Jahresrückblick im TV.
Jahresrückblick bei FB.
Jahresrückblick auf Spotify.
Langsam bekomme ich Angst, den Toilettendeckel hochzuklappen!
(Fundsache im Web)

Na ja, und weil’s inzwischen schon Tradition ist und ich’s in den Vorjahren auch gemacht habe, folgt hier dann auch mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2017, auch wenn das Jahresende noch rund ‘ne Woche hin ist. Ist aber ein gaaaanz langer Beitrag! Keine weltbewegenden Ereignisse, sondern nur der alltägliche Wahnsinn. Wobei – aber vielleicht bilde ich mir das ja auch nur ein – besagter Wahnsinn immer intensiver wird. Eigentlich gab’s nur zwei wirklich positive Ereignisse, nämlich meine sämtliche Erwartungen übertreffende Chili-Ernte und dass ich niemanden umgebracht habe (auch wenn ich manchmal unmittelbar davor stand) ;) . Aber ansonsten … könnte man das Jahr getrost ersatzlos streichen. Je älter ich werde, desto desillusionierter werde ich auch!
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Januar:

01jan17

Meine Große nutzt die Zeit, in der sie noch reisen kann und verbringt trotz der Arbeit an ihrer Masterarbeit eine Woche in Ägypten – z. Zt. nicht ganz ungefährlich. Sie legt sich einen neuen Windows-10-PC zu, den ich einrichten muss (weil ihr alter Läppi den Geist aufgibt), damit sie so Uni-mäßig damit arbeiten kann. Für mich selbst führt kein Weg mehr an einem neuen Drucker vorbei und ich leiste mir einen Pantum-SW-Laserdrucker, den nach wie vor megakritischen Finanzen zum Trotz. Damit einher geht ein echtes Platzproblem. Megakritische Finanzen deswegen, weil wir die Tochter jetzt ohne Kindergeld unterstützen müssen, beide Krankenversicherungen nach dem Herausfallen der Kinder mächtig angezogen haben und meine Frau weiterhin mit den Privatrechnungen von ihrer August-OP kämpft. Auch zwei neue Beistelltische müssen her, denn die bisherigen Teile sind nach über drei Jahrzehnten doch schon reichlich in die Jahre gekommen. Meine Jüngste opfert in diesem Monat ihren beinahe gesamten Jahresurlaub für das zur RS-Ausbildung gehörige Klinikpraktikum in Minden. Für draußen gedachte Chilis werden in Balkonkästen eingesäht, doch zum Monatsende hin sieht es nicht so aus, als ob da etwas kommt. Die Lambdasonde von Schwiegervaters Auto ist jetzt völlig hinüber und bewirkt ein wirklich sehr abenteuerliches (gefährliches!) Fahren: Angesichts der finanziellen Situation wird die Reparatur auf den Folgemonat verschoben und ich weiche öfter auf das Fahrrad aus. Was allerdings nicht ganz einfach ist, denn der Monat beschert uns zwar nur etwas Schnee (oben im Deister liegt dagegen reichlich), dafür aber eine längere Kältewelle bis -10°C und immer wieder Eisregen. Aufgrund der Kälte friert es auch im Keller. Die dort gelagerten und noch unverarbeiteten Kürbisse sind weitestgehend hinüber, sie faulen. Die Schwiegereltern halten uns ständig auf Trab. Einmal ist da ein nur schwer zu lösendes Ersatzteilproblem für deren Siemens-Staubsauger (heute darf offensichtlich nichts länger als zwei Jahre halten) und dann schaffen sie es irgendwie, ausnahmslos alle ihre Abflüsse zu verstopfen: Viel Arbeit! Schwiegermutter macht ohnehin unendlich viel kaputt, meckert anschließend ständig rum (sie brüllt dabei nach Leibeskräften) und ist sich keiner Schuld bewusst. Weil sie nach drei Minuten schon wieder vergessen hat, dass sie gerade etwas hingeholfen hat. Sie verlangt, dass ständig einer von uns nur für sie im Haus ist und vergisst unsere Berufstätigkeit völlig. Die Einstellung einer Haushaltshilfe – ein Vorschlag von mir und meiner Schwägerin aus Haste – wird entrüstet und äußerst lautstark abgelehnt. Tja – wegen ihr unsere Jobs aufzugeben ist aber nicht drin! Was sind wir in den Augen einer demenzkranken Person doch undankbar und böse! So arbeitsmäßig geht es zum Monatsende richtig rund, und zwar gleich aus mehreren Gründen. Da ist der um erbärmliche vier Prozent erhöhte Mindestlohn, auf den angeblich “aus Kostengründen” mit zehn Prozent Arbeitszeitreduzierung reagiert wird. Darauf pfeife ich. Noch schneller fahre ich nicht! Für einen ausgeschiedenen Kollegen wird ein Ersatz gesucht, aber angesichts dieser Bedingungen ist die Resonanz auf das Jobangebot mehr als nur mau. Als dann noch das Norovirus in Lauenau einen nachhaltigen Besuch abstattet – unsere Familie bleibt zum Glück verschont – macht das DRK mit “Das Reinste Kaos” seinem Kürzel wirklich alle Ehre. Und doch: Mit Notfahrplan und Engagement wird auch das gemeistert; die Tagespflege muss nicht geschlossen werden. Danken tut einem das von den Herrschaften “da ganz oben” selbstverständlich keiner; mit dem Altruismus wird gerechnet. In kultureller Hinsicht besuchen wir das Theaterstück “Frau Luther” vom “Didel-Dadel-Dum Junges Theater St. Magnus in Beber”: Drei Stunden an wirklichem Können mit freiem Eintritt! Die kleine Spende haben die sich redlich verdient.

Februar:

02feb17

Hochzuchtchilis brauchen etwas länger: Die erste Keimung erfolgt frühestens nach rund drei bis vier Wochen. Anders mit den Blumentopf-Chilis. Die zeigen nämlich zum Monatsende hin auf den Tag genau ein Vierteljahr nach der Saat schon erste, winzige Blütenansätze. Daneben ziehe ich aus einem Kern noch einen Avocado. Die Lambdasonde von Schwiegervaters Auto wird repariert und jetzt läuft die Karre wieder. Aber auch beim Auto meiner besseren Hälfte wird eine Reparatur fällig; die Zündkerzen haben nämlich den Geist aufgegeben. Zum Monatsende hin bricht bei ihrem Wagen dann noch die Schaltgestänge-Umlenkung: Noch ‘ne Reparatur! Und bei Schwiegervaters Auto spielt die Batterie nicht mehr mit, aber das kann ich selbst beheben. Die Norovirus-Epidemie läuft weiter, dazu gesellen sich noch Grippe- und Keuchhusten-Epidemien. Arbeitsmäßig bedeutet das für mich, dass weiterhin ein Notfahrplan gilt: Mal viel, mal wenig, je nach Erfordernissen, aber den ganzen Monat über, so dass am Monatsende ein Monat an Überstunden da ist. Hinterher gehe ich auf dem Zahnfleisch und ein Ende ist noch nicht absehbar. Parallel dazu wird noch ein neuer Kollege eingearbeitet. Meine Frau stürzt schwer, doch es bleibt zum Glück bei heftigen, farbenfrohen Prellungen und meine Jüngste erleidet einen Arbeitsunfall, indem sie versehentlich in eine gebrauchte Kanüle fasst. Hepatitis- und AIDS-Test sind daher fällig. Wegen besserer Zukunftsperspektiven meldet sie sich bei einer zweiten DRK-Bereitschaft an und macht daneben noch die Fahrschule für den LKW-Führerschein, um in absehbarer Zeit auch die “großen” DRK-Autos fahren zu dürfen. Unsere Kühlschranktür zeigt einen Scharnierdefekt und Ersatzteile sind nicht zu bekommen: Dann muss eben verstärkt darauf geachtet werden, dass die Tür auch richtig geschlossen wird. Bei den Schwiegereltern gehen meinerseits die üblichen Reparaturen weiter; in deren Bad kommen noch ein paar Kleinigkeiten hinzu und auch einen Waschbecken-Unterschrank baue ich ein. Meine Große macht einen Kurztrip nach Österreich. Ihr BaFöG läuft jetzt, ein halbes Jahr vor dem Master, endgültig aus und rund 5.000€ müssen irgendwie überbrückt werden: Weiterführendes Studium nur noch für Reiche! Das jedenfalls ist mein Eindruck. Das wird hart,gerade auch für uns, weil wir sie unterstützen müssen. Daran führt kein Weg vorbei. Zur Not ist da aber immer noch der Rest von der Ausbildungsversicherung. Ich überschlage daraufhin mal, was ein Kind eigentlich kostet: Bis zur Ausbildung 110.000€ und bis zum Master 150.000€. Macht bei unseren beiden Kindern in Summe 260.000€. Kinderlose haben einen solchen Betrag zur freien Verfügung und daher immer gut Reden; die haben jährlich 10.000€ mehr! Zu allem Überfluss trudelt jetzt auch noch die dicke Rechnung vom Maler ein: 1.500€! Schwiegervater stürzt mit seinem Rollator auf der Treppe schwer, steckt in dem Ding fest und kommt selbst nicht mehr hoch. Ich helfe, während seine Frau mit verschränkten Armen daneben steht und selten blöde Bemerkungen absondert. Doch ihr abartiges und zum Wutanfall reizendes Verhalten hat eine simple Erklärung. Der Neurologe bestätigt jetzt nämlich offiziell die Diagnose “Demenz” und vermutlich Alzheimer (wovon ich schon seit zwei Jahren ausgehe, aber auf mich wollte ja keiner hören, weil das immer anderen und woanders und ganz weit weg passiert). Schwiegermutters medikamentöse Behandlung ist umgehend erforderlich und wird sofort eingeleitet. Aber wieviel mag das jetzt, Jahre nach den ersten Anzeichen, noch bringen? Was schon weg ist, das ist unrettbar weg! Wobei sie sich zu allem Überfluss auch noch – natürlich! – der Behandlung verweigert. D. h. wir müssen ihr das Donepezil mehr oder weniger aufzwingen, was nicht selten zu massiven Verstimmungen führt.

März:

03mar17

Schwiegermutter verweigert jetzt ganz massiv die Alzheimer-Medikamente, was nicht selten zu bösen Worten führt. Auch der behandelnde Arzt vermag daran nichts zu ändern. Sie ist absolut unkooperativ geworden. Ich glaube, eines der schlimmsten Alzheimersymptome ist die psychische Veränderung, von der alle außer den selbst Betroffenen mehr als ihnen lieb ist mitbekommen. Der Patient wird immer mehr zum Mittelpunkt des Universums, und zwar dem seines eigenen, schrumpfenden Universums. Was daraus noch werden wird ist durchaus absehbar: Zuerst ein immer mehr beanspruchender Pflegefall und schließlich irgendwann die Heim- oder sogar Psychiatrieunterbringung. Schwiegervater zeigt von Zeit zu Zeit Lähmungserscheinungen in einem Fuß. In diesem Monat steht das Alle-Jahre-Wieder-Finanzamts-Spielchen an, doch diesesmal nicht nur bei uns, sondern auch bei meiner Jüngsten. Letzteres verläuft, da es sich um die erste Steuererklärung handelt, nicht ganz unproblematisch. Zumal sie dafür nur wenig Zeit erübrigen kann, denn sie ist wieder wochenlang zum RS-Praktikum in Minden und verbrät dabei ihren letzten Jahresurlaub. Im Bad ist eine neue Armatur fällig (teuer!) und auch der Toilettenspülkasten muckt mal wieder. Ich repariere den so gut es geht, aber auf Dauer wird auch da der Klempner kommen müssen. Liegt am Kalk, denn beim Duschen brauchen wir ‘nen Sturzhelm. Mein PC muckt auch mit wachsender Begeisterung. An den wenigen, schönen Tagen werden erste Gartenarbeiten ausgeführt. Meine Blumentopf-Chilis stehen in voller Blüte und auch die Balkonkasten-Chilis kommen gut. Ich habe mir einen Beamer zugelegt, doch die Koppelung mit anderen Geräten erweist sich als schwieriger als gedacht. Meine ersten drei Wochen im Monat sind noch vom Fahrdienst geprägt, doch als ich dann frei habe nutze ich einen schönen Tag zum Besuch des Wisentgeheges. Weitere Ausflüge sind die Insekten-und-Vogelspinnen-Ausstellung in Wunstorf sowie ein längst schon überfälliger Abstecher ins Winzlarer Moor. Dort beobachte ich schwimmende Wildschweine: Die sind im Wasser gewandt wie Fischotter! Meine Älteste ist mal wieder in den USA, zur MUN 2017 in NY und anschließend auf einem Kalifornien-Trip nahe LA. Immerhin geht es mit ihrer Masterarbeit schonmal voran. Mein Blog verzeichnet den einmillionsten Seitenaufruf: Jubiläum! Zusätzlich findet bei bei den Schwiegereltern unsererseits und auch unter Mitwirkung der Verwandtschaft aus Haste die Flurrenovierung statt.

April:

04apr17

Meine Balkonkasten-Chilis in der Küche kommen gut und zeigen Blütenansätze. Die anderen Pflanzen im zweiten Kasten kümmern und welken; sie haben das Umstellen in die Sonne nicht vertragen. Lediglich vier Pflanzen scheinen es übelebt zu haben. Bei den Blumentopf-Chilis dagegen kann ich zu Ostern die erste Ernte einfahren. Draußen stehen viele, viele Gartenarbeiten an, wobei mich der nicht anspringen wollende Rasenmäher fast zum Wahnsinn treibt. Im zweiten Monatsdrittel kommt es allerdings zu einer Kältwelle mit örtlich bis zu minus zehn Grad und Schnee. An den Regentagen erledige ich stundenlange Arbeit, vorwiegend als Webmaster, für den Siedlerbund. Jetzt ist auch unser Innenflur mit Malerarbeiten und einem neuen Teppich dran. Nerven kostet mich noch das muckende Festnetztelefon, bei dem defekte Akkus der Übeltäter sind. Aber bis der Fehler eingekreist ist dauert es. Schließlich fasse ich noch den Entschluss, mich nach vier Jahren Leitung einer HB-Gruppe aus der Organisation des Hannover-Stammtisches auszuklinken: Es kommen ohnehin immer weniger Leute. Soll das jetzt wer anders machen oder das war’s! Und meine Große hat ihre Rundreise bis nach Guatemala fortgesetzt. Sie kommt wieder heile in Deutschland an. Schwiegervater durchlebt eine Krise, wegen der ich RTW und Notarzt rufen muss. Wie sich rausstellt, hat er die selbst verschuldet, weil er seine Tabletten (Zucker, Herz, Bluthochdruck, Blutverdünner) seit mindestens einer Woche nicht mehr eingenommen hat. Im Verlauf der Krise ist er zwar noch ansprechbar, aber kaum noch zur Bewegung oder zur Sprache fähig und zeigt ein getrübtes Bewusstsein. War das schon wieder eine Lebensrettung meinerseits? Ich weiß es nicht. Ist auch egal, denn das wird so langsam zur Gewohnheit. Meine Jüngste bleibt mit ihrem Auto wegen eines Marderschadens liegen und bekommt zum Monatsende auch noch ein paar Kratzer ans Auto, als jemand sie abzudrängen versucht und Fahrerflucht begeht. Ich baue mit dem DRK-Transit einen zwar kleinen, aber teuren Unfall, als ich Kantsteine im toten Winkel übersehe. Bei uns im Bad muss wiedermal der Klempner ran: Der Toilettenspülkasten läuft und läuft und läuft … Ein neuer Aquarienfilter wird fällig und am Fahrrad montiere ich einen neuen Tacho – wenn man raus hat wie’s funktioniert versteht man auch die Bedienungsanleitung! Als Ausflug steht mal wieder das Wisentgehege auf dem Programm. Aufgrund des Besuchs durch irgendwelche Viecher – ich tippe auf Waschbär oder Fuchs – sieht unser Komposter aus wie ein Handgranatenwurfstand. Die reguläre DVBT-Abstrahlung endet in diesem Monat und es kommt DVBT-2, wozu neue Empfangsgeräte erforderlich sind: Es lebe der Berg an Elektroschrott und die Abzocke des Verbrauchers!

Mai:

05mai17

Der Monat beginnt als “kleiner November” und die Regenpausen werden für reichliche Gartenarbeiten genutzt, welche meine Frau und ich allein durchführen müssen. Erst zur Monatsmitte hin – nach den Eisheiligen – wird es heiß. Schwiegervater hat wieder einmal seine Tabletten nicht eingenommen (behauptet aber das Gegenteil; auch er zeigt zunehmend Anzeichen von Altersdemenz) und klappt deswegen bei EDEKA zusammen. Ich muss ihn abholen und glücklicherweise ist dazu gerade ein Fahrzeug greifbar. Für meine geistig behinderte Schwägerin steht eine ambulante, aber dennoch große (weil mehrstündige) Zahn-OP in Empelde an. Schwiegermutter kommt als Betreuungsperson zwar mit, benimmt sich aber merklich derart daneben, dass die dortige Ärztin sie als (O-Ton) “unzurechnungsfähig und nicht mehr geschäftsfähig” bezeichnet. Als die Schwägerin aus der Narkose erwacht, zeichnet sie sich durch einen ausgesprochen aggressiven Koller aus (Kneifen, Schlagen, Treten, Exkremente verschmieren) und ich muss mich allein um sie kümmern, weil Schwiegermutter das alles komplett am Arsch vorbei geht: Sie sitzt nur da und guckt zu. Kein simples Danke, kein gar nichts. Wieder zurück beantwortet sie die Hilfe in ihrem Haushalt mit ausfallend-geschrienen Beleidigungen (auch gegen ihren Mann) – es nervt unendlich und eskaliert schließlich. Es wird so schlimm, dass meine Frau und ich ernsthaft überlegen, unsere Hilfe bei denen komplett einzustellen: Sollen die sich ein Taxi für Transportaufgaben rufen und sich ‘ne Haushaltshilfe nehmen! Meine Gattin opfert zudem noch total umsonst zwei Urlaubstage für die OP-Nachuntersuchung ihrer Schwester, welche seitens Schwiegermutter so lange torpediert wird, bis sie nicht stattfindet. Mit dem Begriff Infektionsgefahr weiß die alte Dame nichts mehr anzufangen; sie ist m. E. mental etwa auf den Stand eines Fünfjährigen (oder sogar davor) zurückgefallen. Wir beantragen bei der Krankenkasse daher einen Pflegegrad für Schwiegermutter, was zu viel Schreiberei führt. Im Wald gelingen mir ein paar ganz ansprechende Aufnahmen von zwei Blindschleichen: Es gibt diese Tiere also noch! Auch ein weiterer Besuch im Wisentgehege und einer im Winzlarer Moor werden eingeschoben. Auf der Arbeit schneidet ein Linksabbieger (dunkler BMW) die Kurve und drängt mich mit dem vollbesetzten Bus von der Straße ab. Ergebnis sind Lackschäden am Transit und eine kaputte Zaunlatte. Der Unfallverursacher begeht – wie könnte es auch anders sein – Fahrerflucht. Bei unserer Telefonanlage hat der Anrufbeantworter seine Funktion eingestellt und es obliegt mir, das zu reparieren. Router-Updates gibt’s aufgrund von eingestelltem Support nicht mehr und AVM empfiehlt spätestens alle zwei Jahre den Kauf eines neuen Gerätes. Wozu, verflucht nochmal, wenn das alte Teil noch funktioniert? Die Siedlerbund-Internetseite wird von mir auf das neue System (TYPO3) portiert, was mich fünfzehn Stunden an harter Arbeit kostet. Daneben gibt es noch Probleme mit meinem Blog, was einige Arbeit im Hintergrund mit sich bringt. Meine Große stellt ihre Masterarbeit fertig und auch fest, dass nach zwei Studienabschlüssen offensichtlich kein Job in Aussicht ist: Entgegen den vollmundigen Beteuerungen von Arbeitgebern und Politclowns sind gut ausgebildete Fachkräfte offensichtlich das Letzte, was dieses Land braucht. Weil die nämlich denken können und keine blind mitlaufenden Untertanen sind! Nebenbei nimmt sie noch an zwei Konferenzen in Lyon und Paris teil. Meine Kleine hat Probleme auf der Arbeit, weil sie seit sechs Wochen einen neuen Chef hat, der ein ausgemachter Soziopath ist und alles daran setzt, sie loszuwerden. Weil sie zuviel kann und er das als Gefahr ansieht. Sie ist nervlich völlig runter. In diesem Monat zieht sie die Wachenpraktika für ihre RS-Ausbildung durch und gönnt sich keine ruhige Minute. Da das die Notwendigkeit des Druckens vieler Bewerbungen mit sich bringt, richte ich schonmal vorsorglich das NAS-Netzlaufwerk zwecks Dateitransfer auf unserem Router ein. Für unseren Komposter – den “Handgranatenwurfstand” – leihe ich mir eine Wildkamera aus. Die fördert zutage, dass es Waschbären sind, die da nachts das Chaos veranstalten. Daneben sind von Marder über Iltis und Igel bis hin zur Wildkatze aber auch noch alle möglichen anderen Viecher vertreten. Im Deister gibt’s jetzt offiziell Wolfssichtungen. Bei unserem Schlafzimmerfenster streikt die Kippmechanik und der Tischler muss ran. Von meinen Chilis haben jetzt zehn Pflanzen angesetzt.

Juni:

06jun17

Ein Monat, der eher ruhig beginnt und zum Ende hin immer chaotischer wird. Weitere Gartenarbeiten stehen an. Ein Novum: Bei der Gartenarbeit kreisen über mir zwei Seeadler! Die geliehene Fotofalle geht zurück, nachdem sie mindestens drei verschiedene Waschbären, zwei verschiedene Marder, einen Iltis und einen überaus fetten Igel erwischt hat, die regelmäßig den Komposter plündern. An ihre Stelle tritt ein solarbetriebener LED-Strahler (700lm) mit Bewegungsmelder als Waschbärenscheuche. Aus anfänglicher Skepsis wurde ein voller Erfolg, wie ich mit eigenen Augen sehen konnte: Es ist schon bemerkenswert, welche Geschwindigkeit ein flüchtender Waschbär erreichen kann! Ein Jäger kommentierte das mit den Worten: “Auf einen gesehenen Waschbären kommen noch vier andere.” Macht fünfzehn, hmm… Meine Schwiegereltern halten uns immer mehr auf Trab. Dank Schwiegermutters tatkräftiger “Mithilfe” verwandelt sich deren Wohnung immer mehr in ein ekliges Dreckloch. Meine Gattin und ich können nicht mehr dagegen anarbeiten. Da wird das dreckige, gebrauchte Geschirr grundsätzlich ungespült wieder in die Schränke gestellt, auf der Spüle befindet sich ein fingerdicker, schwarz-schmieriger Belag und vollgeschissene Schlüpfer faulen und schimmeln irgendwo in einer unbeachteten Ecke des Bades vor sich hin. Schwiegervater kotzt sich mit schöner Regelmäßigkeit die Seele aus dem Leib, weil er immer wieder (zu stolz, sich seine Brille aufzusetzen und zuerst mal nachzugucken) irgendwelchen restlos verdorbenen Fraß mit Haaren dran in sich reinschaufelt. Man riecht diese Zustände mitunter bis hoch zu uns im Obergeschoss. Die Krankenkasse stuft Schwiegermutter in Pflegegrad 1 ein, was ein schlechter Witz ist und im Klartext bedeutet: “Seht doch zu wie ihr zurecht kommt!” Zu seinem 85. Geburtstag (den wir praktisch alleine ausrichten) bekommt Schwiegervater eine Bank im Vorgarten, die ich zusammenbaue und lackiere. Wenigstens benutzt er das Teil reichlich. Zusätzlich erledige ich noch die restlichen Malerarbeiten in deren Bad. Bei uns im Bad läuft der Toilettenspülkasten schon wieder und einer der letzten Stürme hat Spuren am Dach hinterlassen, so dass wir einen Dachdecker brauchen. Die Gebäudeversicherung übernimmt den Schaden allerdings nicht. Das Internet ist durch viele Ausfälle gekennzeichnet. Schwiegermutter wird fuchtig, wenn sie etwas sofort erledigt haben will und wir deswegen nicht umgehend alles stehen und liegen lassen. Was sind wir: Deren Sklaven? Meine Jüngste hat einen Autounfall, weil ihr ein zurücksetzender, holländischer LKW vorne reinfährt. Das wird anschließend zum monatelangen Kampf mit einer gewissen Ignoranz-Versicherung. Für sie ist es ein Prüfungsmonat. Die theoretische Prüfung für den LKW-Führerschein hakt sie ab. Die Praxis verzögert sich um mindestens vier Wochen, weil der Fahrschul-LKW defekt ist. Zusätzlich Schule und danach besteht sie die RS-Prüfung. Ausüben kann sie den Beruf aber erst mit dem LKW-Führerschein. Bei meinen Chilis haben jetzt rund 40 Früchte angesetzt. Wir sind zur Siegerehrung des Kreisschützenfestes eingeladen und auch die Website der SG Lauenau erfordert wieder einmal ein paar Stunden an Arbeit. Der SPD-”St.-Martin” spricht sich bei einer statistischen Lebenserwartung von 69 Jahren – nach meinem 59. Geburtstag bleibt mir jetzt also noch ein Jahrzehnt – für die Rente mit 78 aus: Sagt alles! Unsere Postdemokratie zeigt immer offener die Züge einer menschenverachtenden Diktatur. Als ich meine Frau vom Wunstorfer Bahnhof abholen will, werde ich mitten auf der A2 von einem Autobahnrowdy gestoppt, der einen Unfall zu provozieren versuchte und mir Gewalt androhte, weil er bremsen musste, als ich abbiegen wollte. Das trägt schon durchaus die Züge eines Überfalls. Auf eine Anzeige habe ich verzichtet, weil ich nicht den ganzen Clan des irren Arabers kennenlernen will. Seit 38 Jahren fahre ich jetzt Auto, viele Jahre davon beruflich. Bisher immer unbewaffnet. Das wird sich jetzt gezwungenermaßen ändern müssen. Die letzte Monatswoche ist durch extreme Starkregenereignisse geprägt, so mit unpassierbaren Straßen und vollgelaufenen Kellern. Wir kommen dabei noch halbwegs glimpflich davon. Draußen jedenfalls kann man nichts unternehmen. Aber vielleicht unter Tage und deswegen besuche ich nach Jahren mal wieder die Schillathöhle.

Juli:

07jul17

MDK-Begutachtung bei Schwiegermutter und im Pflegebescheid finden sich zahllose erstunkene und erlogene, unhaltbare Angaben. Das alles bringt mich maßlos auf die Palme. Ich meine, wenn sie Phantastereien über mich erzählt, dann stelle ich das i. d. R. selbst richtig. Aber wenn derartige Phantastereien aktenkundig werden, dann ist eine Grenze überschritten! Ich dränge massiv auf einen Widerspruch, gerade auch gegen den ihr zuerkannten Pflegegrad 1, wonach sie beinahe gesund ist: Die alte Dame lebt in einer Traumwelt und ist komplett unzurechnungsfähig! Den Widerspruch will sie aber nicht unterschreiben, da zeigt sie sich wieder ausgesprochen unkooperativ. Erst dann, als ich ganz massiv damit drohe, mich einerseits selbst an ihre Krankenkasse zwecks Richtigstellung und Streichung meines Namens als Pflegeperson zu wenden sowie sie künftig nicht mehr pflegerisch zu unterstützen, gibt sie nach. Bis dahin aber ist es ein tagelanger Kampf. Anschließend läuft der Widerspruch gegen die MDK-Einstufung (wobei letztlich Pflegegrad 3 bei rauskommt). Wettermäßig wechseln sich Hitze, Kälte und Starkregen-Unwetter ab; es ist der Sommer der schweren Gewitter. Die Tierwelt hat sich verändert. Es gibt nur noch auffallend wenige Insekten, keine Meisen und keine Schwalben mehr. Dennoch sind die Erntearbeiten im Garten unaufschiebbar. Meine Chilis haben jetzt knapp 60 Früchte angesetzt und die ersten Früchte werden auch reif. Geerntet und probiert: Hölle! Meine Jüngste besteht ihren LKW-Führerschein und ihrem Berufswechsel in den Rettungsdienst steht jetzt nichts mehr im Wege. Ihren ersten RS-Einsatz hat sie in Form eines Minijobs, nämlich beim “Tough Mudder” in Hermannsburg, anschließend einen anlässlich der allmonatlichen Bombenräumung in Hannover. Im Bad platzt der Brauseschlauch und muss ersetzt werden. Mein Handy Acer Liquid Z630 ist nach nicht mal einem Jahr kaputt und geht als Garantiefall an Expert. Die wollen die Reparatur versuchen, brauchen dazu aber voraussichtlich sechs Wochen. Nach drei Wochen ist die “Reparatur” erfolgt: Gehäuse und Akku sind beibehalten worden. Der Rest ist neu. Es nützt aber alles nichts; ich muss mir schon angesichts des bevorstehenden Urlaubs ein neues Handy zulegen, ein Moto G4 Plus, in der Hoffnung, dass dieses Teil an Wegwerfelektronik länger durchhält. Unmittelbar vor unserem Urlaub auf Langeoog (wir sind mal wieder komplett urlaubsreif) erwischt mich eine ausgesprochen widerliche Magen-Darm-Infektion. Anschließend eine Woche Langeoog: Das war herrlich und auch bitter nötig! Das Wetter folgte fast jeden Tag dem gleichen Rhythmus. Morgens grau und Nieselregen, mittags das Aufreißen der Wolken und brennende Sonne mit abends Gewittern. Am letzten Tag läutete ein Mega-Unwetter mit Schlagregen-Wassermassen eine dreitätige Überflutungsperiode ein. Derartige Sintfluten hat Niedersachsen noch nie erlebt; so wurde bspw. in Goslar und Wolfenbüttel der Katastrophenfall ausgerufen. Auch Hannover, Hildesheim, Stadthagen, Bad Harzburg usw. trifft es. Im Harz muss Schulenberg nach Dammbruch evakuiert werden. In Bensersiel musste ich das Auto zwar aus einem kleinen Teich rausfahren, aber glücklicherweise hat es nichts abbekommen. Wieder zurück finden wir bei den Schwiegereltern ein Dreckloch vor, dessen Bewohner mangels Körperhygiene genau so wie ihr Loch stinken. Reinigungsarbeiten und scharfe Worte sind angesagt und Schwiegervater wird unter Anwendung von (sanfter) Gewalt gegen seinen Willen geduscht. In der Woche unserer Abwesenheit war er zweimal zusammengeklappt, weil er seine Medikamente verweigerte. In der Woche nach unserer Rückkehr kommt er wegen lebensbedrohlicher akut-kritischer Herzinsuffizienz in die kardiologische Notaufnahme nach Bad Münder: Das Krankenhaus hat er sich selbst zuzuschreiben! Damit fängt aber auch die total ätzende Krankenhausjuckelei wieder an, mitunter sogar mehrmals täglich: Kleinkinder sind einfacher zu betreuen als Senioren! Seine urplötzliche Abwesenheit stürzt meine geistig stark behinderte Schwägerin in einen Zustand gefährlicher Unberechenbarkeit. So greift sie mich unvermittelt an (worauf ich nicht vorbereitet war) und kratzt mir um Haaresbreite die Pulsadern auf. Angriffe durch sie erfolgen nahezu täglich. Sie ist m. E. gemeingefährlich und gehört längst schon in die Geschlossene. Meine Jüngste sieht das genauso. Meine Große hat ihre mündliche Prüfung und schließt ihr Mastertudium in Sozialwissenschaften mit der Note 1,3 ab. Meine Frau tauscht ihren alten, grauen “Lappen” in einen Karten-Führerschein um, weil der “Lappen” in gut vier Jahren ungültig wird.

August:

08aug17

Unser Kater verstirbt am 04.08.2017; er liegt tot im Garten und ist offensichtlich ganz friedlich eingeschlafen. Für uns war er mehr als ein Haustier, nämlich schon ein Familienmitglied. Ich begrabe ihn im Garten neben seiner Mutter. Zurück bleibt … nur Leere, denn immer wieder und überall wird man noch wochenlang an ihn erinnert. In Bezug auf Schwiegervater steht zunächst weitere Krankenhausfahrerei an. Als er zurück kommt, ist es nur noch eklig und stinkend; auf Einzelheiten will ich hier lieber nicht eingehen. Er ist zu einem Vollbetreuung erfordernden Pflegefall geworden. Kaum wieder zuhause, wird auch wieder nichts mehr getrunken und die Medikamente werden verweigert. Es ist absehbar, wohin das führen wird. Ich bin nur noch am Hin- und Herfahren deswegen: Windeln, Bettauflagen, Einmalwaschlappen, Handschuhe, Desinfektionsmittel, Arzt, Apotheke usw. Und bei meiner geistig behinderten Schwägerin bin ich schon heilfroh, wenn sie mich mal an zwei Wochentagen nicht angreift (dann allerdings sucht sie sich andere Opfer). Sie versucht, mich mit einer Grabegabel aufzuspießen, kann aber im Handgemenge entwaffnet werden. Andere Angriffe führen zu leichteren Verletzungen: Absolut ein Fall für die Geschlossene! Die zuständige Krankenkasse unserer drei Pflegefälle ist meinerseits über diese Zustände schriftlich zweimal in Kenntnis gesetzt worden – die Reaktion darauf: Zunächst keine, dann die Anträge auf Neubegutachtung durch den MDK, die aber von den durch und durch unkooperativen Schwiegereltern selbst befürwortet werden müssen! Die Lage spitzt sich rapide zu, denn meine Frau und ich können bei Berufstätigket keine Vollbetreuung für drei Pflegefälle gewährleisten und Schwiegermutter macht wie üblich absolut gar nichts mehr – außer, dass sie alles verkommen lässt und zahllose Defekte verursacht, wobei ich mit dem Hinterherreparieren kaum noch nachkomme und mich von ihr dann obendrein auch noch blöde von der Seite anpissen lassen muss, von wegen ich hätte das selbst kaputt gemacht und so. Der Monat steht komplett und vollkommen im Zeichen unserer drei Pflegefälle. Auf der Arbeit ärgert mich der Rollibus mit einem Plattfuß; den Reifen eines großen Autos an der Tanke aufzupumpen ist nicht möglich und auch nur ein Minimum an Luft drauf zu bringen dauert eine halbe Stunde. Meine Jüngste lässt ihr Auto jetzt auf eigene Kosten reparieren, was sie 1.500 Euro kostet, und ist gezwungen, per Anwalt gegen die für den Schadensverursacher zuständige Arroganz-Versicherung vorzugehen, damit sie wenigstens einen Versuch zum Zurückbekommen ihres Geldes gemacht hat. Im Anschluss besucht sie ihre Schwester in Siegen. die Große geht im Zuge ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für die UN nochmal wieder auf Tour, nämlich nach Holland und in die Türkei. Um dem Jobcenter zu entgehen, schreibt sie sich nach dem Ende ihres Studiums nochmal für ein Semester Literatur-Kultur-Medien ein, was ihr einen Aufschub bis zum 31.03.2018 bringt. Nachdem ein Gewittersturm selbst den 10mm-Haken des Garagentors samt Riesendübel aus dem Mauerwerk gerissen hat, unternehme ich den x-ten Versuch, das Scheißding zu verankern, allerdings ohne viel Hoffnung. Bei meinen Chilis haben jetzt genau 74 Früchte angesetzt und 55 davon sind bereits geerntet. Auch die mickrigen Wohnzimmerfenster-Chilis, die hinter dem Climaplus-Wärmedämmglas gestanden haben, kommen jetzt in Gang, blühen und haben z. T. auch angesetzt: Ein gutes Vierteljahr später als die Chilis hinter normalem Schallschutzglas! Meine geistig behinderte Schwägerin bekommt jetzt endlich – von einer mal abgesehen – ihre Zahnimplantate. Das eine kann nicht gesetzt werden, weil sie sich den Anker aus dem Knochen rausgeprokelt und ihn aufgefressen hat – Kommentar überflüssig! Wir besuchen mit dem Siedlerbund den Zoo Osnabrück sowie die Ausstellung ‘Romantic Garden’ in Remeringhausen und das Parken dort gerät zur Schlammschlacht a la Wacken. Die Kartoffelernte gerät zum Fiasko, weil bei den Pflanzen witterungsbedingt Knollenfäule aufgetreten ist: Ein Jahr Arbeit umsonst! Das Wetter ist (wie schon im Juli) sehr unbeständig und so viel, wie uns in diesem Sommer verschimmelt ist, war es noch nie. Seit langer Zeit besuche ich mal wieder die Meerbruchswiesen bzw. das Winzlarer Moor und fange mir dabei sage und schreibe 14 Bremsenstiche ein. Sieht hinterher aus wie ‘ne ansteckende Infektionskrankheit! Als ich am letzten Tag des Monats mit dem Fahrrad vom Zahnarzt komme, da versucht so ein auf das Recht des Stärkeren pochender Autofahrer mich wegzuputzen und haut anschließend umgehend ab: Bei manchen Zeitgenossen ist der Kopf wirklich bloß ‘ne Sicherheitskopie vom Arsch!

September:

09sep17

Der Pflegeterror setzt sich fort. Wir bleiben dabei nahezu ohne Hilfe, weil die Schwiegereltern die Vertragsangebote von Pflegediensten nicht unterschreiben. Die zwar unberechenbaren, aber in gewissem Sinne doch auch vorhersehbaren Angriffe meiner Schwägerin gegen mich erfolgen im Mittel etwa alle ein bis zwei Tage mit durchschnittlich einer Verletzung wöchentlich, dazwischen sucht sie sich andere Opfer (zumeist meine Frau). Bei Schwiegermutter kommt es zur MDK-Neubegutachtung und dem von mir formulierten Widerspruch wird in allen Punkten stattgegeben: Es lohnt sich also, sich nicht alles gefallen zu lassen! Das alte Motto “wer sich nicht wehrt der lebt verkehrt” gilt auch heute noch. Schwiegervater wird zur REHA nach Bad Driburg geschickt, wobei er dort deutliche Anzeichen von Demenz zeigt. Damit ist trotz aller Bemühungen um eine ortsnahe Unterbringung und trotz aller vorausgehenden Hinweise und Warnungen an alle beteiligten Stellen genau das eingetreten, was wir vermeiden wollten – nämlich eine unzureichende Betreuung. Unsere Kleine beginnt einen neuen Job beim DRK-Rettungsdienst und das wird für ihren Rücken zur großen Belastung. Die Schwester startet indessen zu ihrer großen Ostasien-Rundreise. Der Monat liefert einen frühen und nasskalten Herbst; Orkan “Sebastian” entwurzelt drei Bäume hinter’m Haus am Mühlgraben. Ich stelle fest, dass zuviel Miniaturisierung bei der Elektronik ziemlicher Mist ist, denn nach einem mehrtägigen Sonnensturm geben zwei Diensthandys und das Samsung S5mini von meiner Frau ziemlich zeitgleich den Geist auf. Ist zwar alles reparabel, aber … Für meine bessere Hälfte richte ich erstmal mein altes und repariertes Acer z630 ein. Kurz bevor meine Jahreskarte abgelaufen ist, genehmige ich mir noch einen vorerst letzten Besuch im Wisentgehege. Dort haben Waschbären die Vogelvoliere geplündert und das Federvieh aufgefressen. Das Viehzeug ist allerdings auch hier bei uns ‘ne Plage, denn alle umliegenden Gärten sind von denen nahezu geplündert worden. Unserer nicht – aber wir haben aufgrund des vielen Regens ohnehin kaum was ernten können. Bzg. meiner Chilis ist die Saison jetzt nahezu beendet, denn von 76 Früchten sind 74 abgeerntet. Mangels Personal muss ich in diesem Monat vier Wochen lang durchfahren und deswegen bleibt verdammt viel liegen. So gab’s am 18.09.2017 ein heftiges Gewitter und der Blitz schlug in die Sparkasse ein. Unsere Telefonanlage ist gleich hinüber: DECT-Ausfall, AW geht nicht mehr, I-Net-Ausfälle usw. Nach vierstündiger Bastelei geht’s mehr schlecht als recht wieder, aber das Ersetzen des Routers erweist sich als unausweichlich. Glücklicherweise übernimmt das die Hausratversicherung. Nicht so den Sat-Empfänger, der zwar offensichtlich auch einen Schlag abbekommen hat, aber erst knapp zwei Wochen später den Geist aufgibt. Der Empfänger wird umgehend ersetzt. Für den Router muss aber erstmal (ganz viel) Zeit da sein!

Oktober:

10okt17

Ein ereignisreicher Monat, der wie ein viel zu schnell abgelaufener Film im Turbotempo an mir vorbeigerauscht ist: Die neue Telefonanlage (Fritz Box 7430) wird eingerichtet. Der Versuch zur Nutzung der erweiterten Fähigkeiten unseres neuen Sat-Receivers erweist sich als zwar vollmundige, aber absolut leere Werbeversprechung u. d. h. er gerät zum Fehlschlag auf ganzer Linie! Meine Frau zerschrammt ihren Meriva beim Rückwärtsfahren an der Hauswand und die Lackierung zum Ausbessern der Macke gestaltet sich ausgesprochen problematisch, da es sich um Metalliclack handelt. D. h. das beschäftigt mich länger. Das Orkantief “Xavier” wird mit 178km/h Windgschwindigkeit zur Heimsuchung und führt dazu, dass meine Gattin 3,5h von Hannover zurück in Form einer Abenteuerreise braucht. Orkan “Herwart” drei Wochen später ist mit 176km/h auch nicht viel besser. Der Zug- und Flugverkehr in ganz Norddeutschland ist eingestellt worden und das Telefonnetz inklusive Handynetz teilweise zusammengebrochen. Meine Fotobeobachtungen vom Juli und August werden offiziell bestätigt, denn mit 76% weniger Insekten und in Folge 35% weniger Vögeln zeichnet sich eine ökologische Katastrophe ab. Maßgeblich daran beteiligt dürfte das seit den 1970er Jahren ausgebrachte Glyphosat sein, welches an sich zwar ungiftig ist, aber wie ein Vektor in Bezug auf zuvor immobilisierte Umweltgifte und Schadbakterien wirkt. In unserem Bad kommt es durch defektes Schwimmerventil und zugleich defektes Eckventil bei der Toilettenspülung zur Überschwemmung und da muss der Klempner-Notdienst ran, denn das passiert (wie könnte es auch anderes sein) selbstverständlich am Wochenende. Unsere Jüngste bemerkt den Schaden rechtzeitig und verhindert das Schlimmste. Meine Chilisaison ist nun endgültig beendet. Insgesamt belief sich die Ernte auf 76 Früchte und die Töpfe für die neue Saison werden vorbereitet. Lediglich zur Monatsmitte hin haben wir ein paar Tage “Goldener Oktober”, doch an denen erreicht die Temperatur nochmal 26°C, ansonsten dominiert der Regen und überall steht das Wasser. Ich versehe das Fahrrad meiner Gattin mit einer neuen Beleuchtung, denn nachdem ihr das Rad umgefallen war, bestand die alte Lampe nur noch aus Trümmern. Bei Schwiegervater gestaltet sich die Einnahme seiner Medikamente als problematisch, denn seit er aus der Reha wieder zurück ist, wähnt er sich als von Bluthochdruck und Altersdiabetes geheilt und will seine Medikamente nicht mehr einnehmen – da muss man wirklich nur noch jedesmal dahinter stehen! Später stürzt er im Bad, zieht sich dabei eine extrem blutende Fußverletzung zu und ich schaffe es erst, nachdem er schon rund einen Liter Blut verloren hat und ziemlich käsig aussieht, einen provisorischen Druckverband anzubringen – denn wenn jemand Gerinnungshemmer einnimmt, dann arten selbst kleinste Verletzungen ganz schnell zum Schlachthaus aus! Ein RTW bringt ihn anschließend ins Krankenhaus, wo die Wunde genäht wird. Schwiegermutter steht während der Aktion als Gaffer dabei und gibt selten dämliche Ratschläge, aus denen zweifelsfrei hervor geht, dass die Dame ziemlich unzurechnungsfähig ist, während meine Schwägerin die Erste Hilfe durch Angriffe gegen mich behindert. Als Schwiegermutter in ihrer Demenz versucht, ungeschützt eine Pizza aus dem 200°C heißen Ofen zu nehmen, da zieht sie sich großflächige Verbrennungen zweiten Grades an der Hand zu und ich leiste Erste Hilfe, die sie aber ablehnt und die schließlich in meinem Rauswurf aus ihrer Wohnung mündet. Dabei bin ich seitens ihrer Krankenkasse als Pflegeperson für sie benannt worden – was sie aber nicht akzeptiert. Ein andernmal hält mich ihr restlos verstopfter Küchenabfluss stundenlang auf Trab, nachdem sie – weil sie zu faul war, zur Mülltonne zu gehen – versucht hat, Essensreste und Küchenabfälle über ihre Spüle zu entsorgen. Ich puhle Gemüsereste, Nudeln und Kartoffelschalen aus der Rohrleitung und komme mir bei dem stinkenden Dreck wie ‘ne Kanalratte vor! Mit meiner Schwägerin fahren meine Frau und ich und ich wieder zur Zahn-OP nach Empelde (Schwiegermutter sieht die Notwendigkeit dazu nicht ein und kommt nicht mit). Meine behinderte Schwägerin wird ohnehin immer aggressiver; nach ihrem Erwachen aus der Narkose kommt es zu geschätzt 60-80 Kneif- und Schlagangriffen gegen mich (bei 50 Angriffen habe ich aufgehört zu zählen). An den darauf folgenden Tagen konzentriert sie ihre Angriffe auf meine Frau und ihre Eltern, weil die sich das gefallen lassen und anschließend bin ich wieder dran. Sowohl meine Gattin wie auch ich selbst tragen (wieder einmal) Verletzungen davon. Kneifangriff ist auch der falsche Ausdruck; im Grunde genommen versucht sie, einem Fleischstücke aus dem Körper zu reißen. Regelmäßig mit der Folge von Thrombosen (die ihrerseits lebensgefährlich werden können) bei den Opfern. Kurze Zeit später hat die Schwägerin sich dann ein Implantat aus dem Kiefer rausgepult. Es findet eine MDK-Neubegutachtung für Schwiegervater und Schwägerin statt und die MDK-Empfehlung lautet dahingehend, die Schwägerin in eine geeignete (geschlossene) Einrichtung und Schwiegermutter in eine Tagespflege zu geben, doch selbstverständlich wollen die unmittelbar Betroffenen davon absolut nichts wissen! Am Ende sieht es so aus, dass ich offiziell als Pflegeperson für meine beiden Schwiegereltern benannt werde. Das es sich dabei um eine Pflege gegen deren Willen und folglich auch gegen deren Widerstand handelt interessiert niemanden und nicht mal ein Minimum an Kooperation ist da: Zum Kotzen, einfach nur zum Kotzen! Deswegen mache ich da auch nur das Nötigste (was mich im Mittel wöchentlich 32 Stunden an Arbeit kostet) und lasse die ansonsten in ihrem selbstverursachten Dreck sitzen – denn wenn man heute alles auf Hochglanz poliert, dann findet man morgen garantiert wieder ein ultimatives Dreckloch vor und Dankbarkeit für die ganze Arbeit gibt’s sowieso nicht, stattdessen nur Forderungen! Meine Älteste beendet ihre Ostasien-Rundreise, ist wieder zurück, befasst sich mit der Jobsuche und geht gleich wieder für eine Woche auf Tour, weil sie eine Einladung nach Belgrad (Serbien) erhalten hat. Ich nehme am turnusmäßigen Ersthelfer-Lehrgang teil und meine Frau kommt per RTW ins Krankenhaus nach Gehrden, weil sie auf der Arbeit zusammengeklappt ist. Als Ursache wird (angeborene?) Mitralklappeninsuffizienz ermittelt. In Folge muss dann aber nochmal die Notaufnahme aufgesucht werden, weil sie sturzbedingt ihren rechten Arm nicht mehr bewegen kann: Krankenhäuser behandeln je nach Abteilung immer nur noch bestimmte Organe und der gesamte Patient ist offensichtlich nebensächlich!

November:

11nov17

Meine Frau ist zunächst noch krankgeschrieben und erhält Krankengymnastik, denn seit dem Sturz im Vormonat leuchtet ihre gesamte rechte Körperhälfte in allen Farben des Regenbogens. Ich selbst werde beim Fahren geblitzt und mal abwarten, was da noch kommt. Aber ehrlich gesagt: Ein Blitzer bei einem Ortsschild einen halben Kilometer hinter dem letzten Haus sehe ich als reines Abkassieren an! Meine als Waschbärenscheuche eingesetzte LED-Lampe im Garten ist abgesoffen und der Bewegungssensor lässt sich nicht mehr reparieren – mal sehen, vielleicht umbauen … Merke: Schutzart IP44 kann man bei norddeutschem Regenwetter gleich liegenlassen! Der Garten wird jetzt winterfest gemacht und die letzten Blumenzwiebeln kommen in die Erde, obgleich Wasserpflanzen wahrscheinlich angebrachter wären, denn überall steht das Wasser – es regnet fast pausenlos – und der Rasen federt beim Drauftreten, was auf extrem hohen Grundwasserstand schließen lässt. Meine Schwiegereltern und Sschwägerin halten uns mehr als nur auf Trab. Die MDK-Neubegutachtung für Schwiegervater und Schwägerin ergibt, dass alles beim Alten bleibt. Es ist offensichtlich, dass da vieles absichtlich kleingerechnet worden ist, um die Finanzen der Pflegekasse zu schonen, doch Schwiegervater will von einem Widerspruch nichts wissen, sondern einfach nur in Ruhe gelassen werden. Schwägerins irrationale Handlungen werden lebensgefährlich (Rausreißen von Kabeln und Entwenden bzw. Vermischen von Schwiegervaters Medikamenten), auch erweist sie sich als aggressiv gegen Außenstehende (Angriff des Friseurs). Obgleich Schwiegervater, der vermutlich selbst durch meine Schwägerin verletzt worden ist, keine Außenstehenden einschalten will, sucht meine Frau (weil es so nicht weitergehen kann) nach Pflegediensten für ihre Schwester: Leider vergeblich! Ich selbst setze mich daraufhin mit der Lebenshilfe in Verbindung und erhalte die dringende Empfehlung, meine Schwägerin in die Geschlossene zu geben. Doch davon wollen weder Schwiegervater als Vormund noch meine Frau als Pflegeperson etwas wissen. Es ist durchaus absehbar, dass irgendwann irgendwer von uns von der Arbeit nach Hause kommt, einen Schwerverletzten oder gar eine Leiche vorfinden wird und dann zu hören bekommt: “Die hat das ja nicht so gemeint!” OK, wenn die das nicht anders haben wollen: Nicht mehr mein Bier! Wenn ich mich auf den Wahnsinn zu weit einlasse, dann drehe ich durch. Meine bessere Hälfte bricht ihren Haustürschlüssel ab und ich erspare ihr den Schlüsseldienst – was für ein Glück, dass ich über Zahnarztbestecke verfüge, denn damit lassen sich Schlüsselreste rauspulen. Im Bad ärgert mich ein verstopfter Spülenabfluss und Schwiegermutters Spülmaschine leidet mehrfach unter Verstopfung durch Essensreste im Ablauf, wobei einmal sogar der Handwerker ran muss. Der allerdings erst nach drei Wochen kommt. Am vorletzten Tag des Monats macht meine Jüngste in ihrer Funktion als RS den Umzug ins neue Klinikum Schaumburg in Vehlen mit und am letzten Tag des Monats haben wir auch den ersten Schnee. An diesem Tag steht noch einmal eine Zahn-OP meiner Schwägerin in Empelde an, wobei sie im Rahmen ihrer Aggroanfälle so ziemlich alle Register inklusive des Einschlagens auf den Fahrer (mich!) während der Fahrt zieht. Das OP-Zentrum in Empelde empfiehlt übrigens dringend ihre medikamentöse Ruhigstellung. Die drei Pflegefälle dominieren mittlerweile in jeder Beziehung unser Leben und das wird von den erwähnten Pflegefällen als absolute Selbstverständlichkeit betrachtet. D. h. man erntet nur Gemecker und niemals auch nur den Anflug von Dank.

Dezember:

12dez17

Der Monat beginnt mit Eisregen (viele Unfälle!), aber zum Glück muss ich nicht fahren. Das Fahren bei Eisregen folgt allerdings später, nämlich nachdem im ersten Monatsdrittel ein Schneesturm hier durchgetobt ist. In diesem Monat wird der noch ausstehende Resturlaub weggenommen: Zeit, all das zu erledigen, was schon viel zu lange liegengeblieben ist (nicht zuletzt wegen unserer drei Pflegefälle, die im Grunde genommen immer unerträglicher – da unkooperativer und undankbarer – werden!). Da wird unser muckender Küchenabfluss wieder gängig gemacht, die LED-Solarlampe und frühere Waschbärenscheuche findet, nachdem der Bewegungssensor offensichtlich endgültig hinüber ist, ihren Platz als Gartenbeleuchtung an der Stallwand (denn im manuellen Betrieb funktioniert sie ja noch und warum soll man so etwas dann wegschmeißen?), dass Grab unseres Katers im Garten erhält einen Grabstein, bei dem schon wieder muckenden Heizkörper im Schlafzimmer stellt sich heraus, dass der Thermostat hinüber ist und ich tausche den usw. In der Tagespflege mache ich eine Diashow und stelle dabei fest, dass mein Beamer für Tageslicht zu schwach ist (1200 Lumen reichen nicht, da selbst ein grau-bedeckter Himmel am Dezembernachmittag das auch “auf die Waage” bringt). Daneben wird noch meine Chilisaison 2018 eingeläutet, und zwar mit den Chilis von meiner Chefin, den Indonesien-Chilis von meiner Großen, den Blumentopf-Chilis und zwei Reinsorten (Scotch Bonnet und Red Savina). Wie alle Jahre wieder ist meinerseits einiges an Weihnachtsdeko zu reparieren; zudem bringe ich in einer größeren Bastelaktion ein defektes Smartphone (Galaxy S6) von meiner Jüngsten wieder in Gang und kümmere mich um ein paar Fremdcomputer, teils in Form von Nachbarschaftshilfe und teils in Form von kleinen Aufträgen, um überleben zu können. Meine Jüngste lernt kurz vor Weihnachten das Klinikum in Vehlen gleich noch von innen kennen, als sie zusammenklappt und mit Magen-Darm-Koliken dort eingeliefert wird: Wieder Krankenhausjuckelei! Dazu noch – völlig überzogen – der Besuch im Isozimmer nur mit Schutzkleidung. Immerhin ist sie Weihnachten wieder zuhause. Mit meiner behinderten Schwägerin fahren wir zur offiziell letzten Zahn-OP nach Empelde, wofür meine Frau und ich wieder Urlaub nehmen. Auf dem Rückweg streikt das Auto: Ohne vernünftige Lenkung und funktionierende Bremse den Nienstedter Pass runter muss ich wirklich nicht nochmal haben! Glücklicherweise bringe ich die Karre zum Stehen, ohne dass was passiert: Keine Toten, keine Verletzen, keine Beulen. Bloß Dreck ohne Ende. Der Abschlepper bringt uns anschließend in die Werkstatt und die Reparaturkosten halten sich noch in Grenzen: Das defekte AGR-Ventil hatte den Motor mit Abgasen geflutet und dadurch wollte er nicht mehr, woraufhin der ganze Rest auch streikte. Schließlich kam unsere Große noch zu Besuch und auf diese Weise ist es langsam Weihnachten geworden. Zwischen den Feiertagen lautete das Motto dann wieder: Fahren!

13nj17

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