Gegen Mittag habe es drinnen nicht mehr ausgehalten. Sturmtief “Burglind” hat sich verzogen und es war – welch’ Wunder – wirklich für ein paar Stunden mal trocken geblieben. Einmal hat sich sogar eine blasse Sonnenscheibe hinter dem allgegenwärtigen Grau gezeigt; was für ein inzwischen selten gewordener Anblick! Ich meine, mein Bedarf an Wasser ist mittlerweile mehr als nur gedeckt und so langsam wachsen mir bereits Schwimmhäute zwischen den Fingern: Überall Wasser, wohin man auch blickt! Aue und Mühlgraben sind übergelaufen; einstige Rinnsale haben sich in Wildwasser verwandelt. Auf vielen Felder stehen flächendeckend Seen und im Radio werden überflutete Straßen gemeldet: Zeit für einen Rundgang, auch wenn’s vielleicht nicht ganz einfach wird, sich einen Pfad zwischen Schlamm und Wasser zu suchen. Meine Frau hat mich deswegen für verrückt erklärt. Egal! Ich musste mal raus. Oben in die Berge war mir allerdings zu gefährlich, denn da droht aufgrund des aufgeweichten Bodens immer noch die Gefahr von Hangrutschen. Bin ich also hier unten im Tal geblieben – viva Tristesse! Ein paar Bilder sind dabei dennoch mit rumgekommen. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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