Monats-Archive: Juni 2018

60

So, nu’ isses also passiert! Jünger wird keiner. Nun bin ich 60 Jahre alt geworden. Sechs Jahrzehnte im Irrenhaus des Universums liegen hinter mir und das nächste Jahrzehnt nehme ich jetzt in Angriff. Dabei fühle ich mich gar nicht wie sechzig – eher so wie 18 mit 42 Jahren Erfahrung. Wobei in der Zahl 42 ja die ultimative Antwort liegt, und zwar auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest ;) . Früher schien mir die Sechzig unendlich weit entfernt zu sein. Früher, als ich noch in den Bäumen rumkletterte (OK, das mache ich heute zwar auch noch, aber nicht mehr so oft). Früher, als ich noch in jedes Loch in irgendeinem Berg gekrochen bin (zugegeben, daran hat sich nicht wirklich soviel verändert, außer dass die Löcher heute etwas größer sein müssen damit ich durchpasse). Früher wurde man mit einem Zweimarkstück zum Zigarettenautomaten geschickt – heute wäre das ein Fall für’s Jugendamt. Wir haben das damals trotzdem überlebt.

kievo

Im neuen Bild der Wissenschaft (Juli 2018) geht es um etwaige, extraterrestrische Zivilisationen, wobei das Konzept der künstlichen Intelligenz (abgekürzt KI) eine wesentliche Rolle spielt. Ich hatte in Bezug auf die mit einer KI verbundene Problematik ja bereits an früherer Stelle schon einmal gewisse Bedenken geäußert. Es könnte nämlich sehr gut sein, dass unsere biologische Intelligenz nur so eine Art von Geburtshelfer für eine maschinelle Intelligenz darstellt, die dann ihrerseits den nächsten Schritt in der Evolution bildet. Wir wären damit überflüssig geworden und die Zukunft gehörte der postbiotischen Intelligenz, also den Maschinen.

Ich bin ja nun wirklich nicht so der Dropbox-Junkie, aber hin und wieder ist Dropbox doch ganz nützlich. Nun pfeift mein Rechner aus dem letzten Loch und deswegen habe ich den alten (und abgelegten) PC von meiner Tochter reanimiert, reaktiviert und repariert. Läuft auch weitestgehend störungsfrei. Ein paar Kleinigkeiten bleiben natürlich immer noch zu machen und die bemerkt man erst später. Dropbox gehört dazu. Sie hatte da ihre Dropbox-Installation drauf. Ich wollte aber meine Dropbox haben, keine Neuinstallation vornehmen und das folglich umschalten. “Irrtum sprach der Igel und stieg von der Bürste” – oder so ähnlich. Das Umschalten der Dropbox auf einen anderen Benutzer ist so wohl nicht vorgesehen. Meine diesbezügliche Recherche im Web verlief ergebnislos. Tja, geht wohl nicht – bis mein Blick auf das Dropbox-Symbol im Systray fiel. Vielleicht doch noch einen Versuch? Und der hat hingehauen! Man kann eine vorhandene Dropbox-Installation auf einen anderen Benutzer umschalten. Ein Dutzend Schritte – geht so:

ricin

“Wenn du wissen willst, worüber wir reden, dann mach’ den Fernseher aus!”
(Verfasser unbekannt)

Stell’ dir vor, du möchtest die Bude für dich und deine Familie mit Grünzeug verschönern. Oder deinen Balkon bzw. deinen Garten. Du suchst dir etwas aus, was schön bunt ist, anspruchslos obendrein und was schnell wächst. Solches Saatgut bestellst du per Internet. Du entscheidest dich dabei für den biblischen “Wunderbaum“. Zuhause hast du dann noch Unkrautex und Zucker. Oder eine Tüte mit Mehl und einen irgendwo rumliegenden Föhn. Alles ganz unverfänglich und so etwas soll es ja geben. Nun stell’ dir vor, du bist muslimischen Glaubens, stammst aus Tunesien und all das, was bisher bereits gesagt wurde, träfe auf dich zu.

warenfrust

Heute bei Aldi ‘ne Kiste Milch gekauft und gestaunt: Ein Milchkarton war (mal wieder) mittels Tacker mit dem Palettenboden vernagelt worden, und zwar durch ein TetraPack hindurch. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie das Resultat ausgesehen hat. Da frage ich mich: Ist das Frust? Liegt das am Desinteresse, an unmenschlichen Arbeitsbedingungen (was noch durchaus nachvollziehbar wäre), an Unachtsamkeit oder … schlicht an der menschlichen Dummheit?

telegram

keiner

Jetzt mal was ganz und gar durch und durch persönliches. Keiner mag mich! Alle sind gegen mich! Das fängt schon morgens beim Frühstück an. Klar, die Tasse Kaffee macht wach. Besonders dann, wenn es sich um Hufeisenkaffee handelt (Hufeisenkaffee ist, wenn ein reingeworfenes Hufeisen oben schwimmt – erst dann ist der Kaffee stark genug). Sie macht noch wacher, wenn man sie über die Tastatur kippt anstatt das Zeug zu trinken. Die Krönung ist aber die Messerspitze voll eingerührtem Chilipulver. Seit ich das mache, brauche ich nach dem Aufstehen keine halbe Stunde mehr, um rauszufinden, wer ich eigentlich bin.

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