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Let him who hath understanding
Reckon the number of the beast
For it is a human number
Its number is six hundred and sixty six
(aus “The Number of the Beast” von Iron Maiden)

Erwin Unglück und Katarina Rabe bildeten schon seit Ewigkeiten ein glückliches Paar. Lediglich die Tatsache, dass Katarina seinerzeit auf einem Doppelnamen bestanden hatte, trübte das Eheglück mitunter etwas. Aber der kluge Mann widerspricht seiner Frau nicht – er wartet darauf, dass sie das selber tut. Zumindest bei der Gartenarbeit machte Erwin seinem Doppelnamen alle Ehre und erwies sich als absoluter Unglücksrabe. So sollte er bspw. Blumenzwiebeln einsetzen und – ganz logisch – die setzt man natürlich mit der Spitze nach unten, bevor man sie in die Erde schlägt – wozu er, um die Pflanzen zu schonen, auch vorsichtshalber nur einen Gummihammer verwendet hatte. Katarina warf ihm allerdings vor, die Pflanzen zerstört zu haben. “Du hast nichts davon gesagt, dass ich die Dinger begraben soll!“, maulte Erwin anschließend.

So kam es, dass Erwin so rein gartenmäßig irgendwann nur noch für die groben, schweißtreibenden Arbeiten herangezogen wurde. Also zum Graben (“Du gräbst viel zu tief!“) oder zum Rasenmähen (“Du hast die Kanten stehen gelassen!“). Irgendwann zum Herbst hin, beim letzten Rasenschnitt des Jahres, ergab es sich dann, dass der alte Mäher, der volle zehn Jahre lang treu und brav seinen Dienst verrichtet hatte, endgültig den Geist aufgab. Der Winter kam und ging. Das Frühjahr stand vor der Tür. Erwin auch. Er betrachtete nachdenklich seinen Rasen. Wiese wäre allerdings bei dem Unterschenkel-hohen Gras der passendere Ausdruck gewesen. “Entweder ein Schaf oder ein neuer Rasenmäher“, sinnierte er. Das Schaf wäre ihm lieber gewesen. Das funktionierte ohne seine Muskelkraft, lieferte obendrein noch Wolle und anlässlich der Winterpause hätte man es aufessen können. Ein Deichschaf wäre ideal gewesen, denn das blieb obendrein noch wetterfest. Seine Frau fand diese Vorstellung barbarisch und bestand auf einem neuen Rasenmäher.

Erwin gab nach, kratzte sein Erspartes zusammen – mehr als 700 Teuronen konnte er unmöglich ausgeben – und fuhr zum Händler seines Vertrauens. Nicht, dass hier auf dem platten Land die Auswahl besonders groß gewesen wäre, denn die einzige landwirtschaftliche Genossenschaft weit und breit hatte so etwas wie eine Monopolstellung inne. Die Rasenmäherpreise jagten ihm einen kalten Schauer über den Rücken. Doch halt – da war noch was anderes! Was preiswertes und der Händler war voll des Lobes ob dieser ganz bemerkenswerten Maschine im Angebot! Ein Rasenmäher in elegantem Grasgrün und Rapsgelb designt und mit dem wohlklingenden Namen des Herstellers, nämlich John Tier, auf dem Gehäuse. Der Preis belief sich im einmaligen Angebot – ein Einzelstück! – auf schlappe 666 Euro.

Abergläubische Menschen wären an dieser Stelle vielleicht misstrauisch geworden – einerseits der Name und andererseits die Zahl des Tiers … Doch Erwin war nicht abergläubisch. Geister? Schwachsinn! Böse Geister gab es nicht. Und der Hölle entsprungene Dämonen erst recht nicht! Er ließ sich die Funktionen des Rasenmähers ganz genau erklären. “Wie stark der Motor ist, das bemerken Sie schon beim Anlassen“, informierte ihn der Verkäufer, “denn da muss man richtig Kraft aufwenden.” Er demonstrierte umgehend, was er damit meinte, zog am Anlasserseil und mit ohrenbetäubendem Lärm erwachte der Gänseblümchenkiller namens John Tier zum Leben. Der Verkäufer ließ den Hebel los und der Motor erstarb umgehend. “Das ist eine Sicherheitseinrichtung. Wenn Sie den Hebel loslassen, dann wird der Motor gestoppt, damit nichts passieren kann. Wollen Sie auch mal probieren?” Erwin wollte. Es artete wirklich in einen Kraftakt aus. Er kaufte die Maschine. Mit schmerzverzerrtem Gesicht – hoffentlich sah das keiner! – packte er das schwere Teil in den Kofferraum seines Autos. Um den angerissenen Bizeps kümmerte sich später sein Hausarzt. Lange.

So begann ein etwas gespanntes Verhältnis, aus dem im Laufe der Jahre noch was Persönliches werden sollte. Aber es soll nicht vorgegriffen werden. Zuhause angekommen ging es frisch an’s Werk. Mit einem satten “Wrumm!!!” meldete sich John Tier zur Stelle und Erwin konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen – hatte er doch bereits die Hälfte seiner 600m² Rasenfläche erfolgreich hinter sich gebracht, als die lieben Nachbarn sich noch mit dem Anlassen ihrer alten Schrottmühlen abmühten! Was für eine Maschine! Die schluckte alles. Kraftvoll. Auch die zahllosen Unebenheiten und die vielen Maulwurfshügel machten ihr überhaupt nichts aus. Wie hatte er bloß auf den blödsinnigen Gedanken an ein Schaf verfallen können? Und nach den gesamten 600m² war der Tank man gerade mal halb leer: Ein Meisterwerk der Technik! Nur der Sicherheitsbügel nervte etwas. Einmal losgelassen und schon war wieder verschärftes Hanteltraining mit dem Anlasserseil angesagt. Doch Erwin erwies sich als findig: Zwei Pflanzenklammern dran und der Bügel war auf Dauerbetrieb fixiert. Scheiß auf die Sicherheit!

Es wurde Frühsommer und der Rasen war häufiger zu mähen. Eines schönen Tages wurde Erwin’s Arbeitseifer allerdings abrupt gebremst: John Tier hatte ein Rad ab! Genauer gesagt: Eines der Räder war abgefallen, weil dessen Verschraubung sich aufgrund der Vibrationen gelöst hatte. Nun ja, so etwas kann passieren – shit happens! Glücklicherweise fand Erwin die Befestigungsschraube auch schnell wieder. Da er den Rasenmäher konstruktionsbedingt (weil sich sonst Öl und Benzin vermischt hätten und ein Ventil hinüber gewesen wäre) nicht auf die Seite legen und stattdessen nur vorne oder hinten ankippen durfte – wobei sich der Tankinhalt auf den Rasen ergoss – gestaltete sich die Montage des Rades etwas schwieriger als gedacht. Aber Erwin meisterte dieses Problem mit Bravour.

Der Sommer und der Herbst kamen. Irgendwann im Herbst – beim vorletzten Rasenschnitt – hatte Erwin urplötzlich das Gestänge des Mähers in der Hand. Die Befestigungsschrauben waren absolut unauffindbar verschwunden. Die hatte offensichtlich der Rasen gefressen. “Macht nichts“, dachte Erwin, “ich habe ja reichlich Schrauben und Muttern in der Werkstatt.” Er suchte und wurde fündig. Doch … keine Mutter passte auf die verbliebenen Gewinde. Letztere hatten nämlich Zollmaße und alle seine Muttern waren metrisch. “Dann schneide ich eben ein metrisches Gewinde auf die zölligen Halter“, sagte er sich. Das jedoch funktionierte nicht, denn die Teile waren mit dem Gehäuse verschraubt worden – gleichfalls zöllig.

Kurzum: Es wurde eine etwas größere, stundenlange Bastelaktion mit dem BMW-Gerät (BMW bedeutet “Bring’ Mehr Werkzeug”) – Arbeit zieht Arbeit nach sich. Letztlich schnitt Erwin auch in das Gehäuse metrische Gewinde und ersetze die Originalteile durch zurechtgesägte Gewindestangen. Mit Muttern und Kontermuttern wurde das Ganze dauerhaft gesichert. Jetzt hielt es bombenfest. Nur hatten draußen bereits die Dämmerung eingesetzt und sich das Wetter gravierend verändert. Der letzte Rasenschnitt schließlich musste wieder eine Wiese bewältigen. Diesesmal aber war der Tank bereits leer, bevor die 600m² Gänseblümchen, Löwenzahn und Kornblumen erfolgreich niedergekämpft worden waren. Es folgte die Winterpause …

Das nächste Frühjahr kam und mit ihm eine neue Wiese. John Tier aber machte nicht mehr “Wrumm!!!” und war auch sonst nur sehr, sehr schwer aus seinem komatösen Winterschlaf zu erwecken. Erwin fluchte und spendierte dem Teil eine neue Zündkerze. Doch erst, nachdem er literweise Startpilot quasi als Dopingmittel für den Rasenmäher einsetze, erwachte der Motor mit einem gequält-unwilligen “Öttel-öttel-pöttel-puff!” so langsam wieder zum Leben. Auch von der erwarteten Kraft war nicht mehr wirklich so ganz viel zu spüren. D. h. bei jedem höheren Grasbüschel und jedem Maulwurfshügel – und die Tiere hatten den Garten wirklich in eine Mischung aus Truppenübungsplatz und Handgranatenwurfstand verwandelt – versagte John Tier seinen Dienst. Erwin erfand ein paar neue und durchaus bemerkenswerte Flüche. Etwa nach der Hälfte der Fläche erschöpfte sich der Tankinhalt und er musste nachtanken. Sein John Tier hatte während der Winterpause eine Metamorphose durchlaufen und war zum Schluckspecht mutiert.

Ein paar Wochen u. d. h. ein paar Rasenschnitte später: Erwin erging sich gerade wieder darin, Gänseblümchen zu killen, als er urplötzlich das Gestänge von John Tier in der Hand hielt. “Das kann nicht sein“, dachte er verwundert, denn wenn er etwas reparierte – und sei es nur provisorisch – dann geschah das für die Ewigkeit. Es lag dieses Mal auch gar nicht an den Verschraubungen. Das Gestänge war glatt abgebrochen – an seiner dünnsten Stelle, wo es verglichen mit dem Gewicht der Maschine wirklich filigran gearbeitet worden war: Eine am Schreibtisch von einem Designer, der schonmal einen Rasen gesehen hatte, durchgeführte Konstruktion. Die Nachbarn, ihrerseits mit dem Rasenmähen beschäftigt, drehten sich verwundert zu Erwin um, als sie dessen lautstarke Flüche und Beschimpfungen hörten. Erwin aber erledigte schweren Herzens die verbliebenen 300m² mit dem Handmäher, der immer noch sicherheitshalber im Schuppen rumstand: Eine reine, schweißtreibende Knochenarbeit. Hinterher fühlte er sich wie nach einem doppelten Marathonlauf und sein Blutdruck befand sich ganz weit oben im akut-pathologischen, lebensbedrohlichen Bereich. Ganz klar: John Tier wollte ihm an’s Leder! Spätestens ab jetzt wurde das Ganze wirklich persönlich!

Erwin fuhr wieder zum Händler seines Vertrauens – dem einzigen Händler in der Gegend und dem vertraute er, wenn er ganz ehrlich war, schon lange nicht mehr – und bestellte dort ein neues Gestänge. Ein Original-Ersatzteil. Nach vier Wochen Lieferzeit (der Rasen gefiel sich in der Verwandlung in eine Wiese) kam das dann auch endlich. Noch eine Fahrt und Erwin holte es ab. Wollte es an John Tier anmontieren. Und stellte fest: Es passte nicht! Es war befestigungsseitig gänzlich anders als das abgebrochene Teil geformt. Wutentbrannt rief er beim Händler an. Doch alles, was er zu hören kam war, dass es sich tatsächlich um das Original-Ersatzteil handeln sollte und wenn er unfähig wäre, das dran zu schrauben, dann würde man das gerne kostenpflichtig für ihn erledigen. Alternativ könne er sich ja auch einen neuen Rasenmäher zulegen; es gäbe da ein sagenhaftes Angebot – Einzelstück! – zum Preis von 666 Euro bla-bla-bla… Wutentbrannt knallte Erwin den Hörer auf.

Was nicht passt, das wird eben passend gemacht!” Mit Feile, Bohrmaschine, Zange, Schraubenschlüssel, Gewindeschneidern und was sich noch so alles in seiner Werkzeugsammlung finden ließ rückte er an einem Wochenende dem so genannten “Original-Ersatzteil” zuleibe. Er fing früh an. Die Sonne ging auf. Sie erreichte den Zenit. Sie ging unter. Es dämmerte. Es wurde Nacht. Erwin Unglücks-Rabe wischte sich den Schweiß von der Stirn. Jetzt müsste es eigentlich gehen … Denkste! Denn das Gestänge der Marke “Original-Ersatzteil” erwies sich im Vergleich zum ursprünglichen Gestänge als geringfügig kürzer. Nicht viel, aber es reichte dafür, dass der Gas-Bowdenzug durchhing. Fluchend verfummelte Erwin auch noch den Gas-Bowdenzug: Arbeit zieht Arbeit nach sich! Gegen Mitternacht dann hatte John Tier endlich ein Einsehen und meldete sich mit “Öttel-Töttel-Mööh-Paff!!!” lautstark zurück. Die Nachbarn beschwerten sich. Erwin bedachte sie restlos abgenervt mit unflätigen Schimpfworten und so ging das zuvor gutnachbarschaftliche Verhältnis ob der Arbeit des Maschinen-gewordenen Dämons den Bach runter.

In der Nacht hatte Erwin einen Alptraum in grasgrün und rapsgelb. Morgens – am Sonntagmorgen – machte er sich wieder an John Tier zu schaffen und dachte dabei, dass es doch so schöne andere Rasenmäher gäbe. Den Mean Mower von Honda zum Beispiel. Aber derartige Gedankengänge nahm der telepathisch befähigte Dämon ihm sehr, sehr übel und verweigerte standhaft jeden Anlassversuch. Doch Erwin gab nicht auf. Noch einmal wurde der Bowdenzug verfummelt und am späten Sonntagabend dann hatte John Tier – vorerst! – klein beigegeben. Dumm nur, dass jetzt gerade Regen einsetzte. Erwin argwöhnte, dass der im Rasenmäher lebende Dämon dabei seine Hand im Spiel gehabt haben könnte, denn Wettermagie gehört bei derartigen Ausgeburten der Hölle ja mit zu den leichtesten Übungen.

Im Wochenverlauf riefen die Arbeit und seine bessere Hälfte nach Erwin: “Wann mähst du denn nun endlich mal den Rasen?” Er erklärte ihr, dass der Mäher rumzickte. “Lass’ mich mal!“, meinte sie, zog am Anlasserseil und John Tier machte “Wrumm!!!” wie am allerersten Tag. Erwin klappte die Kinnlade runter. Von dem, was er sich daraufhin seitens seiner Gattin anhören durfte, klingelten ihm noch lange die Ohren. Seine Frau war schon längst wieder im Haus verschwunden, als Erwin es selbst versuchte. John Tier aber vermochte Menschen nicht nur genauestens zu unterscheiden, sondern auch perfekt gegeneinander auszuspielen. Bedeutet: Er sprang um’s Verrecken nicht an. Es vergingen ein paar Wochen – das Gras wuchs unablässig – bis Erwin feststellte, wie er die mechanische Heimtücke austricksen konnte.

John Tier achtete nämlich auch noch auf die Umgebungstemperatur. Erst dann, wenn das Thermometer stabil mindestens 25°C im Schatten zeigte – wenn es also für jegliche Gartenarbeit schon viel zu heiß war – ließ er sich dazu herab, zur Abwechslung mal anzuspringen. Ergo verfolgte Erwin schon Wochen im Voraus den Wetterbericht und wenn es zeitlich passte, dann fuhr er John Tier schon morgens an einen Platz, an dem das verdammte Stück Alteisen bis zum Mittag von der Sonne gut durchgeglüht war. Meistens klappte das dann mit dem Anlassen. Nur eben leider nicht immer, woraufhin sich die Nachbarn – man erinnere sich, dass zu denen nicht mehr das beste Verhältnis bestand – hämische Blicke und spitze Bemerkungen nicht verkneifen konnten. Der Unglücksrabe aber beherrschte sich mit geradezu übermenschlicher Kraft und verzichtete auf das Massaker, das ihm wenigstens etwas Befriedigung verschafft hätte.

So verging nach gewohntem Schema – Erwin wollte und John wollte nicht – Jahr um Jahr. John Tier zog dabei alle Register. Was kaputtgehen konnte, das ging über kurz oder lang auch kaputt. Der maschinelle Dämon und sein Besitzer: Ein immerwährender Kampf bis auf’s Letzte! Wie schon gesagt: Es war was Persönliches geworden! Erwin opferte der Ausgeburt der Hölle jede Menge seiner Lebenszeit und John fraß die genüsslich, gerade so wie ein Vampir. Erwins Nervenkostüm litt allerdings geringfügig darunter. Immer dann, wenn das Rasenmähen anstand, dann stellten sich bei Erwin schon Tage vorher böse Alpträume, zumeist in grasgrün und rapsgelb, ein. Wenn er dann John Tier aus dem Schuppen rollte, geschah das für gewöhnlich bereits in einer psychischen Ausnahmesituation und mit Schaum vor’m Maul. Außerdem hatte es sich eingespielt, dass der Unglücksrabe der Höllenmaschine immer vor dem Anlassen gut zureden musste: “Du verfluchtes Scheißding! Wenn du nicht umgehend anspringst, dann nehme ich den Vorschlaghammer als Anlasshilfe!

So geschah es auch am letzten Tag, im verflixten siebten Jahr. Erwins Bizeps wimmerte um Gnade, als John Tier sich endlich irgendwann nach dem xten Versuch dazu herabließ, mit einem missmutigen “Röchel-Röchel-Röchel” seinen Dienst äußerst unwillig aufzunehmen. Aber was heißt hier eigentlich Dienst? So rein leistungsmäßig betrachtet wäre “Show Working” ein sehr viel zutreffenderer Begriff gewesen! Nach etwa 300m² an Gänseblümchen und Maulwurfshügel gelangte John Tier zu der Erkenntnis, dass es für heute wohl genug sei. Er sprang daraufhin gar nicht mehr an. “OK“, sagte Erwin gefährlich leise, “du hast es nicht anders gewollt! Zeit für den finalen Exorzismus!” Er rollte John Tier in die Mitte der Gartenfläche. Anschließend begab sich der Unglücksrabe heimtückisch-fröhlich pfeifend zum Schuppen und holte den Reservekanister.

Zurück zu John Tier und besagten Kanister geöffnet. Erwin Unglücks-Rabe goss den gesamten Treibstoff über das Wunderwerk der Technik und warf aus gebührendem Abstand ein brennendes Streichholz hinterher. “WUMMM!!!” machte es, als der Dämon für immer den Rückweg in die Hölle antrat. Erwin aber konnte ob seines wohlverdienten Sieges ein Lachen nicht zurückhalten. Zugegeben, dieses Lachen klang etwas irre. Aber es erwies sich als unglaublich befreiend. Mit glücklichem Gesichtsausdruck setzte Erwin sich und schaute dem Freudenfeuer zu: Victory! Endgültig!

Er saß noch da und lachte, als Feuerwehr, Polizei und RTW eintrafen. Er lachte immer noch, als er in eine Klinik eingeliefert wurde. Heute allerdings geht es Erwin wieder sehr, sehr gut. Ja, zugegeben, er ist am Bett festgeschnallt und der Psychiater schaut ihn immer mit so traurigen Blicken an. Aber die bunten Tabletten wirken hervorragend – die wunderbare Leichtigkeit des Seins – und die Pfleger sind sehr nett zu ihm. Außerdem hat Katarina ihm zur Gesellschaft so ein hübsches Schaf aus Plüsch mitgebracht. Immer dann, wenn Erwin es anschaut, dann muss er an seinen Sieg über John Tier zurück denken und fängt wieder mit dem Lachen an. Ansonsten aber ist er total normal. Und die Moral von der Geschicht’: Traue keiner Maschine nicht! Wenn dir deine Gesundheit lieb ist, dann kauf’ dir lieber gleich ein Schaf! Mähhh…

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