wmbef

Mal so ein kleiner Tipp zwischendurch: Wenn vielbenutzte PCs in die Jahre kommen, dann kommt auch irgendwann der Zeitpunkt, an dem sich der Lüfter lautstark und unangenehm-störend bemerkbar macht. Zumeist liegt’s dann am Wollmausbefall. D. h. in dem Ding hat sich Staub angesammelt und die Lüfterschlitze sind verstopft. Bei Desktopgeräten kein Problem: Aufschrauben und mit ‘ner ganz feinen Staubsaugerdüse durchgehen. Bei Laptops kann es gänzlich anders aussehen. Ich weiß nicht, wie viele Läppies ich in meinem Leben schon aufgeschraubt habe. Das funktioniert bei einigen Fabrikaten – bspw. Fujitsu-Siemens – ganz einfach. Bei anderen wie bspw. Asus gerät das zur Katastrophe und nach dem schweißtreibenden Zusammenbau künden übrig gebliebene Teile auf dem Tisch davon, dass das Ding gar nicht mehr funktionieren kann. Ich glaube, die Asus-Entwickler hassen die Menschheit!

Wie also kriegt man den Staub aus einem Läppie raus, den man entweder nicht aufschrauben kann oder will? Die Lösung des Problems lautet Druckluft, und zwar entölte Druckluft aus der Dose. Wie man sie z. B. zum Reinigen von Kameras verwendet. Geht dann so: Läppie abschalten und erst einmal etwas abkühlen lassen. Akku raus, damit da drin auch wirklich gar nichts mehr läuft. Vorher das Gehäuse begrabbeln, um festzustellen, wo es am heißesten geworden ist. Die dieser Stelle nächstgelegenen Lüftungsschlitze sind normalerweise die vom Lüfter und die gilt es sauber zu bekommen. Dazu die Druckluftdose schräg ansetzen und aus einem Abstand von rund zehn Zentimetern die Druckluft mit kurzen Stößen gegen bzw. in die Schlitze blasen.

Warum der Abstand? Weil die Druckluft saukalt ist und man will ja nicht, dass durch den Temperaturschock Bauteile im Rechner Schaden nehmen, nicht wahr? Und warum schräg? Weil man den Dreck nicht ganz rausbekommt. Durch das schräge Anblasen fliegt aber wenigstens ein Teil der Wollmäuse nach draußen, während der Rest auf immer und ewig im Gehäuse verschwindet. Ohne Aufschrauben kann man das folglich nicht allzu oft machen. Aber bis das Aufschrauben dann wirklich notwendig wird, ist der Rechner auch schon technisch rettungslos veraltet.

Dazu ein Beispiel: Mein Asus-Billig-Läppie ist jetzt rund sieben Jahre alt. Der Lüfter jaulte nervtötend, immer auf volle Pulle. Weil er nicht mehr genug Außenluft ziehen konnte. Nach der o. a. Druckluftbehandlung ist jetzt wieder himmlische Ruhe. Auch die Prozessorlast ist deutlich gesunden, weil der Lüfter nicht mehr permanent nachgeregelt werden muss. Wodurch das Ding im Endeffekt sogar spürbar etwas schneller läuft. Kleine Ursache – große Wirkung!

2 Antworten auf Wollmausbefall

  • Prot sagt:

    Das mache ich seit Jahren alle 6 Monate mit meinen Rechnern! Nur hatte ich bei keinem Hersteller Bauteile über, weswegen auch? Ich dokumentiere beim aufmachen die Rechner mit einer Digikam. Und dann nehme ich die Bilder rückwärts beim zusammen bauen. Aber darauf nicht zu kommen ist komisch.
    Ansonsten laufen eben alle Rechner einfach länger! Und das ist doch auch gut. Ich muss ja keinen Rechner mit TPM2 Chip haben, zumindest solange es geht. Oder dann ein freundliches OS das diesen nicht anspricht. Weswegen ich eben Windows seit Jahren gerne meide. Und seit Spyder unter Linux Bildschirme ein messen, braucht auch kein Hobbyfotograf Windows. Höchstens als Ausrede.

  • Soeckchen sagt:

    Laptops kommen mir nicht ins Haus. Alles viel zu filigran und auf engstem Raum verbaut. Desktops sind irgendwie robuster und besser zu handhaben. Sie eignen sich auch viel besser als Arbeitscomputer. Die kann man auch getrost mal paar Tage am Stück an lassen, ohne dass sie zur Heizung werden.

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