ungleich

Vor rund einem Jahr stellte dieses Blog bereits unbequeme Fragen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsproblematik. Geändert hat sich seither – gar nichts! Nein, ich habe nichts gegen die Flüchtlinge – um das vorab gleich mal klarzustellen. Ich finde, es ist sogar unsere verdammte Pflicht als Mega-Waffenexporteur, denen zu helfen, denen mit Hilfe auch unserer Waffen alles genommen worden ist. Aber alles muss auch seine Grenzen haben. Was bekommt der Flüchtling hierzulande? Kostenlose Wohnung, kostenloses Essen, kostenlose Gesundheitsversorgung – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Was bekommt im Gegenzug der Deutsche? Deutsche müssen sich auf die Rente mit 73 einstellen oder erhalten nach 45 Jahren Arbeit nicht mal Hartz IV. Und dann steht da auch noch der Vorschlag von vor einem halben Jahr zur Debatte, dass der Staat – also wir, die wir ohnehin schon ausgequetscht werden – den Flüchtlingen den Führerschein bezahlen sollen. Die logische Konsequenz kann nur lauten, ihnen dann in Folge auch noch obendrein das zum Führerschein gehörige Auto zu schenken.

Ich meine, irgendwo muss doch mal Schluss mit der Bevorzugung von Flüchtlingen gegenüber den Deutschen sein! Diese Art der Ungleichbehandlung hat m. E. inzwischen unerträglichen Formen angenommen! Dabei geht es mir wirklich nicht um die Schlechterstellung des Flüchtlings, sondern vielmehr um die schon längst überfällige Gleichstellung des Deutschen! Dem Flüchtling soll der Führerschein bezahlt werden? OK – dann aber bitteschön auch JEDEM Deutschen! Der Flüchtling hat kostenlose Gesundheitsversorgung? OK – dann aber auch bitte das Gleiche für JEDEN Deutschen! Dem Flüchtling wird das Essen bezahlt? OK – dann aber auch bitte bei JEDEM Deutschen! Das könnte jetzt endlos fortgesetzt werden.

Stattdessen aber: Weitergehende Schlechterstellung des Deutschen. Aktuelles, angeblich “sozialdemokratisches” Projekt dabei ist die Entrechtung von Arbeitslosen, d. h. die Nahles’sche Zementierung eines Zwei-Klassen-Rechtssystems für Herrenmenschen und Untermenschen. Merkt denn hier keiner, dass unsere Einheits-Dinosaurierparteien schon längst auf einem anderen Planeten leben und keinesfalls mehr die Interessen des Volkes vertreten? Das die nur noch reine Klientelpolitik betreiben und auf das in ihren Augen offensichtlich minderwertige Volk höhnisch herabsehen? Das sie durch ihre Not-erzwingt-Beugung-Politik die Wähler geradewegs in Scharen dem rechten Rand zutreiben?

Klar, ein Verzicht auf die Ungleichbehandlung – d. h. auf die beabsichtigte, vorsätzliche und bewusste Schlechterstellung des Deutschen – würde Geld kosten. Viel Geld sogar. Aber, um es mit dem überzeugten CDU-Mann Heiner Geißler zu sagen (Zitat): “Wir haben Geld wie Dreck. Es haben nur die falschen Leute.” Ja, und dann sollte man sich vielleicht mal fragen, warum die falschen Leute das viele Geld haben und wer es ihnen zugeschustert hat. Dabei waren nämlich die hämisch grinsenden Politiker, die uns nach Strich und Faden bescheißen und betrügen, maßgeblich beteiligt. Die bereits erwähnte H4-Menschenrechtsverletzung ist dazu eines ihrer wichtigsten, wenn nicht sogar das wichtigste Mittel. Nur: Das Geld, das ja da ist, muss nicht auch zwangsläufig bei den falschen Leuten bleiben!

Da können wir alle was dran drehen. Im kommenden Jahr ist Wahl und die ersten (völlig schwachsinnigen, weil m. E. gelogenen) Wahlkampfversprechungen hört man ja bereits jetzt schon. Fallt mal nicht auf die Grinsefressen rein, sondern orientiert euch an den jeweiligen Parteiprogrammen. Geht ganz einfach. Was da H4 befürwortet (d. h. unsere Lebensverhältnisse noch mehr verschlechtern will) oder Parteispenden annimmt (d. h. sich korrumpieren lässt), das wird von der Liste der bei der nächsten Wahl infrage kommenden Parteien gestrichen. Was übrig bleibt, das ist eine Überlegung wert. Simpel, effektiv – und wirkungsvoll!

6 Antworten auf Ungleichbehandlung

  • elfina sagt:

    dabei ist jetzt schon klar, dass wichtige fragen wie “rente” absenkung wie auch arbeitsjahre aus dem wahlkampf rausgehalten werden sollen.
    man will die wähler nicht vorher verprellen.

  • EuroTanic sagt:

    Erstens ist deine Formulierung “Kostenloses Essen” etc. Neusprech. Denn es sugeriert, etwas zu bekommen das nichts kostet. All das kostet aber und soll nur die Flüchtlinge mit dem Wort “kostenlos” belasten. Das ist Unsinn.
    Zweitens gibt es eine Grundversorgung für all. Alle kriegen Essen, Wohnen, Kleidung, Gesundheitsvorsorge vom Staat. Soweit sie nicht in der Lage sind dieses selbst zu zahlen. In Form von SGV V oder SGB 10 Lesitungen. Das ist Ausfluss von Menschenrecht. Dito also Flüchtlinge, denn das sind auch Menschen.
    Ob man das generell gutfindet, also Grundsicherung, das musst jeder selber entscheiden.

    • Nette Theorie! Als ich noch in H4 war habe ich das VOLLKOMMEN ANDERS erlebt! Aber du wirst solche Erfahrungen sicherlich auch noch machen (müssen). Bis dahin: Genieß’ das Leben und träum’ weiter!

      • Ralle sagt:

        … wenigstrens Einer der es aus diesem neoliberalen Sumpf und seinen Verkrüppelungen herausgeschaffft hat! :-) Glühstrumpf! vG Ralle

        … und pass auf, das Dich dieses Elend nicht bis zum “Sterbegeld” [ Rente mit 70+xxx] wieder einholt! vG Ralf

        • Was man dem neoliberalen Sumpf durchaus entgegen stellen kann (und was auch schon mal recht gut funktioniert hat) ist eine soziale Marktwirtschaft a la Ludwig Erhard mit dem Ziel “Wohlstand für Alle!”.

  • DB sagt:

    Vielen Dank für die klaren und wahren Worte!

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