Plan B funktioniert … aber nur mühsam. Worum geht’s? Es geht um das Fotografieren von Blitzen. Ich habe das bisher rund tausendmal mit Langzeitbelichtung und vorgesetzten Graufiltern versucht. Mit einer DSLR-Kamera mag das bei Dauerbelichtung vielleicht hinhauen; bei der Bridge mit max. 4-8 Sekunden Belichtungszeit klappt es nicht. Plan B war ein Vorschlag von meiner Jüngsten: “Warum filmst du das Ganze nicht und nimmst hinterher Einzelbilder aus dem Video raus?” Geniale Idee! Nur ist dieser Plan B leichter gesagt als getan. Denn der Teufel lauert – wie so oft – im Detail. Erstmal muss es sich um ein trockenes Gewitter handeln. Regen lässt die Fokussierung Amok laufen. Selbstverständlich ist, dass die Kamera auf ein stabiles Stativ an Wind- und Feuchtigkeits-geschützter Stelle kommt und nach dem Starten des Videos nicht mehr angefasst wird. Nur wenn dieses ganze Drum und Dran auch gegeben ist hat man Aussicht auf Erfolg. Und: Das Video muss in Full-HD mit 1920*1080px gedreht werden, damit man hinterher auch ein halbwegs brauchbares Bildformat erhält. D. h. im MOV-Format der Kameras schlagen 5 Minuten Aufnahmedauer mit rund 0,5 GB zubuche.

Das mit dem Drum und Dran war vergangene Nacht der Fall. Um Punkt 03:00 Uhr “bebte” das Haus, als mich ein Donnerschlag fast aus dem Bett katapultierte. Mal auf den Balkon gegangen, um die Lage zu peilen: Disco-Lightshow eines trockenen Gewitters! Aber was für eine! Ideale Bedingungen, um Plan B mal auszuprobieren! Wann, wenn nicht jetzt? Das Video nahm ich acht Minuten lang auf. Darauf befanden sich hinterher jede Menge an Wetterleuchten und drei recht ordentliche Blitze. OK, aber wie bekommt man nun die Bilder aus dem Video raus? Ich habe dazu die portable Freeware VLC verwendet. Hier sind folgende Einstellungen wichtig:

“Ansicht/ Erweiterte Steuerung” aktivieren. Dadurch erscheinen links unter dem Video vier zusätzliche Buttons, von denen der Zweite – der mit dem Kamerasymbol – benötigt wird. Der mitunter im Web empfohlene Frame-Export Bild für Bild hat bei mir NICHT funktioniert!

Unter “Extras/ Einstellungen/ Video” nach unten scrollen. Daraufhin unter “Videoschnappschüsse” mit “Durchsuchen” das Verzeichnis angeben, in dem die zu exportierenden Bilder gespeichert werden sollen und unter “Format” das JPG-Format wählen. Andernfalls legt VLC die Bilder nämlich unter “C:/Users/(name)/Pictures” bzw. unter “C:/Benutzer/(name)/Eigene Bilder” im PNG-Format mit zusätzlichen Vernüpfungen ab, was ganz schnell zum Vollmüllen der Platte führen kann.

Zuletzt und ganz wichtig: VLC JETZT beenden! Die o. a. Einstellungen werden nämlich erst nach dem VLC-Neustart wirksam!

OK, VLC ist damit klargemacht. Nun das Video anschauen. Blitze sind, wie der Name schon sagt, blitzschnell. Der Klick auf den Button mit dem Kamerasymbol exportiert ein Bild. Wenn auf dem Video nun ein Blitz zu sehen ist, dann die Wiedergabe stoppen. Ein oder zwei Sekunden zurück gehen (Schieberegler unter der Bildwiedergabe), erneut starten und wie verrückt auf dem Kamerasymbol rumklicken. Jeder Klick exportiert ein Bild – und auf einem davon hat man dann, mit etwas Glück, auch den Blitz drauf. Das Ganze trägt die Züge eines Reaktionsspiels. Bei mir selbst war etwa jeder dreißigste Klick ein Volltreffer – etwas Geduld gehört folglich auch dazu. Und das macht Plan B eben mühsam. Wenn man einen Blitz exportiert hat, dann das betreffende Bild sichern und den Rest umgehend löschen, damit man die Übersicht behält. Dann auf zum nächsten Blitz usw. Und so sieht das hinterher aus (draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab):

blitz1

blitz2

blitz3

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