dort gibt es ein weitgehend kostenloses Gesundheitssystem, staatlich geförderte Bildung, einen Sozialtarif für Strom, die 35-Stunden-Woche, gebildete und politisch interessierte Bevölkerung und ein Renteneintrittsalter von 63 bis 65 Jahren (während das im reichen Land bei 67 Jahren liegt und 70 Jahre diskutiert werden). Verglichen werden hier Portugal als armes und Deutschland als reiches Land. Die betreffenden Zahlen lassen sich unschwer im Web recherchieren. Der Vergleich belegt, dass man nicht dem Neoliberalismus anhängen muss, sondern dass es (ungeachtet der Tatsache, dass in Portugal noch deutlicher Verbesserungsbedarf besteht) auch ganz anders funktionieren kann. Leider sucht man derartige Vergleiche in den gleichgeschalteten Mainstream-Medien des Neoliberalismus vergebens, was wieder einmal belegt, dass von der Seite keine objektive Berichterstattung zu erwarten ist. Wenn man nämlich etwas findet, dann findet man es ausschließlich in alternativen Veröffentlichungen. Teil 331 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

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