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Heute will ich mal ein paar Worte zu Dropbox sagen. Was ist Dropbox? Es handelt sich um einen Cloud-Speicherdienst, der auf dem heimischen Rechner (oder auf dem Smartphone oder auf dem Tablet) als neuer Ordner erscheint und auch genauso wie ein ganz normaler Ordner bedient werden kann – nur eben mit dem Unterschied, das die Daten in der Cloud liegen. Wozu soll das gut sein? Es bietet den Vorteil, auf einfachste Weise Daten vom einen zum anderen Gerät zu transferieren (und auch zu sichern), Dateien zu verschicken und im Bedarfsfalle zusätzlich auch anderen, ausgewählten Personen zwecks Bearbeitung zugänglich zu machen.

Dazu ein Beispiel: Du bist auf Reisen und machst mit deinem Handy Fotos. Die möchtest du sichern. Aber dein PC steht zuhause. Simple Lösung: Du schiebst die Bilder auf dem Handy (oder auf dem Tablet) in den Dropbox-Ordner. Jetzt sind sie in der Cloud gesichert und du hast später auch von zuhause aus Zugriff darauf – selbst dann noch, wenn dir das Handy geklaut worden sein sollte oder im Meer versunken oder ein Panzer drüber gefahren ist. Ein anderer Fall: Du arbeitest mit einer zweiten, räumlich weit entfernt lebenden Person an einem gemeinsamen Projekt. Du hast für die betreffende Person einen Dropbox-Unterordner freigegeben. Deine Bearbeitung schiebst du in besagten Unterordner und sie hat unmittelbaren Zugriff darauf. Bearbeitet selbst und schiebt die Datei(en) zurück. Jetzt hast du wieder die aktuellste Version usw.

Man muss bei der ganzen Sache nur ein paar Feinheiten beachten:
1. In der kostenlosen 2GB-Version speichert Dropbox die Daten unverschlüsselt.
2. Diese Daten sind für Geheimdienste wie z. B. die NSA und bspw. auch für Amazon unmittelbar zugänglich.
Folglich ist Dropbox kein Dienst, dem man seine privatesten Daten anvertrauen sollte. Behält man das aber permanent im Hinterkopf, dann lässt sich Dropbox doch ganz nutzbringend einsetzen. Wie funktioniert das jetzt?

Zunächst Windows: Auf der Dropbox-Webseite wird auf “Herunterladen” geklickt. Es kommt zum Download eines Web-Installers mit sich anschließender Dropbox-Installation. Das läuft alles automatisch. Nun unter Android: Dafür bietet Dropbox eine kostenlose App an. Die auf Handy oder/und Tablet installieren. Auch das geschieht automatisch. Die Software ist jetzt vorhanden. Nun muss noch ein Dropbox-Konto eingerichtet werden.

Dazu registriert man sich unter www.dropbox.com mit Vor- und Nachname, E-Mail und Password und das war’s eigentlich schon beinahe. An dieser Stelle noch ein Hinweis: Man kann sich theoretisch auch über einen vorhandenen Google-Account bei Dropbox registrieren. Dann erhält Dropbox (nebst NSA und Amazon) Zugriff auf das Google-Konto (inklusive Google Docs) und Google Zugriff auf die Dropbox-Daten. Muss jeder selbst entscheiden, inwiefern das sinvoll sein soll und hat bei mir im Übrigen auch nicht funktioniert. Die von Google unabhängige, separate Registrierung ist folglich zweckmäßiger. Die Registrierung muss anschließend noch über eine Bestätigungsmail quittiert werden. Jedenfalls ist das kostenlose 2GB-Cloud-Laufwerk (es erscheint im Windows-Explorer als “Dropbox”) damit eingerichtet. Nun noch mit den Anmeldedaten aus der Registrierung alle Geräte (PC, Handy, Tablet) auf das gleiche Konto zugreifen lassen (d. h. einmalig von diesen Geräten aus anmelden; beim PC dazu das Dropbox-Symbol im Systray anklicken) und fertig – es kann losgehen.

Wie geht es nun weiter? Unter Windows kann man einerseits mit Hilfe des Windows-Explorers Dateien in den Dropbox-Ordner geben, um diese für andere Geräte verfügbar zu machen. Oder aber man bemüht den Browser, indem man sich unter dropbox.com einloggt, am oberen Bildschirmrand auf den Button “Datei hochladen” klickt, die betreffenden Files auswählt und mit “Öffnen” in der Dropbox platziert. Alternativ dazu kann man aber auch einfach die gewählten Daten per drag’n drop auf den Browser ziehen. Erfahrungsgemäß ist m. E. jedoch die Bedienung per Windows-Explorer am einfachsten, schnellsten und zuverlässigsten. Unter Android und iOS wird in der Dropbox-App das Menüsymbol oben rechts angetippt. Man selektiert “Hochladen” und sucht den Speicherort der in die Dropbox zu schiebenden Datei auf. Betreffende Datei(en) auswählen und auf “Upload” tippen – das war’s schon.

Das Verschicken von Dateien funktioniert auch für Empfänger, die selbst NICHT bei Dropbox registriert sind. Das geschieht wieder am besten vom Windows-Explorer aus. Dazu die zu verschickende Datei im Dropbox-Ordner mit der RECHTEN Maustaste anklicken und in der sich öffnenden Liste “Dropbox-Link kopieren” wählen. Dieser Link wird dem Empfänger dann per Mail oder PN zugänglich gemacht und er kann damit besagte Datei in Kopie auf seinen Rechner ziehen.

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Bleibt noch das Bearbeiten einer in der Dropbox liegenden Datei durch mehrere Personen. Die müssen dazu allerdings alle auch Dropbox installiert hsben. Geht so: Zuerst legt man (vorzugsweise wieder im Windows-Explorer) den Dropbox-Unterordner an, den man für weitere Bearbeiter freigeben möchte. Anschließend loggt man sich unter dropbox.com ein und klickt da auf “Meine Dateien”. Nun mit dem Mauszeiger auf den zuvor angelegten und freizugebenden Ordner gehen. Dadurch öffnet sich eine Schaltfläche “Freigeben”. Die wird angeklickt.

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Anschließend erscheint eine Dialogbox der Nutzer dieses “Freigabe”-Ordners. Hier nun die E-Mail des künftigen Nutzers (also von demjenigen, für den der Ordner freigegeben werden soll) eintragen und auf die Schaltfläche “Kann bearbeiten” klicken. Es besteht zwar danach noch die Möglichkeit, dem Empfänger zusätzlich eine kurze Nachricht zukommen zu lassen, doch ist das grundsätzlich nicht notwendig. Nach erfolgter Freigabe erhält er die Freigabeinfo von Dropbox und hat Bearbeitungszugriff auf diesen einen Dropbox-Unterordner. D. h. der wird jetzt quasi von zwei Bearbeitern geteilt. Selbstverständlich kann man aber noch mehr Bearbeiter eintragen.

Alles in allem ist Dropbox eine sehr elegante Möglichkeit, um Dateien vom einen zum anderen Gerät zu schicken und auch für mehrere, “handverlesene” Bearbeiter zugänglich zu machen – immer voraus gesetzt, dass man sich ständig dessen bewusst ist, dass NSA und Amazon permanent “mithören”.

2 Antworten auf Über Dropbox

  • Prot sagt:

    Na da gönne ich mir lieber einen NAS-Server und lasse dort Platz zur Datenweitergabe und ähnliches. So einen bekomme ich mit Dualcore Prozessor ab 50€ im Abverkauf. Oder für 140€ regulär.
    In keiner Cloud setze ich etwas das ich nicht vorher verschlüssle. Und auch da gibt es genug Platz im Open Source ohne zugriff dritter.

    • .45 acp sagt:

      Sehe ich genau so, eine eigene Cloud ist wirklich kostengünstig und bei RAID 5 sehr sicher bei möglichen Datenverlust.
      Allerdings, da hat real Asmodis recht, ist Dropbox eine sehr einfache Sache..für die Nicht-IT’ler unter uns ideal…aber immer schön vorsichtig sein :smile:

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