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“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Sie feiern es als Sieg, dass ein Mindestlohn durchgesetzt worden ist. Sie verkaufen es den Menschen auch so. Das niemand von einem so niedrigen Mindestlohn leben kann, das verschweigen sie geflissentlich. Das sie selbst es waren, die zahllose Ausnahmen vom Mindestlohn zugelassen haben, um die Verarmung voran zu treiben, das wird natürlich auch vornehm unter den Tisch gekehrt. Macht nichts. Der Wähler ist ja nicht nur blöd; er hat obendrein sogar noch ein verdammt kurzes Gedächtnis.

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Sie rühmen sich mit beständig sinkender Arbeitslosigkeit und erhalten als Beleg dafür extra jeden Monat ganz supertolle Statistiken von der Lügenagentur für Armut. Die belegen, dass man sich völlig unzweifelhaft auf dem Weg in die Vollbeschäftigung befindet. Das die Menschen dabei vom erwirtschafteten Lohn kaum oder gar nicht leben können und die Rente dabei den Bach runter geht interessiert sie nicht die Bohne, so lange sie selbst ihre Spitzenposition halten können.

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Sie versprechen eine merkliche Verbesserung der verfahrenen Pflegesituation, stellen 30% Lohnerhöhung für die unterbezahlten und ausgebeuteten Pflegekräfte in Aussicht und akzeptieren für 13.600 Pflegeeinrichtungen zzgl. 13.000 ambulanten Pflegediensten 50.000 neue Stellen. Tatsächlich sind es hinterher nur noch 8.000 Stellen, von der Lohnerhöhung ist keine Rede mehr und im Endeffekt verändert sich gar nichts. Außer der Tatsche, dass man mit einer großen Zahl (8.000 Stellen) glänzen und täuschen kann.

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Sie propagieren Minijobs und setzen den maximalen Verdienst pro Monat möglichst niedrig an, um in den höherbezahlten Folgejobs das Lohndumping zu fördern. Dabei verschweigen sie geflissentlich, dass der Minijobber nicht krankenversichert ist und aufgrund einer existenten KV-Pflicht seine KV selbst finanzieren muss, so dass ihm nach getaner Arbeit nur noch die Hälfte oder gar bloß ein Viertel des Monatsverdienstes verbleibt. Der Minijob befindet sich damit bereits im Grenzgebiet zum Ehrenamt, welches ohnehin vollmundig beschworen wird. Auf diese Weise zwingen sie den Minijobber dazu, sich in mehreren Minijobs aufzureiben oder aber schwarz arbeiten zu müssen, um zu überleben. Die Nutznießer der Situation sind diejenigen, die den Weichenstellern riesige Spenden zukommen lassen. Mit Korruption hat das alles aber gar nichts zu tun, natürlich nicht …

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Die Menschen keulen und malochen und zahlen obendrein Steuern ohne Ende. Der Bund bunkert das zunächst, schüttet es aber irgendwann so subventionsmäßig an “notleidende” Unternehmen aus, weil die Wirtschaft ja bekanntlich uns allen dient. Die wiederum automatisiert mit den Zuwendungen und rationalisiert Arbeitsplätze weg, um “wettbewerbsfähig” zu bleiben, woraufhin die Geldgeber jubilieren. Auf diese Weise arbeiten die meisten Arbeitnehmer an ihrer eigenen Entlassung, ohne dass ihnen das bewusst wird: Es lebe die Verarschung!

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Geld kommt zu Geld und der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen: Die Erben von Vermögen brauchen nicht mehr zu arbeiten; sie leben von den Zinsen, und zwar extrem luxuriös. Wir alle aber leben mittlerweile im IT-Zeitalter und es sind insbesondere die IT-basierenden Firmen, die nahezu gar keine Steuern bezahlen. Stattdessen wird die immer stärker zurück gehende Erwerbsarbeit auf Teufel komm raus besteuert. Mit anderen Worten: Diejenigen, die noch arbeiten, tun das, um einer selbsternannt-”elitären” Zeckenkaste ein Leben in Luxus zu ermöglichen.

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Wenn dann jemand, der sein Leben lang für andere, denen es heute sehr viel besser geht, gebuckelt und dabei seine Gesundheit ruiniert hat, sich auf einen geruhsamen Lebensabend freut, dann heißt es: “Nee, nee – keule man ruhig bis 70 weiter! Oder halte dich mit dem Sammeln von Pfandflaschen über Wasser und stell’ dich bei den Tafeln an!” Hinter der über Jahrzehnte hinweg gezahlten Rentenversicherung guckt der Betreffende nämlich her. Erinnert das nicht vielleicht an Versicherungsbetrug, bloß mit dem Unterschied, dass hier die Versicherten betrogen werden?

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Und wenn noch jemand, der sein Leben lang für andere, denen es heute sehr viel besser geht, gebuckelt und dabei seine Gesundheit ruiniert hat, altersbedingt in die Arbeitslosigkeit abgeschoben und über H4 de facto enteignet wird, fragt dann einer nach den Leistungen aus einer Arbeitslosenversicherung, für die der Betreffende sein Leben lang hat zwangseinzahlen müssen? Der bekommt solche Leistungen nämlich gar nicht erst. Wo ist das Geld eigentlich hingewandert? Erinnert das nicht vielleicht auch an Versicherungsbetrug, bloß mit dem Unterschied, dass hier die Versicherten betrogen werden?

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Es heißt immer wieder, dass die Menschen sich qualifizieren sollen, um im Falle einer Arbeitslosigkeit schnell einen neuen Job zu finden. Wer sich aber qualifiziert, der wird vom Arbeitgeber als vermeintlich überqualifiziert nicht eingestellt. Und wer nicht eingestellt wird, dem wird seine Qualifikation irgendwann vom Jobcenter aberkannt, damit er ganz, ganz weit unter Wert vermittelt weden kann, während die Arbeitgeber irgendwelche Märchen von einem vermeintlichen Fachkräftemangel schwafeln.

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Wenn dann aber ein Arbeitgeber einen zuvor SV-pflichtigen Job in drei kleine Minijobs zerhackt, mit denen er nicht nur die Löhne drücken, sondern obendrein auch noch Einsparungen im eigenen Personalwesen vornehmen und so erfahrene Fachkräfte auf die Straße setzen kann, dabei auch noch seinen KV-Anteil einspart, dann wird besagter Arbeitgeber obendrein noch wegen der Schaffung von Arbeitsplätzen gelobt!

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Alles wird immer teurer, aber die reale Kaufkraft sinkt. Den Gewinn machen nicht die Arbeitnehmer; den streichen ganz andere ein. Das Nachsehen hat der von Otto Normalverbraucher lebende Mittelstand, der mehr und mehr schrumpft. Irgendwann kommt es zu Tarifauseinandersetzungen. Dann bieten die Arbeitgeber Lohnerhöhungen unterhalb der Inflationsrate an. Die Arbeitnehmer sollen noch weiter zurück stecken, damit die Wirtschaft florieren kann. Wessen Konto wächst darauf hin – das der Arbeitgeber oder das der Arbeitnehmer?

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Der Begriff “Soziale Gerechtigkeit” ist in sein Gegenteil verkehrt worden und bedeutet real gesehen, dass der eine ein Milliardenvermögen bunkert, während der andere sich in zwei bis drei Minijobs aufreibt oder sich durch Schwarzarbeit kriminalisiert (alles nur um überleben zu können), während seine Zukunftsperspektive aus Altersarmut besteht. Er stirbt dafür im Mittel auch zehn Jahre früher als der Reiche.

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Die Menschen wenden sich, wie aus der Wahlbeteiligung ersichtlich ist, von denen, die sie belügen, täuschen und betrügen, ab. Doch die Betrüger missinterpretieren das als vermeintliche “Politikmüdigkeit”. Sie lassen sich von einer vermögenden Minderheit ganz legal kaufen, setzen einzig deren Interessen durch und glauben ernsthaft, dass der Wähler das nicht merkt. Der Wähler mag zwar dumm sein, aber so dumm ist auf die Dauer kein Mensch.

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Es ist die soziale Herkunft, die über die Chancen im Leben bestimmt. Geld gestattet die Bildung reicher und mächtiger Dynastien; Besitz ist alles. Man verkehrt nur unter seinesgleichen in Kreisen, von denen man das, was man hören will, auch gesagt bekommt. Die Entfremdung von den realen Lebensverhältnissen der realen Bevölkerungsmehrheit hat längst schon skurrile Formen angenommen: Spinner unter sich! Und vom Spinner zum lebensverachtenden Fanatiker ist der Weg nicht mehr besonders weit.

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Leistung lohnt sich längst nicht mehr; erben und besitzen hingegen schon. Irgendwann merkt das auch der Dümmste und klinkt sich aus, macht im Job nur noch Dienst nach Vorschrift, hat innerlich gekündigt. Warum soll er sich auch anstrengen und engagieren, wenn die Tür nach oben nicht nur verschlossen, sondern obendrein sogar noch zugenagelt ist? Irgendwann merkt selbst der Dümmste, dass man ihn ausnutzt und ausbeutet. Dann wendet er sich “Heilsbringern” zu, die gar nicht mal selten unter dem Deckmäntelchen des Nationalismus auftreten. In dem Falle aber wird er als Nazi beschimpft, obgleich er keiner ist, sondern nur den Ärschen in der falschen Herde hinterher rennt. Motiviert ihn das etwa?

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Die Menschen setzen alles daran, dass man ihnen die Armut nicht ansieht. Weil das unweigerlich mit Diffamierung verbunden wäre. Das wird dann missinterpretiert wie bspw. seitens des Kanzleramtsministers Peter Altmaier mit seinem Gesülze von wegen “Deutschland steht so gut da wie noch nie in seiner Geschichte!” Wer genug Geld hat, der will nämlich mitunter einfach nicht sehen, was wirklich abgeht.

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Die Situation ist beschissen. Diejenigen, welche die beschissene Situation zu verantworten haben, versprechen vor den Wahlen gravierende Verbesserungen (also einen Schritt hin zurück auf frühere, bessere Verhältnisse) und machen nach den Wahlen weiter wie gehabt, also exakt das Gegenteil. Vielleicht nehmen sie kleinere Korrekturen vor. Die werden dann sensationsheischend als “große Reformen” verkauft. Irgendwann merkt allerdings auch der Dümmste, wie sehr er verarscht wird und dass er im Endeffekt sowieso bloß die Wahl zwischen Pest und Cholera hat. Warum dann übergaupt noch wählen?

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Die Lohnentwicklung ist schon vor Jahrzehnten von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt worden, erkennbar daran, dass Wirtschaftswachstum und reale Kaukraft auseinander streben. Dennoch wollen sie uns erzählen, dass die Wirtschaft uns allen dient. Glauben tut das schon lange keiner mehr, denn die Gewinne fließen schon seit Ewigkeiten ohnehin nur in die Taschen der wenigen Superreichen und vergrößern die soziale Ungerechtigkeit.

“Und was machen die Politiker? Sie reden und reden und reden …”
(Hans Hartz im Song “Was bleibt sind die Politiker” aus dem Jahr 1986.)

Und was machen die Politiker? Wozu brauchen wir eigentlich Politiker, die reden und reden und reden?

2 Antworten auf Und was machen die Politiker?

  • flurdab sagt:

    Also, ich brauche Die nicht!

  • Ralf sagt:

    Ich kann jedes einzelne Wort des Beitrages bestätigen. Ich spiele mittlerweile mit dem Gedanken dieses Land zu verlassen. Ich gebe aus Resignation zum Jahresende mein Geschäft auf, und Ich bin nicht Reich, und habe keine Hunderttausende von Euro in 18 Jahren gemacht, ganz im Gegenteil !!!
    Ich habe 18 Jahre lang, 8 Monate im Jahr, ohne einen freien Tag gearbeitet. An guten Tagen nur 12 Std. sonst 14 Std. Ich habe spürbar erlebt wie mit €uroeinführung systematisch Jahr für Jahr Umsätze zurück gingen. Befeuert mit neoliberalem Gedankengut wie z.Bsp. ” GEIZ IST GEIL “. Nein Geiz ist nicht Geil, und halbwegs gebildete Menschen wußten das von Anfang an, weil das Wissen darüber schon fast 5 Tausend Jahre alt ist. Ebenso die Gier, die frißt Gehirn.
    Die Gesellschaft hat sich extrem ins Asoziale gewandelt und es hat eine Entsolidarisierung innerhalb der Gesellschaft stattgefunden, in ALLEN Gesellschaftsschichten !!!. Von Oben nach Unten.
    Lug und Betrug zum eigenen Vorteil, sind heute die Maxime des Handelns geworden. Der Zerfall eines Rechtsstaates ist für immer mehr Menschen spürbar. Der Zerfall einer Parlamentarischer Demokratie sehbar, wenn man es auch sehen will. Die Gesellschaft seit Anfang der 80ziger wurde systemisch mit Vorsatz erfolgreich gespalten. ” Richtig so “, schrien die heute um fast die hälfte ihrer Renten betrogener Rentner. Nach jedem Abbau von soziallen Leistungen, die dem Bürger als Reformen verkauft wurden, jubelte die extremistische “MITTE” der Gesellschaft, die bis heute Glaubt das Sie durch Wahlen etwas positives für die Gesellschaft ändere. Der kluge Kurt Tucholski wußte schon: ” Wenn Wahlen etwas ändern würden dann wären sie verboten !!! “.
    Leider ist dies so.
    In einem Demokratischen Rechtsstaat darf keine Behörde die Zusammenarbeit mit einem parlamentarischen Untersuchungsausschuß behindern, oder öffentlich verhöhnen durch geschwärzte Akten. In einem ” real funktionierenden Rechtsstaat ”
    wird Banken – und Wirtschftskriminalität, Nepotismus und Korruption, auf allen Gesellschaftlichen Ebenen verfolgt und geahndet ohne Ansehen der Person/en oder Behörden. War es nicht die “extremistische Mitte der Gesellschaft”, die noch vor einigen Jahren Staaten in den das alles was wir seit den achtzigern hier erleben, als Schurkenstaaten” bezeichnet hat. Warum immer nur auf einem gefählichen Idioten wie Trump schauen das weibliche Pendant heißt Merkel. In gut 6 Fällen hätte man auch hier ein Amtsenthebungsverfahren anstrengen können um Schaden von den Bürgern abzuwehren. Merkel und ihre Christlichen Fudamentalisten haben 6 Jahre lang Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen, die geniale Lösung war Kriegsschiffe gegen Schlauchboote. Nein dies ist nicht mehr mein Land. Daher die Entscheidung in den friedlichen Widerstand zu gehen und nicht mehr für diese Gesellschaft in irgend einer Art und Weise zur Verfügung zu stehen. Tschüß Sklavinnnen und Sklaven.

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