Machen wir noch einen Moment mit dem Federvieh weiter: Möwen gelten neben Wasser, Wellen und Schiffen als das Sinnbild des Meeres schlechthin. Ich muss zugeben, dass ich zu den Mistviechern ein ziemlich gespanntes Verhältnis habe. Damals, als ich vor über vierzig Jahren noch auf der alten “Solea” in Richtung Orkneys gefahren bin, da “fütterten” wir die Mistviecher vom Heck des Schiffes aus mit Blei. Wenn man das heute macht, dann hat man gleich Legionen von Tierschützern am Hals. Aber seien wir mal ehrlich: Es sind und bleiben Mistviecher! Die schei… alles voll und scheuen sich auch nicht, einem das Essen mit waghalsigen Flugmanövern aus der Hand zu klauen, wobei sie arg blutende Verletzungen des Besitzers billigend in Kauf nehmen. Und wenn erstmal eine Möwe was erwischt hat, dann findet die wundersame Möwenvermehrung statt und urplötzlich wie aus dem Nichts kreist ein ganzer Schwarm dieser Geier über einem. Vermutlich vermehren sich die Biester im Moment der Nahrungszufuhr durch spontane Teilung! Es ist für die Kinder übrigens ein unterhaltsames Spiel, die zwischen den Badegästen am Strand umher streifenden Vögel mit Steinen abzuwerfen. Wer die Meisten trift hat gewonnen. Oder – die Spielvariante für Fortgeschrittene – es wird nach Möwenarten differenziert und unterschiedliche Arten ergeben beim Treffer auch unterschiedliche Punktzahlen. ;)

Na gut, genug über die Möwen abgelästert. Bei einem Urlaub am Meer gehört das Viehzeug eben zwangsläufig mit dazu, gerade auch in fotografischer Hinsicht. Eine Möwe, die irgendwo rumsteht oder rumsitzt finde ich allerdings ziemlich langweilig. Deswegen habe ich mich diesesmal auf ein paar doch eher etwas ungewöhnliche Möwenperspektiven verlegt. Allerdings auch zum Leidwesen meiner Frau: “Die Sachen brauchst du doch noch!“, war der typische, entsetzte Ausruf. Aber Tierbilder werden nun einmal dann am interessantesten, wenn man die Aufnahmen auf Augenhöhe des Tieres macht. Klar, ich bin dabei sandig, schlammig und nass geworden. Na und?!? Bei den fliegenden Möwen war allerdings eine etwas andere Vorgehensweise notwendig, denn die Biester sind ziemlich schnell. D. h. anfliegende Möwe anvisieren, Kamera scharfstellen, Sucher VOR die Möwenflugbahn (also dahin, wo noch kein Vogel zu sehen ist) ziehen und auf gut Glück abdrücken (erfordert etwas Übung). In den meisten Fällen ist der Vogel dann drauf und mit etwas Glück sogar scharf abgebildet. Hier sind mal neun Bilder von Möwen. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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