Manchmal – insbesondere bei raschen Abläufen – kommt man mit Fotos nicht weiter. Einfach deswegen, weil’s zu schnell geht. Dann kann man filmen. Anschließend hat man ein Video. Aus dem lassen sich per Schnappschuss Einzelbilder entnehmen, aber das kann zum ziemlich zeitaufwändigen Glücksspiel ausarten. Ich habe diese Erfahrung ja nun schon häufiger bei der Fotografie von Blitzen gemacht. Wäre es nicht einfacher, wenn man mit irgendeinem Software-Tool automatisch alle Bilder aus einem Video extrahiert und sich hinterher nur die paar Aufnahmen raussucht, die man wirklich haben will und anschließend den Rest gleich wieder löscht? Eigentlich müsste das doch gehen … – und so machte ich mich auf die Suche nach entsprechenden Tools. Ich fand einige, allerdings basierten die wieder überwiegend auf der mühsamen Schnappschuss-Technik.

Mit einer Ausnahme. Das war die Windows-Installer-Freeware “Free Video to JPG Converter“. Das Programm ist allerdings ein ziemliches Speichermonster. Es kommt als 28MB-Installer “FreeVideoToJPGConverter_5.0.101.201_d.exe” und beansprucht nach der Installation knapp ein Viertel GB auf der Festplatte. Die Startdatei unter “C:/Programme(x86)/DVDVideoSoft/Free Video to JPG Converter/” ist “FreeVideoToJPGConverter.exe”. Zum Ausgleich aber ist die Bedienung der Software erfrischend einfach.

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Mit “Dateien hinzufügen” wird das zu konvertierende Video geladen. Unter “Speichern in:” betätigt man den Button mit dem Drei-Punkte-Symbol und wählt den Ordner aus, in dem die Bilder abgelegt werden sollen. Wichtig dabei: Das Laufwerk, auf dem die Ablage erfolgen soll, muss verdammt viel freien Speicherplatz (viele Gigabyte!) aufweisen! Unter “Extrahieren” kann man zunächst einmal getrost die Voreinstellungen übernehmen. Die sind so zu verstehen:
- alle 10 Frames bedeutet, dass aus jedem 10. Frame ein Bild entnommen wird;
- alle 1 Sekunden bedeutet, dass das im Sekundentakt geschieht;
- gesamt 50 Frames aus Video bedeutet, dass 50 Bilder extrahiert werden.
Man betätigt anschließend nur noch den Button “Konvertieren” und die Sache läuft.

So weit, so gut. Man kann dabei Glück haben und genau die Bilder erwischen, die man auch haben will. Ist das aber nicht der Fall, dann verbleibt da noch die Option “alle Frames”. Bei der ist allerdings äußerste Vorsicht geboten, denn damit wird jedes einzelne Bild aus dem Video extrahiert und der Speicherbedarf ist gigantisch! D. h. er erfordert viele, viele Gigabytes. Als Richtwert kann man davon ausgehen, dass irgendwas zwischen dem 50- und dem 400-fachen der ursprünglichen Videodatei benötigt wird. Hat man also ein Video von 1 GB Größe, dann kann das in Einzelbilder zerlegt durchaus 400 GB an Speicherplatz beanspruchen. Somit ist es eine ausgesprochen riskante Angelegenheit, komplette Videos in Einzelbilder zu konvertieren. Anders ausgedrückt: Die Option “alle Frames” ist ein ziemlich probates Mittel, um den PC gründlich zu ruinieren!

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Aber dieses Problem lässt sich umgehen, nämlich auf dem Wege des vorausgehenden Zuschnitts. Der kann mit der portablen Win-Freeware “Avidemux” durchgeführt werden. Geht so:
- Man startet Avidemux und legt unter “Ausgabeformat” je nachdem, ob man eine AVI- oder eine MP4-Datei hat, den “AVI Muxer” oder den “MP4v2 Muxer” fest.
- Mit “Datei/ Öffnen” wird das Video geladen.

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- Mit Strg-Bild-Auf setzt man die Anfangs-Schneidemarkierung.
- Nun mittels Schieberegler unter dem Video das Ende des auszuschneidenden Bereiches ansteuern.
- Mit Strg-Bild-Ab setzt man die End-Schneidemarkierung.
- Mit “Bearbeiten/ Ausschneiden” wird das Video jetzt zurechtgestutzt.
- Das Ergebnis ist ein nun nur noch recht kurzes Video, welches man mit “Datei/ Speichern” unter anderem Namen ablegen kann.

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Der so erzeugte Film-Schnipsel – er sollte, per try and error ermittelt, keinesfalls länger als 20 Sekunden sein – kann nun wieder unter den eingangs erwähnten “Free Video to JPG Converter” geladen werden und dann macht es auch keine Probleme mehr, mit der Option “alle Frames” eben alle Einzelbilder der interessierenden Sequenz zu extrahieren. Mit dieser Methode gelangt man ziemlich sicher und zuverlässig an Actionfotos, welche anderweitig kaum bzw. nur mit sehr viel Glück und doch nur eher zufällig möglich sind.

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