politzitate

“Diejenigen, die oben sind, egal aus welchen Gründen, wollen oben bleiben. Meist haben sie die höhere Position gar nicht selbst errungen, sondern geerbt. Umso verbissener verbarrikadieren sie sich gegen die Gefahr, dass ihre Kinder oder sonstigen Nachkommen sich einem fairen Wettbewerb stellen müssen.”
(Leo Lukas in PR 2955, S. 38, “Der Shod-Spiegel”)

Politik ist bekanntlich ein schmutziges Geschäft. Lassen wir daher vorab erst einmal ein paar von denen zu Wort kommen, die es aus Erfahrung wissen müssen. Nämlich ein paar Politiker.

- “In der Politik geht es nicht darum, recht zu haben, sondern recht zu behalten.” (Konrad Adenauer)
– “Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.” (Helmut Schmidt)
– “Ich sage euch, wir haben gar keine Bundesregierung, wir haben Frau Merkel als Geschäftsführerin einer neuen Nichtregierungsorganisation in Deutschland!” (Sigmar Gabriel)
– “Von Konrad Adenauer bis Helmut Kohl waren alle Bundeskanzler inoffizielle Mitarbeiter des CIA.” (Egon Bahr)
– “Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten, sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?” (Wladimir Iljitsch Lenin)
– “Wenn einer im Wahlkampf zu schimpfen hat, dann sind es die Wähler, nicht die Politiker.” (Rainer Barzel)
– “Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.” (Otto von Bismarck)
– “Wenn irgendwo zwischen zwei Mächten ein noch so harmlos aussehender Pakt geschlossen wird, muss man sich sofort fragen, wer hier umgebracht werden soll.” (Otto von Bismarck)
– “Wer Kritik übel nimmt, hat etwas zu verbergen.” (Helmut Schmidt)
– “Die Jagd nach dem Sündenbock ist die einfachste.” (Dwight D. Eisenhower)
– “Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.” (Marcus Tullius Cicero)
– “Natürlich achte ich das Recht. Aber auch mit dem Recht darf man nicht so pingelig sein.” (Konrad Adenauer)
– “In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.” (Egon Bahr)
– “Die Deutschen sind unfähig, aus ihrer Geschichte zu lernen. Genauso wie sie 1939 Hitler in den Krieg folgten, so würden sie heute in ihrer Blindheit, Merkel in den Abgrund folgen.” (Wladimir Putin)

Ganz interessant in diesem Zusammenhang sind noch zwei weitere Aussagen. Die eine stammt von Vincenzo Vinciguerra, Mitglied der NATO-Geheimarmee “Gladio” und Drahtzieher des Bombenattentats von Peteano im Jahr 1972. Er sagte:

“Wir müssen von Zeit zu Zeit Terroranschläge verüben, bei denen unbeteiligte Menschen sterben. Dadurch lässt sich der gesamte Staat und die gesamte Bevölkerung lenken. Das primäre Ziel eines solchen Anschlages sind nicht die Toten, sondern die Überlebenden, denn die gilt es zu beeinflussen.”

Das andere ist ein Interview, welches Helmut Schmidt der Zeitung “Die Zeit” im August 2007 gab.

Schmidt: “Ich habe den Verdacht, dass sich alle Terrorismen, egal ob die deutsche RAF, die italienischen Brigate Rossé, die Franzosen, Iren, Spanier oder Araber in ihrer Menschenverachtung wenig nehmen. Sie werden übertroffen von bestimmten Formen des Staatsterrorismus.”
Die Zeit: “Ist das Ihr Ernst? Wen meinen Sie?”
Schmidt: “Belassen wir es dabei. Aber ich meine wirklich, was ich sage.”

Staatsterrorismus, was ist das? Das sind vermeintliche Terroranschläge, durchgeführt im Auftrag der Politik. Durchgeführt mit dem Ziel, Angst zu verbreiten (denn wer Angst hat, der ruft nach einer starken Hand und auf diese Weise lassen sich ganz elegant Gesetze durchpeitschen, welche die Bürgerrechte einschränken) und mit dem Ziel, Stimmung zu machen (denn wenn bspw. Kriegsbereitschaft in einer Bevölkerung erzeugt wird, dann fehlt nur noch ein klitzekleiner Schritt bis zur Realisierung der Auseinandersetzung). Staatsterrorismus ist für Herrschende, die oben bleiben wollen, also durchaus von Nutzen.

Betrachten wir jetzt mal einen ganz aktuellen Fall, nämlich die Vergiftung der Skripals mit Nowitschok in Salisbury. Vorab und zur Klarstellung: Ich sage NICHT, dass es sich dabei um Staatsterrorismus handelt. Aber m. E. stinkt die ganze Geschichte gewaltig zum Himmel! Da ich in so einer Art von “früherem Leben” mal über ein Vierteljahrhundert lang recht intensiv in der Chemie tätig war, bilde ich mir ein, aus der Formel des Kampfstoffes einiges ableiten zu können. Nämlich erstens: Das Grundgerüst ist ein Phosphorsäureester, wie man es auch beim Sarin findet. Und zweitens: Dieser Ester ist mit einer dem Stickstofflost verwandten Substanz substituiert worden. Ein solches Molekül kann, wenn es in den Körper gelangt, nicht stabil sein. Es zerfällt, und zwar in das Nervengift und den Gelbkreuzkampstoff. Sowohl das Nervengift wie auch der Gelbkreuzkampfstoff verursachen bleibende Spätschäden – und zwar schon in einer Größenordnung im Mikrogrammbereich. D. h. wir reden hier (um es mal zu veranschaulichen) vom Tausendstel eines Staubkorns.

Die Briten sind sich absolut sicher: Die Skripals sind seitens der Russen mit Nowitschok vergiftet worden, weil Nowitschok eine ursprünglich russische Erfindung ist. Merkel, Maas und Konsorten tröten fröhlich in das gleiche Horn. Allein es fehlt an Beweisen. Es fehlt sogar am Beweis, dass es sich überhaupt um Nowitschok gehandelt hat. Die Russen wollten das untersuchen, doch man hat ihnen die Proben verwehrt. Nun ist es aber, wie den Medien zu entnehmen ist (DWN, ntv u. a.) zur wundersamen Heilung der Skripals gekommen. Und exakt an der Stelle frage ich mich: Ist denn alles falsch, was ich jemals über Chemie und Toxikologie gelernt habe? Und falls ja, wieso habe ich dann in diesem Job über Jahrzehnte hinweg durchaus erfolgreich bestehen können? Oder aber es ist eben nicht alles falsch, was ich an Kenntnissen und Erfahrungen gesammelt habe. Dann aber …

Dann aber ist was absolut oberfaul. Dann kann was absolut nicht stimmen. Denn sollte es sich tatsächlich um Nowitschok gehandelt haben, dann sind die Medienberichte über die Wunderheilung definitiv Falschmeldungen. Sollte es den beiden dagegen wirklich ohne Spätfolgen gut gehen, dann kann es kein Nowitschok gewesen sein – dann ist die ganze Welt nach Strich und Faden verarscht worden. Das aber wäre beileibe nicht das erste Mal und in dem Falle muss man sich immer fragen, wer seinen Nutzen daraus zieht … So, und nun darf sich jeder selbst seinen Reim darauf machen. Betrachten wir mal den vermeintlich Nutzen der Aktion: Da ist ein russischer Ex-Spion, der als Doppelagent tätig war. Das liegt Ewigkeiten zurück. Er wurde enttarnt und wanderte dafür jahrelang in ein russisches Arbeitslager. Hätte man ihn beseitigen wollen, dann wäre das der richtige Zeitpunkt dafür gewesen. Er wurde nach sechs Jahren der Lagerhaft vom Westen freigekauft und lebt seit vielen Jahren in England. Jetzt also der Anschlag mit weiß-der-Teufel-was. Nutzen? Keiner! Außer vielleicht … Stimmungsmache! Genausogut könnte ich mit einem Hyundai einen Deutschen totfahren und anschließend behaupten, Südkorea hätte uns mit einem feigen Terroranschlag in Form eines Mörderautos angegriffen.

Aber wozu dient so eine Stimmungsmache? Wer zieht seinen Nutzen daraus? Sehen wir es uns einmal von einer anderen Seite aus an. Der neoliberale Raubtierkapitalismus des Westens beruht auf unbegrenztem Wachstum im begrenzten System. So etwas funktioniert vielleicht zeitweise, aber es kann niemals auf Dauer hinhauen. Bedeutet: Zuerst wurden die Bewohner der Länder, in denen gewisse Raffkes ansässig waren, ausgequetscht. Nachdem das nichts mehr brachte kam die Phase der Globalisierung. Man riss sich unter Einsatz fragwürdigster Mittel und ohne Rücksicht auf Verluste skrupellos die Rohstoffe anderer Staaten unter den Nagel. Doch auch diese Rohstoffe neigen sich dem Ende entgegen. Das System des neoliberalen Raubtierkapitalismus ist aber auf beständigen Rohstoffnachschub angewiesen. Andernfalls bricht es zwangsläufig zusammen. Woher also die erforderlichen Rohstoffe nehmen, um den drohenden Zusammenbruch zumindest zeitweise abzuwehren?

Da war doch noch was: Na klar, der Osten! Die Russen und die Chinesen! Die haben noch reichlich Rohstoffe! Metalle, seltene Erden, Gas, Öl usw. Bloß Mist, dass die das nicht freiwillig rausrücken (weil die es selbst brauchen)! Dann muss man es denen eben wegnehmen, so einfach ist das. Der Handelskrieg gegen China wäre schonmal ein Ansatz. Aber der trifft eben nicht Russland. Gibt’s vielleicht noch ‘ne andere Möglichkeit? An der Stelle kommt eine simple Gewinn-und-Verlust-Rechnung ins Spiel. Keine Rohstoffe bedeutet den Zusammenbruich des westlichen Wirtschaftssystems. Da Hiroshima und Nagasaki lange zurück liegen und die Erinnerung daran langsam verblasst, hält man zumindest im Westen einen Krieg heute für eine möglicherweise erfolgversprechende Option. Der böte immerhin eine Fifty-Fifty-Chance, wenn man sich denn nicht verrechnet hat. Fifty-Fitfy aber ist besser als gar nichts. Ergo macht man Meinung, guckt einen Südenbock aus (nämlich die Russen) und schürt Kriegsbereitschaft. Unter diesem Gesichtspunkt ergibt der Anschlag gegen die Skipals durchaus einen Sinn: Die Russen waren’s, gar kein Zweifel! Denn: Nicht auszudenken, was im Falle eines China-Russland-Deutschland-Wirtschaftsblocks aus den führenden USA werden würde! Und die Propagandamaschine läuft …

Abschließend noch ein Hinweis, der mit wichtig erscheint: Nein, ich werde für derartige Gedankengänge NICHT von Moskau bezahlt! Aber ich leiste mir noch den Luxus einer eigenen Meinung und plappere nicht unreflektiert das nach, was uns gleichgeschaltete Mainstream-Medien als Meinung verkaufen wollen! Vielleicht sähe es hierzulande gänzlich anders aus, wenn sich noch viel mehr Menschen eben diesen Luxus leisten würden.

“Was für ein Zufall, dass sich Terror nie gegen Regierungen und deren Angehörige richtet.”
(Verfasser unbekannt)

(Hinweis: Dieser Beitrag ist auch unter “Quergedacht! v4.0” erschienen.)

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