Morgendliches Aufstehen. Bad, Frühstück und man macht sich fertig. Beim Verlassen des Hauses ein kurzer Blick in Richtung des Flures von Schwiegereltern und Schwägerin: Ja, da rappelt sich schon was. Wird auch Zeit. Die Sozialstation kommt nämlich gleich. Frühschicht. Wieder zurück erfährt man, dass sie die Sozialstation nicht reingelassen haben – absolut unkooperatives Verhalten wird ganz groß geschrieben. Der Hausarzt von den Schwiegereltern ruft an: Dieses fehlt, jenes ist nicht da. Schwiegereltern gefragt und zur Antwort bekommen: “Mach’ das du rauskommst; das geht dich nichts an – du bist nur angeheiratet!” OK, auf’s Fahrrad geschwungen und zum Arzt sowie zur Sozialstation gefahren, um die Geschichte wieder einzurenken. Zuvor Angriffen meiner geistig behinderten Schwägerin – sei es mit Fäusten, Messer, Gabel, Schere oder Grabegabel – nach Möglichkeit aus dem Weg gehend. Wenn ich mich allerdings verteidigen muss, dann tue ich das auch. Dann geht meine Gesundheit vor und ihre blauen Flecken sind mir inzwischen vollkommen scheißegal!

Während die von Schwiegervater und Schwägerin vollgepisste und vollgeschissene Wäsche wäscht (wozu Windeln und Bettauflage benutzen, hat man ja früher auch nie gebraucht), werden deren Einkäufe gemacht. Auch der Apothekenbesuch für die wird erledigt. Kollektiver Schrei von denen: “Wir wollen was zum Essen haben – jetzt sofort!” Wie die Kleinkinder und weil das Essen auf Rädern denen nicht schmeckt. Man stellt sich an den Herd. Essenszubereitung dauert etwas. Dauert denen zu lange und Schwiegermutter rührt mal wieder Wassersuppe zusammen. Anschließend wollen die mein Essen nicht mehr. Wieder Reste aufheben oder gleich wegschmeißen? Zwischendurch stellt sich die Frage, ob Schwiegervater seine Medikamente eingenommen hat. Dem verbal-aggressiven Protest meiner Schwiegermutter zum Trotz – bin ich eben mal wieder der Bösewicht! – deren Wohnung betreten und Schwiegervater diesbezüglich gefragt. Antwort: “Weiß nicht …” Schön, dann eben die Tabletten, die ich tags zuvor zugeteilt hatte, nachgezählt: Entweder er hat sie genommen oder weggeworfen. Eins von beiden. Ich belasse es dabei; es wird im Zweifelsfalle sein Sarg sein.

Schwiegermutter ist inzwischen lautstark-ausfällig geworden, weil ich deren Wohnung betreten habe. D. h. ich darf mir Schimpfworte und Beleidigungen anhören. Und ich sage mir: “Das ist eben Alzheimer; sie kann nichts dafür.” Aber es nervt doch unendlich. Meine aggressive, geistig schwerbehinderte Schwägerin nimmt das allerdings zum erneuten Anlass für einen Angriff. Wird abgewehrt, aber diesesmal bekommt Schwiegermutter das mit und regt sich noch mehr auf, denn ihre Tochter (O-Ton) “kann ja nichts dafür“. Mag ja sein. Aber sie eine Gefahr für andere. Schön, ich kann auch nichts dafür! So ungefähr läuft’s den ganzen Tag. Und den Nächsten und den Nächsten und … Für heute reicht’s! Mir reicht’s! Künftig werde ich da nur noch auf ausdrückliche Anforderung behilflich sein und das auch nur dann, wenn ich die Zeit dazu habe. Sollte Schwiegervater bis zum Mittag in seiner Scheiße und Pisse liegen und meine demenzkranke Schwiegermutter blöde kichernd untätig daneben stehen, dann ist das nicht mein Bier. Wenn die sich jeden Tag dünne Wassersuppe reinpfeifen wollen: Bitte! Mir erspart das verdammt viel Arbeit. Ich bin’s leid, hab’s einfach nur noch satt! Steht mir bis Oberkante Unterlippe! Notbremse!

Daher auch heute keine Tipperei mehr, denn ich habe einfach nur noch davon die Schnauze gestrichen voll, dass man bloß noch für andere lebt und obendrein noch Gemeckere erntet. Heute gibt’s folglich nur etwas Musik, und zwar von der dänischen Gruppe “Volbeat“. Die haben 2013 auf ihrem Album “Outlaw Gentlemen & Shady Ladies” eine Konkubine des König Ludwig I. von Bayern besungen, nämlich “Lola Montez“. Geht wirklich gut ab der Sound!

Lola Montez

Feel the fire where she walks
Lola Montez so beautiful
Shady and a tempered dame
Blinding your eyes with her spider dance

Her performance utterly erotic subversive to all ideas
And for public morality
And cool as she was, she didn’t care
See the miner throw his gold
Lifting her skirt howling loud like a wolf
Hell raising and full of sin
When Lola was dancing and showing her skin

Wherever she walks
She will be captivating all the men
Don’t look in her eyes
You might fall and find the love of your life, heavenly
But she’ll catch you in her web
The love of your life, yeah

Feel the fire where she walks
Lola Montez so beautiful
Shady and a tempered dame
Blinding your eyes with her spider dance

Well notorious I have been
But never for fame that’s what she said
Dear Henry taste my whip
Never to see any words you print

Wherever she walks
She will be captivating all the men
Don’t look in her eyes
You might fall and find the love of your life, heavenly
But she’ll catch you in her web
The love of your life, yeah

Eine Antwort auf Für heute reicht’s!

  • flurdab sagt:

    Hallo,
    lass deine Langmut fahren.
    Du musst eine Veränderung herbeiführen.
    Wenn du deine Duldungsstarre noch länger halten willst, fürchte ich demnächst einen Report in häuslicher Gewalt zu lesen.
    Das ist es nicht wert!
    Euch wächst die Situation über den Kopf.

    Grüße

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