g20a

Der G20-Gipfel in Hamburg am 7. und 8. Juli 2017: Dort trifft sich einiges an Politprominenz. Konkrete Ziele dieses Treffens: Keine, denn im Vordergrund stehen ein feucht-föhliches Gelage nebst Obere-Zehntausend-Theaterbesuch in der Elbphilharmonie. Dieses im Grunde genommen völlig überflüssige, reine Privatvergnügen von Geldsäcken umschreibt man vornehm und hochtrabend mit “Erörterung globaler Fragen und weltpolitische Weichenstellung”, wobei die Weltpolitik tunlichst ebenso wie die Bevölkerung außen vor gehalten wird – was im Land der vorsätzlich Verblödeten aber offensichtlich kaum noch jemand bemerkt.

Tausende von Bürgern werden im Rahmen dieses milliardenschweren Just-For-Fun-Ausflugs in ihren Grundrechten beschnitten, so bspw. durch ein Versammlungsverbot in der gesamten Stadt. Gewerbetreibenden mutet man enorme Einbußen zu, einfach deswegen, weil man es kann; weil man die Macht dazu hat. Kommt noch das absolute Verkehrschaos mit Ansage hinzu. Obendrein lässt man sich diese “Klassenfahrt der politischen Oberklasse” noch von denen finanzieren, die man wie bereits dargestellt wie Scheiße behandelt und auch nicht gefragt hat. Logisch, dass dann Hunderttausende stinksauer sind. Deswegen lässt die Bonzenbande sich auch von extra dazu von abkommandierter Polizei beschützen. Das alleine ist schon eine bodenlose Impertinenz der Herrscherkaste und das fällt sogar schon dem einfachen Polizisten auf!

Aber man kann derartige Frechheiten immer noch toppen. Nämlich indem man alles daran setzt, Krawalle bewusst zu inszenieren. Da ist erst einmal der abgesperrte Bereich in Hamburg, nämlich Schanzen- und Hafenviertel. Also exakt die Bereiche, in denen mit dem größten Widerstand gegen das Lustgelage zu rechnen ist, da es sich um soziale Brennpunkte handelt. Kritik an diesen Sicherheitszonen verhallt ungehört. Die Bonzen verhalten sich absichtlich wie der Idiot, der mit hell lodernder Fackel ins Dynamitlager rennt. Olaf Scholz als Bürgermeister wechselt in die Rolle eines Feldherren, dem es keine Probleme bereitet, gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. Immerhin hat man nach viel hin und her davon Abstand genommen, das Militär illegalerweis gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen, denn zuerst sollte ja sogar noch ein Kriegsschiff zum Schutz der Klassenfahrt in den Hamburger Hafen verlegt werden.

Die Proteste sind seitens der Herrscherkaste vorprogrammiert. Wenn es nicht auf Anhieb mit dem Krawall hinhauen sollte, dann – da bin ich felsenfest von überzeugt – hat man sicherlich noch ein paar V-Leute als Agents Provocateur in der Hinterhand, die zum richtigen Zeitpunkt für die richtige Stimmung sorgen. Damit die auf einseitige Krawallberichterstattung gebürsteten Medien auch was zu berichten haben. Und um hinsichtlich eines Eskalierens der Situation wirklich ganz und gar auf Nummer Sicher zu gehen verbietet man die zu erwartenden Proteste derer, die man wie Scheiße behandelt hat, kurzerhand. Wen interessieren schon im Grundgesetz festgeschriebene demokratischen Grundrechte? Wen interessiert schon ein sinnlos gewordenes Stück Papier? Wer die Macht hat, der pfeift auf sowas und nimmt sich ungestraft raus, was er will!

Wenn dann ein Gericht solche u. ä. Verbote kippt, dann ignoriert man das einfach. Dann lässt die Polizeiführung, wahrscheinlich im Auftrag des o. e. Feldherren,  Hundertschaften mit schwerem Gerät durch die Straßen ziehen und Menschen schikanieren. Die leicht vorhersehbare Antwort darauf erfolgt umgehend und wird medientechnisch ausgeschlachtet um Meinung zu machen bzw. zu manipulieren. Den Rechtsbruch seitens der Polizei, aber im Auftrag von ganz oben, hat man absichtlich einkalkuliert. Weil man die Macht dazu hat! Sind denn unsere Sicherheitskräfte inzwischen zur Privatarmee von Geldsäcken mutiert? Noch im April hieß es seitens des grünen Justizsenators Till Steffen, dass man keine Demonstrationsverbotszonen einrichten werde. Vielleicht, um die Bevölkerung nicht schon im Vorfeld auf die Barrikaden gehen zu lassen, denn mittlerweile umfasst die betreffende Verbotszone rund 38 Quadratkilometer. Die Bevölkerung wurde folglich vorsätzlich belogen. Man schaffte einfach Fakten, und zwar widerrechtlich. Auch das deutet darauf hin, dass man es von ganz oben her bewusst und von vornherein auf Krawalle angelegt hat.

Die Einsatzleitung der Polizei (Hartmut Dudde) verwandelt mit ausdrücklicher Unterstützung des SPD-Innensenators Andy Grote Hamburg in eine Stadt im Ausnahmezustand, in eine Stadt, in der Schlagstock, Pfefferspray und Wasserwerfer regieren, in der fragwürdige und mit den Grundrechten unvereinbare Versammlungs- und Schlafverbote gewaltsam durchgesetzt werden: Unverzichtbares Rahmenprogramm für Erdogan, Putin und die Saudis, damit die sich ganz wie zuhause fühlen können! Und auch ein Herr Trump, der in seinem Wahlkampf polemisierte, dass er liebend gerne Leute, deren Nase ihm nicht passt, auf offener Straße eigenhändig erschießen würde, dürfte entzückt sein. Bei der Gelegenheit geht man auch gleich noch quasi so nebenbei gegen alle diejenigen vor, deren kritische Haltung in der Vergangenheit schon zu deutlich geworden ist. Wen von den oberen Zehntausend interessieren schon Demonstrationsrecht oder freiheitlich-demokratische Grundordnung? Wen von denen interessieren schon Menschen?

Man hätte dieses sehr merkwürdige Klassentreffen der Bonzen auch sehr viel preiswerter mit sehr viel weniger Polizei und sehr viel weniger Protest an anderer Stelle abhalten können, und zwar ohne tausende von Menschen in ihren Grundrechten zu beschneiden und wie Scheiße zu behandeln. Hätte man ja machen können, wenn man es mit der “Erörterung globaler Fragen und weltpolitischer Weichenstellung” ernst meinte. Hat man aber nicht. Warum eigentlich nicht? Weil man die Provokation gesucht hat!

Ohne eine Verschwörungstheorie in die Welt setzen zu wollen drängt sich mir dabei ganz von selbst ein ziemlich übler Verdacht auf. Ist der G20 vielleicht als ein Ernstfallmanöver gedacht und Hamburg ein Testfall? Das wäre nämlich die einzig logische Schlussfolgerung aus der Ignoranz machtgeiler Bonzen. Denn durch eben diese Ignoranz geht die ursächliche Gewalt von ihnen selbst aus. Und jetzt will man es darauf ankommen lassen, will man wissen, wer der Stärkere ist. Solches Wissen könnte sich für die Zukunft als wichtig erweisen. Mit dem Militär gegen die eigene Bevölkerung ist man nicht durchgekommen – noch nicht. Aber mit Sicherheitskräften, die man gegen deren eigenen Willen und gegen gesetzliche Regelungen missbraucht, könnte es durchaus funktionieren. Bloß: Wo ist dann da noch ein Unterschied zwischen einer so genannten “deutschen Demokratie” und den Ausschreitungen in einer totalitären Diktatur? Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich missbillige die Ausschreitungen beider Seiten aus tiefstem Herzen. Aber ich teile die Darstellung in unseren Medien auch nicht und man wird die Sache ja wohl auch nochmal aus einer anderen Perspektive betrachten dürfen, nicht wahr?

g20b

4 Antworten auf Testfall Hamburg?

  • EuroTanic sagt:

    Dieses “Event” foglt wie Alles der Systemlogik.
    “Ich laufe durch die Strassen und die Stadt, und haue alle Autos platt. Das ist zwar gegen die Gesetze, aber es schafft Arbeitsplätze.”

  • Kuhle Wampe sagt:

    Wir wissen doch alle dass wir diese Oberschicht die wir uns in den letzten 40 Jahren herangehätschelt haben nun wieder von den Luxuströgen entfernen müssen. Aber Revolution? Die frisst doch bekanntlich ihre Kinder.
    Es wird vermutlich Zeit für einen Plan B: wie wollen wir leben. Und das dann einfach umsetzen. Einfach so. Ohne uns an diesen unfähigen Langeweilern abzuarbeiten. Fände ich persönlich gut.

  • flurdab sagt:

    Soweit wie ich es jetzt verstanden habe, geht es auf dem Kanibalen- Gipfel darum, Privatinvestitionen in Afrika durch die Steuer- Esel der beteiligten Ländern abzusichern.
    Die Gewinne gehen natürlich an die Herren “Unternehmer”, die Risiken übernehmen die Staaten und Afrika schaut in die Röhre.
    Man muss ja auch ein neues Narrativ für das “Fordern und Fördern” finden. Sonst könnte die Frage laut werden, wem die ganze Entwicklungshilfe der letzten Jahrzehnte die Konten gefüllt hat. Ja es gibt und gab schlimmme afrikanische Despoten, aber die wurden als nützliche Idioten aus den Portokassen bezahlt.
    Ich werde den Verdacht nicht los, dass die Aufgabe der Kolonien nichts mit Freiheit und Selbstbestimmung der Bevölkerungen zu tun hatten, sondern nur ein Outsourcen von Verantwortung und Kosten war, mit dem Ziel labile, nicht tragfähige Staaten zu gründen, die man noch besser plündern konnte.

    Fast wie bei der Agenda 2010, nur noch abgewichster.
    Es gibt nichts neues auf der Welt.

    Und die Krawalle sind ein “Gottesgeschenk”, so muss nicht über die Kritik der friedlichen Demonstanten berichten werden, und die Kosten für die Sause werden hinter den Schäden durch die “Autonomen” versteckt.
    Denn wenn alle friedlich zu Hause geblieben wären, hätte es nicht die 20.000 Polizisten bedurft.
    Ätschi Bätsch, selber Schulz. :mrgreen:

    Grüße

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