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Himmelfahrt am Feggendorfer Stolln.

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Während der Führung.

Himmelfahrt, das bedeutet nicht nur Vatertag. Das ist traditionell auch das Stollnfest in Feggendorf. Wenn das Wetter mitspielt, dann gehe ich da rauf. Heute spielte es mit. Da es sich beim Stolln um ein Bergwerk zum Anfassen handelt, wird dort ständig gearbeitet. Auch während der Führungen. Klar, ist dreckig, nass und schlammig. Tropft ständig von oben; die Kohle färbt ab und klettern muss man auch (ca. 3m die Fahrte senkrecht rauf; wer auf die Stufen statt an die seitlichen Holme fasst, der kann sich später draußen die kohlschwarzen Hände mit Bergwasser waschen); außerdem sind die Gänge mitunter so niedrig (Deckenhöhe stellenweise nur etwa 1,5m; Schutzhelm ist unverzichtbar, weil der Fels härter als der härteste Dickkopf ist), dass man in den Entengang gezwungen wird. Das haben Kohlenschächte nun einmal so an sich. Nichts für Klaustrophobiker. Aufgrund der beständigen Arbeiten im Stolln verändert sich auch die Tour der Führungen öfter mal. Die Führungen beschränken sich immer nur auf ein paar wenige Personen. Das bleibt dann nicht nur überschaubar, sondern ist auch sehr individuell. Zum Ausgleich dafür gibt’s viele Führungen, nämlich immer dann, wenn mindestens eine Fünfer-Gruppe da ist. Ich weiß nicht, wie oft ich schon in diesem “schwarzen und unheimlich anmutenden Loch” gewesen bin. Oft. Sehr, sehr oft, denn Höhlen und Stollen üben auf mich eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Heute war ich auch wieder drin, und zwar zum Fotografieren.

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Zwar stark vergrößert, aber doch gut erkennbar: Das kaum erforschte Leben in ewiger Dunkelheit.

Unter Tage, ein schwarzes Loch im Berg – weitgehend unbeleuchteter Kohlenschacht! – was soll es da schon zum Fotografieren geben? Farben! Farben satt ohne Ende und in all der Pracht, zu der die Natur fähig ist. Vorausgesetzt, man bringt das richtige Licht mit. Hatte ich. Ergänzend zum Blitz der Kamera und zur LED-Taschenlampe (die ja beide ein sehr hartes, weiß-bläuliches Licht liefern) kam noch die altherbebrachte Grubenlampe mit dem schweren Bleiakku über der Schulter. Zwar antike Technik, aber unverwüstlich. Die lieferte rötliches Licht. Ich muss allerdings gestehen, dass es mit Fototasche und Akku über der Schulter und Kamera um den Hals und Lampe auf dem Kopf stellenweise doch recht eng geworden ist. Bedeutet: Meine Jacke muss in die Wäsche. So etwas bleibt nun einmal im Bergwerk nicht aus. Die Schuhe interessierten weniger, weil es sich um meine alten “Gartentreter” handelte und die waren vorher schon schmutzig. Für “zivilisierte” Besucher stellt der Stollnverein jedoch auch Kittel und Gummistiefel zur Verfügung. Jedenfalls wurde es eine Fototour, die sich gelohnt hat. Hier mal der “Rausch der Farben”.

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