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Arbeitszeit lässt sich auf zweierlei Weise erfassen, nämlich einmal entsprechend der normalen Zeitrechnung (Hexalsystem?) oder in Industrieminuten (Dezimalsystem). Die Umrechnung bereitet manchen Menschen Probleme. Warum eigentlich? Kürzlich auch.

Meine Frau: “Wir rechnen die Arbeitszeit jetzt neuerdings in Industrieminuten. Wenn ich 7,18 Stunden in Industrieminuten habe, wieviel sind dann die 0,18 Industrieminuten in normaler Zeit?
Ich (nach kurzer Überlegegung zwecks Kopfrechnen): “Das müsste irgendwas zwischen 10 und 12 Minuten sein!
Sie: “Und wie rechnet man das?
Ich: “Nimm’ einfach die Nachkommastellen mal sechzig und du hast die Minuten.
Sie: “Warum?

Bei dem, was dann folgte, sah ich eigentlich nur noch riesengroße Fragezeichen in ihren Augen. Dabei ist das doch ganz einfach, denn es handelt sich um nichts weiter als um angewandten Dreisatz. Da die Umrechnung von Industrieminuten in Normalzeit offensichtlich für viele Menschen immer wieder ein Buch mit sieben Siegeln ist (ich kenne das betreffende Problem nämlich auch von etlichen anderen Leuten), will ich das hier mal kurz erläutern. Der Ansatz lautet: “1 Industriestunde : 60 Minuten = 0,18 Industriestunden : x Minuten” und daraus folgt “x = (60 * 0,18) / 1″ bzw. “Normalzeitminuten = 60 * Nachkommastellen”. Im vorliegenden Fall also “60*0,18=10,8″. Die 0,18 Industriestunden entsprechen folglich 10,8 normalen Minuten. Das nur mal so als kleiner Tipp zwischendurch für alle die, die mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen haben. Merke: Nicht alles, was einem in der Schule an Mathe beigebracht worden ist, ist auch für’n Ar…

imin2

2 Antworten auf Industrieminuten

  • Davon halte ich gar nichts. Das ist mal wieder so voll typisch neoliberaler Westen. Warum rechnet man nicht einfach in normalen Arbeitsstunden? Ich hab als Selbständiger meine Leute nach normalen Stunden bezahlt. Ganz einfache Rechnung, die jeder nachvollziehen kann. Oder lebt die Industrie in anderen Zeitdimensionen?

    • Ich halte das mit den Industrieminuten auch für Schwachsinn. Allerdings ist das nicht neu. Das gab’s schon, als ich im Alter von 15 Jahren neben der Schule anfing, am Fließband zu arbeiten (um die Schule finanzieren zu können). Das war 1973. Unsere Stechuhren rechneten in Industrieminuten ab. Das hat sich bis heute erhalten – weiß der Geier warum! “Oder lebt die Industrie in anderen Zeitdimensionen?” – offensichtlich ja! Vgl. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Industrieminute

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