Virenscanner sind recht nützlich, mitunter aber auch voll ätzend. Es ist mir nämlich schon mehr als nur zwei- oder dreimal passiert, dass ein Virenscanner ein Programm ohne nähere Angabe von Gründen (die “heuristische Prüfung” akzeptiere ich nämlich nicht als Grund) aus dem Verkehr zieht. Und zwar so gründlich, dass weder die Wiederherstellung noch das Ausschließen von künftigen Scans möglich ist. Frei nach Johny Goethe: “Bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt – und mach’ dich kalt!” Zumeist handelt es sich dabei um Programme, welche einen klitzekleinen, vermeintlichen “Fehler” aufweisen, indem die einen mühsam aufgebrachten Kopierschutz – i. d. R. nicht mehr als eine Art von Kindersicherung – schlicht überlesen. Man kann solche Programme jahrelang problemlos verwenden – bis irgendwann der Scanner heimtückisch zuschlägt: Honi soit qui mal y pense (ein Schuft, wer Böses dabei denkt).

So geschehen kürzlich bei mir mit dem “Freemake Video Converter“, der mir als Video Joiner (d. h. zum Verbinden von Videos) und zum Sichern von Kauf-DVDs rund vier Jahre lang sehr gute Dienste geleistet hatte (und was die o. e. “Kindersicherung” betrifft, da existieren ja durchaus noch andere Alternativen – denn wenn ich eine DVD gekauft habe, dann will verdammt nochmal ich selbst auch als Kunde bestimmen, auf welchem Gerät ich mir den Film angucke und eben NICHT von irgendeinem Hersteller gegängelt werden). OK, der Freemake ist Geschichte. Das hält zwar auf, aber es hindert nicht.

Blicken wir nach vorne. Welche Möglichkeiten zum Verbinden von Videos gibt es noch? Erstmal das Runterladen der Clips. Klappt mit “Youtube Download Plus” ziemlich gut, wobei auch solche Sch…-Formate wie MKV oder WEBM “gefressen” werden. Dann folgt das Normieren auf eine Bildgröße, gleiche Codecs etc. Da geht immer noch nichts über das gute, alte XMedia Recode. Kommen wir nun zum Verbinden der Clips. Als Freemake-Ersatz muss jetzt die portable Freeware Avidemux herhalten, denn diese Freeware kann nicht nur Synchronisationsfehler beseitigen, sondern auch Videoclips miteinander verketten. Geht so:

vverb1

1. Avidemux starten.
2. “Datei/ Öffnen” anklicken und den ersten Videoclip auswählen.
3. Abwarten, bis der Clip geladen ist (was je nach Cliplänge einige Zeit dauern kann).

vverb2

4. “Datei/ Anfügen” anklicken und den zweiten Videoclip auswählen.
5. Abwarten, bis der Clip geladen ist usw. mit etwaigen Folgeclips.
6. Vermittels des Schiebereglers unter dem Bild lässt sich kontrollieren, ob auch alles “da” ist.

vverb3

7. “Datei/ Speichern” anklicken.
8. Einen passenden Namen für die Datei vergeben (entspricht dann “Speichern unter”) und den Button “Speichern” betätigen.
9. Abwarten bis die Meldung bzg. des Speicherendes erscheint (was wieder je nach Länge des zusammengefügten Videos eine Weile dauern kann).

Ein erneutes Umcodieren ist ebensowenig erforderlich wie irgendeine Veränderung der Voreinstellungen von Avidemux, da ja zuvor schon alles mit XMedia Recode in den geeigneten Zustand gebracht worden ist. Das Verketten der Videoclips ändert daran nichts. Und was den Zeitbedarf betrifft: Ich hab’s zwar nicht mit der Stoppuhr überprüft, doch ich meine so aus dem Gefühl heraus, dass sich da Avidemux und der Freemake nichts nehmen. Allerdings bestärkt mich der eingangs dargestellte Amoklauf des Virenscanners wieder einmal in meiner Meinung, dass portable Programme der Install-Software eindeutig vorzuziehen sind. Die kann man nämlich auch auf einem Stick vorhalten und im Bedarfsfalle dann bei ausgeschaltetem Virenscanner vom Stick aus jederzeit einsetzen! Die werden NICHT von (aus welchen fadenscheinigen Gründen auch immer) amoklaufenden Scannern gekillt!

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Wetterwarnungen

News per RSS

Counterize

Seitenaufrufe: 1563901
Seitenaufrufe heute: 2221
Letzte 7 Tage: 19572
Besucher online: 3

Oktober 2018
M D M D F S S
« Sep    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Social Media

free twitter buttons



Meine HP & Bücher