Monats-Archive: Juli 2017

Wieder im Fahrdienst und dazu noch gefühlte tausend andere Kleinigkeiten um die Ohren, von dem leidigen Gegurke zu Schwiegervater ins Krankenhaus ganz zu schweigen: Der Alltag hat mich wieder! Er hat mich auch nach dem viel zu kurzen Urlaub gleich mit offenen Armen empfangen. Wenn man so die Leute fährt und das Radio im Auto vor sich hin dudelt, dann macht sich mitunter auch manchmal so seine Gedanken. Heute auch: Ist euch schonmal aufgefallen, dass praktisch niemals politische oder kritische Lieder oder Protestsongs gebracht werden? Immer nur das gleiche Heile-Welt-La-La-La. Nun stellt euch mal den umgekehrten Fall vor. Stellt euch einfach mal vor, die Sender würden permanent politische und kritische Lieder bringen. Immer mal zwischendurch eingestreut, den ganzen Tag über. Jeder würde das hören. Könnte es nicht sein, dass es dann bei dem einen oder anderen im Oberstübchen mal “Klick” machen und der Betreffende dadurch aufwachen würde? Aber das will ja keiner – jedenfalls keiner von denen, die hierzulande das Sagen haben. Möglicherweise werden ja auch genau deswegen solche Songs – es gibt sie zuhauf – nie im Radio gespielt: Lieb’ Vaterland magst ruhig sein! So quasi als Gegengewicht habe ich mal einen entsprechenden Song rausgesucht, nämlich “Räuberstaat” von Rasta Knast. Es lohnt sich durchaus, da mal ganz genau zuzuhören!

Nun noch die letzten Langeoog-Bilder, denn ich will das Thema ja nicht überstrapazieren. Dabei handelt es sich um typisches Meeresgetier. Und zwar um das, was man so nicht unbedingt in einem Nordsee-Aquarium findet. Die Aufnahmen entstanden an verschiedenen Tagen anlässlich von Wanderungen über die diversen Sandbänke und immer an der Wasserlinie entlang. BTW: Mir ist nachträglich aufgefallen, dass der offizielle Gezeitenkalender der Insel für den Monat Juli einen (lebens-) gefährlichen Fehler enthielt. Da waren nämlich zum Monatswechsel vom Juni auf den Juli Samstag und Sonntag unterschlagen worden. Hab’s mal nachgerechnet: Die angegebenen Zeiten für Ebbe und Flut sowie das zugehörige Datum stimmten wohl. Nicht aber die angegebenen Tage! Watt’n Glück, dass wir uns beim Gezeitenkalender nach dem Datum und NICHT nach der (falschen) Tagesangabe gerichtet hatten. Andernfalls hätte das nämlich schnell ins Auge – oder besser gesagt ins Wasser – gehen können. Etwas Misstrauen ist folglich auch gegenüber offiziellen Schriftstücken immer ganz angebracht! So, und hier nun die zehn letzten Bilder. Darufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Gestern kein Eintrag, weil das rl vorgeht und hier der Bär tanzt – wir haben Schwiegervater mit seinen 85 Jahren nämlich mit akut-kritischer Herzinsuffizienz ins Krankenhaus bringen müssen. Anschließend warteten noch der Garten, die Wäsche und die Wocheneinkäufe für zwei Haushalte zzgl. die Betreuung meiner demenkranken Schwiegermutter. Einen unvermittelten und nicht ungefährlichen Angriff durch meine geistig schwerbehinderte Schwägerin konnte ich gerade noch abwehren – da war ich absolut nicht drauf gefasst und das hätte mir um Haaresbreite offene Pulsadern eingebracht. Aufgrund der Abwesenheit ihres Vaters (passte nicht ihr Weltbild) war sie nämlich urplötzlich komplett ausgetickt und auf Veränderungen ihres Weltbildes reagiert sie nicht nur völlig unberechenbar, sondern auch von einer Sekunde zur anderen unvorhersehbar gemeingefährlich aggressiv. Langeweile kommt da ganz bestimmt nicht auf!

fifasch

Mir ist da ein Zeitvertreib für verregnete Urlaubstage eingefallen, und zwar ein Gesellschaftsspiel für 2-5 Mitspieler von 6 bis 96 Jahren – also ganz egal ob jung oder alt. Das Spiel kostet gar nichts und kann daher von jedermann gespielt werden. Das Schöne dabei: Es funktioniert gänzlich ohne Strom und kann auch bei Stromausfall und somit jederzeit und überall durchgeführt werden. Außerdem lernt ihr dabei auch noch etwas Wichtiges über das Thema “Wirtschaft”, denn das Spiel orientiert sich an dem alten Sprichwort “der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen” und folgt dem Grundsatz “Geld kommt zu Geld“: Es ist somit total realistisch und gründet sich wirklich auf allereinfachste Spielregeln! Zunächst zum

Kunstformen gibt es viele. Manche Menschen musizieren oder malen oder fotografieren oder dichten oder schnitzen oder-oder-oder. Auf eine Kunstform, die ich so bisher nicht als Kunst betrachtet habe, bin ich auf Langeoog aufmerksam geworden. Kam so: Zuerst war da diese SMS von den Telekomikern dahingehend, als dass die (mal wieder) mein Datenvolumen gedrosselt hatten. Was soll’s – freies WLAN gab’s im “Haus der Insel” und der betreffende Vormittag glänzte ohnehin durch einen strahlend grauen Himmel, aus dem es immer mal wieder rauspieselte. Also sind wir – meine Frau und ich – zum “Haus der Insel” gefahren. Dort brachte ich zuerst mal mein Handy auf den neuesten Stand.

Vorsicht: Was jetzt kommt ist megakitschig! Ich hatte ja bereits erwähnt, dass mir auf Langeoog die Idee zu einer Blumenschale gekommen war. So etwas ist ganz extrem superleicht umzusetzen, daher hier mal eine kurze Bastelanleitung dazu. Ihr benötigt:
- Eine hinreichend große, flache und etwas unregelmäßig geformte Schale von ungefähr 40cm Länge, 20cm Breite und 6cm Höhe.
- Ein oder zwei Kakteen als Solitärpflanzen (bei einem kriechenden Kaktus ggf. einen Stein als Stütze).
- Eine Nippesfigur.
- Dekomaterial wie z. B. Muscheln.
- 7-10 Hauswurz-Rosetten (je nach Größe).
- 1/2 Margarinedose voll magerer Blumenerde oder Kakteenerde.

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Die eine Seite der fertigen Blumenschale.

Machen wir noch einen Moment mit dem Federvieh weiter: Möwen gelten neben Wasser, Wellen und Schiffen als das Sinnbild des Meeres schlechthin. Ich muss zugeben, dass ich zu den Mistviechern ein ziemlich gespanntes Verhältnis habe. Damals, als ich vor über vierzig Jahren noch auf der alten “Solea” in Richtung Orkneys gefahren bin, da “fütterten” wir die Mistviecher vom Heck des Schiffes aus mit Blei. Wenn man das heute macht, dann hat man gleich Legionen von Tierschützern am Hals. Aber seien wir mal ehrlich: Es sind und bleiben Mistviecher! Die schei… alles voll und scheuen sich auch nicht, einem das Essen mit waghalsigen Flugmanövern aus der Hand zu klauen, wobei sie arg blutende Verletzungen des Besitzers billigend in Kauf nehmen. Und wenn erstmal eine Möwe was erwischt hat, dann findet die wundersame Möwenvermehrung statt und urplötzlich wie aus dem Nichts kreist ein ganzer Schwarm dieser Geier über einem. Vermutlich vermehren sich die Biester im Moment der Nahrungszufuhr durch spontane Teilung! Es ist für die Kinder übrigens ein unterhaltsames Spiel, die zwischen den Badegästen am Strand umher streifenden Vögel mit Steinen abzuwerfen. Wer die Meisten trift hat gewonnen. Oder – die Spielvariante für Fortgeschrittene – es wird nach Möwenarten differenziert und unterschiedliche Arten ergeben beim Treffer auch unterschiedliche Punktzahlen. ;)

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