Tages-Archive: 5. August 2017

physchem1
Riesenkristalle in der Höhle von Naica – auch eine Form von Gips.

Gips kennt jeder. Chemisch gesehen ist das Kalziumsulfat mit zwei eingeschlossenen Kristallwassermolekülen, also als Formel CaSO4*2H2O. Gips tritt aber noch in weiteren Erscheinungsformen auf. Eine davon ist das Gips-Anhydrit oder kurz Anhydrit genannt. Das ist die wasserfreie Form, als Formel CaSO4. Bei Anhydrit im Untergrund spricht der Geologe von Gipskeuper. Welchen Unterschied macht der Wasseranteil aus? Hinsichtlich des Volumens einen immensen Unterschied. Tritt nämlich zum Anhydrit Wasser hinzu, dann bläht der sich um 50-60% unter Gipsbildung auf. Unter Tage spricht man dann vom Gesteinsdruck und der vermag sogar massivste Betonröhren problemlos zu sprengen. Es gibt aber noch einen weiteren Unterschied. Sowohl Anhydrit wie auch Gips sind nur schwer wasserlöslich. Beim Anhydrit liegt die Wasserlöslichkeit bei rund 0,6g/l und beim Gips bei rund 2g/l. D. h. Gips ist um gut Faktor drei besser wasserlöslich als Anhydrit.

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