Heute gibt’s mal wieder “nur” einen Musikbeitrag. Ich orientiere mich dabei ganz bewusst an Dieter Nuhr (Zitat): “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal: Fresse halten!” Das bedeutet, dass ich in den kommenden Tagen so blogmäßig mal kürzer treten werde. Ich brauch’ nämlich mal ‘ne Pause, weil ich im Grunde genommen nichts mehr geregelt kriege! Meine aktuelle Magen-Darm-Infektion macht die Sache auch nicht gerade besser. Wenn also für ein paar Tage nichts erscheint, dann müsst ihr deswegen nicht gleich das Schlimmste befürchten. Das ist dann eben bloß meine Art von Ferienzeit und die gedenke ich weitestgehend IT-frei zu gestalten: Raus in die Natur, wann immer es möglich ist. Zumindest inhaltlich irgendwie passend dazu habe mal ich den “Einhandsegler” von Reinhard Mey rausgesucht!

Einhandsegler

Du hast die Leinen losgeworfen mit einem Wort,
alle Ketten, aller Ballast gehen über Bord,
hast einen Strich gezogen, deinen Kurs bestimmt,
ins Logbuch eingetragen und das Ruder getrimmt.
Du bist aus dem Hafen auf das off’ne Meer freigekommen,
der Wind fällt in die Segel und du hast Fahrt aufgenommen.
Dein Bug spaltet die Wellen und pfeilschnell zischt
dein Boot über die Kämme und es fliegt die Gischt.
Dein Kielwasser säumt schäumend deine Bahn.
Einhandsegler auf dem Ozean.

Verlassen von allen guten Geistern, das Spiel mit den Fluten meistern,
allein in einem zerbrechlichen Kahn: Einhandsegler auf dem Ozean.

Die Strömung ist gefährlich, die Untiefe nicht weit,
du musst kreuzen gegen Dummheit und den Geist der Zeit.
Die See wird rauh und kabbelig, wenn du es wagst,
zu widersprechen, wenn du aufstehst und die Wahrheit sagst.
Da ist keine stille Bucht, da ist kein schützendes Ufer,
niemand in der Wasserwüste hört den mahnenden Rufer.
Das du Recht hast, werden sie dir nie verzeih’n,
und dann stürzen alle Wetter zugleich auf die ein!
Zähl nicht auf Schönwetterfreunde im Orkan,
Einhandsegler auf dem Ozean.

Verlassen von allen guten Geistern, das Spiel mit den Fluten meistern,
allein in einem zerbrechlichen Kahn: Einhandsegler auf dem Ozean.

Du siehst Wellen und Wolken und du siehst kein Land,
da draußen liegt dein Los allein in deiner Hand.
Du hast den Funk abgeschaltet, du brauchst sie nicht mehr,
die echten Heuchler, die falschen Klugen, die blinden Seher.
Du musst nicht mit ihnen um ihre gold’nen Kälber tanzen,
egal, wie sie sich über dich das Maul zerfransen.
Niemand steht über dir – aber auch niemand steht dir bei.
Das ist ein hoher Preis, doch dafür bist du frei.
Du bist niemands Herr und niemands Untertan,
Einhandsegler auf dem Ozean.

Verlassen von allen guten Geistern, das Spiel mit den Fluten meistern,
allein in einem zerbrechlichen Kahn: Einhandsegler auf dem Ozean.
… allein in einem zerbrechlichen Kahn: Einhandsegler auf dem Ozean!

Eine Antwort auf Ich brauch’ mal ‘ne Pause!

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